Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Mercaptan
    • Mer|captan

    • Synonyme: Thioalkohol

    • Englischer Begriff: mercaptan

    Gruppe Alkohol-analoger, übel riechender chemischer Verbindungen der allgemeinen Formel R–SH (S = Schwefel als Ersatz für das Sauerstoffatom).

  • Mercaptoacetyltriglycin
    • Synonyme: MAG3 (Abk.)

    wird als Radiopharmakon Tc-99m-MAG3 bei bestimmten Nierenfunktionsprüfungen eingesetzt, z.B. Funktionsszintigraphie (Belastung mit Captopril oder Furosemid); indirekter Refluxnachweis.

  • Mercaptopurin
    • Mercaptopurin

    • Synonyme: MP (Abk.); 6-MP (Abk.)

    • Englischer Begriff: mercaptopurine

    zu den Antimetaboliten gehörendes Zytostatikum (Purin-Antagonist); NW: u.a. Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Stomatitis, Nierentoxizität.

  • Mercier
    • Mercier

    • Biogr.: Louis A. M., 1811–1882, Urologe, Paris

  • Mercier-Barre
    Mercier
    • M.-Barre

    • Englischer Begriff: Mercier's valve

    durch kollagene Fasern u. glatte Muskulatur (der Waldeyer-Scheide der Harnleitermündungen) bedingte Schleimhaut-Muskel-Falte zwischen den Harnleiteröffnungen, evtl. mit Klappen-, Ventilmechanismus. S.a. Barre.

  • Mercier-Katheter
    Mercier
    • M.-Katheter

    • Englischer Begriff: M.'s catheter

    Harnblasenkatheter mit ca. 30°-Abwinkelung des Spitzenteils („M.-Krümmung “) u. endnahem seitlichem Auge.

  • Mercur...
    • Mer|cur...

    Wortteil „Quecksilber“; s.a. Merkur...

  • Mercuriosis
    • Mer|cu|rio|sis

    • Englischer Begriff: mercurialism

    veralteter Ausdruck für chronische Quecksilbervergiftung.

    • M. lentis
      die bei Quecksilbervergiftung auftretende, durch Einlagerung von Hg-Verbindungen... (mehr)
  • Mercuriosis lentis
    Mercuriosis
    • M. len|tis

    die bei Quecksilbervergiftung auftretende, durch Einlagerung von Hg-Verbindungen bedingte bräunl. Verfärbung der Linsenkapsel.

  • Merendino
    • Merendino

    • Biogr.: K. Alvin M., geb. 1914, amerikan. Chirurg

  • Merendino-Dillard-Operation
    Merendino
    • M.-Dillard-Operation

    • Englischer Begriff: Merendino-Dillard operation

    eine Speiseröhrenrekonstruktion durch Dünndarmzwischenschaltung (= Jejunuminterposition).

  • Merendino-Operation
    Merendino
    • M. -Operation

    • Englischer Begriff: M.'s technique

    eine Technik der Raffung der Mitralklappe (Anuloplastik).

  • Meretoja-Syndrom
    • Meretoja-Syndrom

    • Englischer Begriff: Meretoja's syndrome

    der autosomal-dominant erbliche Typ IV der Amyloid-Polyneuropathie mit Fazialisparese, Hirnnervenausfällen u. gittriger Hornhautdystrophie.

  • Merhidrosis
    • Mer|(h)idro|sis

    • Englischer Begriff: merhidrosis

    örtlich begrenzte Schweißbildung.

  • Meridian
    • Synonyme: Leitbahn

    in der Modellvorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin eine Energieflussbahn des Körpers, die sich als Linie auf die Haut projiziert; auf ihr lassen sich Akupunkturpunkte ausfindig machen, die eine wichtige Rolle bei der Therapie von Krankheiten spielen. Die M. (z.B. Magen-Meridian, Lungen-Meridian) bilden ein vernetztes System, über das Fernwirkungen erklärbar werden. Unterschieden werden 12 Hauptmeridiane, 8 außerordentliche Leitbahnen, zahlreiche Luo- und Netzgefäße; die M. sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen; s.a. Akupunktur (dort Abb.)

  • Meridiandiagnostik

      spezielle Diagnose in der Akupunktur (s.a. Traditionelle Chinesische Medizin) zur Feststellung des betroffenen Meridians; Anw. v.a. bei Erkrankungen des Bewegungsapparates u. bei Schmerzen.

    • Meristom Hueck
      • Me|ristom (Hueck)

      • Synonyme: Zytoblastom

      • Englischer Begriff: meristoma

      ein rein zellulärer bösartiger Tumor („Malignom“) ohne jede Differenzierung der Zellen (Abgrenzung zwischen Karzinom u. Sarkom ist nicht möglich).

    • Merkapt...
    • Merke-Zeichen
      • Merke-Zeichen

      • Biogr.: Franz M., 1893–1975, Orthopäde, Basel

      am Stehenden (Fuß fixiert) durch Verdrehung im Kniegelenk auslösbarer Schmerz an der Innen- bzw. Außenseite des Kniegelenkspalts bei Schäden des entsprechenden Meniskus.

    • Merkel-Zelle
      • Merkel-Zelle

      • Englischer Begriff: Merkel's cell

      • Biogr.: Friedr. S. M., 1845–1919, Anatom, Göttingen

      Abbildung

      einzeln oder in Gruppen vorkommende Sinneszellen neuroektodermaler Abkunft im Stratum basale der Epidermis (s. Abb.) mit charakteristischen rundlichen neurosekretorischen Granula. Sie enthalten Neuropeptide u. neuronspezifische Enolase. Unmittelbar unter der M.-Zelle befindet sich eine flache Nervenendplatte (der Komplex M.-Zelle u. Nervenendigung wird als M.-Scheibe bezeichnet). Die M.-Zelle wurde ursprünglich als Mechanorezeptor interpretiert; wahrscheinlich handelt es sich um neurosekretorische Zellen, die zum APUD-Zellsystem gehören.

    • Merkfähigkeitsstörung
      • Merkfähigkeits|störung

      • Synonyme: Merkschwäche

      • Englischer Begriff: hypomnesis; memory deficit

      Beeinträchtigung des Neugedächtnisses (gestörte Engramm-Bildung u. -Wiedergabe [Ekphorie]); v.a. bei organischer Hirnschädigung, beginnender Demenz, neurotischer Hemmung. – Die Prüfung auf M. erfolgt durch Nachsprechenlassen von Zahlenreihen, Silben, Wörtern nach einem bestimmten Zeitintervall.

    • Merkuri-
      • Mer|ku|ri-

      • Synonyme: Mercuri-

      • Englischer Begriff: mercuric

      Kennsilbe für chemische Verbindungen mit 2-wertigem Quecksilber.

    • Merkurialismus
      • Merkuria|lismus

      • Englischer Begriff: mercurialism

      chronische Quecksilbervergiftung, z.B. als Enzephalopathie.

    • Merkuro-
      • Merkuro-

      • Synonyme: Mercuro-

      • Englischer Begriff: mercurous

      Kennsilbe für chemische Verbindungen mit 1-wertigem Quecksilber; z.B. Mercurochrom (s.u. Grob-Pinselung).

    • mero...
      • me|ro...

      Präfix „Teil“ („Körperteil“), „teilweise“.

    • Merogonie
      • Mero|gonie

      • Englischer Begriff: merogony

      Weiterentwicklung einer experimentell entkernten Eizelle nach Besamung mit einem – artfremden – Spermium.

    • Merokranie
      • Mero|kranie

      • Englischer Begriff: meroacrania

      angeborener teilweiser Schädeldefekt.

    • merokrine Drüse
      • mero|krine Drüse

      • Englischer Begriff: merocrine gland

      s.u. Drüse.

    • Meromelie
      • Mero|melie

      • Englischer Begriff: meromelia

      angeborener Gliedmaßendefekt; s.a. Peromelie.

    • Meropenem

        β-Lactam-Antibiotikum (Carbapenem); Anw. v.a. bei Infektionen mit Hospitalismus-Keimen (z.B. Pseudomonas).

      • Merozele
        • Mero|zele

        • Englischer Begriff: merocele

        Hernia femoralis.

      • Merozoiten
        • Mero|zoiten

        • Englischer Begriff: merozoites

        • Fach: Protozoologie

        die einzelligen, einkernigen Stadien der vegetativen Vermehrung bei den Telosporidia [Sporozoa]; z.B. die durch Zerfall reifer Schizonten entstandenen M. der Malariaplasmodien (sie unterhalten durch Befall der Leberparenchymzellen bzw. der Erythrozyten die exo- u. endoerythrozytären Schizogonie-Zyklen; z.T. gehen aus ihnen auch Gametozyten hervor). Analog die M. bei Kokzidien (Isospora belli u. hominis).

      • MERRF-Syndrom
        • MERRF(-Syndrom)

        • Synonyme: Abk. für myoclonus epilepsy with ragged-red fibers

        • Etymol.: engl.

        durch eine Punktmutation der mitochondrialen DNS ausgelöstes Krankheitsbild mit Myoklonus-Epilepsie, Ataxie u. Myopathie (charakteristische Histologie: rote Muskelfasern mit unregelmäßiger Begrenzung).

      • Merritt-Syndrom
        • Merritt-Syndrom

        Kasabach-Merritt-Syndrom.

      • Merseburger Trias
        • Merseburger Trias

        • Englischer Begriff: Merseburg triad

        s.u. Basedow-Krankheit.

      • Merskey-Test
        • Merskey-Test

        • Englischer Begriff: Merskey's test

        s.u. Hämagglutinationshemmungsreaktion.

      • Meryzismus
        • Me|ry|zismus

        • Englischer Begriff: merycism

        Rumination.

      • Merzbacher-Pelizaeus-Syndrom
        • Merzbacher-Pelizaeus-Syndrom

        • Englischer Begriff: Merzbacher-Pelizaeus syndrome

        s.u. Pelizaeus...

      • Mes...

          s.a. Meso...

        • MESA
          • Synonyme: Abk. für microscopic epididymal sperm aspiration

          • Etymol.: engl.

          mikrochirurgische epididymale Spermatozoenaspiration; Gewinnung von Spermien aus dem Nebenhoden zur Injektion in das Zellplasma der Eizelle (s.a. ICSI).

        • Mesalazin
          • Synonyme: 5-Aminosalicylsäure

          antiphlogistisch wirksame Substanz. Wirkung: beeinflusst die Prostaglandinbiosynthese; hemmt die Leukotrienbildung. Anw. bei Colitis ulcerosa u. der Crohn-Krankheit.

        • Mesangium
          • Mes|angium

          • Englischer Begriff: mesangium

          das die Kapillarschleifen im Corpusculum renale stützende Bindegewebe. S.a. Goormaghtigh-Zellen.

        • Mesaortitis
          • Mes|aor|titis

          • Englischer Begriff: mesaortitis

          Entzündung der Media der Aorta; v.a. bei Aortensyphilis.

        • Mesarteriitis
          • Mes|ar|te|ri|itis

          • Englischer Begriff: mesarteritis

          Arteriitis mit Entzündung vorwiegend der Media.

        • Mesaxon
          • Mes|axon

          • Englischer Begriff: mesaxon

          bleibende Verbindung der Markscheide mit ihrer Ursprungszelle.

        • Mescalin
          • Mes|ca|lin

          • Synonyme: Meskalin; Mezcalin

          • Englischer Begriff: mescaline

          3,4,5-Trimethoxy-phenyl-äthylamin. Aus dem Kaktus Lophophora williamsii gewonnenes, in Mexiko in Form des Peyote (= Peyotl) als Droge genutztes biogenes Amin, wirkt als Halluzinogen (als solches stärker wirksam das synthetische Derivat DOM = 2,5-Dimethoxy-4-methylamphetamin); s.a. Mescalinrausch.

        • Mescalinrausch
          • Mescalin|rausch

          • Englischer Begriff: mescalism

          toxische Psychose durch Mescalin (> 0,1–0,2 g). Klinik: gestörtes Raum- u. Zeiterleben, Halluzinationen (v.a. optischer Art); ferner (initiales) Erbrechen, Mydriasis, Hyperreflexie, Tremor, evtl. auch Schock, Atemlähmung.

        • Mesektoderm
          • Mes|ekto|derm

          • Englischer Begriff: mesectoderm

          Mesoderm ektodermalen Ursprungs (Neuralleiste); liefert Mesenchym des Kopfbereichs.

        • Mesencephalon
          • Mes|encephalon

          • Synonyme: Mittelhirn

          • Englischer Begriff: mesencephalon; midbrain

          Teil des Gehirns zwischen Diencephalon u. Metencephalon. Ist vom Aquaeductus cerebri durchzogen, der den III. mit dem IV. Hirnventrikel verbindet, und besteht aus drei Teilen: ventral die beiden Hirnschenkel (Crura cerebri), in der Mitte die Mittelhirnhaube (Tegmentum mesencephalicum), dorsal das Tectum mesencephali (Mittelhirndach; mit der Vierhügelplatte: Lamina tecti). In den Hirnschenkeln verlaufen von der Großhirnrinde absteigende Bahnen (z.B. Pyramidenbahn, Tractus corticopontini, Lemniscus medialis, Lemniscus lateralis, Fasciculus longitudinalis medialis, Fasciculus longitudinalis dorsalis, Fibrae corticoreticulares). Das Tegmentum durchziehen sensible Bahnen aufwärts zur Hirnrinde. Enthält u.a. die Kerne des III. und IV. Hirnnervs, den Nucleus tractus mesencephali nervi trigemini, den Nucleus ruber, die Substantia nigra, die Mittelhirnanteile der Formatio reticularis.

        • Mesenchym
          • Mes|en|chym

          • Synonyme: Mesenchyma

          • Englischer Begriff: mesenchyme

          das erste nichtepitheliale Gewebe des Keimes mit Ursprung größtenteils aus dem Mesoderm (im Kopfbereich aus Mesektoderm; Ausgangsmaterial für Hirnhäute, Bindegewebe, Muskulatur u. Hartsubstanzen des Schädels [Neuro- u. Viszerokranium]; ergänzt durch – dem Entoderm der Prächordalplatte entstammende – Zellen). – Besteht aus sternförmig verzweigten, locker zu einem dreidimensionalen Gitter angeordneten Zellen mit umgebender flüssigkeitsreicher amorpher Grundsubstanz (= ohne geformte Anteile, also Bindegewebsfasern). Das Muttergewebe des Bindegewebes (mit in der Interzellularsubstanz auftretenden Bindegewebsfasern zunächst als embryonales B.) sowie der daraus sich entwickelnden Stützgewebe (Knorpel-, Knochengewebe), des Fettgewebes, des Blutes (u. der Blut- u. Lymphgefäße). – Als extraembryonales M. das in den Fruchthüllen, als intraembryonales M. das in der Leibesfrucht entstehende Muttergewebe (s.a. Blastem) der oben genannten Gewebe (s.a. Mesoderm).– In der Naturheilkunde u. der Regulationsmedizin gilt das M. als das Gewebe der Autoregulation.

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