Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Magenresektion
    • Magen|resektion

    • Englischer Begriff: gastric resection

    operative Teilentfernung des Magens; bei – mit Komplikationen belastetem – Magengeschwür oder Duodenalulkus (s.a. Vagotomie), bei Neoplasma, Polyposis, Stenose. Die Kontinuität wird wiederhergestellt durch Vereinigung des Restmagens mit dem Duodenum oder dem Jejunum bzw. – bei Segmentresektion – der freien Magenabschnitte untereinander. Typisch die M. nach Billroth I u. II (dort Abb.) u. deren Modifikationen; s.a. Fundektomie.

  • Magenruptur
    • Magen|ruptur

    • Synonyme: Gastrorrhexis

    • Englischer Begriff: gastrorrhexis

    Zerreißung der Magenwand, z.B. durch extreme Gasfüllung (evtl. nach Fehlintubation), stumpfe Bauchverletzung oder zu starke Bauchpresse bei vollem Magen. S.a. Magenperforation.

  • Magensaft
    • Magen|saft

    • Synonyme: Magensekret

    • Englischer Begriff: gastric juice

    Sekret der Magenschleimhaut bzw. ihrer Drüsen (Glandulae gastricae). Eigenschaften: M. ist klar, wässrig, farblos, sauer (pH 1,0–1,5), mit dem Blutplasma isoosmotisch; normal 1–3 l/Tag. Enthält auch Speichel, Duodenalsaft u. evtl. Nahrungsreste (maximal 12 Std.). Bestandteile sind Wasser, Elektrolyte u. gelöste oder in Suspension befindliche Makromoleküle; als Letztere Schleimsubstanzen (Glykosaminoglykane; ferner neutrale u. saure Glykoproteine [an Sialinsäure reiche Sialomucine]), Serumproteine (Albumin, Globuline, Immunglobuline, Blutgruppensubstanzen), Gastrone, Intrinsic-Faktor u. andere Vitamin-B12-Binder, Peptide (als Abbaustoffe von Proteinen, Mucoproteinen), Enzyme (Pepsin [aus Pepsinogenen der Hauptzellen], Kathepsin, Gastricin, Amylasen, Nucleasen, Lipasen u. Ureasen) sowie Gastrin, Schleim (Mucoproteide), Salzsäure (HCl; abgesondert von Belegzellen v.a. im Korpus u. Fundus; 1–1,5 l/Tag; s.a. MAO, PAO, Azidität) u. verschiedene Ionen (v.a. HCO3, K+, Na+, Ca2+, Mg2+). Physiol.: Die Absonderung erfolgt – außer als Basal- oder Nüchternsekretion – in drei Phasen: 1) zephale Phase: Über Sinneseindrücke, psychische Faktoren u. Chemorezeptoren in der Mundschleimhaut erfolgen Vagusreizung u. Magensaftsekretion; 2) gastrische Phase: Über Antrumdehnung u. Pufferung des Magensaftes erfolgen Gastrin-, Pepsin- u. HCl-Sekretion; 3) intestinale Phase: Bei Übertritt des Chymus in das Duodenum wird die Magensaftsekretion gehemmt (durch Secretin, GIP, VIP u. Glucagon). Hemmung der Sekretion z.B. physiol durch Gastrone, ther H2-Rezeptorenblocker; Anregung z.B. durch Pentagastrin. Diagn.: Zur Magensaftanalyse werden diagnostisch der Pentagastrintest (fraktionierte Magensaftanalyse) u. der Hollander-Hypoglykämietest eingesetzt (s.a. Achylia gastrica).

  • Magensarkom
    • Magen|sarkom

    • Englischer Begriff: gastric sarcoma

    Abbildung

    Sarkom der Magenwand (Abb.), meist als Leiomyosarkom oder lymphoplasmazytoides malignes Lymphom, seltener als Sarkom anderer Art (z.B. Rhabdo- u. Fibromyosarkom, Lipo-, Angio-, Lymphosarkom). Klinisch u. röntgenologisch ähnlich dem Magenkarzinom; häufig lymphogen metastasierend. Prognose – nach Operation u./oder Bestrahlung – evtl. besser als beim Karzinom.

  • Magensäure
    • Magen|säure

    • Englischer Begriff: gastric acid

    s.u. Magensaft.

  • Magenschlauch
    • Magen|schlauch

    • Englischer Begriff: stomach tube

    (Kussmaul 1869) Gummischlauch (äußerer Ø 12–14 mm) mit massivem, abgerundetem vorderem Ende (Spitze) u. seitlicher Öffnung für die Magenausheberung. – Als Verweilsonde (u. für fraktionierte Magensaftuntersuchung) ein weicher Schlauch (Ø 5 mm) mit Längenmarkierung (= Magensonde; s.a. Duodenalsonde).

  • Magenschleimhaut
    • Magen|schleimhaut

    • Englischer Begriff: gastric mucous membrane; gastric mucosa

    Abbildung

    die drüsenreiche (Abb.), den Magensaft produzierende Tunica mucosa ventriculi. Ihre Drüsen (Glandulae gastricae, Gll. pyloricae u. Gll. cardiacae) sind vermindert bei chronischer Gastritis. Bildet Falten (Plicae gastricae), ist gefeldert (Areae gastricae). Völliges Fehlen (Magenschleimhaut|atrophie) bei perniziöser Anämie.

  • Magenschleimhaut, ektope
    Magenschleimhaut
    • M., ektope

    außerhalb des Magens, z.B. im Bereich des Ösophagus liegende Inseln von M. (Barrett-Syndrom).

  • Magenschleimhautentzündung
    • Magenschleimhaut|entzündung

    • Englischer Begriff: gastritis

    Gastritis; s.a. Ménétrier-Syndrom.

  • Magenschwindel
    • Magen|schwindel

    • Synonyme: Vertigo gastrica; Gyrosa

    • Englischer Begriff: gastric vertigo

    Anfälle körperlicher Schwäche mit Übelkeit, Ohnmacht, Gleichgewichtsstörungen bei chronischen Magenerkrankungen.

  • Magensekretion
    • Magen|sekretion

    • Englischer Begriff: gastric secretion

    Absonderung von Magensaft.

  • Magensenkung
    • Magen|senkung

    • Englischer Begriff: gastroptosis

    Gastroptose.

  • Magenspiegelung
    • Magen|spiegelung

    • Englischer Begriff: gastroscopy

    Gastroskopie.

  • Magenspülung
    • Magen|spülung

    • Synonyme: Gastrolavage

    • Englischer Begriff: gastrolavage

    Entfernung von Mageninhalt (z.B. Gift) durch mehrmaliges Auffüllen des Magens mit lauwarmem Wasser (evtl. Medikamentenzusatz) u. nachfolgendes Aushebern über einen Magenschlauch.

  • Magenstumpfkarzinom
    • Magen|stumpf|karzinom

    s.u. Magenkarzinom.

  • Magenszirrhus
    • Magen|szirrhus

    Linitis plastica.

  • Magenta-Zunge
    • Englischer Begriff: magenta tongue

    glänzend-tiefdunkelrote („magentafarbene“) Zunge, z.B. bei Vitamin-B2-Mangel (dann rau, papillenfrei, schmerzhaft).

  • Magentetanie
    • Magen|tetanie

    • Englischer Begriff: gastric tetany

    chloroprive Tetanie.

  • Magentorsion
    • Magen|torsion

    • Englischer Begriff: gastric torsion

    Magendrehung um die mesenteriale Achse; mit Hochtreten der großen Kurvatur u. Kaskadenbildung, evtl. mit Durchtritt durch den Hiatus oesophageus oder einen Zwerchfelldefekt in den Brustkorbraum (s.a. upside-down stomach). – I.w.S. auch der Volvulus des – stark ptotischen oder sanduhrförmigen – Magens.

  • Magentumor
    • Magen|tumor

    • Englischer Begriff: gastric tumor

    Bez. für gut- oder bösartiges Neoplasma des Magens; z.B. Fibrom, Lipom als benigne, Magenkarzinom, Magensarkom als maligne Tumoren.

  • Magenverdauung
    • Magen|verdauung

    • Englischer Begriff: gastric digestion

    die im Magen erfolgende Verdauung (= „Vorverdauung“) durch die Magensafteinwirkung. Eiweiß wird nach Denaturierung durch die Magensäure (HCl) von den durch HCl aktivierten Enzymen Pepsin u. Kathepsin zu ca. 75% zu Peptonen abgebaut (v.a. Zerstörung des kollagenen Bindegewebes, Homogenisierung zum Chymus; Pepsin, Kathepsin [beim Säugling nur Letzteres] u. Gastricin bewirken den Lab-Effekt = Caseinausflockung); HCl bewirkt ferner die hydrolytische Spaltung der glykosidischen Bindungen höherer Kohlenhydrate. Nahrungsfett wird grob emulgiert. Resorbiert werden Wasser, Alkohol, CO2 u. nicht ionisierte Medikamente u. Gifte.

  • Magenvolvulus
    • Magen|volvulus

    • Englischer Begriff: gastric volvulus

    Magentorsion.

  • Magersucht
    • Mager|sucht

    • Synonyme: Alipomatosis

    • Englischer Begriff: pathological leanness

    extreme Abmagerung infolge Unter- oder Fehlernährung (z.B. bei Kwashiorkor), bei Lipodystrophia progressiva oder aber durch zehrende (= konsumierende) u. v.a. durch endokrine Krankheiten (z.B. bei Addison-Syndrom, Basedow-Krankheit, Sheehan-Syndrom).

  • Magersucht, psychogene
    Magersucht
    • M., psychogene

    Anorexia nervosa als Magersucht i.e.S.

  • Magill
    • Magill

    • Biogr.: Sir Ivan Wh. M., 1888–1986, amerikan. Anästhesist

    • M.-Blocker
      dünner, doppelläufiger Gummi- oder Plastikkatheter mit endständigem, aufblasbarem... (mehr)
    • M.-System
      halb offenes Narkosesystem, bestehend aus einem Frischgaseinlass mit Reservoirbeutel... (mehr)
    • M.-Tubus
      ... (mehr)
    • 1)   Abbildung
      dünnwandiger Endotrachealtubus aus Weichgummi oder Kunststoff, auch als... (mehr)
    • 2)
      ein nicht einknickender Endotrachealtubus für Kindernarkosen; besteht... (mehr)
    • M.-Zange
      im Griffteil abgebogene Fasszange für die nasotracheale Intubation (u... (mehr)
  • Magill-Blocker
    Magill
    • M.-Blocker

    dünner, doppelläufiger Gummi- oder Plastikkatheter mit endständigem, aufblasbarem Ballon als Bronchusblocker.

  • Magill-System
    Magill
    • M.-System

    halb offenes Narkosesystem, bestehend aus einem Frischgaseinlass mit Reservoirbeutel für Narkosegas im Nebenschluss, einem Faltenschlauch („Reptilschlauch“) mit Überdruckventil am patientennahen Ende u. einem Anschlussstück (Masken- bzw. Tubusadapter). – System A der Mapleson-Klassifikation.

  • Magill-Tubus
    Magill
    • M.-Tubus

    • Englischer Begriff: Magill tube

    • 1)   Abbildung
      dünnwandiger Endotrachealtubus aus Weichgummi oder Kunststoff, auch als... (mehr)
    • 2)
      ein nicht einknickender Endotrachealtubus für Kindernarkosen; besteht... (mehr)
  • Magill-Tubus 2)
    Magill  >  Magill-Tubus
    • 2)

    ein nicht einknickender Endotrachealtubus für Kindernarkosen; besteht aus einer gummiüberzogenen Spiralfeder.

  • Magill-Zange
    Magill
    • M.-Zange

    • Englischer Begriff: M. forceps

    im Griffteil abgebogene Fasszange für die nasotracheale Intubation (u. zum Einführen eines Magenschlauches unter Sicht).

  • Magistralformeln
    • Magis|tral|formeln

    • Englischer Begriff: magistral formulas

    nichtoffizinelle Sammlung erprobter Rezepturen, z.B. Deutsche Rezeptformeln, Formulae Magistrales Berolinenses.

  • Magma
    • Mag|ma

    • Etymol.: griech.

    knetbare Masse, Teig.

    • M. cellulare
      das extraembryonale Dottersack-, Amnion- u. Chorionmesoderm... (mehr)
  • Magma cellulare
    Magma
    • M. cellulare

    • Englischer Begriff: magma

    das extraembryonale Dottersack-, Amnion- u. Chorionmesoderm.

  • Magnesia alba
    • Ma|gnesia (alba)

    Magnesiumcarbonat.

  • Magnesia calcinata
    Magnesia (alba)
    • M. calcinata

    • Synonyme: M. usta

    Magnesiumoxid.

  • Magnesium
    • Ma|gne|si|um

    • Synonyme: Mg (Abk.)

    • Englischer Begriff: magnesium

    Element der Erdalkali-Gruppe; brennbares Leichtmetall; Atomgew. 24,306, OZ 12; 2-wertig. In Mineralen, Meer- u. Quellwasser, Pflanzen (Chlorophyll) enthalten; wesentliches Bioelement für Tier u. Mensch (Tagesbedarf bis 400 mg); physiologischer Calciumantagonist; Serumwerte 0,65–1,03 mmol/l (s.a. Hypermagnesiämie, Magnesiummangelsyndrom); ist unbedingt nötig für zahlreiche Enzymreaktionen (aktiviert alle Reaktionen, an denen ATP beteiligt ist). Anw. ther in Form seiner Salze. S.a. Magnesium...

  • Magnesium carbonicum
    Magnesium
    • M. carbonicum

    • Synonyme: Magnesia

    • Englischer Begriff: m. carbonate

    Magnesiumcarbonat.

  • Magnesium oxydatum
    Magnesium
    • M. oxydatum

    • Englischer Begriff: m. oxide

    Magnesiumoxid.

  • Magnesium sulfuricum
    Magnesium
    • M. sulfuricum

    • Englischer Begriff: m. sulfate; Epsom salt

    Magnesiumsulfat.

  • Magnesium-Ammonium-Phosphat
    • Ma|gnesium-Ammonium-Phosphat

    • Englischer Begriff: struvite

    NH4MgPO4 + 6 H2O; ist als „Tripelphosphat“ in Form wasserheller, stark lichtbrechender Kristalle (Sargdeckel-, Schlitten-, Farnwedel-, Federform) enthalten im Harnsediment (in alkalischem Harn) u. – meist mit Apatit u. Calciumoxalat – in Harnsteinen (sind weiß-graubräunlich, kreidig, weich, Schichten bildend, treten stets außerhalb der Niere [= „subrenal“] auf, oft als Ausgussstein; sind röntgenpositiv).

  • Magnesiumadipat
    • Magnesium|adipat

    • Englischer Begriff: magnesium adipate

    Magnesiumverbindung zur Substitutionsther.

  • Magnesiumaspartat
    • Magnesium|aspartat

    • Englischer Begriff: magnesium aspartate

    eine Magnesiumverbindung zur Substitutionsther.

  • Magnesiumaspartathydrobromid
    • Magnesium|aspartat|hydrobromid

    • Englischer Begriff: magnesium aspartate hydrobromide

    ein Sedativum.

  • Magnesiumaspartathydrochlorid
    • Magnesium|aspartat|hydrochlorid

    • Englischer Begriff: magnesium aspartate hydrochloride

    Magnesiumverbindung zur Substitutionsther.

  • Magnesiumcarbonat
    • Magnesium|carbonat

    • Synonyme: Magnesia; Magnesium carbonicum

    • Englischer Begriff: magnesium carbonate

    Magnesiumverbindung zur Substitutionsther.; Antazidum; mildes Laxans.

  • Magnesiumcitrat
    • Magnesium|citrat; Magnesium|hydrogen|aspartat; Magnesium|hydrogen|citrat; Magnesium|hydrogen|glutamat

    • Englischer Begriff: magnesium citrate; magnesium hydrogen aspartate; magnesium hydrogen citrate; magnesium hydrogen glutamate

    Magnesiumverbindungen zur Substitutionsther.

  • Magnesiummangelsyndrom
    • Ma|gnesium|mangel|syndrom

    • Englischer Begriff: hypomagnesemia syndrome

    Elektrolytmangelsyndrom infolge ungenügender Magnesiumzufuhr (z.B. bei einseitiger Ernährung, Infusionstherapie) oder -resorption (z.B. bei chronischen Durchfällen, Malabsorptionssyndrom) sowie bei Magnesiumverlusten mit dem Harn (z.B. bei Diuretikatherapie) (s.a. Hypomagnesiämie), ferner bei Neugeborenen-Tetanie. Klinik: äußert sich v.a. in grobschlägigem Tremor, Krämpfen (evtl. Tetanie), athetoiden u. choreiformen Bewegungen, epileptiformen Anfällen, Verwirrtheit, Schwäche, Gereiztheit, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen (auch der Koronarien; mit Tachy- u. Stenokardie); führt zu Myokardfibrose, Nephrose, Magen-Darm-Geschwüren, Kardiospasmus. – Bei Feten Wachstumsverzögerung, evtl. Fehlgeburt.

  • Magnesiummonoperoxyphthalat
    • Magnesium|mono|peroxy|phthalat

    Desinfektionsmittel zur Flächendesinfektion.

  • Magnesiumoxid
    • Magnesium|oxid

    • Synonyme: MgO; Magnesium oxydatum; gebrannte Magnesia

    • Englischer Begriff: magnesium oxide

    Magnesiumverbindung zur Substitutionsther., Antazidum, Laxans, Arsen-Antidot; ferner in Zahn- u. Streupulvern.

  • Magnesiumperoxid
    • Magnesium|peroxid

    • Englischer Begriff: magnesium peroxide

    ein Antazidum.

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