Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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Suchergebnisse

  • metapneumonisch
    • meta|pneu|monisch

    • Englischer Begriff: metapneumonic

    nach einer Pneumonie.

  • Metapneumovirus

      zur Gruppe der Paramyxoviridae gehörender hochinfektiöser Erreger, der Atemwegsinfektionen verursacht.

    • Metarteriole
      • Met|ar|te|rio|le

      • Englischer Begriff: metarteriole

      der muskularisierte Anfangsteil eines „thoroughfare channel“ („Durchgangskanal“) als die permanent durchströmte Strecke innerhalb der Endstrombahn.

    • Metaspermatide
      • Meta|spermatide

      Spermatozyt II. Ordnung.

    • Metastase
      • Meta|sta|se

      • Synonyme: -sta|sis

      • Englischer Begriff: metastasis; spread

      „Absiedelung“. Ein sekundärer Krankheitsherd infolge Verschleppung (Tumorzellenverband, Mikroben, infizierter Embolus, Parasiten, Pigment, Kalk etc.) von einem primären (u. meist fortbestehenden) Krankheitsherd. I.e.S. die Tumor-M. (Tochtergeschwulst); unterschieden nach örtlicher Beziehung zum Primärneoplasma als lokale M. (Nahmetastase), als regionale M. (im Bereich des regionalen Lymphsystems) u. als, meist hämatogene, Fernmetastase; ferner unterschieden als spontane u. als mechanische M. (Impfmetastase).

    • Metastase, duktogene
      Metastase
      • M., dukto|gene

      M. durch Materialverschleppung in einem Gangsystem; z.B. in Gallen-, Harnwegen.

    • Metastase, hämatogene
      Metastase
      • M., hämato|gene

      • Englischer Begriff: hematogenous m.

      M. durch – orthograde, seltener paradoxe – Materialverschleppung auf dem Blutwege; v.a. als Fernmetastase von Malignomen; bei Einbruch von Tumorpartikeln in den venösen Kreislaufschenkel meist als Lungenmetastase, von der Vena portae aus meist als Lebermetastase; bei arterieller Ausbreitung Befall aller Organe möglich.

    • Metastase, kanalikuläre
      Metastase
      • M., kanalikuläre

      M. durch Materialverschleppung über ein Kanalsystem; als duktogene oder als aerogene M. (in den Atemwegen).

    • Metastase, liquogene
      Metastase
      • M., liquogene

      M. in den Liquorraum; i.w.S. auch innerhalb der – Flüssigkeit enthaltenden – Pleura-, Peritoneal-, Perikardhöhle; als Implantationsmetastase, Abklatschmetastase.

    • Metastase, lymphogene
      Metastase
      • M., lympho|gene

      • Englischer Begriff: lymphogenous m.

      M. durch Materialverschleppung über die Lymphbahnen (bei deren Block evtl. auch retrograd) in regionäre oder entferntere Lymphknoten, evtl. auch mit Überspringen von Stationen.

    • Metastase, orthograde
      Metastase
      • M., ortho|grade

      s.u. Metastase, hämatogene.

    • Metastase, osteolytische
      Metastase
      • M., osteo|lytische

      • Englischer Begriff: osteoclastic m.

      Knochenmetastase mit Knochengewebszerstörung (im Gegensatz zur die Knochenbildung anregenden osteo|plastischen M.).

    • Metastase, paradoxe
      Metastase
      • M., paradoxe

      • Englischer Begriff: paradoxical m.

      s.u. Metastase, hämatogene.

    • Metastasierung
      • Metastasierung

      • Synonyme: Filialisierung

      • Englischer Begriff: metastasis; formation of metastases

      Abbildung

      i.e.S. Absiedlung von Zellen oder Zellverbänden bösartiger Tumoren aus einer primär erkrankten Körperregion auf dem Blut- oder Lymphweg in andere Körperregionen (Abb.). Erfolgt bei verschiedenen Malignomen mit gewisser Gesetzmäßigkeit in bestimmte Körperregionen u. Organe (nach Walther werden entsprechend dem Sitz des Primärtumors u. dem dadurch vorgegebenen Weg im Blutkreislauf unterschieden ein Kava-, Pfortader- oder Leber-, Lungen- sowie ein Zisternentyp [über die Cisterna chyli]).

    • Metastasierung, paradoxe
      Metastasierung
      • M., paradoxe

      • Synonyme: retrograde M.

      • Englischer Begriff: paradoxical m.

      M. entgegengesetzt zum Blut- oder Lymphstrom.

    • Metastasierungstyp
      • Metastasierungs|typ

      s.u. Metastasierung.

    • metastatisch
      • meta|statisch

      • Englischer Begriff: metastatic

      durch Metastasierung entstanden.

    • Metästhesie
      • Met|äs|the|sie

      • Englischer Begriff: afterimage

      Fortdauer einer Sinneswahrnehmung über den Reiz hinaus; ophth das Nachbild.

    • Metastrongylus apri
      • Meta|stron|gylus apri

      • Synonyme: M. elongatus

      parasitischer Fadenwurm (Strongyloidea) in Luftröhre u. Bronchien verschiedener Säuger, selten auch des Menschen (durch an Obst u. Gemüse haftende Larven übertragen); ist Überträger der Schweineinfluenza.

    • Metasyphilis
      • Meta|syphilis

      • Synonyme: Metalues

      • Englischer Begriff: metasyphilis

      ältere Bez. für das IV. Stadium der Syphilis (d.h. für Tabes dorsalis u. progressive Paralyse); s.a. Neurosyphilis.

    • metatarsal
      • meta|tar|sal

      • Englischer Begriff: metatarsal

      den Mittelfuß (Metatarsus) betreffend.

    • Metatarsalgie
      • Meta|tars|al|gie

      • Englischer Begriff: metatarsalgia

      Mittelfußschmerz, i.e.S. das Morton-Syndrom.

    • Metatarsalia
      • Meta|tar|sa|lia

      • Englischer Begriff: metatarsal bones

      Kurzform für Ossa metatarsalia.

    • Metatarsus
      • Meta|tarsus

      der zwischen Fußwurzel (Tarsus) u. Zehen gelegene Mittelfuß. S.a. Ossa metatarsalia.

    • Metatarsus adductus
      Metatarsus
      • M. adductus

      • Synonyme: M. varus

      • Englischer Begriff: metatarsus

      Pes adductus (Sichelfuß). Als M. add. primus elevatus eine Fehlstellung des 1. Mittelfußknochens i.S. der Dorsalflexion u. Adduktion bei Knick-Platt-Fuß u. Hallux rigidus.

    • Metathalamus
      • Meta|tha|lamus

      • Englischer Begriff: metathalamus; geniculate bodies

      das Corpus geniculatum laterale u. mediale als „Anhängsel“ des Thalamus.

    • metatraumatisch
      • meta|trau|matisch

      posttraumatisch.

    • Metaxenie
      • Meta|xe|nie

      • Synonyme: Ektogonie

      • Englischer Begriff: metaxeny; ectogony

      der auf Wirtswechsel angewiesene Entwicklungszyklus mancher Parasiten.

    • Metazerkarie
      • Meta|zerkarie

      • Synonyme: Metacercaria

      • Englischer Begriff: metacercaria

      Invasionslarve bestimmter Trematoden, entstanden durch Enzystierung der Zerkarie auf Pflanzen (z.B. als M. der Fasciola) oder im 2. Zwischenwirt (z.B. bei Opisthorchis); Aufnahme in den Verdauungstrakt führt zu Befall mit adulten Würmern.

    • Metazoen
      • Meta|zo|en

      die höheren Tiere, die Mehr-, Vielzeller (im Gegensatz zu den Einzellern, Protozoen).

    • Metencephalon
      • Met|en|ce|pha|lon

      • Synonyme: Metenzephalon

      • Englischer Begriff: metencephalon

      das „Hinterhirn“; der vordere Teil des Rautenhirns (Rhombencephalon): die Brücke (Pons) u. das Kleinhirn (Cerebellum).

    • Metenolon
      • Englischer Begriff: metenolone

      ein Anabolikum mit androgener Wirkung.

    • Meteorismus
      • Me|teo|ris|mus

      • Synonyme: Blähsucht

      • Englischer Begriff: meteorism; tympanites

      übermäßige Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (= M. intestinalis); evtl. mit Auftreibung des Leibes u. Zwerchfellhochstand. Tritt auf bei Aerophagie, überschießender Darmgasbildung, bei Obstipation, Dyspepsie, Darmverschluss, Peritonitis, Herzinsuffizienz, Pfortaderhochdruck.

    • Meteorismus peritonealis
    • Meteorobiologie
      • Me|teo|ro|biologie

      • Englischer Begriff: meteorobiology

      Wissenschaft von den Einflüssen der Wettervorgänge (i.e.S. der kurzfrist. witterungsbedingten Schwankungen meteorologischer Wirkfaktoren) auf Lebewesen.

    • Meteorolabilität
      • Meteoro|labilität

      Wetterfühligkeit (s.u. Wetterwirkung).

    • meteoropathisches Syndrom
      • meteoro|pathisches Syndrom

      • Englischer Begriff: meteoropathy

      durch Wetterschwankungen ausgelöste, meist objektiv nur wenig fassbare Befindensstörungen; im Wesentlichen wohl auf zeitweiser Beeinträchtigung vegetativer Regulationen durch biotrope Wetterwirkung beruhend.

    • Meteorotropismus
      • Meteoro|tropismus

      • Synonyme: -tropie

      • Englischer Begriff: meteorotropism

      das Ansprechen auf biotrope Wetterwirkung.

    • Meter
      • Synonyme: m (Abk.); mtr.

      • Englischer Begriff: meter

      SI-Basiseinheit der Länge; definiert als das 1650763,73fache der Wellenlänge der von Krypton-86-Atomen (86Kr) beim 5d5/2p10-Übergang ausgesandten Strahlung im Vakuum.

    • Metergolin
    • Metformin
      • Englischer Begriff: metformin

      ein orales Antidiabetikum (Biguanid)

    • Methacetin-Atemtest
      • Synonyme: 13C-Methacetin-Atemtest

      • Englischer Begriff: 13C-methacetin breath test; methacetin breath test; MBT (Abk.)

      nichtinvasive Methode zur quantitativen Bestimmung der Cytochrom-P450-abhängigen Leberfunktion. Ind.: erlaubt Aussage über Vorliegen einer Leberzirrhose. Anw.: begrenzt in der klin. Diagnostik; v.a. in Studien. Prinzip: orale Gabe von 13C-markiertem Methacetin. In den Atemluft-Proben (vor u. nach Gabe) wird mittels Massenspektrometrie oder Infrarotspektrometrie das Verhältnis 12CO2 zu 13CO2 (das Isotopenverhältnis 13C zu 12C) untersucht. S.a. Atemtest.

    • Methacholinchlorid
      • Methacholin|chlorid

      • Englischer Begriff: methacholine chloride

      ein direktes Parasympathomimetikum; Diagnostikum für den unspezifischen inhalativen Provokationstest auf bronchiale Hyperreagibilität.

    • Methadon
      • Methadon

      • Englischer Begriff: methadone

      Abbildung

      ein Opioid. Gemisch aus links- u. rechtsdrehender Form (Formel), wovon nur die linksdrehende (Levomethadon) analgetisch wirkt u. als Fertigarzneimittel verschreibungsfähig ist (Betäubungsmittel!, Analgetikum). Anw. von Levo-M. u. M. (Letzteres nur als Rezeptur verschreibbar, da zzt. nicht als Fertigarzneimittel im Handel) zur Substitutionstherapie („M.-Behandlung“ oder „M.-Substitution“) v.a. bei Heroinsucht.

    • Methämoglobin
      • Met|hämo|globin

      • Synonyme: Met-Hb (Abk.)

      • Englischer Begriff: methemoglobin; metHb (Abk.)

      Hämiglobin (= Ferrihämoglobin). S.a. Hämiglobincyanid.

    • Methämoglobinaemie, alimentäre
      Methämoglobinämie
      • M., alimentäre

      • Synonyme: Comly-Syndrom

      • Englischer Begriff: alimentary m.

      die „M. des Säuglings“; eine toxische M. durch nitrathaltiges Brunnenwasser (die Nitrate werden im Verdauungstrakt bakteriell zu toxischen Nitriten umgesetzt).

    • Methämoglobinaemie, enzymopathische
      Methämoglobinämie
      • M., enzymo|pathische

      • Synonyme: hereditäre M.; Gibson-Syndrom

      • Englischer Begriff: hereditary m.

      M. infolge autosomal-rezessiv erblichen Defekts der NADH-abhängigen Methämoglobinreductase (Diaphorase, die das ständig im Organismus gebildete Met-Hb zu Hb reduziert); geht z.T. einher mit Mikrozephalie, Debilität, Reflexanomalien, psychomotorischen Störungen, seltener mit Angiokardiopathien u. Augenveränderungen. – Selten als dominant erblicher Townes-Typ, bei dem weder Hb-M noch ein Reductase-Defekt nachweisbar ist.

    • Methämoglobinaemie, haemoglobinopathische
      Methämoglobinämie
      • M., hämoglobino|pathische

      • Synonyme: Hörlein-Weber-Syndrom

      • Englischer Begriff: chronic familial m.

      autosomal-dominant erbliche (nur bei Heterozygoten nachgewiesene) M. bei Hämoglobinanomalie „Hb-M“. Relativ günstige Prognose.

    • Methämoglobinaemie, toxische
      Methämoglobinämie
      • M., toxische

      • Englischer Begriff: toxic m.

      sekundäre M. durch sog. Met-Hb-Bildner wie Phenacetin, Sulfonamide, Chinin, PAS, Nitrite (alimentäre M.), Stickoxide, Arsenwasserstoff, aromatische Nitro- u. Aminoverbindungen (z.B. Anilin), Oxidationsmittel (Chlorate, Bromate). Das Blut ist schokoladefarben; evtl. besteht Hämolyse, Spleno-Hepatomegalie, Nierenschädigung (Folge der Methämoglobinurie). Prognose bei schwerer Intoxikation ernst.

    • Methämoglobinämie
      • Met|hämo|globin|ämie

      • Synonyme: Hämiglobinämie

      • Englischer Begriff: methemoglobinemia

      erhöhte Met-Hb-Konzentration in den roten Blutkörperchen; führt ab 1,5 g% (= > 10% Anteil am gesamten Hämoglobin) zu Zyanose (mit schiefergrauer Tönung) u. kompensatorischer Polyglobulie, bei > 40%igem Anteil zu Übelkeit, Schwindel, Unruhe, Kopfschmerz, Beschleunigung der Herztätigkeit, Atemnot (v.a. bei Belastung), Somnolenz, bei 70–80% zum Tode; Ther.: Toluidinblau-Lösung.

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