Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • missed labour
    • missed labo(u)r

    • Etymol.: engl.

    • Fach: Geburtshilfe

    unausgiebig-frustrane oder völlig fehlende Wehentätigkeit bei abgestorbener Frucht in den letzten Schwangerschaftsmonaten („verhaltene Frühgeburt“).

  • Missempfindung
    • Miss|empfindung

    • Englischer Begriff: dysesthesia

    Dys-, Parästhesie.

  • Misshandlung
    • Miss|handlung

    Kindesmisshandlung.

  • Mistel
    • Englischer Begriff: mistletoe

    Viscum album.

  • MIT
    • MIT

  • MIT 1)
    MIT
    • 1)

    Abk. für Monoiodtyrosin.

  • MIT 2)
    MIT
    • 2)

    • Etymol.: engl.

    Abk. für Metabolic-Inhibition-Test.

  • Mitagglutination
    • Mit|agglutination

    Gruppenagglutination.

  • Mitbewegung
    • Mit|bewegung

    • Synonyme: Synkinese

    • Englischer Begriff: synkinesis

    zusätzliche unwillkürl. Bewegung bei bestimmten Bewegungsakten; physiologisch z.B. als Armschwingen beim Gehen, als Auf- u. Auswärtsbewegung der Augäpfel beim Lidschluss, als Mienenspiel beim Sprechen (gestört durch Erkrankung des EPS u. Kleinhirns); krankhafte Synkinesien bei Erkrankungen der Pyramidenbahn, des EPS.

  • Mitchell-Krankheit
    Mitchell-Krankheit
    • M.-Krankheit

    • Synonyme: M.-Syndrom

    • Englischer Begriff: (Weir) Mitchell's disease

    Erythromelalgie.

  • Mitchell-Krankheit
    • Mitchell-Krankheit

    • Biogr.: Silas Weir M., 1829–1914, Neurologe, Philadelphia

  • Mitchell-Paralyse
    Mitchell-Krankheit
    • M.-Paralyse

    • Synonyme: Mitchell-Krankheit; Akromelalgie

    (1876) v.a. bei Schlafwandlern während des Einschlafens u. Aufwachens vorkommender schlaffer Lähmungszustand (Unmöglichkeit, die Gliedmaßen zu bewegen, zu sprechen, die Augen zu öffnen etc.).

  • Mitella
    • Mitella

    • Synonyme: Armtragetuch

    • Englischer Begriff: arm sling; mitella

    als Schlinge zu tragende (im Nacken verknotet) breite Binde (= M. qua|drangularis s. magna) oder Dreiecktuch (= M. tri|angularis) zur breiten Unterstützung u. Ruhigstellung des gebeugten, dem Rumpf anliegenden Unterarms, des Schultergelenks u. des Schlüsselbeins. – Bei langzeitiger Anw. Gefahr der Versteifung im Ellbogengelenk.

  • Mitesser
    • Mit|esser

    • Fach: Dermatologie

    Komedo.

  • Mithramycin
    • Englischer Begriff: mithramycin

    Plicamycin.

  • mitigatus
    • mitigatus

    • Synonyme: mitigiert

    • Englischer Begriff: mitigated

    abgeschwächt.

  • Mitinnervation
    • Mit|innervation

    über Nerven vermittelte Koppelung eines Prozesses mit einem anderen, z.B. als M. der Atmung bei Arbeit.

  • mitis
    • mitis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: mild

    mild.

  • mitizid
    • mitizid

    • Etymol.: engl. mite = Milbe

    • Englischer Begriff: miticidal

    Milben tötend.

  • mitochondriale DNS
    • Synonyme: mtDNS (Abk.); mtDNA (Abk.)

    • Englischer Begriff: mitochondrial DNA

    Tabelle

    ringförmige Desoxyribonucleinsäure-Moleküle im Mitochondrion, die über die RNS der Ribosomen u. die Transfer-RNS die mitochondriale Eiweißbiosynthese sowie Atmungsketteneinheiten u. ATP-Synthetase steuern. Jedes der 10 mtDNS-Moleküle enthält 16 569 Basenpaare; Mutationen der mtDNS können sekundär bei Chromosomenaberrationen entstehen, aber auch primär im Mitochondrion; mtDNS-Mutationen können (mütterlich) vererbt werden, wobei der Vererbungsmodus nicht den Mendel-Regeln entspricht; Tab.

  • Mitochondrien-Antikörper
    • Mito|chondrien-Antikörper

    antimitochondriale Antikörper.

  • Mitochondrion
    • Mito|chon|drion

    • Synonyme: -drium; Chondriosom

    • Englischer Begriff: mitochondrion

    Abbildung

    stäbchenförmiges („Chondriokont“) bis kugeliges Organell der Zellen (s. Abb.), das zahlreich im Zellleib der Eukaryoten vorkommt als „Kraftwerk“ der Zelle für Umwandlung von Substraten in energiereiches ATP. Besteht aus feingranulärem Grundplasma („Matrix“) u. zwei Elementarmembranen; von der inneren, eng der äußeren anliegenden Membran springen Falten u./oder Röhrchen, selten gestielte Bläschen in die Matrix vor (Crista-, Tubulus- bzw. Sacculus-Typ). Die Matrix enthält außer DNS (mitochondriale DNS) u. RNS Ribosomen (ähnlich den Bakterien-R.) u. – wie auch die innere Membran – zu Einheiten geordnete Multienzymsysteme für Dissimilationsprozesse (in der Matrix für den Citratzyklus u. oxidativen Fettsäureabbau; in der inneren Membran für Atmungskette [Cytochrome] an ATP-Bildung beteiligte Enzyme; die aerob erfolgende Energiegewinnung erfordert ständige Sauerstoffzufuhr; wird gewährleistet durch das zwischen Einatmungsluft u. Mitochondrien bestehende Sauerstoff-Druckgefälle u. den resultierenden kaskadenart. O2-Fluss zu den Zellorganellen [Gefälle bei niedrigem Sauerstoffpartialdruck der Alveolarluft in mittleren bis großen Höhenlagen reduziert; Ausgleich durch Bohr-Effekt]). – Die Mitochondrien sind halb autonom: Sie bilden einige ihrer Bauproteine, sind zu identischer Vermehrung (Reduplikation) befähigt. – Ihre Schwellung (Abrundung, diffuse Aufhellung der Matrix, Verkürzung u. Fragmentierung der Cristae) ist die erste pathologische Veränderung bei Störungen des Zellstoffwechsels.

  • mitodepressiv
    • mito|de|pressiv

    bei Zellteilung (Mitose) den Eintritt aus der Inter- in die Prophase verzögernd oder hemmend; s.a. Mitosegifte.

  • mitogen
    • mito|gen

    • Synonyme: -genetisch

    • Englischer Begriff: mitogen(et)ic

    • 1)
      Mitosen erzeugend... (mehr)
    • 2)
      bei der Mitose entstehend... (mehr)
  • mitogen 1)
    mitogen
    • 1)

    Mitosen erzeugend.

  • mitogen 2)
    mitogen
    • 2)

    bei der Mitose entstehend.

  • Mitogene
    • Mito|gene

    • Englischer Begriff: mitogens

    Substanzen, die Mitosen u. damit die Proliferation von Zellen anregen (v.a. T- u. B-Lymphozyten; zugleich Anregung der Transformation aus Stammzellen). – Als pflanzliche M. (= „Phyto-M.“) z.B. Phytohämagglutinin (PHA), Concanavalin A (ConA), Pokeweed-Mitogen (PWM) u. bakterielle Lipopolysaccharide (LPS). – Gleicher Effekt auch durch Lectine.

  • Mitomycin
    • Mitomycin

    • Synonyme: MMC (Abk.)

    • Englischer Begriff: mitomycin

    ein immunsuppressives u. zytotoxisches Antibiotikum, gewonnen aus Streptomyces caespitosus. NW: u.a. Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Nausea, Erbrechen.

  • Mitose
    • Mitose

    • Synonyme: Mitosis cellularis; Karyokinese

    • Englischer Begriff: mitosis

    Abbildung

    Teilung von Zelle u. Zellkern im Dienste der Wachstums- u. Zellerneuerungsprozesse. Sie ist durch zwei Vorgänge charakterisiert: 1) autonome Teilung der bezügl. der DNS-Masse bereits in der Interphase des vorausgegangenen Zellzyklus verdoppelten Chromatiden; 2) Verteilung der in der Prometaphase erkennbar werdenden, durch Längsteilung der verdoppelten Chromatiden entstehenden Tochterchromosomen auf die beiden neu entstehenden Zellkerne; ermöglicht durch den sich entwickelnden Spindelapparat. Die M. verläuft – wie die Meiose – in mehreren Phasen, deren Gesamtheit als mitotischer Zellzyklus bezeichnet wird (s. Abb.). Prophase: Sichtbarwerden von Chromosomen unter dem Bilde eines Knäuels (Spirem), Verdoppelung des Zentriols, Verlagerung der nunmehr 2 Zentriolen auf entgegengesetzte Zellpole, beginnende Bildung des Spindelapparates. Später in der Prometaphase Sichtbarwerden längs geteilter Chromosomen u. Verschmelzung des Zell- u. Zellkernplasmas (Mixoplasma-Bildung). Metaphase: Anordnung der Chromosomen im Zelläquator (Äquatorialplatte) durch die chromosomalen Zugfasern des Spindelapparates unter Bildung einer sternförmigen Figur (Monaster). Anaphase: Längsteilung der in der Masse verdoppelten Zentromere der Chromosomen mit endgültiger Trennung der verdoppelten Chromatiden als Tochterchromosomen, die anschließend in Richtung der entgegengesetzten Zellpole verlagert werden unter Bildung zweier sternförmiger Figuren (Diaster). Telophase: Entspiralisierung der Chromosomen der beiden doppelten Chromosomensätze, Neubildung der Zellkernmembran mit Sichtbarwerden des zugehörigen Nucleolus. Zytokinese: Zellteilung nach gleichmäßiger Verteilung der Organellen auf die beidseits des Äquators gelegene Zellmasse durch Einschnürung des Zellkörpers in Richtung des zentral (im Äquator) gelegenen – passageren – Spindelapparat-Restes. Die Zellen trennen sich und nehmen nachfolgend die typ. Interphase-Form an. – Anomalien: Ein Abweichen dieses Verlaufs ist z.B. zu beobachten bei: (Pseudo-)Amitose, Endomitose, Merokinese (multipolare M.), Stathmokinese, Nichttrennen, noncongression.

  • Mitose, apolare
    Mitose
    • M., apolare

    M. ohne Spindelbildung (Chromosomen sind im polyploiden Restitutionskern eingeschlossen).

  • Mitose, monozentrische
    Mitose
    • M., monozentrische

    • Synonyme: unipolare M.

    Mitoseanomalie mit Bildung nur eines Asters.

  • Mitosegift
    • Mitosegift

    • Englischer Begriff: antimitotic

    chemisches Agens, das durch Einwirkung auf den Ruhekern (G1, S oder G2 der Interphase) oder auf die Mitose (oder Meiose) schädliche bis letale, meist irreversible Veränderungen der Chromosomen (z.B. Aberrationen, Pyknose, lokale Spiralisationsfehler) oder Störung des Spindelapparates oder der Plasmateilung (Bildung mehrkerniger Tochterzellen) bewirkt. Daher Einteilung in Chromosomengifte (= radiomimetische M.), Spindelgifte (= C-mitotische M.) u. Teilungsgifte. S.a. Mitosehemmer.

  • Mitosehemmer
    • Mitosehemmer

    • Englischer Begriff: mitotic inhibitors

    Mitosegifte, die die Zellteilung in einer bestimmten Phase (meist G2) temporär blockieren. Wirkst. u. Anw.: z.B. Colchicin (Alkaloid aus der Herbstzeitlosen) zur Ther. des akuten Gichtanfalls, Podophyllotoxin zur Entfernung von Feigwarzen; als Zytostatika: Vinca-Alkaloide (z.B. Vincristin, Vinblastin), Taxane (z.B. Paclitaxel, Docetaxel), Topoisomerase-Hemmer (z.B. Topotecan, Etoposid).

  • Mitoseindex
    • Mitose|index

    • Englischer Begriff: mitotic index

    Zellteilungsindex (spezifiziert als Mitosestadienindex). – Inkorrekt auch als Mitoserate bezeichnet.

  • Mitoserate
  • Mitosespindel
    • Mitose|spindel

    • Synonyme: Fusus mitoticus

    • Englischer Begriff: mitotic spindle

    der Spindelapparat der Mitose.

  • mitostatisch
    • mito|statisch

    den Mitoseablauf (nach der Prophase) in irgendeiner Phase unterbrechend.

  • Mitoxantron
    • Synonyme: MXN (Abk.); NO

    ein zytostatisch wirksames Antibiotikum (Anthrachinon-Derivat); NW: u.a. Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Kardiotoxizität, Nausea, Erbrechen.

  • Mitra Hippocratis
    • Mi|tra (Hippocratis)

    • Etymol.: griech.

    haubenförmiger Kopfverband, der mit einer zweiköpfigen Binde gleichzeitig gewickelt wird. Eine Binde beschreibt horizontale Kreistouren, während der zur gleichen Zeit über die Schädelkalotte von frontal nach okzipital u. zurück laufende zweite Bindengang jeweils an der Stirn u. am Hinterhaupt den Kreisgang unterfährt u. somit fixiert wird.

  • mitral
    • mi|tral

    • Englischer Begriff: mitral

    mitralis.

  • Mitral
    • Mi|tral(is)...

    Wortteil „Mitralklappe(nfehler)“.

  • Mitral-P

      s.u. P mitrale.

    • Mitralanulusverkalkung
      • Mitral|anulus|verkalkung

      Kalzifikation des Anulus fibrosus der Mitralklappe, evtl. mit Stenose-Symptomatik; eine Komplikation bei Dauerdialysepatienten.

    • Mitralherz
      • Mi|tral|herz

      • Englischer Begriff: mitral heart

      das Herz bei Mitralklappenfehlern; s.a. Mitralkonfiguration.

    • mitralis
      • mi|tralis

      • Synonyme: mitral

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: mitral; bicuspid

      zweizipflig-haubenförmig (einer Bischofsmitra ähnlich); z.B. kard Valva mitralis (Mitralklappe = Valva atrioventricularis sinistra).

    • Mitralklappe
      • Mi|tral|klappe

      • Synonyme: Valva mitralis

      • Englischer Begriff: mitral valve

      Valva atrioventricularis sinistra.

    • Mitralklappenanomalie, Typ Ebstein
      • Mitralklappen|anomalie, Typ Ebstein

      • Englischer Begriff: Ebstein-like malformation of the mitral valve

      angeborene Mitralklappenfehlbildung mit Verlagerung des dorsalen Segels in Richtung Herzventrikel; oft besteht eine Mitralklappeninsuffizienz.

    • Mitralklappenatresie
      • Mitral(klappen)|atresie

      • Englischer Begriff: mitral valve atresia

      angeborenes Fehlen der Mitralklappe; das Lungenvenenblut tritt meist durch ein offenes Foramen ovale oder einen Ostium-secundum-Defekt in den rechten Vorhof über; evtl. auch Kombination mit anderen Fehlbildungen (z.B. Ventrikelseptumdefekt, Transposition der großen Arterien, Truncus arteriosus communis).

    • Mitralklappendilatation
      • Mitralklappen|dilatation

      die Aufdehnung einer stenosierten Mitralklappe mittels Ballonkatheter; s.a. Ballonvalvuloplastie.

    • Mitralklappenfehler
      • Mitral(klappen)|fehler

      • Englischer Begriff: mitral valve defect

      Mitralvitium.

    14676