Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Makrostomie
    • Ma|kro|stomie

    • Englischer Begriff: macrostomia

    übermäßige Breite der Mundspalte. S.a. Gesichtsspalte (horizontale).

  • Makrothrombozyt
    • Ma|kro|thrombo|zyt

    • Englischer Begriff: macrothrombocyte

    „Riesenthrombozyt“; z.B. bei bestimmten Thrombozytopathien, Blutreifungsstörungen (z.B. bei perniziöser Anämie).

  • Makrotie
    • Ma|kro|tie

    • Englischer Begriff: macrotia

    Übergröße der – normal geformten – Ohrmuschel.

  • Makrozephalie
    • Ma|kro|zephalie

    • Englischer Begriff: macrocephaly

    allseitig gleichmäßige Übergröße des (Hirn-)Schädels; v.a. bei Megalenzephalie. Als relative M. die M. des Neugeborenen, Frühgeborenen.

  • Makrozyt
    • Ma|kro|zyt

    • 1)
      Erythrozyt mit Durchmesser > 8 μm bei normaler Dicke... (mehr)
    • 2)
      Sammelbegriff für Histio-, Monozyt, Makrophage... (mehr)
  • Makrozyt 1)
    Makrozyt
    • 1)

    • Englischer Begriff: macrocyte

    Erythrozyt mit Durchmesser > 8 μm bei normaler Dicke. Vermehrtes Auftreten (= Makrozytose), d.h. Rechtsverschiebung der Price-Jones-Kurve, z.B. bei Lebererkrankungen, makrozytärer hämolyt. Anämie, Vitamin-B12-, Folsäuremangel (z.B. bei perniziöser Anämie).

  • Makrozyt 2)
    Makrozyt
    • 2)

    Sammelbegriff für Histio-, Monozyt, Makrophage.

  • Makrulie
    • Ma|kru|lie

    • Englischer Begriff: macrogingivae

    schwere Verlaufsform der Gingivitis hyperplastica.

  • Makula
    • Ma|ku|la

    • Englischer Begriff: macula

    kleiner Fleck; s.a. Macula, Effloreszenzen. – Auch ophth Kurzform für Macula lutea.

  • Makuladegeneration
    • Makula|degeneration

    • Englischer Begriff: macular degeneration

    Sammelbegriff für pathologisch degenerative Veränderungen der Macula lutea. Neuerdings auch als „Laser-Disco-Makula“ infolge Schädigung durch Laser-Einsatz in Diskotheken. S.a. makulozerebral.

  • Makuladegeneration, familiäre juvenile
    Makuladegeneration
    • M., familiäre juvenile

    Stargardt-Syndrom.

  • Makuladegeneration, senile
    Makuladegeneration
    • M., senile

    atrophische (trockene) Form mit Metamorphopsien, Drusen und Atrophie des retinalen Pigmentepithels u. der Choriokapillaris. Häufigkeit etwa 20% der über 75-Jährigen, meist beidseitig. Exsudative (feuchte) Form ist die häufigste Ursache für Erblindung im Sinne des Gesetzes. Tritt auf mit Pigmentepithelabhebung u./oder choroidalen Neovaskularisationen, später Übergang in disziforme Narbe. Ther. durch gezielten Einsatz von Laser, neuerdings als photodynamische Therapie.

  • Makuladegeneration, senile scheibenfoermige
    Makuladegeneration
    • M., senile scheibenförmige

    • Englischer Begriff: senile disciform m. d.

    Abbildung

    M. mit Exsudation u. Proliferation, evtl. auch zentraler Netzhautablösung, Blutungen, Pigmentepithelwucherung, tritt meist beidäugig auf (s. Abb.).

  • Makuladegeneration, vitelliforme
    Makuladegeneration
    • M., vitelliforme

    • Synonyme: vitelliruptive Makuladystrophie

    (Best) autosomal-dominant erbliche M. mit Bildung gelblich-oranger Pseudozysten.

  • Makuladystrophie
    • Englischer Begriff: macular dystrophy

    Gruppe erblicher Netzhauterkrankungen mit symmetrischer, beidseitiger Veränderung der Makula. Manifestation meist zwischen dem 1. u. 3. Ljz. mit fortschreitender Sehverschlechterung. Familiäre juvenile M. Stargardt: häufigste M.; autosomal-dominant vererbt, zunächst Pigmentveränderungen mit spätem Übergang in Narbenstadium. Vitelliforme M. Best: autosomal-dominant vererbte M.; Beginn typischerweise im 2. Ljz. Typisch sind dotterartige Veränderungen der Makula. Musterdystrophie: umfasst verschiedene Dystrophien des retinalen Pigmentepithels.

  • Makulakolobom
    • Makula|kolobom

    • Englischer Begriff: macular coloboma

    • Fach: Ophthalmologie

    meist einseitiger Aderhautdefekt im Bereich der Macula lutea. Angeboren (erblich) oder nach zentraler Choroiditis.

  • Makulaödem
    • Makula|ödem

    • Englischer Begriff: macular edema

    Ödem (als umschriebene, grauweiße Schwellung) der Netzhautmitte; z.B. nach Star-Op., bei Uveitis, diabetischer Retinopathie und retinalen Gefäßverschlüssen.

  • Makulaorgan
    • Makula|organ

    • Englischer Begriff: vestibular macular organ

    Abbildung

    die Macula sacculi u. M. utriculi als die rezeptiven Bereiche des Gleichgewichtssinnes.

  • Makulareflex
    • Makula|reflex

    • Englischer Begriff: macular reflex

    sichelförmiger Lichtreflex im Bereich der Fovea centralis beim Augenspiegeln.

  • Makulatranslokation
    • Englischer Begriff: macular translocation

    operatives Verfahren in der Augenheilkunde bei zentralen Netzhautdegenerationen; Verlagerung der Makula in Richtung eines funktionstüchtigeren Pigmentepithels.

  • Makulazyste
    • Makula|zyste

    • Englischer Begriff: macular cyst

    erbliche Zyste mit dottergelbem Inhalt („Eidotterzyste“) in der Macula lutea. Ihr Platzen führt zu örtlichem Netzhautuntergang.

  • makulopapulös
    • makulo|papulös

    • Englischer Begriff: maculopapulous

    fleckig u. mit Papelbildung; z.B. als m. Exanthem (bei Masern).

  • Makulopathie
    • Makulo|pathie

    • Englischer Begriff: maculopathy

    • Fach: Ophthalmologie

    Makuladegeneration.

  • makulös
    • Synonyme: maculosus; macularis

    • Englischer Begriff: spotted; maculate

    mit Bildung von Flecken (Macula), fleck(förm)ig.

  • makulozerebrale Degeneration
    • makulo|zerebrale Degeneration

    • Englischer Begriff: cerebromacular degeneration

    gleichzeitige Entartungsprozesse in Netzhautmitte (Macula lutea) u. Gehirn.

  • Mal
    • MAL

        Abk. für myatrophe Lateralsklerose.

      • Mal 1)
        Mal
        • 1)

        • Englischer Begriff: nevus

        Muttermal, Nävus.

      • Mal 2)
        Mal
        • 2)

        • Etymol.: franz., span., portugies.

        • Englischer Begriff: mal; disease

        Übel, Krankheit.

      • Mal de Meleda
      • Mal del pinto
        Mal  >  Mal 2)
        • M. del pinto

        • Etymol.: span.

        Pinta.

      • Mal perforant
        Mal  >  Mal 2)
        • M. perforant

        • Etymol.: franz.

        • Englischer Begriff: perforating ulcer

        Malum perforans.

      • Mala
        • Ma|la

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: mala; cheek

        die Wange, Bucca.

      • Malabsorption
        • Mal|ab|sorp|tion

        • Englischer Begriff: malabsorption

        Störungen der enteralen Nahrungsresorption. Mit Maldigestion zusammengefasst unter dem Begriff Malassimilation. Ätiol.: entsteht sekundär bei reduzierter enteraler Oberfläche nach Operationen (Kurzdarmsyndrom), durch Entzündungen (z.B. Sprue, Crohn-Krankheit), bei Durchblutungsstörungen (z.B. Angina abdominalis) oder durch verschiedene seltenere Erkrankungen (z.B. Zollinger-Ellison-Syndrom) u. primär im Rahmen angeborener Störungen (z.B. Glucose-Galaktose-Malabsorption, Disaccharid-Malabsorption). Klinik: Diarrhö mit voluminösen Fettstühlen, erhöhtes Stuhlgewicht und Stuhlfettgehalt, Gewichtsabnahme, (Muskel-)Schwäche, Mangelerscheinungen (Ödeme, Anämie, Tetanie, Osteoporose, Glossitis, Cheilosis, periphere Neuropathie). Ther.: richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung, eine Diätberatung ist in vielen Fällen Grundlage für einen Behandlungserfolg.

      • Malabsorptionssyndrome
        • Mal|ab|sorp|tions|syndrome

        • Englischer Begriff: malabsorption syndromes

        Syndrome im Zusammenhang mit Malabsorption.

      • Malachitgrün
        • Malachit|grün

        • Englischer Begriff: malachite green

        ein Fuchsonimonium-Farbstoff; dient als Antiseptikum, histologischer Farbstoff (für Kern-Vitalfärbung), Nährbodenzusatz (z.B. in der TPE-Diagnostik zur Anreicherung von Typhus- u. Paratyphuserregern bei gleichzeitiger Coli-Hemmung).

      • Malacia
        • Ma|la|cia

        • Fach: Pathologie

        Malazie.

      • Maladie
        • Maladie

        • Etymol.: franz.

        • Englischer Begriff: disease; malady

        Krankheit.

      • Maladie des tics convulsifs
        Maladie
        • M. des tics convulsifs

        Tourette-Syndrom.

      • Maladie du greffe
        Maladie
        • M. du greffe

        Eintrübung des Transplantats bei Keratoplastik.

      • Maladie sans pouls
        Maladie
        • M. sans pouls

        • Englischer Begriff: aortic arch syndrome

        Aortenbogensyndrom.

      • Malakopathie
        • Ma|la|ko|pathie

        Epidermolysis bullosa.

      • Malakoplakie
        • Malako|plakie

        • Englischer Begriff: malakoplakia

        chronische Harnwegsentzündung mit Bildung weißlich grauer, plaqueartiger Auflagerungen (s.a. Michaelis-Gutmann...). Meist – v.a. bei Frauen – als M. der Harnblase; mit weichen flach-pilzförmigen, zentral eingedellten Herden u. hämorrhagischem Hof.

      • malar
        • ma|lar

        • Synonyme: malaris

        • Englischer Begriff: malar

        die Wange (Mala) betreffend.

      • Malaria
        • Ma|la|ria

        • Synonyme: Sumpffieber; Wechselfieber

        • Englischer Begriff: malaria

        v.a. in wärmeren Ländern vorkommende Infektionskrankheit durch verschiedene Arten der Gattung Plasmodium, die einen komplizierten Entwicklungszyklus zeigen (Malariazyklus). Ätiol.: Übertragung durch die Stiche der Malariamücken (Gattung Anopheles). Gelegentlich tritt sie (durch intrauterine Infektion) als angeborene Krankheit auf. Klinik: Fieberanfälle (mit Schüttelfrost, Schweißausbruch), Milz- u. Lebervergrößerung (evtl. Milzeinriss), Kreislaufkollaps, zunehmende Anämie sowie – im Endemiegebiet (mit ständ. Reinfektion) – Ödeme (einschließlich Hirnödem), Aszites. Evtl. – bei M. tropica – komatöse Zustände, Delir. Patho.: Nachweisbarkeit der Parasiten in Blutkapillaren (v.a. in Leber, Knochenmark u. Milz), flohstichartige Blutungen, Granulome um die Gefäße, dunkelrote bis schokoladenfarbene weiche Milz, Blutfülle der Leber (evtl. Fibrose), Herzödem, Myokarditis. Diagn.: stützt sich v.a. auf den Erregernachweis im Blutausstrich u. im „Dicken Tropfen“ sowie auf den Immunfluoreszenztest, die KBR, indirekte Hämagglutination, Agargel-Doppeldiffusion (Ouchterlony); zur Selbstdiagnose der Malaria-Schnelltest (M. tropica u. tertiana).

      • Malaria cerebralis
        Malaria
        • M. cere|bralis

        s.u. Malaria tropica.

      • Malaria quartana
        Malaria
        • M. quar|tana

        • Synonyme: Malariae-Malaria; Febris quartana; Quartana

        • Englischer Begriff: quartan m.; quartan fever

        Form der M. durch Plasmodium malariae. Klinik: Inkubationszeit 3–7 Wochen. Fieberanfälle jeden 4. Tag, Abweichungen von typischer Rhythmik der Schübe bei mehrfacher Infektion oder infolge verkürzter Parasitenentwicklung möglich (M. quartana duplicata bzw. triplicata). Hartnäckigste, aber seltenste Malariaform (Infektionsherde: Tropen, Italien, Balkan). Führt gelegentlich zu Glomerulonephritis (mit nephrotischem Syndrom). Rezidive noch nach Jahrzehnten, wahrscheinlich durch persistierende Blutformen.

      • Malaria tertiana
        Malaria
        • M. tertiana

        • Synonyme: Vivax-Malaria; Dreitagefieber

        • Englischer Begriff: tertian m.; tertian fever

        M. durch Plasmodium vivax u. Plasmodium ovale in Tropen u. gemäßigten Klimazonen. Klinik: Inkubation ca. 2 Wochen (v.a. in Nordeuropa bis zu 6 Monate). Fieberanfälle jeden 3. Tag; bei doppelter Infektion oder infolge verkürzter Parasitenentwicklung evtl. aber tägliches Fieber möglich (doppelte Tertiana). Typischer Fieberanfall dauert ca. 8 Std.: Froststadium mit Schüttelfrost, Hitzestadium mit Fieber, Schweißstadium mit profusem Schweißausbruch. Relativ gutartig, unter günstigen Umständen evtl. von selbst erlöschend, aber Rezidivneigung.

      • Malaria tropica
        Malaria
        • M. tropica

        • Synonyme: Falciparum-Malaria; Febris (aestivo)autumnalis s. biliosa; Tropenfieber

        • Englischer Begriff: falciparum m.

        Abbildung

        schwerste Form der M. durch Plasmodium falciparum. Evtl. nach wenigen Anfällen tödlicher Ausgang, geringste Rezidivquote. M. tropica kommt in feuchtwarmen Tropenzonen vor und ist verantwortlich für 10–15% der Kindersterblicheit. S.a. Schwarzwasserfieber. Klinik: Inkubation ca. 8–12 Tage. Unregelmäßiges Fieber, evtl. als Kontinua (Entwicklung einer Parasitengeneration nicht synchron, daher ständig Fieber [Malaria quotidiana]; möglich auch zwei Populationen). Diagn.: anfangs Ringformen in Erythrozyten (s. Abb.), gelegentlich Doppelinfektion der Erythrozyten; später Geschlechtsformen (Halbmonde) nachweisbar; Teilungsformen im peripheren Blut nur bei schweren Fällen. Sonderformen: besondere Verlaufsformen, die fast nur bei Malaria tropica vorkommen: M. cerebralis (komatöse Malaria): Hirnödem, Schwellung der Hirnhäute u. -gefäße, Blutungen mit vielgestaltigen neurologischen u. psychischen Störungen u. hoher Letalität; M. algida: akute, mit Schocksymptomatik verbundene M. tropica. Haut kühl, hohe Letalität. Hyperpyretische M.: hochfieberhafte Form (41–42 °C), massenhafter Parasitenbefall, delirante Zustände, hohe Letalität. Kardiale M.: Kardiovaskuläre Störungen stehen im Vordergrund, akutes Herz-Kreislauf-Versagen kann vor Malariaanfall symptomatisch auftreten. Malariatyphoid: M. mit typhusähnlichem Bild.

      • Malariaanämie
        • Malaria|an|ämie

        • Englischer Begriff: malaria anemia

        hämolytische Anämie, u. zwar schubweise bei allen Malariaformen oder akut mit Hämoglobinurie bei Chininbehandlung der M. tropica; s.a. Schwarzwasserfieber. Evtl. chronisch u. mit Splenomegalie.

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