Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Myoclonia fibrillaris multiplex
    Myoclonia
    • M. fibrillaris multiplex

    Morvan-Chorea.

  • Myodegeneratio cordis
    Myodegeneratio(n)
    • M. cor|dis

    • Englischer Begriff: m. of heart

    Herzmuskeldegeneration; bei entsprechenden EKG-Hinweisen als „diffus-sklerotische Myokardalteration“ bezeichnet.

  • Myodegeneration
    • Myo|degeneratio(n)

    • Englischer Begriff: myodegeneration

    Muskeldegeneration.

    • M. cordis
      Herzmuskeldegeneration; bei entsprechenden EKG-Hinweisen als „diffus-sklerotische... (mehr)
  • Myodynie
    • My|odynie

    • Englischer Begriff: myodynia

    Muskelschmerz; Myalgie.

  • Myodysplasia
    • Myo|dys|plasia

    • Synonyme: -dysplasie

    • Englischer Begriff: dysplastic myopathy

    dysplastische Myopathie.

  • Myodysplasia fibrosa
  • Myodysplasia ossificans generalisata
    Myodysplasia
    • M. ossificans generalisata

    Münchmeyer-Syndrom.

  • myodystonisch
    • myo|dys|tonisch

    durch gestörten Muskeltonus.

    • m. Reaktion
      Bestehenbleiben eines erhöhten Muskeltonus nach faradisch ausgelöster... (mehr)
  • myodystonische Reaktion
    myodystonisch
    • m. Reaktion

    • Englischer Begriff: myodystonic reaction

    Bestehenbleiben eines erhöhten Muskeltonus nach faradisch ausgelöster Muskelkontraktion; z.B. bei Myxödem, Parkinsonismus.

  • Myodystrophie
    • Myo|dys|trophie

    • Englischer Begriff: myodystrophy

    Muskeldystrophie.

  • Myoepithelioma
    • Myo|epitheliom(a)

    • Englischer Begriff: myoepithelioma

    myoepithelialer Schweißdrüsentumor; besteht aus Sekretzellen u. aus Myoepithelzellen (Korbzellen, an Endstückepithelien ektodermaler Drüsen).

  • Myofibrille
    • Myo|fi|brille

    • Englischer Begriff: myofibril

    Abbildung

    Untereinheit der quer gestreiften Muskelfaser, lichtmikroskopisch erkennbares, 1 μm starkes zylindrisches Gebilde, das aus dicht zusammengelagerten Myofilamenten besteht u. von sarkoplasmatischem Retikulum umgeben ist. Durch das regelmäßige Muster in der Filamentanordnung kommt die typische Querstreifung zustande: Der Abschnitt, der die dicken Myosinfilamente enthält, ist stark doppelbrechend, also stark optisch anisotrop, u. heißt deshalb A-Band (Abb.); der Abschnitt, der nur dünne Actinfilamente enthält, ist weniger anisotrop u. heißt deshalb I-Band (von isotrop). Die Actinfilamente werden durch die Strukturen der Z-Scheibe in ihrer Lage gehalten. Der Bereich einer Fibrille zwischen zwei Z-Scheiben heißt Sarkomer. In der Mitte des A-Bandes ist – je nach Dehnungsgrad – eine hellere H-Zone, in der sich nur Myosinfilamente befinden. S.a. Muskelkontraktion, Myosin.

  • Myofibrom
    • Myo|fi|brom

    • Englischer Begriff: myofibroma

    Fibromyom.

  • Myofibrosis
    • Myo|fi|brosis

    • Englischer Begriff: myofibrosis

    Ersatz von Muskel- durch Bindegewebe (Muskelschwiele).

  • Myofibrosis cordis
    Myofibrosis
    • M. cordis

    • Englischer Begriff: m. of heart

    Kardiosklerose.

  • Myofilamente
    • Myo|filamente

    • Englischer Begriff: myofilaments

    elektronenmikroskopisch erkennbare längs parallele fädige Gebilde; beim Skelettmuskel unterscheidet man dicke, vorwiegend aus Myosin bestehende Filamente („Myosinfilamente“, s.a. Myofibrille, dort Abb.), u. dünne, vorwiegend aus Actin bestehende Filamente („Actinfilamente“). Letztere enthalten auch die Regulatorproteine Troponin u. Tropomyosin.

  • Myogelose
    • Myo|gelose

    • Englischer Begriff: myogelosis

    spindelig-knotige, druckschmerzhafte, auch in Narkose nicht schwindende Muskelverhärtung infolge kolloidchemischer Veränderungen oder Spannungszunahme (Muskeltonus) einzelner Fasern; v.a. nach längerer Fehlbeanspruchung, bei „Muskelrheumatismus“; s.a. Muskelhartspann.

  • myogen
    • myo|gen

    • Englischer Begriff: myogenic; myogenous

    von der Muskulatur ausgehend.

  • Myoglobin
    • Myo|glo|bin

    • Synonyme: Muskelhämoglobin; Myochrom; Mb (Abk.)

    • Englischer Begriff: myoglobin

    der dem Hämoglobin ähnliche Eiweißkörper des Muskels: ein einziges, an Häm gebundenes kettenförm. Polypeptid mit 0,338% Eisengehalt. Dient der Muskelversorgung mit Sauerstoff, den es reversibel u. mit ca. 6fach höherer Affinität als Hb bindet. Geht im Unterschied zum Hb keine Bindung mit Haptoglobin ein; ergibt keine Rotfärbung des Serums. Sein Oxidationsprodukt ist das Metmyo- oder Myoglobin.

  • Myoglobinämie
    • Myo|globin|ämie

    • Englischer Begriff: myoglobinemia

    Einschwemmung gelösten Myoglobins aus geschädigter quer gestreifter Muskulatur in die Blutbahn; als Stress-Myoglobinämie nach Überanstrengung der Muskulatur. S.a. Myoglobinurie.

  • Myoglobinurie
    • Myo|globin|urie

    • Englischer Begriff: myoglobinuria

    Myoglobinausscheidung im Harn bei Myoglobinämie, z.B. nach Crush-Syndrom, Myokardinfarkt (Nachweis sehr sensitiv), ferner z.B. nach Karate.

  • Myoglobinurie, idiopathische paroxysmale
    Myoglobinurie
    • M., idio|pathische par|oxys|male

    • Synonyme: M. primäre

    • Englischer Begriff: idiopathic m.

    aus unklarer Ursache auftretende („kryptogenetische“) M. mit, meist nach ungewohnter Muskelarbeit auftretenden, mehrstündigen Anfällen von Fieber, Muskelschwellungen u. -schmerzen. Scheinlähmungen (Pseudoparalyse), nach 1–3 Std. gefolgt von Ausscheidung von Myoglobinabkömmlingen (Oxy- u. Metmyoglobin) im dadurch rotbraunen Harn. Zugleich CPK-Zunahme im Blut, evtl. auch Protein-, Leukozyt-, Mikrohämat- u. Zylindrurie. Kann zu akutem Nierenversagen führen.

  • Myoglobinurie, paralytische
  • Myogramm
    • Myo|gramm

    • Englischer Begriff: myogram

    das graphische Ergebnis der Mechano- bzw. Elektromyographie.

  • Myohämatin
    • Myo|hämatin

    • Englischer Begriff: myohematin

    Myoglobin.

  • Myohyperplasia corporis uteri
    • Myo|hyper|plasia corporis uteri

    „Metropathia uteri (haemorrhagica)“; diffuses Myom.

  • myoides
    • myo|id(es)

    • Englischer Begriff: myoid

    muskel(zellen)ähnlich.

  • Myokard
    • Myo|kard

    • Synonyme: Myocardium

    • Englischer Begriff: myocardium

    der Herzmuskel; die mittlere, zwischen Endo- u. Epikard gelegene Herzwandschicht. Ein raumgitterartiger, von gefäßführendem (Koronarien) Bindegewebe durchzogener Hohlmuskel, der – das spezifische Muskelgewebe (= Erregungsleitungssystem) ausgenommen – die Arbeitsmuskulatur darstellt; im Vorhofbereich schwach u. zweischichtig, im Kammerbereich kräftiger u. dreischichtig (außen u. innen spiralig, dazwischen kreisförmig angeordnet; die Innenschicht in die Papillarmuskeln u. Trabeculae carneae einstrahlend); die – quer gestreiften – Muskelzellen sind netzig verflochten, einkernig.

  • Myokardablation, perkutane transluminale septale
  • Myokardbiopsie
    • Myokard|biopsie

    • Englischer Begriff: myocardial biopsy

    intravitale Entnahme von Herzmuskelproben; erfolgt heute mittels perkutan-transvenöser (von der V. femoralis oder V. jugularis) oder retrograd-transarterieller Technik unter Verwendung flexibler Biopsiezangen (Bioptome). Routineverfahren v.a. bei Patienten nach Herztransplantation zur Erkennung einer Organabstoßungsreaktion.

  • Myokardfibrose
    • Myokard|fibrose

    • Englischer Begriff: myocardial fibrosis

    begrenzte bis ausgedehnte Fibrose des Herzmuskels, z.B. nach Myokarditis, Myokardinfarkt; s.a. Kardiosklerose, Endomyokardfibrose, Fibroelastosis.

  • Myokardinfarkt
    • Myokard|infarkt

    • Synonyme: Herz(muskel)infarkt

    • Englischer Begriff: myocardial infarction

    Abbildung   Abbildung   Tabelle  

    durch plötzliche Mangelversorgung bedingter Untergang des Herzmuskelgewebes (Myokardnekrose). Einteilung: Je nach Ausdehnung des Gewebsuntergangs werden transmuraler M. (mehr als halbe Wanddicke betroffen) und subendokardialer = rudimentärer M. (Teilschichtinfarkt, d.h. nur begrenzte Wandbereiche betroffen) unterschieden. Je nach Lokalisation bezeichnet als antero- u. posterolateraler apikaler (Herzspitzenbereiche), inferolateraler (seitliche spitzennahe Herzbereiche), diaphragmaler = inferiorer (zwerchfellseitig), anteroseptaler (vordere Septumbereiche), supraapikal (vorne in Spitzennähe), subepikardialer u. subendokardialer M. (Abb.); s.a. Vorder- u. Hinterwand-, Seiten-, Septum-, Innenschicht- u. Außenschichtinfarkt. Ätiol.: Die kritische Mangeldurchblutung bei Koronarinsuffizienz oder Koronarspasmen (Prinzmetal-Angina) v.a. bei bestehender Koronarstenose wird häufig ausgelöst bzw. verstärkt durch körperliche Belastung, Stress, Blutdruckabfall oder -schwankungen. Klinik: oft mit uncharakteristischen vorangehenden Beschwerden (z.B. Schwächegefühl, Herzschmerzen) einsetzend, auf die meist akut eine schwere Angina pectoris mit typischerweise in den linken Arm, aber auch in den Oberbauch ausstrahlenden Schmerzen folgt. Dabei Atemnot, Todesangst, Übelkeit, Schweißausbruch, Erbrechen, Stuhlabgang, subfebrile Temperaturen; häufig auch Herzrhythmusstörungen (evtl. Asystolie: „Sekundenherztod“), Zeichen der Herzinsuffizienz, kardiogener Schock. Geschehen findet häufig in den frühen Morgenstunden statt. Diagn.: im Verlauf Beschleunigung der Blutsenkung, Leukozytose, Hyperglykämie, Anstieg der Serumenzyme. Bei der Enzymdiagnostik ist neben dem schnellen Anstieg des Herzmuskelenzyms Troponin T („Troponin-Schnelltest“) eine Erhöhung der CK (Creatin-Kinase) typisch, insbesondere des Isoenzyms CK-MB (Herzmuskeltyp der CK). Des Weiteren steigen SGOT, LDH u. Alpha-HBDH an, und es finden sich Myoglobinämie u. -urie. Bei ca. 80% der Betroffenen treten charakteristische EKG-Veränderungen auf, evtl. auch erst Stunden nach dem Ereignis (s. Abb., Tab.); evtl. zeigen sich Veränderungen in Myokardszintigraphie u. Echokardiographie. Sowohl die EKG-Zeichen als auch die klinischen Symptome oder die Laborwertänderungen können nur sehr schwach ausgeprägt sein oder fehlen (stummer Infarkt); dies insbesondere bei Pat. mit Diabetes mellitus u. älteren Menschen. Kompl.: arterielle Embolie (durch intrakardiale Thromben), Herzwandaneurysmen, Myokardruptur, Rhythmusstörungen, Mitralinsuffizienz, Perikarditis. Besonders bei transmuralem M. kann es bei Überanstrengung des intakt gebliebenen Myokards zum Ausgleich des bewegungslosen geschädigten Bereichs (der evtl. als Buckel vorgewölbt wird) zum Pumpversagen kommen. Ther.: initial Schmerzbekämpfung, Gabe von Nitroglycerin, Antikoagulation (Acetylsalicylsäure) u. O2, ggf. Betarezeptorenblocker, Antiemetika, Sedierung. Intensivmed. Betreuung des Pat. mit Sicherung der Vitalfunktionen. Weitere medikamentöse Ther. je nach Symptomen u. Vorerkrankung; ggf. Fibrinolysetherapie. Notfallherzkatheter, PTCA, evtl. intrakoronare Lysetherapie. In der Folge Rezidivprophylaxe mit Acetylsalicylsäure, ACE-Hemmern, Betarezeptorenblockern. Begleitend Umstellung von Ernährungs- u. Lebensgewohnheiten, Bewegungsther. unter Anleitung (Koronarsportgruppen), Rehabilitations- bzw. Anschlussheilbehandlung. Progn.: ist u.a. wesentlich abhängig von Lokalisation, Ausmaß, Behandlungsbeginn, Folgegeschehnissen. Sterblichkeit 20–40%. Trotz Frührehabilitation besteht starke Rezidivneigung.

  • Myokardinfarkt-Spätsyndrom
    • Myokard|infarkt-Spätsyndrom

    • Englischer Begriff: postmyocardial infarction syndrome

    Dressler-Myokarditis.

  • Myokardinfarkt, drohender
    Myokardinfarkt
    • M., drohender

    • Englischer Begriff: threatening m. i.

    Angina pectoris gravis.

  • Myokardinfarkt, stummer
    Myokardinfarkt
    • M., stummer

    • Englischer Begriff: silent m. i.

    ohne subjektive Beschwerden oder ohne EKG-Veränderungen bzw. ohne Veränderungen des Enzymmusters verlaufender Myokardinfarkt. Bei späterer EKG-Untersuchung werden in der Regel pathologische Q-Zacken (Dauer 0,04 Sek. u. mehr) oder R-Zacken-Verluste festgestellt.

  • Myokardinsuffizienz
    • Myokard|insuffizienz

    • Englischer Begriff: myocardial insufficiency

    Kontraktionsschwäche des Herzmuskels; Herzinsuffizienz.

  • Myokardiopathie
    • Myokar|d(i)o|pathie

    • Englischer Begriff: cardiomyopathy

    Kardiomyopathie.

  • Myokardiopexie
    • Myokar|dio|pexie

    • Englischer Begriff: myocardiopexy

    indirekte Myokardrevaskularisation durch breitflächiges Aufsteppen eines blutreichen herzfremden Gewebes auf die Herzaußenwand nach vorheriger Skarifizierung oder chemischer Epikardreizung („Deepikardialisation“); z.B. nach Beck.

  • Myokardischämie
    • Myokard|ischämie

    • Englischer Begriff: myocardial ischemia

    Verminderung oder vollständige Unterbrechung der Durchblutung eines Herzmuskelbezirks; tritt auf im Rahmen eines Angina-pectoris-Anfalls oder eines Myokardinfarkts bei atherosklerotischer Stenosierung eines Koronarastes; möglich auch als Folge eines Vasospasmus von Koronargefäßen (Prinzmetal-Angina); s.a. Angina pectoris, Myokardinfarkt, silent ischemia.

  • Myokarditis
    • Myo|kar|ditis

    • Synonyme: Myocarditis

    • Englischer Begriff: myocarditis

    Entzündung des Herzmuskels; unterschieden wird eine akute oder chronische, parenchymatöse oder interstitielle Entzündung (serös bis eitrig). Ätiol.: als entzündliche Mitreaktion bei Stoffwechsel- (Urämie), Skelettmuskelerkrankungen (Myopathie), als Catecholamin-Effekt, als metastatisches, septisches, pyämisches, Infekt- oder Arzneimittel-allergisches Geschehen; oder aber eigenständig, z.B. bei Kollagenosen, durch Einwirkung von Erregern bzw. Parasiten (z.B. Diphtheriebazillen, Syphilisspirochäten, Tuberkulosebakterien; Viren; Trypanosomen; Helminthen), bei Sarkoidose; als Fiedler-M. (= idiopathische M.). Klinik: Unruhe, Brustenge, zyanotische Blässe, Hypotonie, kleiner Puls, Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Extrasystolie u. [Sinus-]Tachy-, seltener Bradykardie, Kammerflimmern, -flattern, AV-Block), Herzdilatation, Herzinsuffizienz. Oft auch kombiniert mit Endo- u./oder Perikarditis (Letztere als Perimyokarditis).

  • Myokarditis, postinfarktionelle
    Myokarditis
    • M., post|infarktionelle

    Dressler-M.

  • Myokarditis, postvakzinale
    Myokarditis
    • M., postvakzinale

    • Englischer Begriff: postvaccinal m.

    Impf-Myokarditis.

  • Myokardkontraktilität
    • Myokard|kontraktilität

    • Englischer Begriff: myocardial contractility

    Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels. Ist reduziert bei Störung der Calciumeinlagerung in das bzw. der Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum, bei vergrößertem räumlichem Abstand zwischen Retikulum u. Myofilamenten (im Fall der Herzhypertrophie), krankhaften Veränderungen der kontraktilen Eiweißkörper (bei Myokarditis, Myokardinfarkt). Wird pharm positiv beeinflusst durch Catecholamine, Sympathomimetika, Herzglykoside, Glucagon u. Aldosteronantagonisten, negativ beeinflusst durch Vagotonika, Betablocker, Barbiturate, Halothan, Antiarrhythmika, Calciumantagonisten.

  • Myokardnekrose
    • Myo|kard|nekrose

    • Englischer Begriff: myocardial necrosis

    umschriebene Herzmuskelnekrose, z.B. nach Verletzung, Myokarditis, Myokardinfarkt. Gefolgt von Leukozyteneinwanderung u. bindegewebiger Organisation (Herzmuskelschwiele).

  • Myokardose
    • Myo|kar|dose

    • Englischer Begriff: myocardosis

    (Riesmann) primär nichtentzündliche Veränderung des Herzmuskels bei allgemeinen Stoffwechsel-, auch Elektrolytstoffwechselstörungen, i.e.S. bei Dysproteinämie; im weitesten Sinne jede degenerative Myokardalteration; s.a. Kardiomyopathie. Vorkommend u.a. als Koma-Folge, bei Hungerdystrophie, Hypovitaminosen, bösartigen Neoplasmen, Addison-Krankheit, nach Vergiftungen (Alkohol, Narkotika etc.). Klinisch als energetisch-dynamische Herzinsuffizienz.

  • Myokardrevaskularisation
    • Myokard|revaskularisation

    • Englischer Begriff: myocardial revascularization

    operative Verbesserung der Blutversorgung des Herzmuskels bei Koronarinsuffizienz; v.a. Eingriffe der Koronarchirurgie; ferner z.B. durch Drosselung des Sinus coronarius (Gross), Mammarikaligatur.

  • Myokardruptur
    • Myokard|ruptur

    • Englischer Begriff: cardiorrhexis

    Herzmuskelriss; v.a. als Komplikation bei Myokardinfarkt; als Wandeinriss oder als Papillarmuskelabriss.

  • Myokardschaden
    • Myokard|schaden

    • Englischer Begriff: myocardial damage

    Schäden der Myokardzellen bzw. Störungen ihres Zellstoffwechsels mit resultierender Funktionsminderung.

  • Myokardszintigraphie
    • Myo|kard|szinti|graphie

    nuklearmedizinische Untersuchung des Herzens zur Beurteilung von Herzmuskeldurchblutung, myokardialem Stoffwechsel u. Ventrikelfunktion.

    • 1)
      Beurteilung der Herzmuskel- u. Koronariendurchblutung sowie Nachweis von... (mehr)
    • 2)
      Untersuchung des myokardialen Stoffwechsels... (mehr)
  • Myokardszintigraphie 1)
    Myokardszintigraphie
    • 1)

    • Synonyme: Myokardperfusionsszintigraphie

    Beurteilung der Herzmuskel- u. Koronariendurchblutung sowie Nachweis von Myokardischämien, -infarkten, -narben durch die standardmäßige Verabfolgung von Perfusions-Radiopharmaka. Die Untersuchung erfolgt unter ergometrischen oder medikamentös induzierten Stressbedingungen sowie in Ruhe. Zum Einsatz kommt das Kalium-Analog 201Thallium, das proportional zum regionalen Blutfluss über die Na+/K+-ATPase zellulär aufgenommen wird. Aufgrund verbesserter Bildgebungseigenschaften sowie der weitaus geringereren Strahlenexposition werden heute immer häufiger 99mTechnetium-markierte Radiopharmaka (MIBI, Tetrofosmin) verwendet. Die jeweiligen Untersuchungsprotokolle variieren z.T. erheblich; es werden 1- oder 2-Tages-Protokolle, planare oder SPECT-Aufnahmen (Single-Photon-Emissionscomputertomographie) durchgeführt. Durch EKG-Triggerung der Myokard-SPECT kann eine getrennte Datenakquisition für einzelne Phasen der Herzaktion erreicht werden („Gated-SPECT“). Dies ermöglicht die zusätzliche Beurteilung regionaler u. globaler Funktionen: Ejektionsfraktion, enddiastolisches u. endsystolisches Volumen, regionale Wanddickenzunahme u. -bewegung.

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