Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Myorrhythmie
    • Myo(r)|rhythmie

    • Englischer Begriff: myorhythmia

    unwillkürliche – emotional deutlich verstärkte – Serien rhythmischer Zuckungen (50–190/Min.) von Muskelgruppen infolge abnormer Aktivität der spinalen Motoneurone bzw. Hirnnervenkerne; in Schlaf, Narkose u. Lokalanästhesie fortbestehend, durch Willkürbewegung hemmbar, bei automatischer Bewegung verstärkt; u.a. als Lidzucken, Singultus. Häufig u.a. bei Parkinsonismus.

  • Myosarkom
    • Myo|sarkom

    • Englischer Begriff: myosarcoma

    Sarkom der glatten oder der quer gestreiften Muskulatur (Leio- bzw. Rhabdomyosarkom).

  • Myosen

      i.e.S. degenerative Muskelerkrankungen; oft aber auch im Sinn von Myopathie gebraucht.

    • Myosiderin
      • Myo|siderin

      bei Myoglobinzerfall frei werdendes Eisen; als Pigment speicherbar („Myosiderose“).

    • Myosin
      • Myosin

      • Englischer Begriff: myosin

      Abbildung

      stabförmiger Eiweißkörper (Enzym) der Muskelfaser, der aus 2 langen, umeinander gewundenen Polypeptidketten besteht, die an einem Ende 2 Kopfteile (Myosinköpfe) bilden (s. Abb.). Durch Trypsin wird M. in ein leichtes u. ein schweres Meromyosin gespalten, durch Papain ist der Myosinkopf abspaltbar. In den beiden Kopfteilen ist die ATPase-Aktivität lokalisiert, die durch K+, Ca2+ u. NH4+ aktiviert, durch Mg2+ gehemmt wird. Bei der Muskelkontraktion lagern sich die Myosinköpfe in der Folge der Positionsänderung des Tropomyosins den Actinfilamenten an („Querbrückenschlag“ mit Actomyosinformation) und entwickeln – durch Rotation der Myosinköpfe – eine zur Mitte des Sarkomers gerichtete Kraft, wodurch es zu einer Verschiebung der Filamente und damit zur Verkürzung des Sarkomers kommt (Ineinandergleiten der Myosinfilamente einer Myofibrille in die Zwischenräume der Actinfilamente nach der Huxley-Filament-Gleittheorie). Nachfolgend kommt es – nach Anbindung eines ATP-Moleküls – zur Ablösung des Köpfchens und dessen Rückrotation in die Ausgangsposition; die zyklische Wiederholung des Vorganges erfolgt, solange Actinbindungsstellen freigegeben sind u. ATP vorhanden ist. Die nachfolgende Relaxation erfolgt bei Abnahme des Ca2+-Spiegels durch Ca2+-Rückkehr in das sarkoplasmat. Retikulum u. Ca2+-Lösung vom Troponin unter Wiederherstellung der primär vorhandenen Blockierung der Interaktion von Actin u. Myosin, Sistieren der Querbrückenbildung. S.a. Calmodulin.

    • Myosis
      • Myo|sis

      • Fach: Gynäkologie

      Myom, diffuses.

    • Myositis
      • Myo|si|tis

      • Synonyme: Myositiden

      entzündliche Erkrankungen der Muskulatur: Poly-/Dermatomyositis, Polymyalgia arteriitica (rheumatica; primär keine Muskelerkrankung!); ferner reaktive (symptomatische, allergische u. toxische) M. infektiöser Genese (bakterielle u. virale Infektionskrankheiten) sowie M. nichtinfektiöser Genese (u.a. Medikamente); paraneoplastische M.; Infektmyositiden: bakteriell: Tetanus, Gasgangrän, Staphylokokken u. andere Pyogene, Lepra, Lues; viral: Myositis epidemica (Bornholmer-Krankheit) u. andere; parasitär: Trichinose, Zystizerkose, Bilharziose; Myositis bei Sarkoidose.

      • M. epidemica
        flüchtige bis erhebliche Muskelschmerzen infolge einer Infektion mit Coxsackie-B-5-Virus... (mehr)
      • M. ossificans
        örtliche Metaplasie der Muskulatur mit Kalkeinlagerung bzw... (mehr)
      • M. purulenta
        eitrige M. (Phlegmone, Abszesse); evtl... (mehr)
    • Myositis epidemica
      Myositis
      • M. epidemica

      • Synonyme: Bornholmer-Krankheit

      flüchtige bis erhebliche Muskelschmerzen infolge einer Infektion mit Coxsackie-B-5-Virus. Dauer wenige Tage; betroffen sind Abschnitte der unteren Thorax-, Abdominal- u. Paravertebralmuskulatur, weniger die Extremitätenmuskulatur. Spontanrückgang in Tagen.

    • Myositis ossificans
      Myositis
      • M. ossificans

      örtliche Metaplasie der Muskulatur mit Kalkeinlagerung bzw. Knochenbildung. Meist nach Verletzung, aber auch spontan oder angeboren. S.a. Münchmeyer-Syndrom (= M. o. multiplex progressiva), Paraosteoarthropathie (= M. o. circumscripta).

    • Myositis purulenta
      Myositis
      • M. purulenta

      • Englischer Begriff: suppurative myositis

      eitrige M. (Phlegmone, Abszesse); evtl. mit Muskelzerfall u. Sequesterbildung; z.B. nach offener Verletzung, bei Osteomyelitis. Sonderformen: Holzphlegmone, Gasödemkrankheit, Pyomyositis tropica.

    • Myosklerose
      • Myo|sklerose

      • Englischer Begriff: myosclerosis

      bindegewebiger Umbau des Muskelgewebes.

    • Myostatik
      • Myo|statik

      • Englischer Begriff: myostasis

      das für die Körperhaltung notwendige unwillkürliche Zusammenwirken der Skelettmuskulatur (einschließlich der Innervationsbereitschaft für Willkürbewegungen); wird geregelt vom myostatischen System (= extrapyramidal-motorisches System). S.a. Statomotorik.

    • Myotenotomie
      • Myo|teno|tomie

      • Englischer Begriff: myotenotomy

      Tenotomie am Muskel-Sehnen-Übergang.

    • Myotexie
      • Myo|te|xie

      Verflüssigung von Muskelfasern u. -fibrillen als 2. Stadium einer Muskelatrophie.

    • Myotom
      • Myo|tom

      • Englischer Begriff: myotome

      der dorsomediale, unter dem Dermatom gelegene Teil des embryonalen Ur- = Körpersegments (der metamere Somit) als Zellplatte aus vereinigten freien Somitenenden; daraus geht die vom segmentzugehörigen Spinalnerv versorgte Skelettmuskulatur hervor (in der Tiefe als autochthone Rückenmuskulatur).

    • Myotomie
      • Myotomie

      operative Muskeldurchtrennung.

    • Myotomie, intraokuläre
      Myotomie
      • M., intraokuläre

      • Englischer Begriff: myotomy (intraocular)

      M. des Ziliarmuskels bei Glaukom.

    • Myotonia
      • Myo|tonia

      • Synonyme: -tonie

      • Englischer Begriff: myotonia

      vermehrte Muskelspannung willkürlich innervierter Skelettmuskeln infolge veränderten Kontraktionsablaufs (verlangsamte Erschlaffung; myotonische Reaktion).

    • Myotonia congenita hypertrophica
      Myotonia
      • M. congenita hyper|trophica

      • Englischer Begriff: congenital m., Thomsen type

      Thomsen-Syndrom.

    • Myotonia dystrophica
      Myotonia
      • M. dys|trophica

      • Englischer Begriff: myotonic dystrophy

      Curschmann-Batten-Steinert-Syndrom.

    • Myotonia neonatorum
      Myotonia
      • M. neo|natorum

      • Englischer Begriff: neonatal tetany

      (Cornelia-de-)Lange-Syndrom; s.a. Paramyotonia congenita.

    • myotonische Pupillenreaktion 2)
      myoton(isch)e Reaktion
      • 2)

      • Synonyme: m. Pupillenreaktion

      • Englischer Begriff: myotonic pupillary reaction

      abnorme Fortdauer einer bei Konvergenzreaktion eingetretenen Pupillenverengung; s.a. Pupillotonie.

    • myotonische Reaktion
      • myoton(isch)e Reaktion

      • 1)
        die für Myotonie charakteristische „Erb-Reaktion“ des Skelettmuskels... (mehr)
      • 2)
        abnorme Fortdauer einer bei Konvergenzreaktion eingetretenen Pupillenverengung... (mehr)
    • myotonische Reaktion 1)
      myoton(isch)e Reaktion
      • 1)

      • Englischer Begriff: myotonic reaction

      die für Myotonie charakteristische „Erb-Reaktion“ des Skelettmuskels: Dellen- oder Wulstbildung bei Beklopfen (tonische Kontraktion mit verzögerter Erschlaffung), charakteristische Serienentladungen bei der Nadelmyographie.

    • Myotonolytica
      • Myotonoly|tica

      • Synonyme: -tika

      • Englischer Begriff: myotonolytic agents

      Muskelrelaxanzien.

    • myotrop
      • myo|trop

      • Englischer Begriff: myotropic

      mit Affinität zu bzw. Wirkung auf Muskelgewebe; z.B. myotrope Spasmolytika.

    • Myozele
      • Myo|zele

      • Englischer Begriff: myocele

      Muskelhernie (falsche).

    • Myring...
      • My|ring...

      Wortteil „Trommelfell“.

    • Myringektomie
      • My|ring|ektomie

      • Englischer Begriff: myring(od)ectomy

      operative Trommelfellentfernung (bei Tympanoplastik).

    • Myringitis
      • Myrin|gitis

      • Englischer Begriff: myringitis

      Trommelfellentzündung.

    • Myringomykose
      • Myrin|go|mykose

      • Englischer Begriff: myringomycosis

      (Schimmel-)Pilzerkrankung des Trommelfells.

    • Myringoplastik
      • Myringo|plastik

      • Englischer Begriff: myringoplasty

      plastisch-operativer Trommelfellersatz.

    • Myringoskopie
      • Myringo|skopie

      • Englischer Begriff: myringoscopy

      Trommelfellbetrachtung.

    • Myringotomie
      • Myringo|tomie

      • Englischer Begriff: myringotomy

      Trommelfellschnitt, Parazentese.

    • Myrinx
      • My|rinx

      • Fach: Otologie

      Trommelfell, Membrana tympani.

    • Myristicin
      • My|ris|ti|cin

      • Englischer Begriff: myristicin

      ein in Muskatnuss u. dem Samen von Petersilie vorkommender Wirkstoff; hemmt Monoxidasen u. besitzt psychotrope Wirkungen.

    • Myrmezismus
      • Myrmezismus

      • Englischer Begriff: formication

      „Ameisenlaufen“ als Parästhesie.

    • Myrrhe
      • Synonyme: Myrrha; Commiphora molmol

      Abbildung

      zu den Weihrauchgewächsen (Burseraceae) zählende Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei leichten Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut.

    • Myrtecain
      • Englischer Begriff: myrtecaine

      Lokalanästhetikum mit spasmolytischer Komponente zur topischen Anw.

    • Myrtenblattsonde
      • Myrtenblatt|sonde

      • Englischer Begriff: myrtiform sound

      Sonde mit myrtenblattförmiger Griffplatte.

    • Myrtilli fructus
      • Synonyme: Heidelbeerfrüchte

      Abbildung

      Heilpflanzenbestandteil; die getrockneten Früchte besitzen eine nachgewiesene Wirkung bei unspezifischer Diarrhö sowie leichten Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut (adstringierend, antiseptisch, antiemetisch).

    • Mysophobie
      • Myso|phobie

      • Englischer Begriff: mysophobia

      krankhafte Beschmutzungsfurcht, evtl. mit Bakteriophobie; z.B. bei Zwangsneurose.

    • Mytilismus
      • My|ti|lismus

      • Synonyme: Mytilo|toxismus

      • Englischer Begriff: mytilotoxism

      Vergiftung durch Mies- oder Pfahlmuscheln (Mytulis edulis), seltener durch Austern (Ostrea edulis). 3 Formen: „paralytisch“ (durch neurotoxische Gifte, z.B. das nicht eindeutig charakterisierte Muschelgift [„Mytilotoxin“] oder das – aus Dinoflagellaten im Plankton stammende u. in Muscheln angereicherte – Saxitoxin. Klinik: Halsenge, Kribbelgefühl, Lähmungen, Ataxie, Sprachstörungen, Mydriasis, Hypothermie; evtl. tödlich); „gastrointestinal“ (Magen-Darm-Störungen; durch Fäulnisprodukte nicht mehr frischer Muscheln?); allergisch (mit Hauterscheinungen; meist harmlos).

    • myx...
      • Etymol.: griech. myxa

      Wortteil „Schleim“.

    • Myxadenitis
      • Myx|adenitis

      • Englischer Begriff: myxadenitis

      Schleimdrüsenentzündung.

    • Myxadenitis labialis
    • Myxadenoma
      • Myx|adenom(a)

      • 1)
        Adenom mit Schleimdrüsenstrukturen; s.a... (mehr)
      • 2)
        Mischgeschwulst aus Schleim- u. Drüsengewebe... (mehr)
    • Myxadenoma 1)
      Myxadenom(a)
      • 1)

      Adenom mit Schleimdrüsenstrukturen; s.a. Myxom.

    • Myxadenoma 2)
      Myxadenom(a)
      • 2)

      • Englischer Begriff: myxadenoma

      Mischgeschwulst aus Schleim- u. Drüsengewebe.

    • Myxoblastom
      • Myxo|blastom

      • Englischer Begriff: myxoblastoma

      Myxom.

    174 75 76