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  • Napfkucheniris
    • Napfkuchen|iris

    • Synonyme: Iris bombans s. bombata

    • Englischer Begriff: iris bombé

    Vorwölbung der Iris mit Anstieg des Augeninnendrucks durch Stauung des Kammerwassers hinter der Iris bei vollständiger Behinderung des Kammerwasserflusses durch die Pupille (Seclusio pupillae). Ätiol.: v.a. in Folge intraokulärer Entzündungen. Ther.: Iridotomie mittels Laser.

  • Naphazolin
    • Englischer Begriff: naphazoline

    ein α-Sympathomimetikum (Imidazolidin); Vasokonstriktor.

  • Naphthalin
    • Naphthalin

    • Synonyme: Naftalin; C10H8

    • Englischer Begriff: naphthalene

    Abbildung

    aromatischer Kohlenwasserstoff (Formel); in Erdöl u. Steinkohlenteer vorkommend; Ausgangsstoff für zahlreiche Derivate („Naphthaline“). toxik Exposition u. toxische Wirkungen: bei perkutaner Aufnahme evtl. Ekzeme; nach Inhalation Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen; nach oraler Aufnahme Hämolyse mit Anämie, Heinz-Innenkörpern, Hämoglobinurie, evtl. Ikterus, Leberschädigung; bei Augenkontakt Katarakt u. Hornhauttrübung. Tödliche Dosis: beim Kind 2 g, beim Erwachsenen 3–6 g.

  • Naphthochinon
    • Naphtho|chinon

    • Englischer Begriff: naphthoquinone

    Chinon des Naphthalins (in 3 Formen).

  • Naphthole
    • Naphthole

    • Englischer Begriff: naphthols

    Hydroxyderivate des Naphthalins (u. seiner Derivate) mit 1–2 OH-Gruppen. α-Naphthol (1-Hydroxynaphthalin) verwendet als Antoxidans, Reagens (z.B. M-Nadi-Oxidase-Reaktion zum histochem. Oxidase-Nachweis in Leukozyten); β-N. (Iso-N., Naphthalol; 2-Hydroxynaphthalin) äußerlich bei Hautkrankheiten (Psoriasis, Ekzem; wegen guter Resorbierbarkeit können systemisch-toxische Wirkungen mit Nierenschädigung verursacht werden), als Reagens auf Nitrite u. Aldehyde.

  • Naphthyl-
    • Englischer Begriff: naphthyl

    der einwertige Naphthalin-Rest C10H7–.

  • Napkin-Psoriasis
    • Napkin-Psoriasis

    • Etymol.: engl. = Windel

    mit psoriasiformen oder fettigen Schuppenkrusten bedeckte, z.T. nässende Hautfaltenerytheme (evtl. superinfiziert) des Säuglings als Sonderform des seborrhoischen Ekzems.

  • Naproxen
    • Naproxen

    • Synonyme: (S)-2-(6-Methoxy-2-naphthyl)propionsäure

    • Englischer Begriff: naproxen

    ein nichtsteroidales Antirheumatikum, Analgetikum.

  • Narath-Hernie
    • Narath-Hernie

    • Englischer Begriff: Narath's hernia

    • Biogr.: Albert N., 1864–1924, Chirurg, Heidelberg

    atyp., retrovaskuläre Femoralhernie mit Bruchsack in der Lacuna vasorum.

  • Naratriptan
    • Englischer Begriff: naratriptan

    ein Serotonin-Agonist (5-HT1-Agonist); Anw. im Migräneanfall.

  • Narbe
    • Englischer Begriff: cicatrix; scar

    • Fach: Pathologie

    Cicatrix; s.a. Wundheilung, Narben...

  • Narbenaneurysma
    • Narben|an|eurysma

    • Englischer Begriff: aneurysm in a scar

    echtes oder falsches A. im Bereich einer Gefäß- oder Herzwandnarbe (z.B. nach Infarkt).

  • Narbenbehandlungsmittel

      Externa, die das Erscheinungsbild von Narben verbessern sollen. Wirkst. (meist in Kombination): z.B. Heparin, Allantoin, Harnstoff u. pflanzliche Extrakte aus Arnika, Kamille u. Melisse.

    • Narbenbruch
      • Narben|bruch

      • Englischer Begriff: incisional hernia

      v.a. Bauchwandhernie im Bereich einer (noch) nachgiebigen (Op.-)Narbe. Ther.: Exzision, Hernioplastik mit Rekonstruktion der Wandschichten, u.U. Verstärkung durch Fasziendoppelung oder Einlage eines Kunststoffnetzes.

    • Narbenbulbus
      • Narben|bulbus

      • Englischer Begriff: scarring of duodenal bulb

      • Fach: Röntgenologie

      durch narb. Abheilung eines oder mehrerer Ulzera deformierter Bulbus duodeni; z.B. „Sanduhr-“, „Schmetterlings-“, „Kleeblattform“.

    • Narbenektropium
      • Narben|ek|tropium

      • Englischer Begriff: cicatricial ectropion

      • Fach: Ophthalmologie

      s.u. Ektropium.

    • Narbenemphysem
      • Narben|emphysem

      • Englischer Begriff: cicatricial emphysema

      Lungenemphysem in der Nachbarschaft indurativ-schrumpfender Prozesse; s.a. Wabenlunge.

    • Narbenentropium
      • Narben|en|tropium

      • Fach: Ophthalmologie

      Entropium cicatriceum.

    • Narbenepilepsie
      • Narben|epi|lepsie

      • Englischer Begriff: scar-induced epilepsy

      auf – postapoplekt. – Hirnnarben zurückgeführte Rinden- oder psychomotor. Anfälle.

    • Narbenfistel
      • Narben|fistel

      • Englischer Begriff: cicatricial fistula

      äußere F. im Bereich einer – postop. – Narbe (meist infolge tief liegenden Fremdkörpers, z.B. als Fadenfistel).

    • Narbenhernie
      • Narben|hernie

      • Englischer Begriff: incisional hernia

      Narbenbruch.

    • Narbenkarzinom
      • Narben|karzinom

      • Englischer Begriff: carcinoma in a scar

      bösartiger Tumor im Bereich einer Narbe, v.a. bei mit Komplikationen heilenden oder einer Dauerirritation ausgesetzten Wunden (mit nachfolgender Metaplasie des Narbengewebes).

      • N. der Lunge
        ein meist in tuberkulösen Narben entstehendes kleines Bronchialkarzinom... (mehr)
    • Narbenkarzinom der Lunge
      Narbenkarzinom
      • N. der Lunge

      ein meist in tuberkulösen Narben entstehendes kleines Bronchialkarzinom, v.a. im Oberlappen; oft mit ausgedehnter generalisierter Metastasierung.

    • Narbenkeloid
      • Narben|keloid

      • Synonyme: falsches K.; Alibert-K.

      • Englischer Begriff: cicatricial keloid

      über das eigentl. Wund- bzw. Narbengebiet hinausgreifende derbe, platten-, wulst- oder höckerförm., blassrosa- bis alabasterfarbene Bindegewebswucherungen mit glatter Oberfläche.

    • Narbenleber
      • Narben|leber

      • Englischer Begriff: scarred liver

      (Kalk) postnekrot. Leberzirrhose.

    • Narbenniere
      • Narben|niere

      • Englischer Begriff: scarred kidney

      Schrumpfniere auf entzündlicher oder traumat. Basis oder nach wiederholten partiellen Infarkten.

    • Narbenplastik
      • Narben|plastik

      • Englischer Begriff: keloplasty

      op. Narbenkorrektur aus kosmet. oder funktionellen Gründen (z.B. bei Hypertrophie, Narbenbruch, Kontraktur). Bei Hautnarbe z.B. Exzision u., falls nötig, Defektdeckung durch freie oder gestielte Hautlappen, auch als Z-Plastik.

    • Narcotin
      • Narcotin

      • Englischer Begriff: l-narcotine; noscapine

      Noscapin.

    • Nares
      • Nares

      • Englischer Begriff: nostrils

      die vom Nasenflügel u. -septum begrenzten Nasenlöcher.

    • NARES
    • Narko...

        Wortteil „Lähmung“, „Narkose“, „Narkotikum“.

      • Narkoanalgetica
        • Narkoanalge|tica

        • Synonyme: -tika

        • Englischer Begriff: narcoanalgesics; morphine substitutes

        starke opioidartige Analgetica.

      • Narkobiose
        • Narko|biose

        allgem. Absinken der Zellaktivitäten.

      • Narkohypnose
        • Narko|hypnose

        • Englischer Begriff: narcohypnosis

        Narkotherapie i.S. einer Suggestionsbehandlung als psychother. Hilfsmethode.

      • Narkolepsie
        • Narko|lepsie

        • Englischer Begriff: narcolepsy

        (Willis 1672, Gélineau 1881) in Kindheit oder Pubertät beginnende Krankheit mit anfallsweisem, unüberwindl. Schlafzwang am Tage (1–30 Min. dauernde Schlafanfälle), affektivem Tonusverlust der Muskulatur, Wachanfällen u. kurzen, lebhaften hypnagogen Halluzinationen. Durch den plötzlichen Tonusverlust der Muskulatur kann es zu neurologisch bedingten synkopalen Zuständen kommen. Betroffen sind überwiegend Männer. Ätiol.: genuin, seltener symptomatisch z.B. bei oder nach Enzephalitis, Hirntrauma, -tumor, ventrikelnaher Encephalomyelitis disseminata. Diagn.: elektrophysiologisch normales oder desynchronisiertes Schlafbild. Im Serum kann bei der genuinen Form ein HLA-DR-2-Antigen nachgewiesen werden.

      • Narkomanie
        • Narko|manie

        • Englischer Begriff: narcomania

        ältere Bezeichnung für Drogenabhängigkeit vom Barbiturattyp.

      • Narkose
        • Narkose

        • Synonyme: Allgemeinanästhesie

        • Englischer Begriff: general anesthesia; narcosis

        temporäre, reversible Funktionshemmung des zentralen Nervensystems (an höheren, phylogenetisch jüngeren Hirnteilen zuerst einsetzend) zur Herbeiführung einer Bewusst- u. Schmerzlosigkeit für op. Eingriffe; verbunden mit Ausschaltung der willkürlichen, graduell (je nach Tiefe) auch der reflektor. Muskeltätigkeit, Abnahme des Muskeltonus, Dämpfung von Atmung u. Kreislauf (Narkosephasen); Tiefe feststellbar anhand charakterist. Symptome (Narkosestadien). Unterschieden nach Applikationsart als Inhalations- (= pulmonale N.), Injektions-, Infusionsnarkose, nach der N.-Technik als Apparat- (s.u. Narkoseapparat, Narkosesystem), Masken- (s.u. Narkosemaske), Tropf-, Intubationsnarkose, nach dem Narkotikum als Halothan-, Lachgas-, Isofluran-, Enfluran-, Ketamin-, Neurolept-, Barbiturat-, Kombinations-N.; s.a. Narkose...

      • Narkose-Hyperthermie-Syndrom
        • Narkose-Hyperthermie-Syndrom

        • Englischer Begriff: malignant hyperthermia syndrome

        maligne Hyperthermie.

      • Narkoseapparat
        • Narkose|apparat

        • Englischer Begriff: anesthesia apparatus

        Aggregat zur Durchführung einer Narkose, bestehend aus Frischgaszuleitung (O2 u. N2O, aus Gasflaschen oder zentraler Versorgungsanlage), Flowmeter, Verdampfer, CO2-Absorber, Überdruck-, Ein- u. Ausatem-, Druckreduzier-, Regulierventil (für Kindernarkose spez. Modelle n. Digby Leigh, Stephen-Slater, Kuhn), Finimeter, Atembeutel bzw. Beatmungseinheit (elektrisch oder pneumatisch betrieben, für automat. Beatmung und Narkotikumzufuhr), Verbindungsschläuchen einschl. Kopplungsgliedern („Konnektoren“); s.a. Narkosesystem.

      • Narkosebreite
        • Narkose|breite

        Spanne zwischen der zur Vollnarkose nötigen u. der zum Tode führenden Dosis eines Narkotikums; abhängig von Anflutungszeit, Konzentration u. Elimination (Abbau, Ausscheidung, Entgiftung). Trotz individueller Unterschiede im Allg. bei Äther groß, bei Chloräthyl, Halothan u. Chloroform gering.

      • Narkoseentzug, forcierter
        • Narkose|entzug, forcierter

        s.u. Morphinismus.

      • Narkosegas
        • Narkose|gas

        • Englischer Begriff: anesthetic gas

        das Gemisch aus Luft oder Sauerstoff (als Vehikel = Träger) u. narkotisch oder analgetisch wirkenden Gasen oder Dämpfen; i.e.S. das gasförm. Inhalationsnarkotikum.

      • Narkosekeil
        • Narkose|keil

        Beißblock.

      • Narkoselähmung
        • Narkose|lähmung

        • 1)
          mechan... (mehr)
        • 2)
          die Narkotika-bedingte Relaxierung... (mehr)
      • Narkoselähmung 1)
        Narkoselähmung
        • 1)

        • Englischer Begriff: narcosis paralysis

        mechan. Parese peripherer motor. Nerven bei unsachgemäßer Lagerung des Narkotisierten.

      • Narkoselähmung 2)
        Narkoselähmung
        • 2)

        • Englischer Begriff: anesthesia-induced paralysis

        die Narkotika-bedingte Relaxierung.

      • Narkosemaske
        • Narkose|maske

        • Englischer Begriff: anesthesia mask

        Atemmaske für Inhalationsnarkose; für Tropfnarkose z.B. nach Schimmelbusch, für Apparatnarkose als Gummi-, Kunststoffmaske mit elast. Abdichtungsrand und eingearbeitetem Anschlussstück.

      • Narkosephasen
        • Narkose|phasen

        die – durch entsprechende Narkosestadien charakterisierte – Abfolge während der Narkose, abhängig von der wirksamen Konzentration des Narkotikums im zentralen Nervensystem, die ihrerseits von der Verteilung auf die wässrige u. fette Phase der Körpergewebe, deren Speichervermögen u. von Abbau- u. Eliminationsprozessen beeinflusst wird.

        • 1)
          die N. bis zum Erreichen der kritischen Konz... (mehr)
        • 2) statische N.
          die N. mit gleichmäß... (mehr)
        • 3)
          die N. nach Unterschreiten der voll wirksamen Konz... (mehr)
      • Narkosephasen 1)
        Narkosephasen
        • 1)

        • Synonyme: Anflutungsphase

        die N. bis zum Erreichen der kritischen Konz. u. damit der Vollnarkose (Narkosestadium III/1 n. Guedel).

      • Narkosephasen 3)
        Narkosephasen
        • 3)

        • Synonyme: Abflutungsphase

        die N. nach Unterschreiten der voll wirksamen Konz. durch Überwiegen des Abströmens in die wässr. u. – langsamer – in die fette Phase der Körpergewebe (mit Erwachen) bis zum völligen Abbau bzw. Elimination (mit Nachschlaf; = primäre bzw. sekundäre bzw. tertiäre Abflutungsphase).

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