Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Parapsoriasis
    • Para|psoriasis

    • Englischer Begriff: parapsoriasis

    (Brocq 1902) historische Bezeichnung. Sammelbegriff für klinisch der Psoriasis ähnelnde, aber ätiologisch unterschiedliche Hautkrankheiten; Pityriasis lichenoides, Parakeratosis variegata u. P. en plaques als – zunächst nicht klassifizierbare – erythematös-squamöse, nicht juckende u. therapieresistente Dermatosen.

  • Parapsoriasis en plaques
    Parapsoriasis
    • P. en plaques

    Abbildung

    P. mit jahrelang bestehenden, gelblich-rötlichen, pseudoatroph. Erythemen am Rumpf („Leopardenhaut“, s. Abb.). Bei großherdigen Formen Übergang in Mycosis fungoides möglich. Klinische Unterteilung in einen kleinherdigen Typ (P. digitiformis) mit gutartigem Verlauf u. einen großherdig-entzündlichen Typ (P. en grand plaque) mit Übergang in infiltratives Stadium der Mycosis fungoides.

  • Parapsoriasis guttata leukodermica
    Parapsoriasis
    • P. guttata leukodermica

    • Englischer Begriff: guttate p.

    (Lortat-Jacob u. Fernet 1923) mit hellen Höfen um die makulopapulösen Herde, nach deren Rückbildung nichtatroph. bzw. sklerotisierende helle Flecken verbleiben.

  • Parapsoriasis lichenoides
  • Parapsychologie
    • Para|psychologie

    • Englischer Begriff: parapsychology

    Zweig der Psychologie, der sich mit paranormalen (z.z. noch unerklärlichen) Phänomenen u. Fähigkeiten wie Telepathie, Psychokinese, Präkognition etc. befasst.

  • parapylorisch
    • para|pylorisch

    im Bereich des Magenpylorus.

  • parapylorische Zeichengruppe
    parapylorisch
    • p. Zeichengruppe

    Strauß-Reiztrias (bei Spasmophilie).

  • Paraquat#(r)-Vergiftung
    • Paraquat®-Vergiftung

    • Englischer Begriff: paraquat poisoning

    meist tödliche Intoxikation (DL50 ca. 4 mg/kg) durch orale Aufnahme (oft Suizid) des Kontaktherbizids Dimethylbipyridyliumchlorid. Klinik: Schleimhautgeschwüre, Magen-Darm-Erscheinungen, Ikterus, später Bronchopneumonie, Peribronchitis, fortschreitende Lungenfibrose, Lungenödem, Leber- u. Nierentubulusnekrosen.

  • Pararauschbrand
    • Para|rausch|brand

    Gasödem durch Clostridium septicum.

  • pararektal
    • para|rektal

    • 1)
      neben dem Musculus rectus abdominis; z.B... (mehr)
    • 2)
      neben dem Rektum... (mehr)
  • pararektal 1)
    pararektal
    • 1)

    neben dem Musculus rectus abdominis; z.B. der Pararektalschnitt (u.a. n. Lenander, Winkelmann, Battle).

  • pararektal 2)
    pararektal
    • 2)

    • Englischer Begriff: pararectal

    neben dem Rektum.

  • pararenalis
    • para|renal(is)

    • Englischer Begriff: pararenal

    in der Umgebung der Niere.

  • pararheumatische Krankheiten
    • para|rheumatische Krankheiten

    • Englischer Begriff: pararheumatic diseases

    (WHO 1954) Erkrankungen, die gelegentlich mit rheumatischen Erscheinungen einhergehen; i.e.S. die Kollagenosen.

  • Pararhythmie
    • Para|rhythmie

    • Englischer Begriff: pararrhythmia

    • Fach: Kardiologie

    gleichzeitiges Funktionieren des Sinusknotens u. eines 2. Reizbildungszentrums; s.a. Parasystolie.

  • Parartefakt
    • Par|artefakt

    gewohnheitsmäßige Selbstbeschädigung ohne beabsichtigte Vortäuschung einer Krankheit, meist neuropathisch bedingt, z.B. Trichotillomanie, Nägelkauen, Lippen- u. Zungenbeißen.

  • Pararthria
    • Par|arthria

    • Synonyme: -arthrie

    • Englischer Begriff: pararthria

    Sprechstörung durch fehlerhafte Aussprache einzelner Laute oder ganzer Silben („P. syllabaris“, Silbenstolpern); s.a. Dysarthrie.

  • Parasakralanästhesie
    • Para|sakral|anästhesie

    • Englischer Begriff: parasacral anesthesia

    (Braun) Infiltration der Kreuzbeinhöhle (2. Sakralloch) mit einem Lokalanästhetikum (Leitungsunterbrechung im Plexus pudendus u. Nervus pelvicus) zur Schmerzausschaltung an After, Mastdarm, Damm, Harnröhre, Blase, Penis, Skrotum u. Prostata bzw. Vagina, Uterus u. Parametrium.

  • Parasexualität
    • Para|sexualität

    • 1)
      die sexuellen Perversionen... (mehr)
    • 2)
      bei Mikroorganismen vork... (mehr)
  • Parasexualität 1)
    Parasexualität
    • 1)

    • Englischer Begriff: parasexuality

    • Fach: Psychologie

    die sexuellen Perversionen.

  • Parasexualität 2)
    Parasexualität
    • 2)

    • Fach: Genetik

    bei Mikroorganismen vork. Rekombination ohne Karyogamie u. Meiose.

  • Parasigmatismus
    • Para|sigmatismus

    • Englischer Begriff: parasigmatism

    Sprechstörung mit Ersatz der „s“-Laute (s.a. Sigmatismus); Form der Dyslalie.

  • Parasit
    • Para|sit

    • Synonyme: Schmarotzer

    • Englischer Begriff: parasite

    ein- oder mehrzellige Pflanze (= Phytoparasit) oder Tier (= Zooparasit) als Lebewesen, das sich auf (= Ektoparasit, -phyt) oder in (= Endoparasit, -phyt) einem anderen Lebewesen („Wirt“) auf dessen Kosten ernährt, u. zwar mit (= pathogener P.) oder ohne Verursachung von Krankheitserscheinungen (= apathogener P.). Die Lebensweise ist entweder auch saprophytisch (= fakultativer P.; als Zufallsparasit, z.B. verschluckte Fliegenlarve, oder als nur vorübergehender P. nach seiner 1. nichtparasitären „freien“ Phase = inchoativer P.) oder aber rein parasitisch (= obligater P.), evtl. als nur periodischer (d.h. in bestimmter Entwicklungsphase) oder temporärer P. (z.B. Imago von Kriebelmücken u. Stechfliegen nur zur Nahrungsaufnahme) oder stationär (mindestens für ein Entwicklungsstadium). Entwicklung entweder nur an eine Wirtsspezies gebunden oder an mehrere (= mono- bzw. polyxener P.), wobei der Mensch Endwirt (z.B. für Filarien, Schistosomen, Opisthorchis) oder Zwischenwirt (z.B. Plasmodium, Echinococcus) sein kann; Wirtsspezifität ist streng (= stenoxener P.) oder auf nahe (= oligoxener P.) oder auch weiter verwandte Wirtsgruppen beschränkt (= oligo- bzw. euryxener P.).

  • Parasitämie
    • Parasit|ämie

    • Englischer Begriff: parasitemia

    Auftreten von Parasitenstadien im Blut (ab Ende der Inkubationszeit; in der Präpatentperiode).

  • parasitär
    • Englischer Begriff: parasitic

    Parasiten bzw. deren Lebensweise betreffend, durch sie hervorgerufen.

  • Parasitenembolie
    • Parasiten|embolie

    • Englischer Begriff: parasite embolism

    Gefäßembolie durch verschleppte Zystizerken, Echinokokken etc.

  • parasiticus
    • parasiticus

    • Synonyme: parasitisch

    • Englischer Begriff: parasitic

    parasitär.

  • Parasitismus
    • Parasitismus

    • Englischer Begriff: parasitism

    schmarotzende Lebensweise (s.a. Parasit).

  • Parasitizid
    • Parasitizid

    • Englischer Begriff: parasiticide

    Mittel mit Parasiten abtötender Wirkung, auf frei lebende Stadien (= Larvizid, Ovizid) oder auf die parasit. Phase im Wirt gerichtet (z.B. Anthelminthika, Protozoenmittel).

  • Parasitologie
    • Parasito|logie

    • Englischer Begriff: parasitology

    Teilgebiet der Ökologie, das sich mit den Lebens- u. Umweltverhältnissen der Parasiten u. ihrer Wirte befasst (einschl. Bekämpfungs- u. Ausrottungsmaßnahmen), als medizin. P. auch mit den parasitären Erkrankungen, deren Prophylaxe, Diagnostik u. Therapie.

  • Parasitose
    • Parasitose

    • Englischer Begriff: parasitosis

    parasitäre Erkrankung, i.w.S. auch jeder Parasitenbefall.

  • Parasomnie
    • Para|somnie

    • 1)
      Schlafstörung durch organische Hirnkrankheit... (mehr)
    • 2)
      (G. Jefferson 1944) schlafähnliche Bewusstseinstrübung nach Hirntrauma... (mehr)
    • 3)
      (H. Roger) Schlafstörung, z.B... (mehr)
  • Parasomnie 1)
    Parasomnie
    • 1)

    Schlafstörung durch organische Hirnkrankheit.

  • Parasomnie 2)
    Parasomnie
    • 2)

    • Englischer Begriff: parasomnia

    (G. Jefferson 1944) schlafähnliche Bewusstseinstrübung nach Hirntrauma; Reflexe auslösbar.

  • Parasomnie 3)
    Parasomnie
    • 3)

    (H. Roger) Schlafstörung, z.B. Zuckungen beim Einschlafen, Alpträume, Schlafwandeln.

  • Paraspadie
    • Para|spadie

    • Englischer Begriff: paraspadias

    Hypospadie mit seitlicher Harnröhrenöffnung.

  • Paraspastik
    • Para|spastik

    • Englischer Begriff: paraspasm; bilateral spasticity

    beidseitige spastische Muskelhypertonie der Extremitäten („Gliederstarre“); meist auch Paresen u. Pyramidenbahnzeichen.

  • Parasteatosis Auspitz
    • Para|steatosis (Auspitz)

    veränderte Beschaffenheit des Hauttalgs.

  • parasternalis
    • parasternal(is)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: parasternal

    neben dem Brustbein.

  • Parasternallinie
    • Parasternal|linie

    • Englischer Begriff: parasternal line

    Linea parasternalis.

  • Parästhesie
    • Par|ästhesie

    • Englischer Begriff: paresthesia

    Fehlempfindung; i.e.S. die des Hautsinnes in Form von „Kribbeln“, „Pelzigsein“, „Ameisenlaufen“ etc., u.U. mit Schmerzcharakter; oft synonym gebraucht mit Dysästhesie.

  • parastremmatisch
    • para|stremmatisch

    • Etymol.: griech. stremma = Verrenkung

    mit Gliedmaßenverdrehungen u. -verrenkungen.

  • Parasympathiko...
    • Para|sympathiko...

    • Fach: Pharmazie

    Parasympatho...

  • Parasympathikotonie
    • Para|sympath(ik)o|tonie

    • Englischer Begriff: parasympathotonia; vagotonia

    Vagotonie.

  • Parasympathikus
    • Para|sympathikus

    • Synonyme: parasympathisches System; Pars parasympathetica systematis nervosi autonomici

    • Englischer Begriff: parasympathetic nervous system

    dem Sympathikus entgegenwirkender Teil des vegetativen Nervensystems. Mit Zentren in Mittel-, Rautenhirn, Sakralmark, peripheren Ganglien u. mit Faseranteilen in Hirnnerven III, VII, IX u. X u. Nervi sacrales I–III. Neurotransmitter ist das Acetylcholin.

  • Parasympathikusstoff
    • Para|sympathikus|stoff

    Acetylcholin.

  • Parasympatholytica
    • Parasympatholy|tica

    • Synonyme: -tika; m-Cholinozeptoren-Blocker; cholinerge Antagonisten; Muscarinrezeptor-Antagonisten; Atropin-ähnliche Substanzen

    • Englischer Begriff: parasympatholytics

    Stoffe, die die Muscarinrezeptoren (= m-Cholinozeptoren) an den cholinergen Synapsen postganglionärer parasympathischer Nervenendigungen blockieren (kompetitiver Antagonismus) u. damit die muscarinartige Wirkung von Acetylcholin hemmen. Wirkst.: Unterschieden werden die natürl. Alkaloide Atropin u. Scopolamin; die nur lokal als Mydriatika eingesetzten Substanzen Homatropin, Cyclopentolat u. Tropicamid; quartäre Ammoniumverbindungen mit Ganglienblockadeeffekt wie Butylscopolaminiumbromid u. Trospiumchlorid sowie Ipratropium- u. Oxitropiumbromid; außerdem der M1-selektive Antagonist Pirenzepin. Wirkung bzw. NW: Zunahme der Herzfrequenz u. Verkürzung der atrioventrikulären Überleitung, Vasodilatation (Gefäßerweiterung) im Bereich der Haut (durch Atropin, etwas weniger durch Scopolamin, nicht durch quartäre Ammoniumverbindungen), Hemmung der Speichel- u. Magensaftabsonderung sowie Dämpfung der Motilität u. Beseitigung durch den Parasympathikus bedingter Krämpfe an den Verdauungsorganen, Herabsetzung des Tonus der Blasenwandmuskulatur u. Erhöhung des Tonus des Blasensphinkters, Hemmung der Gallenblasenmuskulatur, Beseitigung parasympathisch bedingter Bronchokonstriktion sowie Hemmung der Bronchialsekretion u. der Aktivität des Flimmerepithels, Erschlaffung des Ziliarmuskels u. des Musculus sphincter pupillae sowie Störung der Akkommodation u. Steigerung des Augeninnendrucks, Hemmung der Schweißsekretion und – schließlich – motorische Erregung oder Dämpfung des zentralen Nervensystems, Halluzinationen (quartäre Ammoniumverbindungen haben keine Wirkung am ZNS, da sie die Blut-Liquor-Schranke nicht passieren). Anw. (je nach Wirkst.) z.B. bei bradykarden Rhythmusstörungen, als Antiasthmatika, Spasmolytika, Ulkustherapeutika, Mydriatika sowie als Antidot bei Vergiftungen durch Cholinesterase-Hemmer.

  • Parasympathomimetica
    • Parasympathomime|tica

    • Synonyme: -tika; Parasympathotonika; Muscarinrezeptor-Agonisten; m-Cholinozeptor-Agonisten

    • Englischer Begriff: parasympathomimetics

    Stoffe, die das cholinerg. (parasympath.) System direkt stimulieren, i.e.S. („direkte P.“) diejenigen, die wie Acetylcholin an den Muscarinrezeptoren (m-Cholinozeptoren) parasympathisch innervierter Organe angreifen, z.B. Acetylcholin, Muscarin, Arecolin. Wirkung bzw. NW: Abnahme der Herzfrequenz u. Abnahme der atrioventrikulären Leitungsgeschwindigkeit, Vasodilatation (Gefäßerweiterung), Steigerung der Tränen-, Schweiß-, Speichel- u. Magensaftabsonderung sowie Zunahme der Motilität von Darm u. Gallenblase, Erhöhung des Tonus der Blasenwandmuskulatur u. Herabsetzung des Blasensphinkter-Tonus, Kontraktion der glatten Bronchialmuskulatur, Erhöhung des Zilienschlages des Flimmerepithels sowie Steigerung der Bronchialsekretion, Kontraktion des Ziliarmuskels u. des Musculus sphincter pupillae (daher Akkommodation u. Miosis), Senkung des Augeninnendrucks sowie – als ZNS-Wirkung – Weckreaktiion und Tremor. Ther. eingesetzt werden folgende Wirkst.: z.B. Carbachol, Pilocarpin, Pyridostigmin, Neostigmin, Distigminbromid, Ceruletid; Anw. bei Darmatonie, Harnverhalt, Myasthenia gravis, paroxysmaler Tachykardie, Xerostomie, -ophthalmie, Glaukom (lokale Anw.) sowie als Antidot nach Gabe nicht-depolarisierender Muskelrelaxanzien.

  • Parasympathomimetika, indirekte
  • Parasystolie
    • Para|systolie

    • Englischer Begriff: parasystole; parasystolic rhythm

    Herzrhythmusstörung, bei der zwei Reizbildungszentren unabhängig voneinander tätig sind, wobei das langsamere „Parazentrum“ (evtl. ein künstl. Schrittmacher) vor der Vernichtung durch die frequentere Erregung (im Allg. vom Sinusknoten) durch „Schutzblockierung“ bewahrt wird. Als ventrikuläre u. – seltener – supraventrikuläre P. von der einfachen AV- bzw. der Blockdissoziation abzugrenzen.

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