Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Pflegequalität
    • Pflege|qualität

    Abbildung

    von zahlreichen Faktoren (u.a. Pflegestandards, Organisationsform, Personalschlüssel, bauliche Strukturen) abhängige Qualität der professionellen Pflege; Kriterien zur Messung der P. werden z.B. in Stufenmodellen festgelegt (Abb.).

  • Pflegestandards
    • Pflege|standards

    Handlungsrichtlinien zur Qualitätssicherung für eine einheitliche (u. damit vergleichbare u. überprüfbare) systematische Pflege. Die WHO (1983) definierte P. als „vereinbartes Maß an für einen bestimmten Zweck benötigter pflegerischer Betreuung“. In der Praxis handelt es sich um Beschreibungen von Pflegehandlungen für wiederkehrende Pflegeprobleme, die z.B. den Ablauf u. die Qualität einzelner pflegerischer Maßnahmen festlegen (Mund- u. Zahnpflegestandards, Standards für Verbandswechel, Injektionen etc.); um Standardpläne (z.B. für Dekubitusprophylaxe) oder Standardpflegepläne (für die postoperative Pflege, für Pat. in der Rehabilitation nach Herzinfarkt etc.). Diese Handlungsablaufbeschreibungen sind für jede Pflegeeinrichtung oder Station intern zu erstellen u. werden in einem für jeden an der Pflege Beteiligten zugänglichen Sammelsystem oder der Datenverarbeitung abgelegt. Die Pflege nach Standards darf allerdings nicht schematisiert werden, sondern muss den individuellen Bedürfnissen des Pat. Raum lassen (s.a. Pflegemodelle, Pflegeprozess, Pflegequalität).

  • Pflegestufen

      Einteilungsschema für den Grad der Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Pflegeversicherung; P. I (erhebliche Pflegebedürftigkeit): mindestens einmal täglich erforderlicher Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität, die einen zeitlichen Mindestaufwand von 1/2 Std. pro Tag erforderlich machen.; P. II (Schwerpflegebedürftigkeit): Hilfebedarf ist mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erfordern; Hilfebedarf bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität, die einen zeitlichen Mindestaufwand von 3 Std. pro Tag erfordern; P. II (Schwerstpflegebedürftigkeit): der Hilfebedarf ist so groß, dass jederzeit eine Pflegeperson unmittelbar erreichbar sein muss, weil der konkrete Hilfebedarf jederzeit u. bei Tag u. Nacht anfallen kann (Rund-um-die-Uhr-Betreuung). Der Mindestversorgungsaufwand muss 4 Std. pro Tag betragen; s.a. Pflegefall.

    • Pflegesysteme
      • Pflege|systeme

      Organisationsformen zur Verteilung der pflegerischen Tätigkeiten an die zur Verfügung stehenden Mitarbeiter einer Station; unterschieden werden u.a.: Funktions-, Bereichspflege.

    • Pflegetheorie
      • Pflege|theorie

      Pflegemodell.

    • Pflegeversicherung
      • Pflege|versicherung

      Tabelle

      durch das Pflegeversicherungsgesetz in zwei Stufen (zum 1. 4. 1995 u. 1. 7. 1996) eingeführte soziale Pf. für alle in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten (Privatversicherte sind Mitglied einer privaten Pf.). Träger sind die bei jeder Krankenkasse eingerichteten Pflegekassen. Leistungsberechtigte: Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen u. regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens (Körperpflege, Ernährung, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung) auf Dauer (voraussichtlich für mind. 6 Monate) in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Für die Gewährung von Leistungen sind pflegebedürftige Personen einer von drei Pflegestufen zuzuordnen (Tab.). Feststellung der Pflegebedürftigkeit: obliegt den Pflegekassen, Gutachten erstellt der med. Dienst der Krankenkassen. Die Begutachtung des Antragstellers findet in dessen Wohnbereich durch einen Arzt oder eine Pflegefachkraft statt. Wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder nicht in Betracht kommt, haben Pflegebedürftige Anspruch auf Pflege in vollstationären Einrichtungen.

    • Pflegeversicherungsgesetz

        Gesetz vom 1. 1. 1995 zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit; das P. ist Grundlage der Pflegeversicherung.

      • Pflegschaft
        • Pfleg|schaft

        • Englischer Begriff: guardianship

        Fürsorgeverhältnis einer Person (Pfleger) für eine andere (Pflegling, Pflegebefohlener) zur Besorgung einer besonderen Angelegenheit (Ergänzungs-, Abwesenheits-, Nachlass-P. oder P. für eine Leibesfrucht). Wird vom Vormundschaftsgericht angeordnet u. bei Wegfall des Anordnungsgrundes wieder aufgehoben. Der Pfleger darf nur innerhalb der ihm bestimmten Grenzen tätig werden. Die Geschäftsfähigkeit des Pfleglings bleibt unberührt.Die früher existierende P. für Volljährige wurde 1992 durch das Rechtsinstitut der Betreuung abgelöst.

      • Pflüger
        • Pflüger

        • Biogr.: 1) Eduard Friedrich Wilhelm Pf., 1829–1910, Physiologe, Bonn; 2) Ernst Pf., 1846–1903, Augenarzt, Bern

      • Pflüger-Haken
        Pflüger
        • Pf.-Haken

        • Biogr.: Ernst Pf.

        • Fach: Ophthalmologie

        E-förmiges Sehzeichen (dort Abb.).

      • Pflüger-Zuckungsgesetz
        Pflüger
        • Pf.-Zuckungs|gesetz

        • Englischer Begriff: Pflüger's law

        • Biogr.: Eduard Friedrich Wilhelm Pf.

        (1859) bei Gleichstromreizung erregbarer Strukturen geltendes „Gesetz der polaren Erregung“, das die Abhängigkeit des Reizerfolges von Stromrichtung u. -stärke u. Schließen bzw. Öffnen des Stromkreises formuliert: I. Die Erregung entsteht an jeweils einer der beiden Reizelektroden, als „Schließungserregung“ durch Auftreten eines Katelektrotonus, als „Öffnungserregung“ durch Verschwinden eines Anelektrotonus an der Anode (Anodenöffnungszuckung). – II. Der Reizerfolg (Muskelzuckung) hängt auch von Stromstärke u. -richtung ab.

      • Pflugscharbein
        • Pflug|schar|bein

        • Fach: Anatomie

        Vomer.

      • PFO
        • Synonyme: polyfollikuläres Ovar (Abk.)

        Ovar, polyzystisches.

      • Pfortader
        • Pfort|ader

        • 1)
          Vena portae... (mehr)
        • 2)
          das zwischen Infundibulum-Kapillarnetz u. Sinusgefäßen des Hypophysenvorderlappens... (mehr)
      • Pfortader 1)
        Pfortader
        • 1)

        • Englischer Begriff: portal vein

        Vena portae.

      • Pfortader 2)
        Pfortader
        • 2)

        • Englischer Begriff: pituitary portal system

        das zwischen Infundibulum-Kapillarnetz u. Sinusgefäßen des Hypophysenvorderlappens geschaltete venöse „Portalsystem“ der Hypophyse; weitlumig, klappenlos, mit zahlreichen Kollateralen u. an der Kontaktstelle Trichterlappen/Neurohypophyse mit z.T. glomerulusartigen Schlingenbildungen, die mit Fasern aus dem Tuber cinereum kontaktieren u. Releasing-Hormone für den Hypophysenvorderlappen (HVL) übernehmen.

      • Pfortaderdruck
        • Pfortader|druck

        • Englischer Begriff: pressure in the portal vein

        Venendruck im Pfortaderkreislauf; s.a. Hypertonie, portale.

      • Pfortaderentzündung
        • Pfortader|entzündung

        Pylephlebitis.

      • Pfortaderhochdruck
        • Pfortader|hochdruck

        Hypertonie, portale.

      • Pfortaderkreislauf
        • Pfortader|kreislauf

        der venöse Blutkreislauf von Magen, Darm, Milz u. Pankreas – als funktionell einheitliches, vorwiegend klappenloses Gefäßsystem. Blutverlauf über die Vena portae zur Leber u. von dort über ein 2. Kapillarnetz (s.a. Leberkreislauf, Lebersinusoide) zur unteren Hohlvene. S.a. Pfortader.

      • Pfortaderstenose
        • Pfortader|stenose

        s.u. Block der venösen Leberstrombahn.

      • Pfortaderthrombose
        • Pfortader|thrombose

        • Englischer Begriff: pylethrombosis; thrombosis of the portal vein

        Thrombose im Pfortaderkreislauf; unterschieden als trunkuläre (Stamm), radikuläre (Mesenterial-, Milzvenen) u. terminale P. (intrahepat. Pfortaderverzweigungen); meist sekundär bei Leberzirrhose oder -neoplasma, nach Thrombophlebitis; führt zu prähepatischem Block (u. portaler Hypertonie).

      • Pfortadertyp
        • Pfortader|typ

        • Synonyme: Lebertyp; Portatyp

        Metastasierungstyp von Intestinaltumoren, bei dem nach Passage der Vena portae die Leber den kapillären Primärfilter für die Metastasierung darstellt. S.a. Kavatyp.

      • Pförtner
        • Fach: Anatomie

        Pylorus.

      • Pfötchenstellung
        • Pfötchen|stellung

        • Englischer Begriff: obstetrician's hand

        s.u. Tetanie; s.a. Karpopedalspasmen.

      • Pfriemenschwanz
        • Pfriemen|schwanz

        Enterobius vermicularis.

      • Pfropfendokarditis
        • Pfropf|endo|karditis

        die auf einen bereits erworbenen Herzfehler als Rezidiv „aufgepfropfte“ bakterielle oder abakterielle, häufig rheumat. Endokarditis.

      • Pfropfepidemie
        • Pfropf|epidemie

        aus einer Endemie hervorgegangene Epidemie.

      • Pfropfgestose
        • Pfropf|gestose

        • Fach: Gynäkologie

        Aufpfropfgestose.

      • Pfropfmetastase
        • Pfropf|metastase

        Impfmetastase.

      • Pfropftuberkulose
        • Pfropf|tuberkulose

        • Synonyme: Zusatz-Tbk

        Lungen-Tbk auf dem Boden einer Silikose (s.u. Silikotuberkulose).

      • Pfropfung
        • Englischer Begriff: grafting

        • Fach: Chirurgie

        Braun-Pfropfung.

      • Pfropfungswellen
        • Pfropfungs|wellen

        • Fach: Kardiologie

        „Kollisionswellen“ in der intrakardialen Druckkurve; v.a. bei paroxysmaler Tachykardie, vorzeit. Kontraktion, Herzblock, atrioventrikulärer Dissoziation; z.B. als Vorhofpfropfung („Cannon-Welle“).

      • PFU

          Abk. für (engl.) plaque forming unit; s.u. Plaque-Test.

        • Pfützenkeime
          • Pfützen|keime

          • Synonyme: Nasskeime; Feuchtkeime

          Hospitalismuskeime (v.a. E. coli, Pseudomonas aeruginosa, Candida), die ihren Standort in Urinflaschen, Waschbeckensiphons, Op.-Raum-Gullys, angebrochenen Infusionsflaschen, Klimaanlagen, Inkubatoren etc. haben.

        • PG
          • pg
            • Synonyme: Abk. für Pikogramm

            • Englischer Begriff: pg

            Gewichtseinheit (1 pg = 10–12g).

          • PG 1)
            PG
            • 1)

            Abk. für Phosphoglycerat.

          • PG 2)
          • PG 3)
            PG
            • 3)

            • Englischer Begriff: PG

            Abk. für Prostaglandin.

          • PGA-Syndrom
          • PGD
          • PGE
            • PGE

            Abk. für Prostaglandin E.

          • PGK
          • PGL

              Abk. für persistierende generalisierte Lymphadenopathie (s.u. AIDS).

            • PGluM
            • PGM1-System

                Abk. für Phosphoglucomutasen-System; ein Blutgruppen-System mit den Phänotypen PGM1 1, PGM1 2-1 u. PGM1 2.

              • pH
                • Synonyme: Abk. für pondus Hydrogenii

                • Englischer Begriff: pH

                Abbildung

                (Gewicht des Wasserstoffs pro l Lsg.) übliche Kurzbez. für die Wasserstoffionenkonzentration [H+] bzw. [H3O+], exakt: für deren negativen dekadischen Logarithmus. Entsprechend wird als pOH die Konzentration der [OH]-Ionen definiert, dabei gilt pH + pOH = 14; neutrale Lösungen weisen einen pH-Wert von 7 auf (sauer: pH 0 – 7; alkalisch: pH 7 – 14). Die Bestimmung des pH-Wertes erfolgt mittels eines Indikators oder – genauer – durch Messung der Spannungsdifferenz zwischen Standard- u. Messelektrode (zusammengefasst als „Einstabmesskette“) in einem eichbaren Potentiometer („pH-Meter“) mit einer von pH 0 bis pH 14 reichenden Skala (statt Volt); s.a. Abb.

              • ph
                • Englischer Begriff: ph

                • Fach: Optik

                Abk. für Phot.

              • pH-Meter
                • Englischer Begriff: pH-meter

                s.u. pH.

              138103