Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Physiosklerose
    • Physio|sklerose

    (M. Bürger) natürlicher Alterungsprozess der Arterien mit Elastizitätsverlust, schwierig von der Arteriosklerose abzugrenzen.

  • Physiotherapeutin
    • Physio|therapeut(in)

    • Englischer Begriff: physiotherapist

    international übliche Berufsbezeichnung, die die früher übl. Bez. „Krankengymnast“ (Masseur- u. Physiotherapeutengesetz, MPhG, 1994) ersetzt u. zur Anwendung aller Maßnahmen der Physiotherapie (Bewegungsther. u. physikal. Ther.) berechtigt. Der P. erhält nach Abschluss der 3-jährigen Ausbildung u. bestandener Prüfung gemäß MPhG die staatl. Anerkennung mit der Erlaubnis, diese Berufsbez. zu tragen.

  • Physiotherapie
    • Physio|therapie

    • Englischer Begriff: physiotherapy

    Oberbegriff für Verfahren der Bewegungstherapie u. die physikalische Therapie. Ersetzt die früher übliche Bez. „Krankengymnastik“. P. nutzt als natürliches Heilverfahren die passive – z.B. durch den Therapeuten geführte – und die aktive, selbstständig ausgeführte Bewegung des Menschen sowie den Einsatz physikalischer Maßnahmen zur Heilung u. Vorbeugung von Erkrankungen. P. findet vielfältige Anwendung bei Prävention, Therapie u. Rehabilitation sowohl in der ambulanten Versorgung als auch in teilstationären u. stationären Einrichtungen. Damit ist sie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen oder operativen Therapie.

  • physisch
    • physisch

    • Englischer Begriff: physical

    die materielle Seite des Körpers („Physis“) betreffend, körperlich (= somatisch); Gegensatz: „psychisch“, mit den Sinnen wahrnehmbar.

  • physo...

      Wortteil „Luft“, „Gas“.

    • Physometra
      • Physo|metra

      • Synonyme: Tympania uteri

      • Englischer Begriff: physometra

      Gasansammlung in der Gebärmutter, meist bei Anaerobier-Infektion (sept. Abort, Gasbrand).

    • Physostigmin
      • Physostigmin

      • Synonyme: Eserin

      • Englischer Begriff: physostigmine; eserine

      Hauptalkaloid der Calabarbohne (Samen der Leguminose Physostigma venenosum), ein Pyrroloindol-carbaminsäure-ester. Wirkung: wirkt durch Cholinesterasehemmung (s.u. Acetylcholin) parasympathomimetisch (s.a. Neostigmin). Anw. als Antidot bei Vergiftung/Überdosierung u.a. von Atropin, Benzodiazepinen.

    • Physostigmin-Vergiftung
      • Physo|stigminvergiftung

      • Synonyme: -stigminismus; Eserismus

      • Englischer Begriff: physostigminism; physostigmine poisoning

      Vergiftung durch Physostigmin mit starker Reizung des cholinerg. Systems: Miosis, Sialorrhö, Erbrechen, Durchfälle, Koliken, Schweißausbrüche, Lungenödem, Bradykardie, Dyspnoe, Atemlähmung. Ther.: Atropin (1 mg, wenn nötig auch mehr u. wiederholt).

    • Phytagglutinine
      • Phyt|agglutinine

      • Synonyme: Lectine; PHA (Abk.)

      • Englischer Begriff: phytoagglutinins

      in Pflanzen vork. hämagglutinierende bzw. Blutgruppenantigene präzipitierende Globuline mit Anti-A-, -B-, -H- u. -N-Spezifität (Anw. z.B. zur Blutgruppenbestimmung); bewirken auch Lymphozytentransformation.

    • Phytamine

        sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (z. B. Flavonoide, Carotinoide) mit pharmakologischer Wirkung (z. B. antioxidativ, lipidsenkend).

      • Phytansäure
        • Phytan|säure

        • Englischer Begriff: phytanic acid

        gesättigte u. verzweigte Fettsäure, die normalerweise durch α-Oxidation zu 2,6,10,14-Tetramethylpentadecansäure abgebaut, bei Refsum-Krankheit aber in Serum u. Organen angereichert wird.

      • Phythämagglutinin
        • Phyt|häm|agglutinin

        • Englischer Begriff: phytohemagglutinin

        Phytagglutinin.

      • Phytid
        • Phy|tid

        • Fach: Dermatologie

        „Id“-Reaktion bei Pilzbefall.

      • Phytinsäure
        • Phytin|säure

        • Synonyme: Acidum fyticum

        • Englischer Begriff: phytic acid

        meso-Inosithexaphosphorsäure-ester in pflanzl. Samen, Erythrozyten von Vögeln u. Schildkröten.

      • Phytobezoar
        • Phyto|bezoar

        • Englischer Begriff: phytobezoar

        Bezoar aus Pflanzenfasern.

      • Phytohämagglutinin
        • Phyto|häm|agglutinin

        • Synonyme: PHA (Abk.)

        • Englischer Begriff: phytohemagglutinin

        Phytagglutinin.

      • Phytohormone
        • Phyto|hormone

        • Englischer Begriff: phytohormones

        1) pflanzeneigene Hormone. 2) pflanzliche Inhaltsstoffe, die beim Menschen eine hormonähnliche Wirkung haben, z.B. Phytoöstrogene (Isoflavone mit östrogenartiger Wirkung aus der Sojabohne).

      • Phytomenadion
        • Phyto(me)nadion

        • Synonyme: Vitamin K1

        • Englischer Begriff: phytomenadione; phylloquinone

        2-Methyl-3-phytyl-1,4-naphthochinon; Vork. in Alfalfagras u. Luzerne; synthetisch zugängliches Anti-Antikoagulans (v.a. bei Überdosierung von Cumarinderivaten).

      • Phytonosen
        • Phyto|nosen

        • Englischer Begriff: phytonoses

        durch pflanzliche Stoffe ausgelöste Krankheiten, insbes. Toxikodermien.

      • Phytoöstrogene

          aus der Lipidfraktion von Pflanzen, v.a. Leguminosen (z.B. Sojabohnen), extrahierbare fettlösliche sekundäre Pflanzenschutzstoffe (Polyphenole) mit Östrogenaktivität im Tierversuch. Zu den P. zählen z.B. Daidzein, Genistein, Biochanin A. Anw. als Alternative zur Hormonersatzther. in den Wechseljahren.

        • Phytoparasit
          • Phyto|parasit

        • Phytoparasit 1)
          Phytoparasit
          • 1)

          Pflanzenparasit.

        • Phytoparasit 2)
          Phytoparasit
          • 2)

          • Englischer Begriff: phytoparasite

          pflanzlicher Parasit.

        • phytopathogen
          • phyto|patho|gen

          • Englischer Begriff: phytopathogenic

          bei Pflanzen Krankheiten erzeugend.

        • Phytopharmaka
          • Phyto|pharmaka

          Tabelle

          i.w.S. Arzneimittel, die ausschließlich oder überwiegend aus Pflanzen, Pflanzenteilen, Pflanzeninhaltsstoffen oder deren galenischen Zubereitungen bestehen u. neben Wirkstoffen noch Begleitstoffe enthalten; verwendet werden u.a. getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile (Arzneidrogen), aus denen z.B. Tinkturen oder Fluidextrakte („Tropfen“), wässrige Heißextrakte (z.B. Teeaufgüsse) u. weitere galenische Zubereitungen (z.B. Presssäfte, Sirupe, Mazerate, Infuse, Dekokte, Externa) hergestellt werden. – P. sind in der Regel zulassungspflichtige Arzneimittel; die Bedingungen für die Standardisierung sind in den Monographien des Deutschen Arzneibuches (DAB) festgelegt. – S.a. Tab.

        • Phytophotodermatitis
          • Phyto|photo|dermatitis

          • Englischer Begriff: phytophotodermatitis

          Photodermatitis (allergisch oder toxisch bedingt) durch Pflanzenbestandteile.

        • Phytosterine
          • Phyto|sterine

          • Englischer Begriff: phytosterols

          die pflanzl. Sterine, z.B. Myko-, Ergo-, Stigmasterin, Saponine sowie Cardenolid-Verbindungen (in Strophanthus, Digitalis).

        • Phytotherapie
          • Phyto|therapie

          • Englischer Begriff: phytotherapy

          Heilkräutermedizin; therapeutische Anwendung von Heilpflanzen (Phytopharmakon), deren Teilen (z.B. Blätter, Wurzeln), Wirkstoffen (z. B. ätherische Öle) oder deren Zubereitungen (z.B. Tinktur, Presssaft). Nicht zur Phytotherapie zählt die Anwendung isolierter Inhaltsstoffe (z.B. Atropin, Digitoxin) u. dem Wirkstoff nachgeahmter synthetischer Stoffe. Die rationale Ph. ist naturwissenschaftlich orientierte Medizin, die anstelle einer synthetisierten Substanz ein Phytopharmakon einsetzt. Die Pflanzen sind von der Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgearbeitet u. zugelassen („positiv verabschiedet“ im Sinne der Kommission). Für die Fertigarzneimittel ist die Arzneimittelzubereitung standarisiert, ihre wirksamkeitsbestimmenden bzw. wirksamkeitsmitbestimmenden Inhaltsstoffe sind bekannt, u. zu phytochemischen Kontrollzwecken sind Leitsubstanzen bestimmt. Die traditionelle Ph. beruht auf langer Erfahrung mit traditionell gebräuchlichen Heilkräutern u. Indikationen; auch die chinesische, die ayurvedische u. die tibetische Medizin etc. zählen dazu.

        • Phytotoxin
          • Phyto|toxin

          • Englischer Begriff: phytotoxin

          Giftstoff in höheren Pflanzen.

        • Phyzit
          • Phyzit

          • Englischer Begriff: phycite; phycitol

          Erythrit (meso-Form).

        • Pi-System

            s.u. α1-Antitrypsin.

          • Pi-Wellen
            • Pi-Wellen

            • Synonyme: π-W. (Abk.)

            • Englischer Begriff: occipital slow EEG waves

            im EEG langsame Wellen (θ-, δ-Wellen) über den hinteren Schädelregionen; z.B. mit bis mittelhoher Amplitude u. von der rascheren physiol. Aktivität überlagert als Normalbefund bei Kindern u. Jugendlichen.

          • Pia mater
            • Pia mater

            • Englischer Begriff: pia (mater)

            die der Hirn- u. Rückenmarkoberfläche unmittelbar aufliegende, mit der Membrana limitans superficialis fest verbundene, allen Furchen u. Vertiefungen folgende, Gefäße u. Nerven führende zarte Bindegewebshülle als innerer Teil der Leptomeninx; bildet als P. m. cranialis mit den Laminae tectoriae die Plexus choroidei der Hirnkammern; dringt als P. m. spinalis in die Fissura mediana anterior u. die Sulci ein u. umhüllt Wurzeln, Spinalganglien u. proximale Spinalnervenanteile.

          • Pian
            • Englischer Begriff: pian; yaws

            Frambösie.

          • Pic-Syndrom
            • Pic-Syndrom

            • Englischer Begriff: Pic's syndrome

            Bard-Pic-Syndrom.

          • Pica
            • Pica

            • Etymol.: latein. = Elster

            • Englischer Begriff: pica

            Pikazismus.

          • Piceae aetheroleum
          • Pices

              Pflanzenteere; s.u. Pix.

            • Pick
              • Pick

              • Biogr.: 1) Alois P., 1859–1945, Internist, Prag; 2) Arnold P., 1851–1924, Neurologe, Prag; 3) Friedel P., 1867–1926, Internist, Prag; 4) Ludwig P., 1868–1944, Pathologe, Berlin

            • Pick-Atrophie
              Pick
              • P.-Atrophie

              • Englischer Begriff: Pick's atrophy

              • Biogr.: Arnold P.

              spezifisch-degenerative Enzephalopathie (umschrieb. Atrophie) mit zunehmendem Persönlichkeitsverfall und präseniler Demenz; frühestens ab dem 40. Lj. manifest: Ermüdbarkeit, Unfähigkeit, schwierigere Probleme zu lösen, abstrakt zu denken (bei lange erhaltenem Gedächtnis), Verfall sozialer Bindungen, Verlust ethischer Hemmungen („Stirnhirn-P.“), evtl. aphasische Störungen („Schläfenlappen-P.“), stets ohne Wahn u. Halluzinationen, jedoch mit zunehmender Ruhelosigkeit, zielloser Aktivität, sinnentleertem Rededrang, evtl. auch Amimie, Parkinsonismus, spinaler Muskelatrophie; im Enzephalogramm diffuse Erweiterung des Ventrikelsystems, verstärkte Oberflächenzeichnung an Stirn- u. Schläfenpolen.

            • Pick-Fieber
              Pick
              • P.-Fieber

              • Englischer Begriff: P.'s fever

              • Biogr.: Alois P.

              Pappatacifieber.

            • Pick-Krankheit
              Pick
              • P.-Krankheit

              • Synonyme: P.-Syndrom

              Pick-Atrophie (Arnold P.); Pappatacifieber (Alois P.); Pick-Zirrhose (Friedel P.); Niemann-Pick-Krankheit, Lubarsch-Pick-Syndrom (Ludwig P.).

            • Pick-Vision
              Pick
              • P.-Vision

              • Englischer Begriff: pontine visual hallucinations

              • Biogr.: Arnold P.

              optische Halluzination bei hirnorgan. Prozessen an Ponshaube u. Calamus scriptorius: Wände erscheinen verbogen u. verschiebl., so dass Personen mühelos hindurchtreten können.

            • Pick-Zirrhose
              Pick
              • P.-Zirrhose

              • Englischer Begriff: Pick's pseudocirrhosis

              • Biogr.: Friedel P.

              „perikarditische Pseudoleberzirrhose“ (Cirrhose cardiaque); i.e.S. auch die mit entzündlichen Bauchfellveränderungen.

            • Pickel
              • Englischer Begriff: pimple

              kleine, spitze Hauterhebung, meist als Manifestation einer oberflächl. Folliculitis.

            • Pickwickier-Syndrom
              • Pickwickier-Syndrom

              • Englischer Begriff: pickwickian syndrome

              (1956) nach der Romanfigur „Little Joe“ (in Dickens' „Die Pickwickier“) geprägte Bez. für das „kardiopulmonale Syndrom der Adipösen“ (s.a. Schlafapnoe-Syndrom), mit – pathogenet. unklaren – anfallsweisen, imperativen Schlafzuständen (bei monotonen Geräuschen, in Ruhe etc.) u. verlängertem Nachtschlaf, ferner Polyglobulie (erhöhte Blutviskosität) u. pulmonale Hypertonie (Rechtsherzüberlastung). Bei Gewichtsreduktion reversibel.

            • Pico...
              • Synonyme: Piko...

              Präfix (Kurzzeichen: p) bei Maßeinheiten mit der Bedeutung des 10–12fachen.

            • Picodna-Viren
              • Englischer Begriff: picodnaviruses

              Parvoviridae.

            • Picolinsäure
              • Picolin|säure

              • Englischer Begriff: picolinic acid

              Pyridin-α-carbonsäure; Zwischenstufe im Tryptophan-Stoffwechsel.

            • Picorna-Viren
              • Synonyme: Picornaviridae

              • Englischer Begriff: picornaviruses

              Bez. (aus „pico“ = klein, „RNA“ = Ribonucleinsäure) für die Gruppe der Entero-, Rhino-, MKS- u. Enzephalomyokarditis-Viren; gemeinsame Merkmale: Größe 22–27 nm, Übertragung von Mensch zu Mensch, Ansiedlung u. Vermehrung im Intestinaltrakt, kein Envelope, ätherunempfindlich (da keine Lipide im Virion).

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