Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Pneumotachograph
    • Pneumo|tacho|graph

    • Englischer Begriff: pneumotachograph

    Gerät für die fortlaufende Registrierung („Pneumotachographie“) der Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft, wobei der Luftstrom durch zahlreiche parallel geschaltete Röhren geleitet u. der Druck auf ein elektr. Differentialmanometer übertragen wird.

  • Pneumotherapie
    • Pneumo|therapie

  • Pneumotherapie 1)
  • Pneumotherapie 2)
    Pneumotherapie
    • 2)

    • Englischer Begriff: pneumatotherapy

    Anw. von Unter- u. Überdruck zu Behandlungszwecken, z.B. als Saug-Druck-Massage, Endopneumo-, Druckkammertherapie.

  • Pneumothorax
    • Pneumo|thorax

    • Synonyme: Gasbrust; Pneu

    • Englischer Begriff: pneumothorax (artificial; therapeutic)

    Abbildung

    Anwesenheit von Luft (Gas) im Pleuraspalt mit – totalem oder partiellem – Lungenkollaps. Als geschlossener P. (ohne durchgängige Verbindung mit der Außenluft) oder als offener P. mit Verbindung des Pleuraraums entweder nach innen zu den Lufträumen der Lunge (z.B. als Spontanpneumothorax) oder durch die Brustwand nach außen (z.B. penetrierende Brustwandverletzung). Evtl. akut lebensbedrohliche Kompl.: Spannungspneumothorax (Überdruck durch Ventilmechanismus; Abb.), Mediastinalpendeln; Ther.: sofortige Druckentlastung durch Anlegen einer Thoraxdrainage. – Ferner als künstlicher P. für Diagnostik (z.B. röntg. Klärung von Pleura- u. peripheren Lungenprozessen) oder als therapeutischer P. (Forlanini 1895; reversible Kollapstherapie).

  • Pneumotomie
    • Pneumo|tomie

    • Englischer Begriff: pneumo(no)tomy

    „Lungenschnitt“, z.B. zur Abszesseröffnung oder Fremdkörperentfernung.

  • pneumotrop
    • pneumo|trop

    • Englischer Begriff: pneumotropic

    auf die Lunge bzw. Atmung einwirkend, vorwiegend die Lunge befallend.

  • Pneumotyphus
    • Pneumo|typhus

    • Englischer Begriff: pneumotyphoid

    Typhus abdominalis, dessen Beginn durch Symptome einer gleichzeit. Pneumonie (Salmonellen- oder Misch- bzw. Superinfektion) verschleiert wird.

  • Pneumovirus

      Genus der Familie Paramyxoviridae mit der Species RS-Virus.

    • Pneumozele
      • Pneumo|zele

    • Pneumozele 1)
    • Pneumozele 2)
    • Pneumozentese
      • Pneumo|zentese

      • Englischer Begriff: pneumocentesis

      Lungenpunktion.

    • Pneumozoonose
      • Pneumo|zoonose

      Lungenerkrankung durch passagere (z.B. Ascaris-Larven) oder bleibende (z.B. Echinococcus, Amöben) Besiedlung mit Parasiten.

    • Pneumozyste
      • Pneumo|zyste

    • Pneumozyste 1)
      Pneumozyste
      • 1)

      • Englischer Begriff: lung cyst

      Lungenzyste.

    • Pneumozyste 2)
    • Pneumozystographie
      • Pneumo|zysto|graphie

      • Englischer Begriff: pneumocystography

      • Fach: Röntgenologie

      Kontrastdarstellung der Harnblase nach Einbringen von Luft.

    • Pneumozyten
      • Pneumo|zyten

      • Englischer Begriff: pneumocytes

      Alveolarepithelzellen.

    • PNF
      • Synonyme: Abk. für propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation; Kabat-Methode

      physiotherapeutische Technik, die auf Erkenntnissen der Neurophysiologie beruht. PNF basiert auf der Förderung zentral-motorischer Aktivitäten, d.h., Muskeln werden nicht einzeln, sondern nur in Kombinationen eingesetzt, so dass Bewegungsmuster erlernt werden. Dadurch lassen sich eine Koordinierung physiologischer Bewegungsmuster, Normalisierung des Muskeltonus, eine Muskeldehnung u. -kräftigung erreichen. PNF wurde von der Physiotherapeutin M. Knott entwickelt u. basiert auf den Arbeiten des Neurophysiologen H. Kabat. Prinzip: Die Methode führt zur Bahnung von Bewegungen über die funktionelle Einheit von Nerv u. Muskel, wobei sich die Bahnung stimulieren lässt durch exterozeptive Reize (taktile, visuelle u. verbale Stimulation) u. propriozeptive Reize (Dehnung von Muskelgruppen, Gelenkstimulation durch Zug oder Druck). Grundelemente sind Pattern: komplexe Bewegungsmuster, jeweils bestehend aus drei Bewegungskomponenten (Flexion/Extension, Ab-/Adduktion, Innen-/Außenrotation); Widerstand: Therapeut setzt den Bewegungen des Pat. aktiv Widerstand entgegen; Irradiation (overflow): Überfließen der Kraft von kräftigeren auf schwache Muskelgruppen durch Summation von Reizen; sukzessive Induktion: Nach Kontraktion des Antagonisten zeigt der Agonist erhöhte Erregbarkeit. Behandlungstechniken: rhythmische Bewegungseinleitung (rhythmische Bewegung über den gesamten verfügbaren Bewegungsweg), dynamische Umkehr (kontinuierliche Bewegung gegen Widerstand abwechselnd von Agonist u. Antagonist), stabilisierende Umkehr (antagonistische Technik zur Stabilisierung verschiedener Körperstellungen), Halten-Entspannen (statische Kontraktion des Antagonisten mit folgender Entspannung u. danach Vergrößerung des Bewegungsweges aktiv oder passiv), Anspannen-Entspannen (dynamische Kontraktion des Antagonisten mit folgender Entspannung u. danach Vergrößerung des Bewegungsweges aktiv oder passiv), agonistische Umkehr (Anspannung des Agonisten mit dynamisch-konzentrischer, dynamisch-exzentrischer u. haltender Muskelarbeit), Stretch (durch Reflexauslösung übergreifender Effekt auf die vorgedehnte oder kontrahierte Muskulatur), wiederholte Kontraktionen (wiederholtes Stretchen auf dem gesamten Bewegungsweg mit dynamischer Weiterbewegung), betonte Bewegungsfolge (gezieltes Beüben eines Teils des Bewegungsablaufes unter Einsatz der Irradiation), rhythmische Stabilisation (statische Kontraktion im Wechsel Agonist/Antagonist ohne zwischenzeitliche Entspannung). Ind.: Erkrankungen des peripheren Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gelenke, Verletzungen des Bewegungsapparates.

    • PNH

        Abk. für paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie.

      • PNI
      • PNM-Syndrom
        • Englischer Begriff: PNM syndrome

        dominant (?) erblicher Biotyp einer peripheren Dysostose mit Nasenhypoplasie u. mentaler Retardierung; ferner Minderwuchs mit akraler Brachymelie u. Genitalhypoplasie.

      • PNPB
        • Englischer Begriff: PNPB

        Abk. für positiv-negative Druck-(engl. = pressure)Beatmung.

      • PNS
      • pO2
      • POA

          Abk. für peridurale Opiatanalgesie.

        • Pocken
          • Pocken

          • Synonyme: Blattern

          • Englischer Begriff: pox; smallpox

          Variola, s.a. Pocken...

        • Pockenlymphe
          • Pocken|lymphe

          Impfstoff für die Pockenschutzimpfung:

          • 1)
            Kuhpockenlymphe (obsolet)... (mehr)
          • 2)
            Kälberlymphe, hergestellt als „Rohimpfstoff“ unter Verw... (mehr)
          • 3)
            aus Chorioallantois- oder Gewebekulturen gewonnen u. aktives Vaccinia-Virus... (mehr)
          • 4)
            mit Formalin-inaktiviertem Vaccinia-Antigen (Gewebekultur, meist Kaninchen)... (mehr)
        • Pockenlymphe 1)
          Pockenlymphe
          • 1)

          Kuhpockenlymphe (obsolet).

        • Pockenlymphe 2)
          Pockenlymphe
          • 2)

          Kälberlymphe, hergestellt als „Rohimpfstoff“ unter Verw. von Retrovakzine oder Lapina.

        • Pockenlymphe 3)
          Pockenlymphe
          • 3)

          aus Chorioallantois- oder Gewebekulturen gewonnen u. aktives Vaccinia-Virus enthaltend, flüssig oder gefriergetrocknet.

        • Pockenlymphe 4)
          Pockenlymphe
          • 4)

          • Englischer Begriff: smallpox vaccine

          mit Formalin-inaktiviertem Vaccinia-Antigen (Gewebekultur, meist Kaninchen).

        • Pockenschutzimpfung
          • Pocken(schutz)impfung

          • Englischer Begriff: smallpox vaccination

          aktive Immunisierung gegen Pocken. Ab 1796 in Europa durch Jenner bekannt gemacht, der die seit Jahrhunderten bekannte (Indien, China, Persien) Variolation durch die „Vakzination“ mit „echter“ Kuhpockenlymphe ersetzte. Seit Bekanntgabe der weltweiten Ausrottung der Pockeninfektion auch im Fernreiseverkehr nicht mehr obligate Vakzination mit Pockenlymphe. Zuletzt verwendet wurden der Lister-Elstree-Stamm des abgeschwächten Vaccinia-Virus sowie dessen Abkömmlinge. Ein nebenwirkungsärmerer Impfstoff mit dem MVA-Virus (modified vaccinia Ankara) wurde nicht mehr zugelassen u. befindet sich in der Testphase. Optimal als Erstimpfung im 1.–2. Lj., mit Wiederholung im 12. Lj.; entweder mittels Impflanzette (bei Erstimpfung am re., später li. Oberarm) oder als Multiple-Pressure-Technik; bei überaltertem Erstimpfling Vorimpfung mit Vaccinia-Antigen (1 ml i.m.), 1–2 Wo. danach mit akt. Virus (keine Reaktion!). Normal am 3. Tag Papel-, ab 5. Pustelbildung (Nachschau!) mit Rötung u. Infiltration der Umgebung („Area“) u. regionärer Lymphknotenschwellung, ab 7.–9. (11.) Tag Fieber, ab 12. Eintrocknen der Pusteln, Abheilen mit Narbe; bei Wiederimpfung Knötchen, Bläschen oder abortive Pustel, fast stets ohne Narbe; s.a. Impfkomplikation. Impfschutz ab 8.–10. Tag für ca. 3 (1–10) Jahre, jedoch nicht absolut sicher (Variolois).

        • Pockenviren
          • Pocken|viren

          • Synonyme: Poxviridae

          • Englischer Begriff: poxviruses

          Familie quaderförmiger DNS-Viren (250–350 nm × 200–250 nm) mit komplexem Aufbau. Bildung von Elementarkörperchen („Paschen-Körperchen“) in den Zellen Infizierter. Nucleocapsid im Längsschnitt bikonkav, Hülle mit „Projektionen“. – Nach Färbung (Viktoriablau) lichtmikroskopisch sichtbar; als Einschlusskörperchen im Zytoplasma gelegen. Mit den Unterfamilien Chordopoxvirinae (P. der Vertebraten) u. Entomopoxvirinae (P. der Arthropoden). Als „echte P.“ (Orthopoxviren) z.B. Vaccinia, Variola major u. minor, Kamelpocken- (Camelpox-), Affenpocken- (Monkeypox-), Kuhpocken-Viren (Cowpox-V.); als Parapoxviren Myxoma-, Vogelpocken- (Avipox-), Melkerknotenvirus, Orf-Viren.

        • Pockfinnen
          • Pock|finnen

          Akne necroticans.

        • Podagra
          • Pod|agra

          • Englischer Begriff: podagra

          Gicht(anfall) im Großzehengrundgelenk („Zipperlein“); sehr schmerzhaft, Haut gerötet, glänzend, trocken.

        • podo...

            Wortteil „Fuß“.

          • Podophyllin
            • Podo|phyllin

            • Synonyme: Resina Podophylli

            • Englischer Begriff: podophyllin

            Abbildung

            amorphes, gelblich braunes Pulver aus dem äthanol. Extrakt des Fußblattwurzelstocks (Podophyllum peltatum); enthält v.a. Podophyllotoxin (C22H22O8, antimitotisch wirksam) u. Pikropodophyllin. – War früher enthalten in sog. natürlichen Laxanzien- = Abführmittelkombinationen (mittlerweile obsolet, da teratogen u. karzinogen sowie stark darmreizend). Anw. äußerlich bei Condylomata acuminata (Feigwarzen).

          • Podophyllotoxin
            • Englischer Begriff: podophyllotoxin

            ein Mitosehemmer (Spindelgift); topische Anw. zur Ther. von Condylomata acuminata.

          • Podopompholyx
            • Podo|pompholyx

            • Englischer Begriff: podopompholyx

            von den seitl. Zehenflächen auf die Fußsohlen übergreifende Dyshidrosis, nach Superinfektion oft äußerst schmerzhaft.

          • Podozyt
            • Podo|zyt

            • Synonyme: Podocytus

            • Englischer Begriff: podocyte

            Deckzelle (2).

          • Poelchen-Methode
            • Poelchen-Methode

            kombinierte Bewegungs- u. Extensionsbehandlung bei Humeruskopffraktur, wenn der Hauptteil der Kalotte in der Pfanne verblieben ist; nach Fixation des hängenden Arms (Oberarmgipsschale) dosiertes Tragen eines Gewichtes u. Pendelbewegungen; s.a. Hängegips.

          • POEMS-Komplex
            • Englischer Begriff: POEMS syndrome

            Abk. für Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, Dysglobulinämie (M-Gradient) u. Hautveränderungen (skin changes); meist paraneoplastischer Symptomenkomplex (v.a. bei osteosklerotischem Plasmozytom).

          • pOH
            • Fach: Chemie

            s.u. pH.

          • poikilo...
            • poi|kilo...

            Präfix „bunt(scheckig)“, „mannigfaltig“.

          • Poikilodermie
            • Poi|kilo|dermie

            • Englischer Begriff: poikiloderma

            „bunte Haut“ als diffuse Atrophie mit kleinfleckigen bis netzförm. Hyper- u. Depigmentierungen, Teleangiektasien u. Erythemen; symptomatische P. v.a. bei Radiodermatitis chronica, Poikilodermatomyositis (Petges-Cléjat-Jacobi-Syndrom), Sklerodermie; als idiopathische P. z.B. Kriegsmelanose (Riehl-Melanose), Civatte-Krankheit; ferner angeborene bzw. frühmanifeste Formen v.a. bei Rothmund-Thomson-, Zinsser-Engman-Cole-, Greither- u. Marghescu-Braun-Falco-Rodermund-Syndrom.

          • Poikilopikrie
            • Poi|kilo|pikrie

            Unfähigkeit des Organismus, das Säure-Basen-Gleichgewicht konstant zu halten, als Spätsymptom einer Nierenerkrankung (Insuffizienz).

          • poikilotherm
            • poi|kilo|therm

            • Synonyme: heterotherm; allotherm; wechselwarm

            • Englischer Begriff: poikilothermic

            adj. Bez. für Tiere (Wirbeltiere, Fische, Lurche, Kriechtiere etc.), deren Blut- u. Körpertemperatur weitgehend von der Umgebungstemperatur abhängt („Kaltblüter“).

          • Poikilozyt
            • Poi|kilo|zyt

            • Englischer Begriff: poikilocyte

            abnorm geformter Erythrozyt (dort Abb.); z.B. keulen-, sichel-, mantel-, birnenförmig.

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