Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Polydipsie
    • Poly|dipsie

    • Englischer Begriff: polydipsia

    krankhaft gesteigertes Durstgefühl mit übermäß. Flüssigkeitsaufnahme, v.a. bei Diabetes insipidus u. mellitus (dekompensiert), aber auch psychogen; im Allg. mit entsprechend gesteigerter Harnausscheidung.

  • Polydysspondylie Lavy-Palmer-Merritt
    • Poly|dys|spondylie (Lavy-Palmer-Merritt)

    • Englischer Begriff: polydysspondylism

    Wirbelfehlbildungskomplex mit Minderwuchs, Untergewicht u. geist. Retardierung.

  • Polydystrophie
    • Poly|dys|trophie

    • Englischer Begriff: polydystrophy

    Dystrophie mehrerer Organe oder Organsysteme; z.B. Pfaundler-Hurler-, Sanfilippo-Syndrom.

  • Polyen
    • Poly|en

    • Englischer Begriff: polyene

    organ. Verbindung mit mehreren, meist konjugierten C=C-Bindungen im Molekül.

  • Polyen-Antimykotika

      antimykotisch wirksame Antibiotika, die durch die hydrophobe Wechselwirkung ihres lipophilen Molekülteils mit den Sterolen der Pilz-Zellmembran Komplexe bilden; Wirkst.: z.B. Amphotericin B, Nystatin u. Natamycin.

    • Polyensäuren
      • Poly|en|säuren

      • Englischer Begriff: polyenic acids

      hoch-ungesättigte Fettsäuren.

    • Polyestradiolphosphat
      • Polyestradiol|phosphat

      • Englischer Begriff: polyestradiol phosphate

      ein Östrogenderivat; Anw. zur Tumorther. bei Prostatakarzinom.

    • Polygala senega
      • Synonyme: Senegawurzel

      Heilpflanze mit nachweislicher Wirkung bei Katarrhen der oberen Luftwege.

    • Polygalaktie
      • Poly|galaktie

      • Englischer Begriff: polygalactia

      Hypergalaktie.

    • Polygelin
      • Englischer Begriff: polygeline

      Gelatinederivat; Anw. als kolloidales Plasmaersatzmittel.

    • Polygeminie
      • Poly|geminie

      • Englischer Begriff: polygeminy

      Herzrhythmusstörung mit wechselnd vielen Extrasystolen nach einem Normalschlag; s.a. Bi-, Trigeminie.

    • Polygenie
      • Poly|genie

      • Synonyme: Polymerie

      • Englischer Begriff: polygenia

      • Fach: Genetik

      Beteiligung mehrerer Gene an der Ausbildung einer Eigenschaft; Normalfall der Phänogenese. Bei isophäner P. volle Ausbildung des Phäns, auch durch jedes der beteiligten Gene allein; bei additiver oder kumulativer P. quantitative Auswirkung; bei komplementärer P. Ausbildung nur durch Kombination verschiedener, einzeln unentbehrl. Teilbeträge der Gene.

    • polyglandulär
      • poly|glandulär

      • Englischer Begriff: polyglandular

      pluriglandulär.

    • polyglanduläres Autoimmunsyndrom
      • poly|glanduläres Auto|immun|syndrom

      • Synonyme: PGAS (Abk.); autoimmun polyglanduläres Syndrom; APS (Abk.); Syndrom polyglandulärer Autoimmunität

      • Englischer Begriff: autoimmune polyglandular syndrome

      Tabelle

      Oberbegriff für drei verschiedene Syndrome mit konsekutiv auftretenden Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme auf dem Boden immunologischer Entzündungen. Alle Erkrankungen sind durch Autoantikörper charakterisiert, die als diagnostische Marker der Organbeteiligung genutzt werden können. Drei Gruppen von Antikörpern mit verschiedenen Zielen lassen sich unterscheiden: Antikörper gegen zellständige Enzyme, gegen Oberflächenrezeptoren u. gegen Sekretionsprodukte der befallenen Organe. Klassifik.: Das PGAS Typ I (Autoimmunes-Polyendokrinopathie-Candidiasis-Ektodermales-Dystrophie-Syndrom = APECED) manifestiert sich in der ersten Lebensdekade, betrifft weibl. u. männl. Individuen etwa gleich häufig. Die Diagnose wird gestellt, wenn zwei der drei typischen Organmanifestationen vorhanden sind (s. Tab.). Die Candidiasis (Moniliasis) ist meist das erste Krankheitszeichen. Der genetische Hintergrund der Erkrankung ist bekannt: verschiedenartige Mutanten des Autoimmunregulatorgens AIRE auf dem langen Arm des Chromosoms 21 (21q22.3). PGAS Typ II u. III manifestieren sich meist in der dritten oder vierten Dekade, sie sind häufiger als PGAS Typ I. In diese Gruppe gehören das Schmidt-Syndrom (Nebennierenrindeninsuffizienz u. immunogene Hypothyreose) bzw. das Carpenter-Syndrom (Nebennierenrindeninsuffizienz, immunogene Hypothyreose u. Diabetes mellitus Typ 1). Es besteht eine Beziehung zum HLA-System Klasse II, der genauere genetische Hintergrund ist noch unbekannt. PGAS Typ III entspricht offenbar PGAS Typ II ohne Nebennierenrindeninsuffizienz. Diagn.: klinisches Bild, Nachweis der Organfunktionsstörungen, evtl. Nachweis typischer Autoantikörper; bei Typ I Nachweis der Mutation des AIRE. Ther.: Substitutionstherapie unter laufender Überwachung, Aufklärung der Patienten mit dem Ziel, krisenhafte Verschlechterungen zu vermeiden, genetische Beratung, ggf. systemische Therapie der Candidiasis.

    • Polyglobulie
      • Poly|globulie

      Vermehrung der Erythrozytenzahl im peripheren Blut (mit erhöhten Hämatokrit- u. Hämoglobinwerten) bei meist normalem Plasmavolumen; auch als sekundäre Polyzythämie bezeichnet (zur Abgrenzung von der Polycythaemia vera, der benignen familiären Polyzythämie u. der durch Bluteindickung verursachten – relativen – Pseudopolyglobulie). Das Erythropoietin ist – in der Regel – erhöht. Formen:

      • 1)
        reaktiv bei verminderter Sauerstoffsättigung des Blutes (Hypoxie), z.B... (mehr)
      • 2)
        reaktiv bei verminderter Sauerstoffabgabe an das Gewebe, z.B... (mehr)
      • 3)
        infolge autonomer Erythropoietin-Freisetzung, v.a... (mehr)
      • 4)
        bei endokrinen Erkrankungen, z.B... (mehr)
      • 5)
        infolge dienzephaler Reizung z.B... (mehr)
      • 6)
        im Anfangsstadium von Blutkrankheiten (z.B... (mehr)
    • Polyglobulie 1)
      Polyglobulie
      • 1)

      reaktiv bei verminderter Sauerstoffsättigung des Blutes (Hypoxie), z.B. bei Lungendiffusionsstörung, Herzfehlern mit Re.-li.-Shunt, Methämoglobinämie, Sauerstoffmangel in großer Höhe etc.

    • Polyglobulie 2)
      Polyglobulie
      • 2)

      reaktiv bei verminderter Sauerstoffabgabe an das Gewebe, z.B. bei Hämoglobinvarianten mit erhöhter O2-Affinität, vermindertem 2,3-Diphosphoglycerat-Gehalt bzw. Mangel an Diphosphoglycerat-phosphomutase etc.

    • Polyglobulie 3)
      Polyglobulie
      • 3)

      infolge autonomer Erythropoietin-Freisetzung, v.a. bei Nierenerkrankungen (Forssel-Syndrom) sowie als paraneoplastisches Syndrom (z.B. bei Nierenzell-, Leberzellkarzinom, Phäochromozytom).

    • Polyglobulie 4)
      Polyglobulie
      • 4)

      bei endokrinen Erkrankungen, z.B. Cushing-Syndrom (nicht obligat).

    • Polyglobulie 5)
      Polyglobulie
      • 5)

      infolge dienzephaler Reizung z.B. bei Encephalitis epidemica, Huntington-Chorea, chron. Arachnitis, Parkinson-, Fröhlich-Syndrom, A.-cerebri-Verschluss, auch als Stress-P.

    • Polyglobulie 6)
      Polyglobulie
      • 6)

      • Englischer Begriff: erythrocytosis; secondary polycythemia

      im Anfangsstadium von Blutkrankheiten (z.B. Osteomyelosklerose, Erythroleukämie, Leukosen).

    • Polygonum aviculare
      • Synonyme: Vogelknöterich

      Abbildung

      Heilpflanze mit adstringierendem Effekt. Das Kraut wirkt in spezieller Aufbereitung nachweislich bei leichten Katarrhen der oberen Luftwege sowie Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut.

    • Polygramm
      • Poly|gramm

      s.u. Polygraphie.

    • Polygraphie
      • Poly|graphie

      • Englischer Begriff: polygraphy

      im Allgemeinen die simultane graphische Darstellung (Polygramm) mehrerer biologischer Variablen, im Speziellen die simultane Registrierung des EEG u. weiterer Körpervorgänge, meist EKG, EMG, EOG, auch Atmung, Körperbewegungen u.a. hauptsächlich bei Schlafuntersuchungen (Polysomnographie, fälschlich: „Schlaf-Polygraphie“) u. im Säuglingsalter.

    • polyhybrid
      • poly|hybrid

      • Englischer Begriff: polyhybrid

      für mehrere Allelenpaare heterozygot.

    • Polyhydramnion
      • Poly|hydr|amnion

      • Englischer Begriff: polyhydramnios

      sehr stark ausgeprägtes Hydramnion.

    • Polykaryozyt
      • Poly|karyo|zyt

      • 1)
        durch Fusionen einkerniger Zellen entstandenes Synzytium mit zahlreichen... (mehr)
      • 2)
        durch mehrmalige amitotische Kernteilung ohne Zellteilung entstandene... (mehr)
    • Polykaryozyt 1)
      Polykaryozyt
      • 1)

      durch Fusionen einkerniger Zellen entstandenes Synzytium mit zahlreichen Zellkernen.

    • Polykaryozyt 2)
      Polykaryozyt
      • 2)

      • Englischer Begriff: polykaryocyte

      durch mehrmalige amitotische Kernteilung ohne Zellteilung entstandene vielkernige Riesenzelle (z.B. Osteoklast, Skelettmuskelfaser).

    • Polykeratosis congenita
      • Poly|keratosis congenita

      • Synonyme: Riehl-Keratosis

      dominant erbliche Pachyonychie mit Hyperkeratose der Haut (nebst Anhängen) u. Keratinisierung der Schleimhäute, später Atrophie, Akantholyse, Polydysplasie.

    • polyklonal
      • poly|klonal

      • Englischer Begriff: polyclonal

      aus (bzw. bei) vielen (Zell-)Klonen; z.B. die normalen Immunglobuline. Ggs. monoklonal.

    • Polykorie
      • Poly|korie

      • Englischer Begriff: polycoria

      Vielzahl von Pupillen in einem Auge.

    • Polykrotie
      • Poly|krotie

      • Synonyme: polykroter Puls

      • Englischer Begriff: polycrotism

      Mehrgipfligkeit der peripheren Pulswelle mit teils unterschiedl. Erhebungen u. Nachschwankungen.

    • Polymastie
      • Poly|mastie

      • Englischer Begriff: polymastia

      Mammae accessoriae.

    • Polymelie
      • Poly|melie

      • Englischer Begriff: polymelia

      • Fach: Pathologie

      Doppelfehlbildung mit nur als – zusätzliche – Extremität ausgebildetem Parasiten.

    • Polymenorrhö
      • Poly|menor|rhö

      • Englischer Begriff: polymenorrhea; polymenia

      • Fach: Gynäkologie

      Regelblutungen mit verkürztem Zyklus (< 24 Tage) bei normaler Stärke u. Dauer. Ursachen: bei biphasischen Menstruationszyklen Verkürzung der Follikelreifungsphase (selten) oder der Corpus-luteum-Phase; bei monophasisch-hypothermen Zyklen Anovulation (Follikelabbruchblutung). Ther.: bei Kinderwunsch gezielt nach Sterilitätsdiagnostik; sonst durch Hormonsubstitution (meist mit Gestagenen).

    • Polymer
      • Poly|mer

      • Englischer Begriff: polymer

      • Fach: Chemie

      Makromolekül, das sich aus einheitl. „monomeren“ Molekülen zusammensetzt (nach Polymerisation); unterschieden als Oligomere u. Hochpolymere (> 50 Monomere).

    • Polymerase
      • Poly|merase

      • Englischer Begriff: polymerase

      Enzym, das Polymere auf- u. abbaut, z.B. DNS-Nucleotidyltransferase (Kornberg-Enzym).

    • Polymerase-Kettenreaktion
      • Synonyme: PCR (Abk.)

      • Englischer Begriff: polymerase chain reaction

      • Fach: Genetik

      Abbildung

      enzymatische Vermehrung von DNS, um aus wenig Probenmaterial in Stunden genügend Material für die genetische Analyse der Nucleinsäuresequenzen zu gewinnen (s.a. Schema); Anw. z.B. zur Erkennung bestimmter Gendefekte in Chorionzottenbiopsiematerial, in der Gerichtsmedizin (Vaterschaftsdiagnostik, Identitätsprüfung), in der Virologie (Identifizierung einzelner Stämme, z.B. Hepatitisviren) sowie in der Analyse stammesgeschichtlicher Zusammenhänge.

    • Polymerenfieber
      • Poly|meren|fieber

      • Englischer Begriff: polymer fume fever

      (Harris 1951) Krankheitsbild nach Einatmen von – degradierten – Polymeren im Rauch bestimmter Kunststoffe (z.B. Teflon®, Fluon®), die sich oberhalb 500 °C zersetzen; nach Intervall Trockenheitsgefühl in Nase u. Rachen, Reizhusten, Retrosternaldruck, Herzklopfen, evtl. Fieber (Schüttelfrost, rascher Abfall, Schweißausbruch), Lungenödem.

    • Polymerie
      • Poly|merie

      • Fach: Genetik

      • 1)
        Polygenie... (mehr)
      • 2)
        Chromatidenteilung ohne -trennung... (mehr)
    • Polymerie 1)
    • Polymerie 2)
      Polymerie
      • 2)

      Chromatidenteilung ohne -trennung.

    • Polymerisation
      • Poly|merisation

      • Englischer Begriff: polymerization

      Bildung von Makromolekülen aus kleineren organischen Molekülen durch eine chem. Reaktion.

    • Polymermembran
      • Polymer|membran

      • Fach: Zytologie

      Abbildung

      Arbeitsmodell der Zellmembran (s. Abb.).

    • Polymethylmethacrylat
      • Poly(methyl)meth|acrylat

      • Synonyme: PM(M)A (Abk.)

      • Englischer Begriff: poly(methyl)methacrylate

      ein Polyacrylharz (Kunstharz); Anw. als Sprühverband u. in Knochenzement.

    • polymorph
      • poly|morph

      • Englischer Begriff: polymorphic; -morphous

      vielgestaltig (Polymorphie).

    • Polymorphie
      • Poly|morphie

      • Synonyme: -morphismus

      • Englischer Begriff: polymorphism

    • Polymorphie 1)
      Polymorphie
      • 1)

      • Fach: Genetik

      Vielgestaltigkeit, z.B. P. des Zellkerns. S.u. polymorphkernig.

    • Polymorphie 2)
      Polymorphie
      • 2)

      • Fach: Chemie

      Eigenschaft eines Elements, als fester Stoff in mehreren Modifikationen aufzutreten.

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