Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Polymorphie: chromosomale Polymorphie
    Polymorphie  >  Polymorphie 1)
    • chromosomale P.

    Vork. von zwei oder mehr Strukturvarianten eines oder mehrerer Chromosomen in einer Population.

  • Polymorphie: genetische Polymorphie
    Polymorphie  >  Polymorphie 1)
    • genetische P.

    Vork. von zwei oder mehr unterschiedlichen Genotypen in einer Population in Häufigkeiten, die nicht allein der Mutationsrate entsprechen.

  • polymorphkernig
    • polymorph|kernig

    • Englischer Begriff: polymorphonuclear

    mit vielgestaltigem Kern; z.B. neutrophile p. Granulozyten oder die unterschiedliche Kernform atypischer Zellen als Hinweis auf Malignität.

  • Polymorphus sphaerocephalus
    • Poly|morphus sphaero|cephalus

    „Kratzwurm“ [Acanthocephala], 10–21 bzw. (♀) 9–29 mm; Darmparasit der Wasservögel, Erreger von creeping eruption beim Menschen (?).

  • Polymyalgia arteriitica
    • Poly|my|algia arteriitica

    • Synonyme: Polymyalgia rheumatica; Polymyalgia idiopathica

    auf einer Riesenzellarteriitis (nicht immer nachweisbar) beruhende Erkrankung mit starken Muskelschmerzen, meist akut beginnend, bevorzugt der Nacken-Schulter-Oberarm- u. Beckengürtel-Oberschenkel-Region, am stärksten in den frühen Morgenstunden u. am Vormittag. Nicht selten begleitende Arthritiden. Die Riesenzellarteriitis, bes. als Arteriitis temporalis, kann sich auch auf Zerebralarterien, einschließlich der Retinaarterien, u. selten auch andere Arterienbereiche erstrecken.

  • Polymyositis
    • Poly|myositis

    • Synonyme: PM (Abk.)

    • Englischer Begriff: polymyositis

    zur Gruppe der Kollagenosen bzw. Autoimmunkrankheiten gehörige, seltene, entzündliche Systemerkrankung mit vorwiegendem Befall der Muskulatur. Ätiol.: Es können idiopathische u. sekundäre Erkrankungsformen als Paraneoplasie (bei Patienten über 50 Jahre Malignomsuche) oder medikamentös induziert (D-Penicillamin) beobachtet werden. Das Prädilektionsalter liegt bei der juvenilen Form zwischen dem 5. u. 15. Lj., sonst zwischen dem 35. u. 55. Lj. Trotz ähnlicher Klinik unterscheiden sich PM u. Dermatomyositis (DM) hinsichtlich der Pathogenese u. des histomorphologischen Befunds. Bei der DM steht pathogenetisch eine komplementabhängige Membranolyse der intramuskulären Kapillaren im Vordergrund, bei der PM spielen zytotoxische T-Lymphozyten eine entscheidende Rolle. Klinik: Typische Symptome sind muskelkaterähnliche Schmerzen, zunehmende Schwäche u. später Atrophie der Muskulatur, besonders proximale Muskelgruppen der Extremitäten im Bereich von Becken u. Schultergürtel sind betroffen. Befall der Augenmuskulatur führt zu Ptosis u. Strabismus; Dysphagia bei Beteiligung der Schlundmuskulatur. Zeichen der Hautbeteiligung sind periorbitales Ödem mit rötlich livider Verfärbung (Lilac rings), Erytheme mit dem typisch lilaroten Kolorit an Schultern, Rücken, Dekolleté, Oberarmstreckseite u. über den Metakarpophalangealgelenken (Gottron-Zeichen), Melanoleukodermie, Ödeme, Teleangiektasien, Papeln, Erosionen u. Ulzerationen. Andere Organmanifestationen sind mgl.: Myokard bei 80%, Gastrointestinaltrakt 30–70%, Lymphknoten u. Leber 50%. Ein vasospastisches Syndrom tritt bei einem Drittel der Patienten auf. Bei chronischem Verlauf kommt es oft zu Verkalkungen u. Fibrosierungen in den Weichteilen. Subakute Verläufe mit Ateminsuffizienz infolge der Beteiligung der Atemmuskulatur, Schocksymptomatik u. raschem Tod sind mgl. Diagn.: Erhöhung der Kreatinkinase u. anderer Muskelenzyme (ASAT, LDH, Aldolasen), des Myoglobins im Serum sowie Myoglobulinurie in Abhängigkeit von der Aktivität. Antinukleäre Antikörper u. Autoantikörper auf zytoplasmatische Antigene (Anti-Synthetase-Antikörper, insbesondere Anti-Jo-1-Antikörper, Anti-SRP) können nachgewiesen werden; die Antikörper charakterisieren z.T. unterschiedliche Untergruppen u. Verlaufsformen. Patho. Elektromyographie u. auffällige Muskelbiopsie (entzündliche Infiltrate meist innerhalb der Faszikel, die nekrotischen Muskelfasern liegen verstreut oder isoliert u. nicht unbedingt in Nähe des Entzündungsareals, keine perifaszikuläre Atrophie). Ther.: Die Behandlung der idiopathischen Formen erfolgt mit Glukokortikoiden u./oder Immunsuppressiva (insbesondere Azathioprin oder Methotrexat), bei Therapieresistenz mit hoch dosierten Immunglobulinen i. v.

  • Polymyxine
    • Polymyxine

    • Englischer Begriff: polymyxins

    zyklische Heptapeptide mit antibiotischen Eigenschaften aus Bacillus polymyxa; einzelne Komponenten wirksam (oral, parenteral, lokal) bei gramneg. Erregern (v.a. Bact. pyocyaneum, E. coli, Salmonellen, Shigellen, Rickettsien); Anw. finden die Komponenten B u. E (z.B. als Colistin).

  • Polynesie
    • Poly|nesie

    Vermehrung der Inselzellverbände des Pankreas bei funktioneller Mehrbelastung.

  • Polyneuritis
    • Poly|neuritis

    • Synonyme: Polyradikulitis; Polyradikuloneuritis; Polyganglioradikuloneuritis; PN (Abk.)

    • Englischer Begriff: polyneuritis; polyneuropathy

    entzündliche Erkrankung mehrerer peripherer oder Hirnnerven (Neuritis), i.w.S. auch alle übrigen Formen der Polyneuropathie (s.a. Multiplex-Typ); meist segmentaler Befall, überwiegend exogen durch Viren, seltener bakteriell, allergisch-toxisch sowie immunologisch endogen bzw. exogen bedingt; tritt auch bei Schädigung der Vasa nervorum sowie als Folge infektiös-toxischer u. vaskulär-entzündlicher Veränderungen bei Kollagenosen (Periarteriitis u. Panarteriitis) auf.

  • Polyneuritis alcoholica
    Polyneuritis
    • P. alcoholica

    P. bei chronischem Alkoholabusus. Klinik: distal meist symmetrische somatosensible Ausfälle, Areflexie, Druckempfindlichkeit langer Nervenbahnen; Atrophien.

  • Polyneuritis cerebralis menièriformis
    Polyneuritis
    • P. cerebralis menièri|formis

    wahrscheinlich infektiöse akute P. der Hirnnerven V–VIII; mit Fazialislähmung u. Zeichen der Menière-Krankheit.

  • Polyneuritis diphtherica
    Polyneuritis
    • P. diphtherica

    • Englischer Begriff: diphtheric p.

    toxische P., v.a. bei maligner Diphtherie, frühestens nach 3 Wo.; meist Gaumensegel- u. Akkommodationsparese, dann übergreifend auf Körpermuskulatur, v.a. Extremitäten, evtl. als Landry-Paralyse, allgemein nach Mon. ausheilend.

  • Polyneuritis infectiosa
    Polyneuritis
    • P. infectiosa

    • Englischer Begriff: infectious p.

    bei Infektionskrankheiten auftretende P. (z.B. P. diphtherica).

  • Polyneuritis migrans
    Polyneuritis
    • P. migrans

    • Englischer Begriff: migratory p.

    Wartenberg-Syndrom (2).

  • Polyneuritis, akute infektiöse
    Polyneuritis
    • P., akute infektiöse

    • Englischer Begriff: acute infectious p.

    Guillain-Barré-Syndrom.

  • Polyneuritis, aszendierende akute
    Polyneuritis
    • P., aszendierende akute

    Landry-Paralyse.

  • Polyneuritis, ataktische
    Polyneuritis
    • P., ataktische

    • Englischer Begriff: ataxic p.

    Pseudotabes.

  • Polyneuritis, periarteriitische
    Polyneuritis
    • P., peri|arteriitische

    Multiplex-Typ bei Periarteriitis.

  • Polyneuropathia
    • Poly|neuro|pathia

    • Synonyme: -pathie

    • Englischer Begriff: polyneuropathy

    Abbildung   Tabelle

    Oberbegriff für systemische entzündl. (Polyneuritis) u. degenerat. Erkrankungen der peripheren Nerven oder von Nervenanteilen (markhaltige, marklose, großkalibrige u. dünnkalibrige). Es sind typ. Verteilungsmuster zu beobachten (s. Abb.). Ätiol.: u.a. chronischer Alkoholismus, Infektionen, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus), Schwermetallvergiftung (Blei), als Nebenwirkung neurotoxischer Zytostatika.

  • Polyneuropathia alcoholica
    Polyneuropathia
    • P. alcoholica

    P. bei chronischem Alkoholabusus. Klinik: distal meist symmetrische somatosensible Ausfälle, Areflexie, Druckempfindlichkeit langer Nervenbahnen, Atrophien.

  • Polyneuropathia carcinomatosa
    Polyneuropathia
    • P. carcinomatosa

    • Englischer Begriff: carcinomatous p.

    P. als Teilerscheinung eines paraneoplastischen Syndroms (z.B. bei Bronchialkarzinom).

  • Polyneuropathia diabetica
    Polyneuropathia
    • P. diabetica

    • Synonyme: Neuropathia diabetica

    • Englischer Begriff: diabetic p.; diabetic neuropathy

    Gesamtheit der peripheren u. zentralen neurologischen Krankheitserscheinungen, die im Zusammenhang mit einer chronischen diabetischen Stoffwechselerkrankung vorkommen. Pathogen.: chronische hyperglykämische Stoffwechsellage mit Schädigung der Blutgefäße, die die Nerven versorgen. Klassifik.: Folgende Formen werden unterschieden: sensomotorische diabetische P., motorische-amytrophe diabetische P., vegetative diabetische P., diabetisch P. mit Hirnnervenparesen. Klinik: Neuralgien, Parästhesien, Enteropathie, Tenesmen, Libido- u. Potenzverlust; in schweren Fällen motor. Ausfälle (z.B. ataktische Gangstörung = Pseudotabes diabetica). Diagn.: Die Beschwerden sind durch den Nachweis von Reflexanomalien, Veränderungen der Vibrationsempfindlichkeit, patho. Reizleitungsgeschwindigkeiten u. Veränderungen der elektrischen Herzkenngrößen u. des Kopplungsgrades zwischen äußerer Atmung u. Herzregulation objektivierbar. Es besteht eine enge Beziehung zur Diabetesdauer. Ther.: therapeutisch schwer beeinflussbar. Es gilt auch hier eine straffe, normoglykämische Insulintherapie mit dem Ziel einer Eumetabolisierung.

  • Polyneuropathia infantum
  • Polyneuropathie, amyloide
  • Polynucleotid
    • Poly|nucleotid

    • Englischer Begriff: polynucleotide

    Nucleinsäure.

  • polynukleär
    • poly|nukleär

    • Fach: Zytologie

    • 1)
      vielkernig... (mehr)
    • 2)
      (inkorrekt) polymorphkernig... (mehr)
  • polynukleär 1)
    polynukleär
    • 1)

    vielkernig.

  • polynukleär 2)
    polynukleär
    • 2)

    • Englischer Begriff: polynuclear

    (inkorrekt) polymorphkernig.

  • Polyoma-Virus
    • Polyoma-Virus

    • Englischer Begriff: polyomavirus

    Genus der Familie Papovaviridae (45 nm), in Affennierenzellkultur anzüchtbar; erzeugt in Nagern multilokuläre Sarkome u. Karzinome, deren virusinduziertes Antigen zur Abstoßung führt. Humanpathogen sind BK- u. JC-Virus.

  • Polyopsie
    • Poly|op(s)ie

    • Englischer Begriff: polyop(s)ia

    durch optischen Fehler (irregulärer Astigmatismus, Hornhautnarben, Keratokonus, Polykorie, Linsentrübung) bedingtes monokuläres Mehrfachsehen.

  • Polyorchidie
    • Poly|orchi(di)e

    • Englischer Begriff: polyorchidism

    Vorhandensein überzähliger – oft nicht deszendierter – Hoden.

  • Polyosteochondritis
    • Poly|osteo|chondritis

    • Englischer Begriff: polyosteochondritis

    Silfverskiöld-Syndrom.

  • Polyosteopathia deformans connatalis regressiva
    • Poly|osteo|pathia deformans connatalis regressiva

    Caffey-Syndrom.

  • Polyostosis fibrosa
    • Poly|ostosis fibrosa

    • Englischer Begriff: fibrous dysplasia

    Jaffé-Lichtenstein-Syndrom.

  • polyostotisch
    • poly|ostotisch

    • Englischer Begriff: polyostotic

    mehrere Knochen betreffend.

  • Polyotie
    • Poly|otie

    • Englischer Begriff: polyotia

    Vorhandensein überzähliger Ohrmuschelrudimente oder Aurikularanhänge.

  • Polyp
    • Polyp

    • Englischer Begriff: polyp

    Abbildung

    gestielte umschriebene (manchmal auch breitbasige) Schleimhautvorwölbung unterschiedlicher Morphologie. Formen: als angiomatöser (gefäßreicher) oder lipomatöser Pseudo-P. (submuköses Angiom oder Lipom); entzündlicher (Granulationsgewebe-)P.; hyperplastischer (Pseudo-)P. oder als neoplastischer Polyp (Schleimhautadenom mit Tendenz zur malignen Entartung; als tubuläres, villöses oder tubulovillöses Adenom). Auftreten: v.a. in Hohlorganen (Magen-Darm, Harnblase, Uterus, Zervix), Nasennebenhöhlen u. am Zahn (Pulpa, Wurzelhaut, Zahnfleisch); s.a. Polyposis. – Auch inkorrekt für gestielte Gebilde aus Fibrin u. Ery (z.B. Plazentar-, Herz-P.) u. laienhaft für adenoide Rachenmandelwucherungen.

  • Polyp-cancer sequence
    • polyp-cancer sequence

    Entwicklung eines Karzinoms aus einem Adenom (neoplastischer Polyp) durch Auftreten von Zellatypien im Adenom mit Infiltration der Lamina propria mucosae u. Ausdehnung in die Submukosa.

  • Polypapilloma tropicum
    • Poly|papilloma tropicum

    Frambösie.

  • Polypathie
    • Poly|pathie

    • Synonyme: Mehrfachleiden

    • Englischer Begriff: polypathia

    das gleichzeitige Vorhandensein (chronisch werdender oder primär chronischer) Krankheiten/Leiden, insbes. beim alternden Menschen (oft – weniger korrekt – als Multimorbidität bezeichnet).

  • Polypektomieschlinge
    • Polyp|ektomie|schlinge

    • Englischer Begriff: polyp snare; p. écraseur

    Abbildung

    schlingenförm. Instrument (s. Abb.) zur – meist endoskopischen – Entfernung von Polypen.

  • Polypeptid
    • Poly|peptid

    • Englischer Begriff: polypeptide

    Peptid mit 10–15 Aminosäureresten (im Ggs. zum Oligopeptid mit < 10); s.a. Eiweiß.

  • Polypeptid-Antibiotica
    • Polypeptid-Antibioti|ca

    • Synonyme: -ka

    • Englischer Begriff: polypeptide antibiotics

    aus Bakterienkulturen gewonnene Antibiotika mit breitem Wirkungsspektrum, die wegen schlechter systemischer Verträglichkeit fast nur noch lokal angewendet werden; Wirkst.: z.B. Bacitracin, Polymyxine, Tyrothricin, Vancomycin.

  • Polypeptid, pankreatisches
    Polypeptid
    • P., pankreatisches

    • Synonyme: PP (Abk.)

    aus „PP-Zellen“ (APUD-Zellen) der Langerhans-Inseln stammendes Polypeptid, dessen Konzentration im Blut nach eiweißreicher Nahrung ansteigt. Hemmt Darmmotilität, Gallefluss u. Pankreassekretion, physiologische Bedeutung ist nicht bekannt.

  • Polypeptidantigen
    • Poly|peptid|antigen

    TPA.

  • Polypeptidhormone
    • Poly|peptid|hormone

    • Englischer Begriff: polypeptide hormones

    Proteohormone.

  • Polyphagie
    • Poly|phagie

    • Englischer Begriff: polyphagia

    krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme infolge Fehlens eines Sättigungsgefühls (s.a. Bulimie).

  • Polyphalangie
    • Poly|phalangie

    • Englischer Begriff: polyphalangism

    Hyperphalangie.

  • Polyphänie
    • Poly|phänie

    • Fach: Genetik

    Pleiotropie.

  • Polyphrasie
    • Poly|phrasie

    • Englischer Begriff: polyphrasia

    • Fach: Psychologie

    Logorrhö.

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