Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Potential, bioelektrisches
    Potential
    • P., bio|elektrisches

    • Englischer Begriff: bioelectric p.

    an biol. Strukturen auftretendes elektr. P. (bzw. Potentialdifferenz). V.a. als Ruhemembran- u. als Aktionspotential, das nachweisbar ist u. in Kurvenform registriert werden kann (z.B. Elektroenzephalographie, Elektrokardiogramm).

  • Potential, evoziertes
    Potential
    • P., evoziertes

    • Englischer Begriff: evoked p.

    evozierte Potentiale.

  • Potential, exzitatorisches postsynaptisches
    Potential
    • P., exzitatorisches post|syn|aptisches

    • Synonyme: EPSP (Abk.)

    • Englischer Begriff: excitatory postsynaptic p.

    die intrazellulär messbare depolarisierende Schwankung des Membran-P. einer Nervenzelle als Ausdruck der unterschwelligen Erregung (erhöhte Ionenpermeabilität der postsynaptischen Membran für Na+ u. Ca++ durch Überträgerstoff). Löst bei Erreichen des Schwellenpotentials eine fortgeleitete Erregung („Spike-Entladung“) aus.

  • Potential, inhibitorisches postsynaptisches
    Potential
    • P., inhibitorisches post|syn|aptisches

    • Synonyme: IPSP (Abk.)

    • Englischer Begriff: inhibitory postsynaptic p.

    die hyperpolarisierende Schwankung des Membran-P. von Nervenzellen, der subsynaptische Ionenströme – aufgrund hoher Membranpermeabilität für K+ u. Cl – zugrunde liegen. Wird ausgelöst durch Überträgerstoffe an Endigungen bestimmter inhibitor. Zwischenneurone. Das P. ist summationsfähig durch Addition „elementarer“ IPSP und wirksam i.S. der postsynaptischen Hemmung.

  • Potentialdifferenz
    • Potential|differenz

    • Englischer Begriff: potential difference

    zwischen zwei Punkten gemessene elektr. Spannung; s.a. Potential.

  • Potentillae anserinae herba
    • Synonyme: Gänsefingerkraut

    Abbildung

    zu den Rosengewächsen (Rosaceae) zählende Heilpflanze; in spezieller Aufbereitung nachweislich wirksam bei dysmenorrhoischen Beschwerden, adjuvant bei Durchfallerkrankungen, Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut.

  • Potentiometer
    • Potentio|meter

    • 1)
      elektrischer Widerstand (Gerät) mit verstellbarem Abgriff zum Einstellen... (mehr)
    • 2)
      Spannungsmessgerät mit hohem Eingangswiderstand (= minimaler Stromfluss)... (mehr)
  • Potentiometer 1)
    Potentiometer
    • 1)

    • Synonyme: Spannungsteiler

    elektrischer Widerstand (Gerät) mit verstellbarem Abgriff zum Einstellen verschiedener Spannungen (bei nur wenig beeinflusstem Eingangswiderstand).

  • Potentiometer 2)
    Potentiometer
    • 2)

    • Englischer Begriff: potentiometer

    Spannungsmessgerät mit hohem Eingangswiderstand (= minimaler Stromfluss), z.B. für die Messung des pH.

  • Potenz
    • Potenz

    • Englischer Begriff: potency

    Macht, Kraft(entfaltung).

  • Potenz 1)
    Potenz
    • 1)

    • Fach: Sexologie

    Potentia coeundi.

  • Potenz 2)
    Potenz
    • 2)

    Aufarbeitungsstufe u. ggf. Wirkstärke eines homöopathischen Arzneimittels entsprechend der homöopathischen Potenzierung (2); s.a. Homöopathie.

  • Potenz 3)
    Potenz
    • 3)

    Exponent einer mathemat. Funktion; s.a. Exponentialkurve („Potenzfunktion“).

  • Potenz, neuroleptische 4)
    Potenz
    • 4) P., neuroleptische

    s.u. Neuroleptika.

  • potenziert
    • Englischer Begriff: potentiated

    verstärkt (Potenzierung).

  • Potenzierung
      • 1)
        überadditive Wirkung zweier gleichzeitig verabreichter Arzneistoffe... (mehr)
      • 2)
        stufenweise Verdünnung mit zwischengeschalteter Verschüttelung bzw... (mehr)
      • 3)
        postextrasystolische Kontraktionsverstärkung des Herzmuskels... (mehr)
      • 4)
        Verstärkung einer Funktion; z.B... (mehr)
    • Potenzierung 1)
      Potenzierung
      • 1)

      • Englischer Begriff: potentia(liza)tion

      • Fach: Pharmazie

      überadditive Wirkung zweier gleichzeitig verabreichter Arzneistoffe.

    • Potenzierung 2)
      Potenzierung
      • 2)

      • Fach: Homöopathie

      stufenweise Verdünnung mit zwischengeschalteter Verschüttelung bzw. Verreibung, wobei die Verschüttelung u. Verreibung die spezifische homöopathische Wirkung des Arzneimittels ausmachen, den Übergang von der chemischen Wirkung zur funktionell-steuernden (direktiven) Wirkung (im Unterschied zur Verdünnung). Oft ist die Wirkung des potenzierten Mittels spiegelbildlich der Wirkung der Substanz, z.B. erzeugt der Verzehr der Brechnuss (Nux vomica) Brechreiz, als homöopathische Potenz wirkt Brechnuss gegen Brechreiz. Die Richtlinien zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel sind im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) festgelegt. Gebräuchlich sind drei P.-Arten: mit P.-Stufen im Verhältnis Ausgangslösung : Lösungsmittel 1 : 10 bei der D-Potenz (Dezimalpotenz), mit 1: 100 bei der C-Potenz (Zentesimalpotenz) u. mit 1 : 50 000 bei der LM-Potenz. Die Anzahl der P.-Schritte wird in der Zahl hinter der P.-Art ausgedrückt, z.B. D3 ist 3 × 1 : 10 potenziert, C30 ist 30 × 1 : 100 potenziert. Die Anwendung dieser Arzneimittel erfolgt nach den Regeln der Homöopathie.

    • Potenzierung 3)
      Potenzierung
      • 3)

      • Fach: Physiologie

      postextrasystolische Kontraktionsverstärkung des Herzmuskels.

    • Potenzierung 4)
      Potenzierung
      • 4)

      • Fach: Physiologie

      Verstärkung einer Funktion; z.B. synaptische P. : Verstärkung eines synaptischen Übertragungsprozesses durch vorangegangene einzelne oder tetanische Reize („posttetanische P.“).

    • Potenzstörung
      • Potenz|störung

      s.u. Impotenz.

    • Poth-Darmanastomose
      • Poth-Darmanastomose

      kombinierte anisoperistaltische Seit-zu-Seit- u. End-zu-End-Anastomosierung durchtrennter Dünndarmschlingen (zur Vermeidung von Blindsackbildung).

    • Potio
      • Potio

      • Synonyme: Potus

      • Englischer Begriff: potion; draft

      • Fach: Pharmazie

      „Arzneitrank“.

    • Pott-Trias
      • Pott-Trias

      • Englischer Begriff: Pott's triad

      • Biogr.: Percival P., 1713–1788, Chirurg, London

      die drei Spätfolgen der Spondylitis tuberculosa: Gibbus (Buckel), Abszessbildung, Lähmung.

    • Pottasche
      • Pott|asche

      • Englischer Begriff: potash; potassium carbonate

      Kalium carbonicum crudum, hygroskopisches Pulver mit mindestens 89,9% K2CO3; Industriechemikalie (Seifen-, Glas-, Töpferwaren-Herstellung).

    • Potter-Syndrom
      • Potter-Syndrom

      • Biogr.: Edith L. P., Gynäkologin, Chicago

      • I)
        (1946) angeborene „reno-faziale Dysplasien“ (wahrsch... (mehr)
      • II)
        (1952) polyzystische Hyperplasie von intrahepat... (mehr)
    • Potter-Syndrom I)
      Potter-Syndrom
      • I)

      • Englischer Begriff: Potter's syndrome

      (1946) angeborene „reno-faziale Dysplasien“ (wahrsch. Frühschädigung der Chordaanlage) mit Hypertelorismus, Epikanthus, breiter Nasenwurzel, tief sitzenden schüsselförm. Ohrmuscheln, Mikrogenie; ferner Nierendys- oder -agenesie, Skelett- u. Genitalfehlbildungen, Kehlkopf-, Ösophagus-, Analatresie.

    • Potter-Syndrom II)
      Potter-Syndrom
      • II)

      • Synonyme: angeborene biliäre Fibroangiomatose

      • Englischer Begriff: fetal polycystic syndrome

      (1952) polyzystische Hyperplasie von intrahepat. Gallenwegen (angiomatös, sek. periportale Fibrose u. Zirrhose, portale Hypertension), Pankreas u. Nieren (sek. interstitiell-sklerosierende Nephritis, Tubulusatrophie). Klinik: Hepato-Splenomegalie, chron. Gedeihstörung, Niereninsuffizienz.

    • Potus
      • Potus

      • Englischer Begriff: potion

      • Fach: Pharmazie

      „Arzneitrank“.

    • Pötzl-Syndrom
      • Pötzl-Syndrom

      • Englischer Begriff: Pötzl's syndrome

      • Biogr.: Otto P., 1877–1962, Psychiater, Wien

      (1919) bei herdförmigen Schädigungen im Marklager des Gyrus lingualis der dominanten Hemisphäre (einschl. Balken) plötzlich auftretende reine Wortblindheit, Farbsinnstörung, Gesichtsfeldausfälle, Störung der Blickbewegungen.

    • Pouch
      • Etymol.: engl.

      künstlich geschaffenes oder erweitertes Hohlorgan; z.B. Ersatzblase.

    • Poupart
      • Poupart

      • Biogr.: François P., 1616–1708, Anatom u. Chirurg, Paris

      • P.-Band
        Ligamentum inguinale... (mehr)
      • P.-Linie
        senkrechte Verbindungslinie zwischen Schlüsselbein- u. Leistenbandmitte... (mehr)
    • Poupart-Band
      Poupart
      • P.-Band

      • Englischer Begriff: Poupart's ligament

      Ligamentum inguinale.

    • Poupart-Linie
      Poupart
      • P.-Linie

      • Englischer Begriff: P.'s line

      senkrechte Verbindungslinie zwischen Schlüsselbein- u. Leistenbandmitte.

    • Povidon
      • Synonyme: Polyvinylpyrrolidon; PVP (Abk.)

      • Englischer Begriff: povidone; polyvinylpyrrolidone

      synthetischer Thermoplast; Anw. als Filmbildner in benetzenden Augentropfen; früher auch als Plasmaersatz u. zur Entgiftung; Anw. außerdem als Arzneihilfsstoff, z.B. als Resorptionsverzögerer, Binde- u. Verdickungsmittel.

    • Povidon-Iod
      • Synonyme: Polyvidon-Iod

      • Englischer Begriff: povidone iodine

      Polyvinylpyrrolidon-Jod-Komplex; topische Anw. als Antiseptikum.

    • POX-Reaktion
      • Englischer Begriff: peroxidase reaction

      Abk. für Peroxidasereaktion, s.u. Peroxidase.

    • Poxviridae
      • Synonyme: Poxvirus(-Gruppe)

      • Englischer Begriff: poxviruses

      Pockenviren.

    • PP
      • Synonyme: P. P.

    • PP 1)
      PP
      • 1)

      • Synonyme: Abk. für Punctum proximum

      • Etymol.: latein.

      • Fach: Ophthalmologie

      Nahpunkt.

    • PP 2)
      PP
      • 2)

      • Fach: Chemie

      Abk. für Pyrophosphat.

    • PP 3)
      PP
      • 3)

      • Fach: Neurologie

      Abk. für progressive Paralyse.

    • PP 4)
      PP
      • 4)

      • Fach: Endokrinologie

      Abk. für pankreatisches Polypeptid.

    • PP-om
      • Englischer Begriff: PP-oma

      ein Apudom der PP-Zellen.

    • PP-Zellen
      • PP-Zellen

      • Synonyme: D2-Zellen

      • Englischer Begriff: PP cells

      APUD-Zellen in den Langerhans-Inseln, die das pankreatische Polypeptid produzieren.

    • PPA
      • Synonyme: Abk. für mean pulmonary artery pressure

      • Etymol.: engl.

      Pulmonalismitteldruck.

    • PPA
      • Etymol.: engl.

      • Fach: Bakteriologie

      Abk. für Pittsburgh pneumonia agent.

    • PPAR-γ
      • PPAR-γ

      Abk. für peroxisome-proliferating-activated receptor gamma (engl.); Zellkern-Rezeptor (Transkriptionsfaktor), der die Differenzierung von Fettzellen u. Makrophagen moduliert; steuert die Insulinsekretion, kann aber auch bei der Gelenkdestruktion u. bei malignen Prozessen eine Rolle spielen. Therapeutisch eingesetzte PPAR-γ-Agonisten (Pioglitazon, Rosiglitazon) vermindern die Hyperinsulinämie u. verstärken die Insulinsensitivität bei Diabetikern mit Insulinresistenz.

    • PPCF
      • Synonyme: Abk. für plasma prothrombin conversion factor

      • Etymol.: engl.

      Faktor V.

    • PPD
      • Synonyme: Abk. für purified protein derivative of tuberculin

      • Etymol.: engl.

      internationaler Tuberculin-Standard; seit 1941 als PPDS in reinerer Form.

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