Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Proteose 2)
    Proteose
    • 2)

    durch Proteine ausgelöste Allergose bzw. Toxikose.

  • Proteus
    • Pro|teus

    • Fach: Bakteriologie

    Gattung der Fam. Enterobacteriaceae; peritrich begeißelte, gramnegative Stäbchenbakterien, Glucose u. Harnstoff, nicht aber Lactose abbauend; in Bouillonkultur im Allg. mit Rahmhautbildung; auf Agar zwei Kulturformen: Stämme mit H-Antigen terrassenförmig schwärmend (v.a. P. vulgaris u. P. mirabilis, bei der bakt. Untersuchung rasch andere Kolonien überdeckend), reine O- u. OH-Formen mit unterdrücktem H in kompakten Kolonien (nicht schwärmend); ferner OX-Stämme mit diagn. Bedeutung (Weil-Felix-Reaktion) infolge partieller Antigengemeinschaft mit Rickettsien. Typ-Spezies: P. mirabilis (häufigste Spezies im Darm von Mensch, Hund u. Katze; beim Menschen häufiger als P. vulg. an Harnwegs-, Mittelohr-, Puerperalinfektion, Eiterungen, Empyem etc. beteiligt), P. morganii (neuerdings als Morganella bezeichnet, nur gelegentl. humanpathogen, evtl. Hospitalismus-Keim, auch isoliert bei kindl. Diarrhöen), P. rettgeri (jetzt: Providencia rettgeri, evtl. Hospitalismus-Keim), P. vulgaris (Vork. in faulendem tier. u. pflanzl. Material, Fäzes, gedüngtem Boden; apathogener Saprophyt, jedoch häufig bei Harnwegsinfektionen u. Wundeiterungen isoliert). Ferner P. inconstans (Providencia).

  • Proteus-Syndrom
    • Englischer Begriff: Proteus syndrome

    variables angeborenes (Punktmutation, Mosaik-Konstellation) Krankheitsbild mit asymmetrischen Wachstumsanomalien (große Hände, Finger, Füße, Zehen, Hemihypertrophie, Schädelanomalien); ferner subkutane Tumoren, pigmentierte Naevi.

  • Prothese
    • Pro|these

    • Englischer Begriff: prosthesis

    aus körperfremdem, unbelebtem Material hergestelltes „Ersatzstück“ zur möglichst vollkommenen Substitution eines Körperteils in Form u./oder Funktion (d.h. einschl. elektronischer Hör-, Seh- u. Sprechhilfen); unterschieden als Ekto- u. Endoprothese (= extra- bzw. intrakorporale P.); i.e.S. das eigen- (z.B. kinematisch) oder fremdtätig (myoelektrisch, pneumatisch) bewegte Kunstglied (Arm-, Ober-, Unterschenkel-P. etc.); evtl. als Interims- u. Immediatprothese; dent Teil-, Totalprothese.

  • Prothesenlager
    • Prothesen|lager

    • Englischer Begriff: denture base

    • Fach: Zahnmedizin

    die zahnlosen Mundgewebe, die mit dem Körper einer herausnehmbaren Prothese unmittelbar Berührung haben.

  • Prothesenrandknoten
    • Prothesen|rand|knoten

    am Amputationsstumpf durch chron.-mechan. Irritation durch den Prothesenköcher hervorgerufene Weichteilknoten.

  • Prothesenshunt
    • Prothesen|shunt

    • Englischer Begriff: prosthetic shunt

    • Fach: Chirurgie

    Abbildung

    pumpenlose Überbrückung eines erkrankten Gefäßabschnittes (Aorta oder große Äste) durch temporäres Einlegen eines Kunststoffrohres, das entweder das Gefäßtransplantat trägt (interner P., Abb. a) oder als Umleitung ein vorübergehendes Abklemmen des Hauptgefäßes erlaubt (externer P., Abb. b) oder als Dauerersatz bereits vor der Resektion implantiert wird (Abb. c).

  • Prothetik
    • Pro|thetik

    • Englischer Begriff: prosthetics

    das mit der Herstellung von Prothesen befasste Teilgebiet einer medizin. Disziplin; handwerklich wahrgenommen vom Orthopädiemechaniker bzw. Zahntechniker.

  • Prothionamid
    • Prothionamid

    • Englischer Begriff: prothionamide

    Protionamid.

  • Prothipendyl
    • Englischer Begriff: prothipendyl

    ein trizyklisches Neuroleptikum (Azaphenothiazin).

  • Prothrombin
    • Prothrombin

    • Englischer Begriff: prothrombin

    Faktor II der Blutgerinnung (dort Schema), ein unter Mitwirkung von Vitamin K (s.a. PIVKA) in der Leber gebildetes Plasmaprotein, das durch Prothrombinase in Thrombin umgewandelt wird. Normalwert im Humanplasma 60–100 mg/l. pharm Anw. bei kongenitalen u. erworbenen Blutgerinnungsstörungen.

  • Prothrombin-Konsumptionstest
    • Prothrombin-Konsumptionstest

    • Englischer Begriff: prothrombin consumption test

    Erfassung des Prothrombin-Verbrauchs bei Spontangerinnung; normal > 95%, bei Prothrombinase-Minderaktivität vermindert.

  • Prothrombinase
    • Pro|thrombi|nase

    • Synonyme: Prothrombinumwandlungsfaktor

    • Englischer Begriff: prothrombinase

    Komplex aus aktiviertem Faktor X (= Xa), Phospholipiden, Faktor V u. Calcium-Ionen, der als „Blut- oder Gewebsthrombokinase“ entsteht (Intrinsic- bzw. Extrinsic-System) u. Prothrombin in Thrombin umwandelt.

  • Prothrombinkomplex
    • Prothrombin|komplex

    • Englischer Begriff: prothrombin complex

    die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX u. X, denen gemeinsam ist: Abhängigkeit vom Vitamin-K-Gehalt der Leber, Verminderung oder Fehlbildung bei Präsenz von Cumarinderivaten („Antivitamin K“, „Prothrombininhibitoren“); Anw. als sog. PPSB.

  • Prothrombinopenie
    • Pro|thrombino|penie

    • Englischer Begriff: prothrombinopenia

    Hypoprothrombinämie.

  • Prothrombinumwandlungsfaktor
    • Pro|thrombin|umwandlungs|faktor

    • Englischer Begriff: prothrombin converting principle

    Prothrombinase.

  • Prothrombinzeit
    • Pro|thrombin|zeit

    • Synonyme: Thromboplastinzeit

    • Englischer Begriff: prothrombin time

    der Quick-Wert.

  • Protionamid
    • Protionamid

    • Synonyme: 2-(Propyl)thioisonicotinamid

    • Englischer Begriff: protionamide

    ein Antituberkuloticum.

  • Protirelin

      Diagnostikum; zum TRH-Test verwendetes TRH-Präparat (Releasing-Hormon).

    • Protisten
      • Pro|tisten

      • Englischer Begriff: Protista

      (Haeckel 1866) die Einzeller.

    • Protium
      • Pro|tium

      • Englischer Begriff: protium

      • Fach: Chemie

      leichter Wasserstoff (1H).

    • proto...

        Wortteil „erster“, „wichtigster“, „erstmalig“; s.a. pro...

      • Protodiastole
        • Proto|dia|stole

        • Englischer Begriff: protodiastole

        die 1. Phase der Diastole im Herzzyklus.

      • protodiastolisch
        • proto|dia|stolisch

        • Englischer Begriff: protodiastolic

        die Protodiastole betreffend, z.B. der p. Galopprhythmus, das p. (= frühdiastolische) Herzgeräusch.

      • Protofibrille
        • Proto|fibrille

        • Englischer Begriff: protofibril

        • Fach: Histologie

        Elementarfibrille (s.u. Mikrofibrille, Myofilament); s.a. Filament.

      • Protokollagen
        • Proto|kollagen

        ältere Bez. für Prokollagen.

      • Proton
        • Proton

        • Synonyme: p+ (Abk.)

        • Englischer Begriff: proton

        stabiles Elementarteilchen mit einer pos. Ladung (Wasserstoffkern), entweder als Nucleon im Atomkern oder als freies P. (Protonenstrahlen) mit Energien bis zu einigen MeV u. Luft-Reichweiten bis zu 1 m (zur Strahlentherapie von Hirntumoren versucht).

      • Protonenpumpenhemmer
        • Englischer Begriff: proton pump inhibitors

        Stoffe, deren Metaboliten die H+/K+-ATPase („Protonenpumpe“) blockieren u. zur Minderung der Magen-Salzsäureproduktion führen. Wirkst.: z.B. Omeprazol, Lansoprazol, Pantoprazol. Anw.: Magen- u. Duodenalulkus, Refluxösophagitis. NW: Symptome seitens des Gastrointestinaltraktes, Kopfschmerzen, Hautausschlag, selten auch Seh- u. Hörstörungen.

      • Protoonkogen
        • Proto|onko|gen

        • Englischer Begriff: proto-oncogen

        s.u. Onkogen.

      • protopathisch
        • proto|pathisch

        • 1)
          idiopathisch... (mehr)
        • 2)
          gestört, abgewandelt, entdifferenziert, psych... (mehr)
        • 3)
          zur vitalen Sphäre gehörend; z.B... (mehr)
      • protopathisch 1)
        protopathisch
        • 1)

        • Englischer Begriff: protopathic

        idiopathisch.

      • protopathisch 2)
        protopathisch
        • 2)

        gestört, abgewandelt, entdifferenziert, psych desintegriert.

      • protopathisch 3)
        protopathisch
        • 3)

        • Fach: Physiologie

        zur vitalen Sphäre gehörend; z.B. die p. Sensibilität.

      • Protoplasma
        • Proto|plasma

        • Englischer Begriff: protoplasm

        das „Grundplasma“ der Zelle, ein kolloidales Stoffsystem aus Wasser, Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen u. Mineralsalzen; unterteilt in Zyto- u. Karyoplasma.

      • Protoplasmabrücke
        • Proto|plasma|brücke

        Desmosom.

      • Protoplasmafortsätze
        • Proto|plasma|fortsätze

        Pseudopodien.

      • Protoplast
        • Proto|plast

        • Englischer Begriff: protoplast

        der Protoplasmakörper einer Zelle; i.e.S. die Bakterienzelle nach schonender Zerstörung (Lysozym) des formgebenden Murein-Sacculus.

      • Protoporphyrie
        • Proto|por|phyrie

        • Englischer Begriff: protoporphyria

        eine Form der erythrohepatischen Porphyrie.

      • Protoporphyrin
        • Proto|por|phyrin

        • Englischer Begriff: protoporphyrin

        Derivat des Porphins (s.a. Porphyrine, dort Schema); als Fe-Komplex auch in Hämoglobin, Myoglobin, Katalase, Peroxidasen u. in Cytochrom b u. c.

      • Protopsis
        • Prot|opsis

        • Englischer Begriff: protopsis

        Exophthalmus.

      • protosystolisch
        • proto|systolisch

        • Englischer Begriff: protosystolic

        • Fach: Kardiologie

        die 1. Phase der Ventrikelsystole („Protosystole“) betreffend; z.B. das p. (= frühsystolische) Herzgeräusch.

      • Prototyp
        • Proto|typ

        • Englischer Begriff: prototype

        Urform, Urtyp.

      • Protovirus-Theorie
        • Proto|virus-Theorie

        • Englischer Begriff: protovirus theory

        s.u. Tumorviren.

      • Protozoen
        • Proto|zoen

        • Englischer Begriff: protozoa

        Einzeller mit klar abgegrenztem Zellkern (Eukaryonten, höhere Protisten). Fortpflanzung ungeschlechtlich (agam, vegetativ) durch Zwei- u. Vielfachteilung u. Knospung, oder aber geschlechtl. als Gameto-, Gamonto- u. Autogamie. Nahrungsaufnahme durch Permeation u. Pinozytose bzw. Phagozytose. Die meisten P. können neben der vegetativen, meist bewegl. Zustandsform (Trophozoiten) unter ungünstigen Außenbedingungen als Dauerform Zysten bilden. Nach Fortbewegungsart werden vier Gruppen (bzw. Klassen) eingeteilt: 1) Mastigophora oder Flagellaten (mit Geißeln), 2) Sarcodina oder Rhizopoda (amöboide Bewegung durch Zellplasmaausstülpung), 3) Sporozoa (schlängelnde oder gleitende Fortbewegung), 4) Ciliata oder Ciliophora (mit Wimpern).

      • Protozoenmittel

          Malariamittel; Pyrimethamin u. Atovaquon finden außerdem Anw. zur Behandlung der Toxoplasmose, Atovaquon wird auch bei Pneumocystis-carinii-Pneumonie eingesetzt.

        • Protozoonose
          • Proto|zoonose

          • Englischer Begriff: protozoiasis

          Infektionskrankheit durch parasit. Protozoen, beim Menschen meist in (sub)trop. Gebieten; Übertragung v.a. durch Insekten (Anophelesmücke, Tsetsefliege etc.), aber auch Schmutzinfektion (bei Amöbenruhr, Toxoplasmose) u. orale Aufnahme (Fleisch mit Toxoplasma-Zysten). – Erregernachweis mikroskopisch, durch Kultur, diagnost. Inokulation oder Infektion (z.B. Chagas-, Schlafkrankheit, Toxoplasmose), Xenodiagnostik, serologische u. Hauttests.

        • Protozyte
          • Proto|zyte

          • Englischer Begriff: protocyte

          Zelle der Prokaryonten.

        • protrahiert
          • pro|trahiert

          • Englischer Begriff: protracted

          verzögert, mit Protrahierung.

        • protrahierte Bestrahlung
          protrahiert
          • p. Bestrahlung

          • Englischer Begriff: p. irradiation

          Langzeitbestrahlung, bei der die ges. Dosis mit niedriger Dosisleistung u. entsprechend langer Bestrahlungszeit appliziert wird.

        • Protrahierung
          • Pro|trahierung

          • Synonyme: -traktion

          • Englischer Begriff: protraction

          In-die-Länge-Ziehen, verlängerte Einwirkung durch Verzögerung, z.B. bei Arzneimitteln (Depotpräparat), Strahlentherapie (protrahierte Bestrahlung).

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