Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • protrus
    • pro|trus(us)

    • Etymol.: latein.

    vorstehend (Protrusion).

  • Protrusio
    • Pro|trusio(n)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: protrusion

    Vorschieben, Fortstoßen; z.B. P. der Bandscheibe, Bandscheibenprotrusion.

  • Protrusio acetabuli
    Protrusio
    • P. acetabuli

    • Englischer Begriff: acetabular p.

    Vorwölbung des Pfannenbodens (nebst Hüftkopf) in das kleine Becken; als primäre oder genuine P. a. dominant vererbt (?), häufiger bei ♀ (meist bds.), als sekundäre P. a. nach Osteomyelitis, tuberkulöser Koxitis, Trauma, bei pcP, Tumor, Ostitis deformans etc.; Klinik: Einschränkung von Dreh-, An- u. Abspreiz-, später (Koxarthrose) auch Sagittalbewegungen.

  • Protrusio bulbi
    Protrusio
    • P. bulbi

    • Englischer Begriff: protrusio bulbi

    Exophthalmus.

  • Protuberantia
    • Pro|tuberantia

    • Englischer Begriff: protuberance

    • Fach: Anatomie

    höckerförmige Vorragung.

  • Protuberantia mentalis
    Protuberantia
    • P. mentalis

    Kinnvorsprung des Unterkiefers.

  • Protuberantia occipitalis externa
    Protuberantia
    • P. occipitalis externa

    Vorsprung mitten auf der Squama, Ansatz für Musculus trapezius u. Lig. nuchae.

  • Prourokinase

      Proenzym von Urokinase; evtl. auch schwache eigene Aktivatoraktivität. Einkettiges Glykoprotein (single-chain urokinase-type plasminogen activator = scu-PA). Als Fibrinolytikum in Erprobung.

    • Providencia-Gruppe
      • Providencia(-Gruppe)

      heterogene Bakteriengruppe (zwischen Shigella u. Proteus), die Harnstoff nicht hydrolysiert; aus Fäzes u. Urin isoliert (aber unbekannter Pathogenität).

    • Provirus
      • Pro|virus

      • Englischer Begriff: provirus

      die DNS-Kopie des in die Zelle eingedrungenen RNS-(Tumor-)Virus; nach Temin hat ihr Einbau in das Wirtszellengenom die Umwandlung der infizierten Zelle zur Tumorzelle zur Folge.

    • Provitamin
      • Pro|vit|amin

      • Englischer Begriff: provitamin

      meist noch unwirksame Vorstufe eines Vitamins, z.B. P. A = α-, β- u. γ-Carotin, P. D2 = Ergosterin, P. D3 = 7-Dehydrocholesterin, P. D4 = Dihydroergosterin.

    • Provokation
      • Pro|vokation(sprobe)

      • Englischer Begriff: provocation; provocative test

      Auslösung von latenten, unter Normalbedingungen nicht (oder selten u./oder in untypischer Weise) auftretenden Krankheitssymptomen durch kontrollierte Reize, z.B. als Hautprobe oder Suchdiät (zur Ermittlung eines Allergens, Eliminationsdiät), als Belastungs-EKG, als Flimmerlicht oder Hyperventilation (in der EEG-Diagnostik), als Dunkelprobe (bei Glaukom) u.a.m.; s.a. Provokationsdiät, Provokationstest.

    • Provokationsdiät
      • Provokations|diät

      diagnostische Diät mit Gabe von verschiedenen Lebensmitteln zur Überprüfung einer vermuteten Nahrungsmittelunverträglichkeit.

    • Provokationstest
      • Provokations|test

      Auslösung von allergischen Symptomen im Rahmen einer allergologischen Diagnostik durch Applikation von Allergen-Extrakten; z.B. als bronchialer P.: Provokation einer Obstruktion durch bronchiale Applikation einer Allergen-Lösung (in der Diagnostik des Asthma bronchiale); konjunktivaler P.: Provokation einer Bindehautentzündung durch lokale Applikation einer Allergen-Lösung; als Ophthalmotest zur Vortestung von Röntgen-Kontrastmitteln u. Seren sowie zur Diagnostik z.B. der Tuberkulose (mit Alttuberculin n. Wolff-Eisner, Calmette); nasaler P.: Auslösung einer allergischen Entzündung im Bereich der Nase durch lokale Applikation einer Allergen-Lösung bei Verdacht auf Rhinitis allergica (z.B. Heuschnupfen); oraler P.: Provokation von Unverträglichkeitsreaktionen durch vorsichtige orale Applikation von Substanzen (Nahrungsmittel, Arzneimittel etc.).

    • Prowazek-Einschlusskörper
      • Prowazek-Einschlusskörper

      • Englischer Begriff: Prowazek's bodies

      s.u. Halberstädter...

    • Prowazekia
      • Prowazekia

      • Englischer Begriff: Prowazekia

      • Fach: Bakteriologie

      Chlamydia.

    • proximalis
      • proximal(is)

      • Englischer Begriff: proximal

      näher zur Körpermitte; s.a. distal.

    • Proxymetacain
      • Englischer Begriff: proxymetacaine

      ein Lokalanästhetikum vom Estertyp; Anw. zur Oberflächenanästhesie am Auge.

    • Proxyphyllin
      • Englischer Begriff: proxyphylline

      ein Theophyllinderivat; Brochodilatator.

    • Prozerkoid
      • Pro|zerkoid

      • Englischer Begriff: procercoid

      die sich im 1. Zwischenwirt (meist Krebse) entwickelnde Larve von Diphyllobothrium.

    • Prozess
      • Englischer Begriff: process

      • Fach: Pathologie

      „Krankheitsprozess“ als ein die Gesundheit beeinträchtigendes Geschehen im Körper.

    • Prozonenphänomen
      • Pro|zonen|phänomen

      • Englischer Begriff: prozone

      • Fach: Serologie

      Präzipitationshemmung bzw. das Ausbleiben einer Agglutination bei Verwendung unverdünnten Serums, bedingt durch 1. blockierende (= inkomplette) Antikörper u. 2. Bindung der agglutinierten Antikörper nur an einzelne Zellen wegen Antikörperüberschusses; vermeidbar durch Verdünnungsreihe oder durch – nach Vorversuchen eingestellte – Gebrauchsverdünnung des Immunserums; s.a. Fällungszonen.

    • PRP
    • PrPc
      • PrPc

      • Synonyme: PRPSc

      s.u. Kuru-Plaques.

    • PRPP
      • Synonyme: Abk. für Phosphoribosyl-pyrophosphat

      • Englischer Begriff: PRPP

      s.u. Ribosephosphat; s.a. Purin-Stoffwechsel (dort Schema).

    • PRT

        Abk. für primär retroperitoneale Tumoren (s.u. Retroperitonealtumoren).

      • prune-belly defect
        • Etymol.: engl.

        „Dörrpflaumenbauch“, Bauchdeckenaplasie.

      • Prunus spinosa
        • Synonyme: Schwarzdorn; Schlehdorn; Schlehe

        Abbildung

        zu den Rosengewächsen (Rosaceae) zählende Heckenpflanze. In spezieller Aufbereitung (Früchte) mit nachgewiesener Wirkung bei leichten Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut.

      • pruriginös
        • pruriginös

        • Englischer Begriff: pruriginous

        mit Bildung von Prurigo-Papeln.

      • Prurigo
        • Prurigo

        • Englischer Begriff: prurigo; itch

        Oberbegriff für stark juckende, ätiologisch u. morphologisch uneinheitliche Hauterkrankungen mit typ. urtikariellen Papeln. Der eigentl. Prozess findet an korialen Gefäßen, im Bindegewebe u. in der Epidermis statt. Bei Abheilung entstehen evtl. oberflächl. Narben.

      • Prurigo aestivalis
      • Prurigo aktinische
        Prurigo
        • P. aktinische

        pruriginöse Hautveränderungen nach Exposition gegenüber UVA- oder UVB-Strahlung. Beginn meist im Kindesalter.

      • Prurigo chronica hebra
        Prurigo
        • P. chronica Hebra

        P.-Form, die als Strophulus infantum einsetzt u. sich erst postpubertär bessert. Mit großknotigen Effloreszenzen, heftigem Juckreiz, Exkoriationen, sekundärer Impetiginisation, evtl. inguinalen u. axillären Lymphknotenschwellungen; erhebl. Bluteosinophilie.

      • Prurigo diabetica
        Prurigo
        • P. diabetica

        P. simplex subacuta bei Diabetes mellitus.

      • Prurigo dysmenorrhoica
        Prurigo
        • P. dysmenorrhoica

        P. simplex subacuta; prämenstruell auftretend.

      • Prurigo gestationis
        Prurigo
        • P. gestationis

        Abbildung

        subakute P. simplex, die im 2.–3. Schwangerschaftsmonat beginnt, sich post partum zurückbildet u. bei erneuter Schwangerschaft wieder auftritt. V.a. an Händen, Füßen und Rücken (Abb.).

      • Prurigo hepatica
        Prurigo
        • P. hepatica

        P. simplex subacuta bei Lebererkrankungen.

      • Prurigo lymphatica
        Prurigo
        • P. lymphatica

        P. simplex subacuta bei chronisch-lymphatischer Leukämie.

      • Prurigo lymphogranulomatotica
        Prurigo
        • P. lymphogranulomatotica

        • Synonyme: Hodgkin-P.

        P. mit stark juckenden Läsionen als unspezifisches Symptom im Rahmen der malignen Lymphogranulomatose. S.a. Pruritus.

      • Prurigo nodularis hyde
        Prurigo
        • P. nodularis Hyde

        seltene P.-Form, mit hautfarbenen bis bräunl.-rötl., rauen, derben bis pflaumengroßen Knoten. Typ. Veränderungen sind Hyperkeratose, Akanthose, Papillomatose, im Korium Rundzelleninfiltrate, Fibroblasten, Gefäßsprossen.

      • Prurigo simplex
        Prurigo
        • P. simplex

      • Prurigo simplex 1)
      • Prurigo simplex 2)
        Prurigo  >  Prurigo simplex
        • 2)

      • Prurigo simplex acuta
        Prurigo  >  Prurigo simplex  >  Prurigo simplex 2)
        • P. s. acuta

        P. der Jugendlichen u. Erwachsenen. Entspricht dem Strophulus infantum, akut u. subakut in Schüben, mit heft. Juckreiz, evtl. Darmstörungen.

      • Prurigo simplex subacuta
        Prurigo  >  Prurigo simplex  >  Prurigo simplex 2)
        • P. s. subacuta

        schubweise über Mon. bis Jahre verlaufende P., lokalisiert an Extremitätenstreckseiten, Stamm, Gesäß, selten Gesicht. Papulovesikel mit urtikariellem Hof, stark juckend, Exkoriationen mit hämorrhag. Kruste im Zentrum, oberflächl., leicht pigmentierte Närbchen.

      • Prurigo symptomatica
        Prurigo
        • P. symptomatica

        urtikarielle Plaques u. Prurigo-Knoten bei Hodgkin-Krankheit. Entspricht der P. simplex subacuta.

      • Prurigo uraemica
        Prurigo
        • P. uraemica

        P. simplex subacuta bei Niereninsuffizienz.

      • Pruritus
        • Pruritus

        • Synonyme: Juckreiz

        • Englischer Begriff: pruritus; itching

        Tabelle

        „Jucken“ als hautspezifische Empfindung, die eine Abwehrbewegung (Kratzen; nach Rothman zur Juckreizhemmung durch Schmerz) auslöst. Histamin, Histaminliberatoren sowie veränderte Hautdurchblutung scheinen an der Juckreizentstehung beteiligt zu sein. Beim Gesunden meist durch chem. oder mechan. Hautreizung bedingt. Der P. kann (umschrieben oder generalisiert) auch als Symptom innerer Erkrankungen (Diabetes mellitus, Verschlussikterus, Leberfunktionsstörungen, Leukämie, Lymphogranulomatose, Hypertonie, Immunkomplexkrankh.), bei Parasitenbefall, Allergien, während der Schwangerschaft (P. gravidarum), im Alter (als P. senilis oder P. sine materia), bei Sebostase (Verschlimmerung während der Wintermonate: P. hiemalis) sowie als Begleiterscheinung bei Hautkrankheiten (z.B. Prurigo, Urtikaria, Neurodermitis u.a.m.) auftreten. Ferner als psychogener P. bei psychiatrischen Erkrankungen. Die Kratzeffekte führen zu weiterer Hautschädigung. S.a. Tab.

        • P. ani
          Juckreiz am After, meist bedingt durch Oxyuren, Hämorrhoiden, Fissuren... (mehr)
        • P. genitalis
          Juckreiz an Geschlechtsorganen, meist Vulva; häufig durch Candida-Befall... (mehr)
        • P. lymphogranulomatosus
          nahezu obligates Prodromalsyndrom der malignen Lymphogranulomatose... (mehr)
        • P. senilis
          generalisierter Juckreiz im Alter, verursacht v.a... (mehr)
      • Pruritus ani
        Pruritus
        • P. ani

        • Englischer Begriff: anal p.

        Juckreiz am After, meist bedingt durch Oxyuren, Hämorrhoiden, Fissuren, Ekzem, habituelle Obstipation, best. Medikation; Candidose, Lichen sclerosus et atrophicus.

      • Pruritus genitalis
        Pruritus
        • P. genitalis

        • Englischer Begriff: genital p.

        Juckreiz an Geschlechtsorganen, meist Vulva; häufig durch Candida-Befall, unspezif. Fluor, bei Diabetes mellitus u. anderer hormoneller Störung, auch psychogen.

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