Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Reflex, tonischer
    Reflex  >  Reflex 2)
    • R., tonischer

    R. ohne Adaptation der Reizantwort; s.a. Reflexkontraktur.

  • Reflex, unbedingter
    Reflex  >  Reflex 2)
    • R., unbedingter

    • Englischer Begriff: unconditioned r.

    im Gegensatz zum bedingten ein – meist angeborener – nicht an bestimmte Bedingungen geknüpfter R.

  • Reflex, vegetativer
    Reflex  >  Reflex 2)
    • R., vegetativer

    R. mit Reflexbogen im vegetativen Nervensystem u. Umschaltung im Zentralnervensystem und in vegetativen Ganglien; z.B. als viszeraler R.

  • Reflex, viszeraler
    Reflex  >  Reflex 2)
    • R., viszeraler

    • Englischer Begriff: visceral r.

    durch Reizung von Interozeptoren der Eingeweide ausgelöster vegetativer R. mit Erfolg z.B. an Herz oder anderen inneren Organen bzw. Haut (viszerokardial, -viszeral, -kutan).

  • Reflexabschwächung
    • Reflex|abschwächung

    • Synonyme: Hyporeflexie

    • Englischer Begriff: hyporeflexia

    im Vergleich zur Gegenseite (oder mit Erfahrungswerten) verminderte Auslösbarkeit eines Reflexes; z.B. bei Teilschäden des Reflexbogens (z.B. Pyramidenbahnschädigung), verminderter zentraler Erregbarkeit (z.B. bei Bewusstseinsverlust). Ferner als alterstypische Veränderung des Nervensystems die Abschwächung der Muskeldehnungsreflexe (z.B. ASR).

  • Reflexanomalie
    • Reflex|anomalie

    • Englischer Begriff: abnormal reflex

    Reflexabschwächung, Hyper-, Areflexie; s.a. Reflex, pathologischer.

  • Reflexaudiometrie
    • Reflex|audio|metrie

    Audiometrie beim Säugling anhand reflektorischer Reaktionen (z.B. unwillkürlicher Lidschluss) auf plötzliche Schallreize. S.a. Pädaudiometrie.

  • Reflexautomatie
    • Reflex|automatie

    • Englischer Begriff: reflex automatism

    automatisch-rhythmische Reflexabläufe bei Enthemmung des Rückenmarkes; Reflexblase.

  • Reflexbahnung
    • Reflex|bahnung

    • Englischer Begriff: facilitation of reflex

    s.u. Bahnung, Reflexbogen, Jendrassik-Handgriff.

  • Reflexblase
    • Reflex|blase

    • Englischer Begriff: reflex bladder

    als spinale bzw. intramurale R. die Blasenautomatie bzw. Blasenautonomie.

  • Reflexbogen
    • Reflex|bogen

    • Englischer Begriff: reflex arc

    Abbildung

    diejenige Kette von Prozessen, die zusammen einen Reflex bilden; z.B. der R. des Muskeldehnungsreflexes (Abb.): von der Muskelspindel, die einen Dehnungsreiz aufnimmt, über afferente Nervenfasern monosynaptisch vom α-Motoneuron, welches eine Kontraktion desjenigen Muskels auslöst, in dem die Muskelspindel liegt (Eigenreflex).

  • Reflexdepression
    • Reflex|depression

    der anfängliche Verlust der Reflexe (Areflexie) nach vollständiger Querschnittstrennung des Rückenmarks.

  • Reflexepilepsie
    • Reflex|epilepsie

    • Englischer Begriff: reflex epilepsy

    Epilepsie, deren Anfälle (bei anlagebedingter oder erworbener Prädisposition) durch Reize der Umgebung ausgelöst werden u. nach Reizausschaltung ausbleiben.

  • Reflexion
    • Synonyme: Reflektieren

    • 1)
      die teilweise „Rückstrahlung“ einer Strahlung (z.B... (mehr)
    • 2)
      als Sonderfall des Reentry die Hin- u. Rückleitung im gleichen Leitungsweg... (mehr)
  • Reflexion 1)
    Reflexion
    • 1)

    • Englischer Begriff: reflection

    die teilweise „Rückstrahlung“ einer Strahlung (z.B. Wärme-, Licht-, Röntgen-, Teilchen-Strahlung; Schall-, Ultraschallwellen) an den Grenzflächen des Mediums, in dem sie sich ausbreitet. Als ist diffuse R. („Remission“) an rauen Flächen, gerichtete R. (reguläre = spiegelnde R., den Brechungsgesetzen folgend) an glatten Oberflächen.

  • Reflexion 2)
    Reflexion
    • 2)

    • Englischer Begriff: reentry by same pathway

    als Sonderfall des Reentry die Hin- u. Rückleitung im gleichen Leitungsweg, z.B. bei Myokardinfarkt.

  • Reflexkontraktur
    • Reflex|kontraktur

    • Englischer Begriff: reflex contracture

    reflektorische Muskelhypertonie mit Kontraktur bei chronischem Schmerzzustand. Oft kombiniert mit Lähmungen u. vasomotorisch-trophischen Störungen.

  • Reflexkrampf
    • Reflex|krampf

    tetanische oder klonische Muskelzuckungen bei Enthemmung der Reflexbögen, z.B. durch Strychnin (Blockade der Renshaw-Zellen).

  • Reflexkrampf, saltatorischer
    Reflexkrampf
    • R., saltatorischer

    • Synonyme: v.-Bamberger-Krankheit

    • Englischer Begriff: saltatory spasm

    hüpfende, tanzende Bewegungen (Springtic) durch klonische Zuckungen (v.a. Wadenmuskeln), einsetzend bei Bodenberührung der Fußsohlen.

  • Reflexmassage
    • Reflex|massage

    Reflexzonenmassage.

  • Reflexmuster
    • Reflex|muster

    • Englischer Begriff: reflex pattern

    die charakteristische Form u. zeitliche Zuordnung eines komplexen Reflexablaufs.

  • reflexogen
    • reflexo|gen

    durch Reflex entstanden.

    • r. Zone
      Hautbezirk oder Körperteil, dessen Reizung einen Reflex auslöst; ist evtl... (mehr)
  • reflexogene Zone
    reflexogen
    • r. Zone

    • Englischer Begriff: reflexogenic zone

    Hautbezirk oder Körperteil, dessen Reizung einen Reflex auslöst; ist evtl. „verbreitert“ als Ausdruck verstärkter Ansprechbarkeit auf den adäquaten Reiz. S.a. Reflexzone.

  • Reflexologie
    • Reflexo|logie

    • Englischer Begriff: reflexology

    Neurophysiologie der Reflexe (deren Typen, Mechanismen, zentrale Verschaltung etc.). Moderne Theorien u. Erkenntnisse gehen zurück v.a. auf I. P. Pawlow (bedingte Reflexe) u. Ch. Sc. Sherrington (Einbeziehung der Regelungstheorie).

  • Reflexsteigerung
    • Reflex|steigerung

    • Englischer Begriff: hyperreflexia

    Hyperreflexie.

  • Reflextherapie
    • Reflex|therapie

    • Englischer Begriff: reflexotherapy; reflex therapy

    Beeinflussung innerer Organe über kutiviszerale Reflexe: Segmenttherapie, Akupunktur, Reflexzonenmassage.

  • Reflextod
    • Reflex|tod

    durch reflektorisches Geschehen mitbedingter Tod, z.B. nach Schlag auf die Arteria carotis (über Karotissinusreflex), als Mors subita infantum (plötzlicher Kindstod). S.a. Status thymicus, Vagustod.

  • Reflexumkehr
    • Reflex|umkehr

    • Englischer Begriff: inversion of reflex

    Umwandlung eines Reflexerfolges in einen gegensätzlichen Endeffekt („antagonistischer“, „reziproker“ Reflex; auch paradoxer Reflex); wahrscheinlich infolge paralleler Auslösung zentraler Erregung u. Hemmung, abhängig von der Erregbarkeit zugehöriger Neuronensysteme u. dem Dehnungszustand der betreffenden Muskeln.

  • Reflexzeit
    • Reflex|zeit

    • Englischer Begriff: reflex latency

    der Zeitraum vom Beginn des reflexauslösenden Reizes bis zum Eintreten des Reflexerfolges. Ist verlängert z.B. bei Hypothyreose, Hyperkaliämie, verkürzt bei Hyperthyreose.

  • Reflexzentrum
    • Reflex|zentrum

    • Englischer Begriff: reflex center; reflectory c.

    im Reflexbogen die für die Verschaltung der afferenten u. efferenten Neuronen verantwortlichen Strukturen des Zentralnervensystems bzw. des vegetativen Systems; im Rückenmark z.B. das Centrum ciliospinale (des Sympathikus) bzw. ano- u. vesicospinale (Defäkations-, Blasenzentrum), im verlängerten Mark (Oblongata) das Atemzentrum u. Zentren für Lidschluß, Niesen, Husten, Stimmbildung, Saugen, Kauen, Schlucken, Erbrechen, Darmsekretion, Schweißabsonderung, Körperkoordination etc.; im Darmbereich die Plexus submucosus u. myentericus.

  • Reflexzone
    • Reflex|zone

    • Englischer Begriff: reflex zone

    die einem bestimmten Rückenmarksegment zugehörige Zone der Körperoberfläche, die bei Reizzuständen zugeordneter („isosegmentaler“) innerer Organe reflektorisch beeinflusst wird. Die Head-Zone als Hautzone, die Vogler-Periostzone, die Mackenzie-Zone als Muskelzone (Letztere mit schmerzhafter Muskelhypertonie [„Sperrtonus“] u. sog. Maximalpunkten reagierend, evtl. auch mit Myogelosen). Eine pathol. Verbreiterung der R. beim Auslösen von Eigenreflexen oder Muskeldehnungsreflexen ist als Pyramidenbahnzeichen zu werten.

  • Reflexzonenmassage
    • Reflexzonen|massage

    • Synonyme: Reflexmassage

    • Englischer Begriff: reflex zone massage

    Massage von Reflexzonen zur gezielten Beeinflussung der diesen Zonen zugehörigen inneren Organe (s.a. Reflextherapie) oder zur Behandlung von Schmerzsyndromen. Zu der R. gehören z.B. Bindegewebsmassage, Fußreflexzonenmassage, Segmentmassage, Periostbehandlung, Muskelreflexzonenmassage, Kolonmassage. S.a. Massagetherapien.

  • Reflux
    • Re|flux

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: reflux

    Rückfluss; kard s.a. Regurgitation.

  • Reflux, biliopankreatischer
    Reflux
    • R., bilio|pankreatischer

    • Englischer Begriff: biliary-pancreatic r.

    rückläufiger („retrograder“) Gallefluss in den Pankreasgang infolge eines Hindernisses im Bereich der Papilla duodeni (major); analog auch der duodeno|pankreatische R. von Duodenalsaft.

  • Reflux, duodenogastraler
    Reflux
    • R., duodeno|gastraler

    Rückfluss von Duodenalsaft in den Magen bei gestörter Koordination der antroduodenalen Motilität.

  • Reflux, gastroösophagealer
    Reflux
    • R., gastro|ösophagealer

    • Englischer Begriff: gastroesophageal r.

    Magensaftübertritt in die Speiseröhre bei Kardiainsuffizienz (s.a. Refluxösophagitis).

  • Reflux, pelvirenaler
    Reflux
    • R., pelvirenaler

    • Synonyme: pyelorenaler R.

    Harn- bzw. Kontrastmittelübertritt aus dem Nierenbecken in angrenzende Nierenbereiche. Als pyelointerstitieller R. (R. von den Kelchenden in das Interstitium u. zwischen den Pyramiden rindenwärts, evtl. bis zur fibrösen Kapsel = pyelokapsulärer R.; v.a. bei Harnstauung, nach Kathetertrauma); als Fornix-Sinus-Reflux oder als pyelo|lymphatischer R., d.h. durch die Schleimhaut in die Lymphbahnen (als Überdruckeffekt bei retrograder Pyelographie; auch bei Filariasis); als pyelotubulärer R. der R. durch die Papillenöffnungen in die Tubuli (Röntgenbild: büschelförmige Schatten; v.a. bei akuter Rückstauung, akuter Pyelonephritis); als pyelovenöser R. (Hinman-R.) der R. in die Schleimhaut- u. benachbarte Venen (v.a. bei Kalikospasmie u. Papillitis; das Röntgenbild ähnelt dem bei pyelolymphatischem R.).

  • Reflux, ventrikelsystolischer
    Reflux
    • R., ventrikelsystolischer

    • Englischer Begriff: regurgitant flow

    Blutrückstrom aus der Herzkammer in den Herzvorhof bei Insuffizienz einer Atrioventrikularklappe; verursacht ein systolisches R.-Geräusch.

  • Reflux, vesikoureteraler
    Reflux
    • R., vesiko|ureteraler

    Harnrückfluss aus der Blase in den Harnleiter; evtl. sogar in das Nierenbecken = vesikorenaler R.; ist darstellbar durch Refluxpyelogramm (nach Einbringen von Kontrastmittel in die Blase); kommt vor u.a. bei Schrumpfblase, Fehlbildung, nach Ureterozystoneostomie; s.a. Antirefluxplastik. Als zysto|uretero|pelviner R. bis in das Nierenbecken reichend.

  • Refluxgastritis
    • Reflux|gastritis

    • Englischer Begriff: reflux gastritis

    Gastritis durch duodenogastralen Reflux.

  • Refluxkrankheit
    • Reflux|krankheit

    • Englischer Begriff: GERD (Abk.); gastroesophageal reflux disease

    zusammenfassender Begriff für alle Beschwerden u. morphologischen Veränderungen als Folge eines pathologischen gastroösophagealen Refluxes (GER) oder einer nichterosiven Refluxkrankheit (NERD). Die primäre R. ist Folge eines funktionell gestörten Kardiaschlusses. Es werden vier Schweregrade unterschieden: 1) Beschwerden ohne Ösophagitis, 2) Refluxösophagitis mit intaktem Epithel, aber vermehrter granulozytärer Infiltration, 3) erosiv-ulzeröse Ösophagitis, 4) peptische Stenose. Folge ist evtl. ein Barrett-Syndrom.

  • Refluxösophagitis
    • Reflux|ösophagitis

    • Synonyme: Oesophagitis peptica

    • Englischer Begriff: peptic esophagitis

    Abbildung

    Entzündung der Ösophagusschleimhaut durch Einwirkung von Magen- oder Duodenalsaft bei Refluxkrankheit. Ätiol.: Unterschieden werden die primäre R., verursacht durch eine idiopathische Störung des unteren Ösophagussphinkters, und die sekundären Formen durch Störung der Ösophagusmotilität (z.B. bei Sklerodermie, nach Achalasieoperation, bei Magenausgangsstenose, Gastrektomie oder Gleithernie). Klassifik.: Stadieneinteilung (nach Savary-Miller): Grad I: einzelne Erosionen; Grad II: konfluierende Erosionen; Grad III: konfluierende Erosionen, die die gesamte Zirkumferenz des Ösophagus einnehmen; Grad IV: Ulzera, Ersatz des zerstörten Plattenepithels durch Zylinderepithel (Barrett-Ösophagus), Vernarbungen in Form von Längsschrumpfungen oder peptischen Stenosen. Klinik: retrosternale, evtl. epigastrische Schmerzen, Sodbrennen, Luftaufstoßen, Dysphagien. Diagn.: Endoskopie (Abb.), evtl. mit Biopsie, 24-Std.-pH-Metrie. Ther.: Allgemeinmaßnahmen (Kopfende des Bettes anheben, Nikotin-, Alkoholkarenz etc.), medikamentös (z.B. Metoclopramid, Cisaprid, H2-Blocker, Protonenpumpenhemmer). Kompl.: Blutungen, Barrett-Ulkus, peptische Ösophagusstenose, Barrett-Ösophagus (gilt als Präkanzerose für das Ösophaguskarzinom, daher regelmäßig endoskopische Kontrollen).

  • Refluxplastik
    • Reflux|plastik

    • Englischer Begriff: antireflux plasty

    operative Korrektur einer zu – z.B. gastroösophagealem, vesikoureteralem – Reflux führenden Schließschwäche; s.a. Antirefluxplastik.

  • refractus
    • re|fractus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: divided; fractional

    geteilt, z.B. Dosis refracta.

  • refraktär
    • re|fraktär

    • Englischer Begriff: refractory

    unempfänglich, nicht beeinflussbar.

  • Refraktärperiode
    • Re|fraktär|periode

    • Synonyme: -phase

    • Englischer Begriff: refractory period (absolute; relative)

    • R., absolute
      an erregbaren Membranen der Zeitraum unmittelbar nach einer Erregung... (mehr)
    • R., relative
      der einem Aktionspotential folgende Zeitraum (mit Umwandlung des Natriumsystems... (mehr)
  • Refraktärperiode, absolute
    Refraktärperiode
    • R., absolute

    an erregbaren Membranen der Zeitraum unmittelbar nach einer Erregung, in dem die Membran infolge Inaktivierung des Natriumsystems völlig unerregbar ist („elektrische Refraktärität“). Entspricht zeitlich dem Aktionspotential (ohne Nachpotential). Beträgt an Nervenfasern ca. 2 ms, am Herzmuskel 200–500 ms.

  • Refraktärperiode, relative
    Refraktärperiode
    • R., relative

    der einem Aktionspotential folgende Zeitraum (mit Umwandlung des Natriumsystems in den aktivierbaren Zustand), in dem die Reizschwelle für die Auslösung eines 2. Aktionspotentials erhöht ist (verminderte Erregbarkeit) u. die Amplitude dieses Potentials vermindert ist.

  • Refraktion
    • Re|fraktion

    • Synonyme: Lichtbrechung

    • Englischer Begriff: refraction

    beim Auge die Bedingungen, die zur Abbildung der Umweltgegenstände auf der Retina führen. Normalsituation s.u. Auge, s.a. Kardinalelemente; Abweichungen s.u. Refraktionsanomalien, Ametropie; s.a. Refraktometer.

  • Refraktionsanomalie
    • Refraktions|anomalie

    • Englischer Begriff: anomaly of refraction

    • Fach: Ophthalmologie

    Ametropie (dort Abb.); Überbegriff für die verschiedenen Normabweichungen in den Brechungsverhältnissen des Auges (Myopie = Kurzsichtigkeit u. Hyperopie = Weitsichtigkeit).

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