Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Refraktionsmyopie
    • Refraktions|myopie

    • Fach: Ophthalmologie

    Brechungsmyopie.

  • Refraktometer
    • Refrakto|meter

    • Englischer Begriff: refractometer

    optisches Instrument zur Ermittlung von Brechzahlen, u. zwar anhand des Grenzwinkels der Totalreflexion oder anhand der Ablenkung bei streifendem Lichteinfall (z.B. nach Abbé, Pulfrich). Anw.: labor zur Eiweißbestimmung; in der Augenheilkunde zur Messung der Refraktion des Auges, z.B. nach Thorner, Hartinger, Kühl (Prinzip: Verstellen einer auf die Netzhaut projizierten Testmarke bis zum scharfen Bild; ferner nach Scheiner-Koinzidenzprinzip).

  • Refraktur
    • Re|fraktur

    • Englischer Begriff: refracture

    • 1)
      erneuter Knochenbruch bei nicht abgeschlossener oder schlechter Frakturheilung... (mehr)
    • 2)
      erneutes Brechen eines in Fehlstellung verheilten Knochens zur Stellungskorrektur... (mehr)
  • Refraktur 1)
    Refraktur
    • 1)

    erneuter Knochenbruch bei nicht abgeschlossener oder schlechter Frakturheilung (v.a. bei zu früher Belastung).

  • Refraktur 2): Refrakturierung
    Refraktur
    • 2)

    • Synonyme: Refrakturierung

    erneutes Brechen eines in Fehlstellung verheilten Knochens zur Stellungskorrektur.

  • Refrigerans
    • Re|frigerans

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: refrigerant

    • Fach: Pharmazie

    Kühlmittel.

  • Refrigeratio
    • Re|frigeratio

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: refrigeration

    Abkühlung.

  • Refrigerationslähmung
    • Re|frigerations|lähmung

    • Englischer Begriff: cold-induced paralysis

    kältebedingte Lähmung bei Neuritis, Muskelrheumatismus.

  • REFSE

      Abk. für Russisch-Europäische Frühjahr-Sommer-Enzephalitis.

    • Refsum-Thiébaut-Krankheit
      • Refsum(-Thiébaut)-Krankheit

      • Synonyme: Heredopathia atactica polyneuritiformis; HAP (Abk.)

      • Englischer Begriff: Refsum's disease

      • Biogr.: Sigvald R., norweg. Arzt

      autosomal-rezessiv erbliche peroxisomale Stoffwechselstörung (Speicherung von Phytansäure als Folge einer Störung der α-Oxidation, bei der die 3,7,11,15-Tetramethylhexadecansäure nicht in die β-Oxidation übergehen kann). Klinik: beginnt im 1. u. 2. Ljz.; führt zu symmetrischer Polyneuropathie (v.a. Beine), zerebellarer Ataxie, Retinitis pigmentosa u. Hemeralopie, Schwerhörigkeit, Polyneuropathie, Knochenanomalien, Ichthyosis, Liquoreiweißvermehrung (bei normaler Zellzahl).

    • Regel
      • Englischer Begriff: menses

      • Fach: Gynäkologie

      Regelblutung.

    • Regelanomalie
      • Regel|anomalie

      • Englischer Begriff: abnormal menses

      • Fach: Gynäkologie

      Abweichungen von der normalen Menstruation.

    • Regelbiss
      • Regel|biss

      • Englischer Begriff: normal bite

      • Fach: Zahnmedizin

      Neutralbiss(lage).

    • Regelblutung
      • Regel|blutung

      • Englischer Begriff: menses; period; menstruation

      • Fach: Gynäkologie

      Menstruatio(n); s.a. Menarche, Dysmenorrhö.

    • Regelblutung, vikariierende
      Regelblutung
      • R., vikariierende

      • Englischer Begriff: vicarious m.

      s.u. Blutung.

    • Regelkreis
      • Regel|kreis

      • Englischer Begriff: feedback control

      Abbildung

      geschlossenes (d.h. mit einem geschlossenen Informationsfluss arbeitendes), gegenüber Störungen relativ stabiles Rückkopplungssystem. Es besteht aus einer Regelstrecke (Regelort) für das aufgabengemäß zu regelnde Objekt, der Regelgröße (z.B. Biosynthesen, Kreislauffunktion, Körpertemperatur) u. aus dem Regler oder Regelzentrum, in dem der „Sollwert“ programmiert ist. Weicht der „Istwert“ infolge einer „Störgröße“ vom „Sollwert“ ab, so gibt der Regler Befehle („Stellgröße“) an ein „Stellglied“, das die Abweichung der Regelgröße wieder in Richtung Sollwert verändert, d.h. die Störung ausreguliert. Im Regelkreis besteht negative Rückkopplung. Der Sollwert im Regler kann durch andere Instanzen („Führungsgröße“) verändert werden. Biologische Regelsysteme bestehen häufig aus mehreren miteinander in Wechselwirkung stehenden („vermaschten“) Regelkreisen. – Die Regelung erfolgt entweder als „Festwertregelung“ (Sollwert konstant) oder als Programmregelung (Sollwert wird durch Führungsgröße nach einem bestimmten Zeitplan gesteuert). S.a. Regulation, Operator, Rückkopplung.

    • Regelverzahnung
      • Regel|verzahnung

      • Englischer Begriff: normal occlusion

      Neutralokklusion der beiden normalen Zahnreihen.

    • Regenbogenfarbensehen
      • Regen|bogen|(farben)sehen

      Iridopsie.

    • Regenbogenhaut
      • Regen|bogen|haut

      Iris.

    • Regenerat
      • Re|generat

      das Produkt der Regeneration.

    • Regeneratio
      • Re|generatio

      • Synonyme: Regeneration

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: regeneration

      Wiederbildung bzw. Ergänzung verloren gegangener Zellen, Gewebe oder Körperteile; als physiologische R. die normale, artspezifische Erneuerung der sog. Mausergewebe; als pathologische R. nach Verlust durch Verletzung oder eine sonstige Schädigung. Die Fähigkeit zu R. nimmt mit fortschreitender Gewebsspezialisierung („Differenziertheit“) ab, ist z.B. beim Menschen nur noch für bestimmte Gewebe gegeben, z.B. Epidermis (ohne Anhangsgebilde), Schleimhaut, Binde-, Knochen-, Leber-, Muskelgewebe, Fasern des proximalen Nervenstumpfes (nicht aber für Ganglienzellen, Herzmuskel, distalen Nervenstumpf). Sie erfolgt durch überschießendes Wuchern (Proliferation) morphologisch u. funktionell nahe stehender Zellen (Weigert) bzw. pluripotenter Mesenchymzellen der Umgebung (R.-Blastem); äußert sich als Blut-R. im vermehrten Auftreten von Retikulozyten, evtl. – bei „überstürzter R.“ – auch Normoblasten im peripheren Blut; s.a. Reparation, Restitution.

    • Regeneration, falsche
    • regenerativ
      • Englischer Begriff: regenerative

      durch bzw. bei Regeneration.

    • Regio
      • Regio

      • Synonyme: Regiones (Plur.); Regg. (Abk., Plur.)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: region

      • Fach: Anatomie

      Körpergegend, -region.

    • Regio inguinalis
      Regio
      • R. inguinalis

      s.u. Regiones abdominis.

    • Regio olfactoria
      Regio
      • R. olfactoria

      das Riechfeld im oberen Teil der Nasenhöhle (unter der Lamina cribrosa, an der Scheidewand) u. der seitlichen Wand des oberen Nasenganges.

    • Regionalanästhesie
      • Regional|anästhesie

      • Englischer Begriff: regional anesthesia

      Schmerzausschaltung mittels Lokalanästhetika auf eine bestimmte Körperregion begrenzt; unterschieden als Infiltrationsanästhesie, periphere u. rückenmarksnahe Nervenblockade sowie Oberflächenanästhesie. Die R. wird auch in Kombination mit Narkoseverfahren angewandt, die das Bewusstsein ganz oder teilweise ausschalten; z.B. Periduralanästhesie + Intubationsnarkose.

    • regionär
      • Synonyme: regional(is)

      • Englischer Begriff: regional

      eine Körpergegend (Regio) betreffend, auf sie beschränkt. S.a. Lokal...

    • Regiones abdominis
      Regio
      • Regg. abdominis

      • Englischer Begriff: abdominal r.s

      Abbildung

      die Bauchregionen; s. Abb.

    • Regiones capitis
      Regio
      • Regg. capitis

      die nach den gleichnamigen hautbedeckten Schädelknochen sowie der Fossa infratemporalis benannten Kopfregionen. S.a. Regg. faciei.

    • Regiones cervicales
      Regio
      • Regg. cervicales

      • Synonyme: Regg. colli

      die Hals-Nacken-Regionen. Beidseits eine Kopfnickerregion (R. sternocleidomastoidea), dazwischen die R. c. anterior, oben das Trigonum submandibulare, analog unten das T. caroticum. Seitlich der Kopfnickerregion die R. c. lateralis (ihr unterer, über dem Schlüsselbein gelegener Bereich als Fossa supraclavicularis major [Trigonum omoclaviculare]). Der Nacken als R. c. posterior.

    • Regiones dorsi
      Regio
      • Regg. dorsi

      die Rückenregionen. Der Bereich der Dornfortsätze (R. vertebralis u. R. sacralis), sowie jeweils beidseits: der Bereich des Schulterblattes (R. scapularis), kaudal davon der Rippenbereich (R. infrascapularis), der Lenden- und Gesäßbereich (R. lumbalis und R. glut[a]ea).

    • Regiones faciei
      Regio
      • Regg. faciei

      die nach den Gesichtsschädelknochen benannten Gesichtsregionen einschl. Wangen-, Kinnregion.

    • Regiones pectoris
      Regio
      • Regg. pectoris

      • Englischer Begriff: pectoral r.s

      vordere Brustwandbereiche. Unterhalb des Schlüsselbeins (R. infraclavicularis), über der Brust (R. mammaria) und der Achselhöhle (R. axillaris).

    • Regler
      • Fach: Kybernetik

      s.u. Regelkreis.

    • regrediens
      • re|grediens

      • Synonyme: regredient

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: regressive

      rückgängig, regressiv.

    • Regression
      • Regression

      • Englischer Begriff: regression

      Rückbewegung, -entwicklung.

      • 1)
        Atavismus... (mehr)
      • 2)
        Entdifferenzierung... (mehr)
      • 3)
        z.B... (mehr)
      • 4)
        (S. Freud) Zurückfallen auf frühere Entwicklungsstufen, z.B... (mehr)
      • 5)
        zwischen zwei (oder mehreren) Variablen (z.B... (mehr)
    • Regression 1)
      Regression
      • 1)

      • Fach: Biologie

      Atavismus.

    • Regression 2)
      Regression
      • 2)

      • Fach: Pathologie

      Entdifferenzierung.

    • Regression 3)
      Regression
      • 3)

      • Fach: Psychologie

      z.B. bei hirnatrophischen Prozessen (Demenz) erfolgender Rückgang auf entwicklungsgeschichtlich ältere geistige Schichten.

    • Regression 4)
      Regression
      • 4)

      • Fach: Psychoanalyse

      (S. Freud) Zurückfallen auf frühere Entwicklungsstufen, z.B. Wiederauftreten frühkindlicher Verhaltensweisen als Abwehrmechanismus (z.B. in akuter Konfliktsituation) u. bei psychosexueller Entwicklungshemmung.

    • Regression 5)
      Regression
      • 5)

      • Fach: Statistik

      zwischen zwei (oder mehreren) Variablen (z.B. Größe u. Gewicht) bestehender Zusammenhang, der mittels Regressionsanalyse durch eine Regressionsfunktion dargestellt werden kann. Im Fall linearer R. lassen sich der Punktewolke zwei Regressionsgeraden anpassen, deren Steigung durch Regressionskoeffizienten beschrieben wird. S.a. Korrelationskoeffizient.

    • Regressionssyndrom, kaudales
      • Regressions|syndrom, kaudales

      • Englischer Begriff: caudal regression syndrome

      durch Embryopathie (z.B. infolge mütterlichen [Prä-]Diabetes) bedingtes Fehlbildungssyndrom mit Fehlbildung (bis Aplasie) unterer Wirbelsäulenbereiche u. der Oberschenkelknochen (begleitet von Syndaktylie der Zehen; evtl. Sirenenbildung); ferner Verschlussstörungen des Neuralrohrs (u. neurologische Komplikationen), evtl. auch Herzfehler, Gaumenspalte, Nierenhypoplasie, Darmatresie etc.

    • regressiv
      • regressiv

      • Englischer Begriff: regressive

      sich zurückbildend, -entwickelnd (Regression).

      • r. Prozess
        Rückbildung von Funktionen, Zellen oder Geweben; meist mit Atrophie, Degeneration... (mehr)
    • regressiver Prozess
      regressiv
      • r. Prozess

      • Englischer Begriff: r. process

      • Fach: Pathologie

      Rückbildung von Funktionen, Zellen oder Geweben; meist mit Atrophie, Degeneration, Entdifferenzierung, Nekrobiose etc. gekoppelt.

    • regulär
      • Synonyme: regularis

      • Englischer Begriff: regular

      der Regel entsprechend, regelmäßig.

    • reguläre Antikörper
      regulär
      • r. Antikörper

      • Englischer Begriff: r. antibodies

      die im AB0-System regelmäßig zu erwartenden Isoantikörper.

    • Regulation
      • Regulation

      • Englischer Begriff: regulation

      • Fach: Biologie

      die der Anpassung an die Umwelt, der Aufrechterhaltung der Homöostase dienenden, durch Regelkreis-Systeme gelenkten u. koordinierten Funktionen, realisiert vom – v.a. vegetativen – Nervensystem (= nervale R.) oder von – als Regulationsstoffe dienenden – Hormonen (= hormonale R.) u. anderen humoralen Faktoren (= humorale R.), wie z.B. durch Enzymsysteme, pH, Stoffwechselprodukte, aktivierte Vorstufen biologischer Faktoren; s.a. Steuerung. – Im genetischen Bereich die Regelung der primären Genwirkung (Transkription, Translation, Proteinbildung) durch das Zusammenwirken von Regulator-Gen u. Operator(-Gen) sowie Substrat oder Endprodukt (bzw. intrazelluläre Milieufaktoren).

    • Regulationsblockade
      • Synonyme: Regulationsstarre

      Begriff der Naturheilkunde für die Blockierung von Autoregulationsmechanismen durch Störfelder, toxische u. subtoxische Belastungen oder Traumata. Demnach kann die R. ein Heilhindernis sein u. zu chronischen Krankheiten oder Schmerzen führen, weil die Methoden der Regulationsmedizin (z.B. Homöopathie, Akupunktur) nicht greifen.

    • Regulationsmedizin

        interdisziplinäres Fachgebiet der Heilkunde, das auf Prinzipien der Autoregulationsmechanismen, der Kybernetik und der Ganzheitsmedizin aufbaut. Die R. wird verstanden als Synthese von Methoden der Naturheilverfahren u. Komplementärmedizin, aber auch der naturwissenschaftlich orientierten Medizin. Sie wirkt vorwiegend funktionell steuernd und modulierend auf den Organismus, unterstützt Kompensationsmechanismen, aktiviert Restfunktionen u. setzt Regenerationsprozesse in Gang.

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