Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Reizperzeption
    • Reiz|perzeption

    • Englischer Begriff: stimulus perception

    Empfindung.

  • Reizpolyglobulie
    • Reiz|poly|globulie

    Zunahme der Erythrozytenzahl im peripheren Blut infolge direkter Einwirkung von Substanzen (Giften, Hormonen) auf das Blut bildende Gewebe, Erythropoiese (evtl. indirekt als Hypoxieeffekt vermehrte Erythropoetinbildung).

  • Reizpotential
    • Reiz|potential

    • Englischer Begriff: evoked potential

    evoziertes Potential.

  • Reizpunkte
    • Reiz|punkte

    • Englischer Begriff: trigger points; neuromuscular stimulation p.s

    definierte Körperoberflächenpunkte als Ort der Wahl für die (monopolar-)elektrische Reizung bestimmter Organe; i.e.S. die Nerven- u. Muskelreizpunkte („elektromotorische R.“).

  • Reizschwelle
    • Reiz|schwelle

    • Englischer Begriff: stimulus threshold

    • Fach: Physiologie

    die zur Auslösung einer Erregung oder Reizempfindung ausreichende minimale Stärke eines Reizes. Ist ein – je nach Bezugssystem variierendes – Maß der Erregbarkeit; erreicht bei hoch spezialisierten Sinnesorganen fast theoretische Minimalwerte; ist v.a. abhängig davon, ob der Reiz adäquat oder inadäquat u. die Einwirkung direkt oder indirekt erfolgen; s.a. Pflüger-Zuckungsgesetz, Rheobase. Bei der Schrittmacherstimulation ist die R. die minimale, das Myokard effektiv stimulierende Stromstärke (bzw. Spannung).

  • Reizstoffe
    • Englischer Begriff: irritants

    • Fach: Pharmazie

    Reizmittel (z.B. Irritantia) bzw. für die Reizkörpertherapie genutzte Heilmittel. toxik Reizgase.

  • Reizstrom
    • Reiz|strom

    • Englischer Begriff: stimulation current

    Oberbegriff für Dreieck-, Rechteckstrom u. diadynamische Ströme. Wird erzeugt in speziellen Generatoren („R.-Generatoren“) u. findet Anw. in der R.-Diagnostik (Elektrodiagnostik) u. Reizstromtherapie.

  • Reizstromtherapie
    • Reizstrom|therapie

    • Englischer Begriff: electro-physiotherapy

    Form der Elektrotherapie, bei der niederfrequenter konstanter Gleichstrom sowie kombinierte Impulsströme (Impulsstromtherapie) angewendet werden. Physiologische Wirkung: neuromuskuläre Erregung, hyperämisierender Effekt u. Analgesie. Die Behandlung erfolgt mit Einzelimpulsen oder Impulsfolgen (Schwellstrom). Impulse in Form von Rechteck-, Dreieck- oder Exponentialstrom. Ind.: bei total oder partiell denervierten Muskeln, lokal begrenzten schmerzhaften Gewebebefunden, Neuralgien. S.a. neofaradischer Strom; Bernard-Ströme.

  • Reizsummation
    • Reiz|summation

    Summation.

  • Reizsyndrom, peritoneales
    • Reiz|syndrom, peritoneales

    die durch Bauchfellbeteiligung (s.a. Peritonitis) bedingte Symptomatik bei Erkrankungen der Bauchorgane: örtlich begrenzte oder diffuse Leibschmerzen, Bauchdeckenspannung u. flache Atmung, Übelkeit, Aufstoßen, Erbrechen, Meteorismus, Darmlähmung (Ileus) u. verfallenes Gesicht (Facies abdominalis).

  • Reiztherapie
    • Reiz|therapie

    • Englischer Begriff: stimulation therapy

    der Einsatz unspezifischer (nicht auf ein bestimmtes Organ gerichteter) Reize zur allgemeinen Beeinflussung gestörter Regulationsvorgänge, z.B. durch Anw. physikalischer Mittel (Wärme, UV-Licht, Klima-, balneologische Reize, Massage, Bewegungsübungen, Elektrizität); s.a. physikalische Therapie, Naturheilverfahren.

  • Reizung, elektrische
    • Englischer Begriff: electrical stimulation

    Anw. elektrischer Reize an Nerven-, Muskelfasern oder Ganglienzellen; bewirkt Depolarisation der Zellmembran u. Bildung eines Aktionspotentials. Dient als faradische R. (Faradisation) zur Erregbarkeitsprüfung u. zur Behandlung bei Lähmungen mit bestehender faradischer Erregbarkeit; wird als galvanische R. (Gleichstromreizung) für Galvanotherapie u. zur Prüfung der Entartungsreaktion genutzt. Erfolgt als direkte oder indirekte R. (z.B. an der Muskelzelle bzw. am zugehörigen motorischen Nerv, evtl. – als selektive R. – nur an bestimmten Fasergruppen des peripheren Nervs).

  • Reizzeit-Spannungs-Kurve
    • Reiz|zeit-Spannungs-Kurve

    • Synonyme: i/t-Kurve

    • Fach: Physiologie

    Abbildung

    geometrische Darstellung des Zusammenhangs von Reizstärke u. -dauer (s.a. Nutzzeit) bei Rechteckimpuls-Reizung von Nerven (Abb.) oder Muskeln; s.a. Rheobase, Chronaxie.

  • Rejektion
    • Re|jektion

    • Englischer Begriff: rejection

    Abstoßung, insbes. die Transplantatabstoßung; ferner physiol die Ausscheidung.

  • Rekalzifikation
    • Rekalzifi|kation

    • Synonyme: -zierung

    • Englischer Begriff: recalcification

    die Wiederherstellung des normalen Calcium- bzw. Kalkgehaltes; z.B. die Wiederverkalkung des Knochengewebes als Therapieeffekt des Vitamins D bzw. der operativen Entfernung eines Parathyreoms. S.a. Rekalzifizierungszeit.

  • Rekalzifikationstetanie
    • Rekalzifikations|tetanie

    • Englischer Begriff: recalcification tetany

    Tetanie in der Rekalzifikationsphase der Rachitis unter der Behandlung mit Vitamin D; ist bedingt durch relativen Calciummangel des Blutplasmas mit Verschiebung des Ca/P-Quotienten zugunsten der Phosphate.

  • Rekalzifizierungszeit
    • Rekalzifizierungs|zeit

    • Englischer Begriff: recalcification time

    die Prothrombinbildungszeit nach Zusatz von Calciumchlorid zum zuvor von Calciumionen befreiten Blutserum (Howell-Test, Biggs-Test).

  • Rekanalisation
    • Rekanali|sation

    • Synonyme: -sierung

    • Englischer Begriff: recanalization

    • 1)
      das Wiederdurchgängigwerden eines durch Thrombose verschlossenen Gefäßes... (mehr)
    • 2)
      Plastik zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit eines verlegten („obliterierten“)... (mehr)
  • Rekanalisation 1)
    Rekanalisation
    • 1)

    das Wiederdurchgängigwerden eines durch Thrombose verschlossenen Gefäßes durch lichtungsbildende Einsprossung von Endothel in das organisierte Gerinnsel.

  • Rekanalisation 2)
    Rekanalisation
    • 2)

    • Fach: Chirurgie

    Plastik zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit eines verlegten („obliterierten“) Hohlorgans; z.B. als Eileiter-R. durch Stenoseresektion u. subtile End-zu-End-Anastomosierung der Schleimhaut; analog beim Mann die Samenleiter-R. durch Epididymovasostomie; an Blutgefäßen als Thrombarteriektomie (Angioplastie, evtl. auch mit Hilfe der Lasertechnik) oder als Vasovasostomie.

  • Reklinationsbehandlung
    • Reklinations|behandlung

    • Englischer Begriff: reclination therapy

    funktionelle Behandlung durch Rückwärtsbiegung; z.B. die Behandlung von Wirbelbrüchen durch Rauchfuß-Schwebe(lage). V.a. die Behandlung von Kyphosen der Wirbelsäule durch Ausgleich mittels Lagerung im Reklinationsgipsbett (mit am Kyphosescheitel eingearbeitetem Hypomochlion). Bei schlaffem Rundrücken oder beginnender Adoleszentenkyphose durch aktive krankengymnastische Aufspannübungen oder durch ein Reklinationskorsett (z.B. nach Hohmann).

  • reklinativer Anfall
    • Fach: Neurologie

    Rekursiv-Anfall.

  • rekombinant
    • Synonyme: r (Abk.)

    • Englischer Begriff: recombinant

    durch Rekombination, i.e.S. durch Transformation im Rahmen der Gentechnologie entstanden; z.B. als r. DNS.

  • rekombinante Allergene

      synthetisch hergestellte Proteine mit spezifischer Allergenwirkung; Anw. in der Allergiediagnostik.

    • rekombinantes FSH
    • rekombinantes LH

        gentechnisch hergestelltes luteinisierendes Hormon, das in Kombination mit follikelstimulierendem Hormon (FSH) zur Behandlung der Unfruchtbarkeit der Frau eingesetzt werden kann.

      • Rekombination
        • Re|kombination

        • Englischer Begriff: recombination

        • Fach: Genetik

        die Umlagerung von Erbgut (Faktorenaustausch) im Rahmen der Zellteilungsvorgänge, Meiose (dort Abb.). Erfolgt durch Umkombination ganzer homologer Chromosomen (= interchromosomale R.), durch Austausch von Bruchstücken homologer (= intrachromosomale intergenische R., Crossover) oder heterologer Chromosomen (Translokation). – Als weiterer Modus der Austausch von Nucleotidgruppen innerhalb eines Genlocus (= intrachromosomale intragenische R.). S.a. Recon, Transformation, Reparaturenzyme, Mendel-Gesetze (3).

      • Rekompression
        • Re|kompression

        • Englischer Begriff: recompression

        als Behandlungsmaßnahme bei Druckfallkrankheit die erneute Erhöhung des Umgebungsdruckes durch Verbringen in eine Druckkammer („R.-Kammer“ oder „R.-Schleuse“).

      • Rekon
        • Rekon

        • Englischer Begriff: recon

        • Fach: Genetik

        Recon.

      • rekonstruktive Plastik
        • Englischer Begriff: reconstructive plastic surgery

        • Fach: Chirurgie

        sekundäre, d.h. nach Abschluss der Primärheilung erfolgende Form- oder Funktionsplastik zum Ersatz eines verloren gegangenen Körperteils. S.a. reparative Plastik.

      • Rekonvaleszent
        • Rekonvaleszent

        • Englischer Begriff: convalescent

        Genesender.

      • Rekonvaleszentenserum
        • Rekonvaleszenten|serum

        • Englischer Begriff: convalescent serum

        prophylaktisch u. therapeutisch i.S. der passiven Immunisierung nutzbares Blutserum (wegen des Antikörpergehalts gegen die entsprechenden Erreger) von Personen, die eine bestimmte Infektionskrankheit überstanden haben.

      • Rekonvaleszenz
        • Rekonvaleszenz

        • Englischer Begriff: convalescence

        die Phase der „Genesung“ (vom Ende einer Krankheit, i.e.S. ihres akuten Stadiums, bis zur Wiederherstellung des früheren Gesundheitszustandes).

      • Rekordspritze#(r)
        • Rekord|spritze®

        Injektionsspritze, bestehend aus einem Glaszylinder mit Nickelfassung u. einem Nickelkolben; mit exzentrischem Konus als Loeb-Spritze.

      • Rekrudeszenz
        • Rekrudeszenz

        erneute Intensivierung der Krankheitssymptome nach eingetretener Remission (aber engl. recrudescence = Rezidiv!); s.a. Exazerbation.

      • Rekruitment
          • 1)
            Recruitment... (mehr)
          • 2)
            die sich bis zum Maximum steigernde Spannungszunahme des reflektorisch... (mehr)
        • Rekruitment 1)
          Rekruitment
          • 1)

          • Fach: Otologie

          Recruitment.

        • Rekruitment 2)
          Rekruitment
          • 2)

          • Synonyme: Rekrutierung(sphänomen)

          • Englischer Begriff: recruitment

          die sich bis zum Maximum steigernde Spannungszunahme des reflektorisch erregten Muskels infolge Aktivierung weiterer Motoneurone („Nachschub“) bei genügend langer konstanter Reizung der Afferenz (Reflexbogen). V.a. beim gekreuzten Streckreflex (analog aber auch bei Hemmungsreizen). – Ferner EEG-Begriff für das Auftreten rhythmischer Wellen zunehmender Amplitude infolge Aktivierung einer immer größer werdenden Zahl von gleichzeitig („Synchronisation“) oder mit bestimmter Phasenkoppelung entladenden Neuronen(verbänden); z.B. bei Flimmerlichtaktivation.

        • rektal
          • rektal

          • Synonyme: rectalis

          • Englischer Begriff: rectal

          zum Mastdarm (Rectum) gehörend, im oder durch den Mastdarm (s.a. Rektal..., Prokt[o]...).

        • rektale Untersuchung
          rektal
          • r. Untersuchung

          • Englischer Begriff: r. examination

          digitale Untersuchung der Mastdarmwand u. benachbarter Organe; s.a. Rektovaginaluntersuchung, Prokto-, Rektoskopie.

        • Rektalfistel
          • Rektal|fistel

          • Englischer Begriff: rectal fistula

          Fistula rectalis.

        • Rektalgonorrhö
          • Rektal|gonorrhö

          • Englischer Begriff: rectal gonorrhea

          gonorrhoische Proktitis.

        • Rektaltemperatur
          • Rektal|temperatur

          • Englischer Begriff: rectal temperature

          die mit Hilfe eines in den Afterkanal eingeführten Thermometers gemessene – der Kerntemperatur sehr nahe – Körpertemperatur (normal 37,0–37,4 °C; ca. 0,4° höher als die schneller variierende Mundtemperatur).

        • Rektitis
          • Rektitis

          • Englischer Begriff: rectitis

          Proktitis.

        • Rektosakropexie
          • Rekto|sakro|pexie

          • Fach: Chirurgie

          Mastdarmbefestigung (Proktopexie) am Kreuzbein.

        • Rektosigmoid-Resektion
          • Rekto|sigmoid-Resektion

          • Englischer Begriff: rectosigmoidectomy

          • Fach: Chirurgie

          operative Entfernung des oberen Rektums und des Sigmas.

        • Rektosigmoideoskop
          • Rekto|sigmoid(e)o|skop

          • Englischer Begriff: rectosigmoidoscope

          Rektoskop.

        • Rektosigmoideostomie
          • Rekto|sigmoid(e)o|stomie

          • Englischer Begriff: rectosigmoidostomy

          operative Vereinigung („Anastomosierung“) des afterseitigen („aboralen“) Mastdarmstumpfes mit dem mobilisierten Sigmoid bei der Kontinuitätsresektion eines Rektumkarzinoms.

        • Rektoskop
          • Rekto|skop

          • Englischer Begriff: rectoscope

          starres, röhrenförmiges Endoskop mit spitzennaher Beleuchtung zur direkten Betrachtung des Rektums u. Sigmas oder flexibles Fiberendoskop. Bezeichnung der Untersuchung: Rektoskopie/Rektosigmoideoskopie. Mit Hilfe von Zusatzinstrumenten auch für gezielte Probeexzision u. kleinere Eingriffe verwendbar (z.B. Blutstillung, Polypektomie, Lasertherapie). S.a. Proktoskop(ie).

        • Rektovaginalfistel
          • Rekto|vaginal|fistel

          • Englischer Begriff: rectovaginal fistula

          Mastdarm-Scheiden-Fistel, Fistula rectovaginalis.

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