Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Rektovaginaluntersuchung
    • Rekto|vaginal|untersuchung

    • Englischer Begriff: rectovaginal examination

    U. der inneren weibl. Geschlechtsorgane mit dem in die Scheide eingeführten Zeige- u. in den Mastdarm eingeführten Mittelfinger; v.a. zur Parametrienbeurteilung.

  • Rektovesikal...
    • Rekto|vesikal...

    • Synonyme: Rektozyst...; Proktozyst...

    • Englischer Begriff: rectovesical

    Mastdarm u. Blase betreffend.

  • Rektozele
    • Rekto|zele

    • Synonyme: Proktozele

    • Englischer Begriff: rectocele

    Aussackung der Mastdarmvorderwand infolge Schwäche des Septum rectovaginale; evtl. kombiniert mit Aussackung des Douglas-Raumes mit Herniation von Darmschlingen (= Douglasozele; s.a. Hernia vaginalis). – Auch Bez. für den Mastdarmbruch (Hernia rectalis).

  • Rektum
    • Rektum

    • Synonyme: Mastdarm

    Rectum.

  • Rektumamputation
    • Rektum|amputation

    • Englischer Begriff: proctectomy

    die operative Entfernung (Exstirpation) des Mastdarms einschließlich des umgebenden Beckenbindegewebes (mit Lymphbahnen u. -knoten) als Radikal-Operation bei Rektumkarzinom mit Anlegen eines Anus praeter oder aber nach dem sphinktererhaltenden Durchzugsverfahren einzeitig abdominosakral nach Hochenegg (1) oder Babcock-Bacon. S.a. Rektumresektion.

  • Rektumatresie
    • Rektum|atresie

    • Englischer Begriff: rectal atresia

    Atresia recti.

  • Rektumbiopsie
    • Rektum|biopsie

    • Englischer Begriff: rectum biopsy

    Biopsie der Mastdarmschleimhaut.

  • Rektumblase
    • Rektum|blase

    • Fach: Urologie

    aus einem isolierten Mastdarmsegment gebildete Ersatzblase; Stuhlableitung erfolgt durch einen Anus praeter sigmoideus bzw. das anal ausgeleitete Sigma; z.B. nach Mauclaire-König, Übermuth.

  • Rektumexstirpation
    • Rektum|exstirpation

    korrekte Bezeichnung für Rektumamputation.

  • Rektumhernie
    • Rektum|hernie

    • Englischer Begriff: rectal hernia

    Mastdarmbruch; s.a. Rektozele.

  • Rektumkarzinoid
    • Rektum|karzinoid

    • Englischer Begriff: rectal carcinoid

    Karzinoid des Mastdarms.

  • Rektumkarzinom
    • Rektum|karzinom

    • Englischer Begriff: cancer of the rectum

    der relativ häufige (7% aller Karzinome) Mastdarmkrebs; Darmkarzinom (dort Klassifikation, Diagnose) im Bereich des Rektums. Klinik: z.B. Blut/Schleim-Auflagerung im Stuhl (= Leitsymptom), Gewichtsverlust, Schmerzen (Tenesmen), Obstipation u. Diarrhöen. Lokalis.: Ein Drittel der Dickdarmkrebse ist der digitalen Austastung zugänglich. Ther.: je nach Lokalisation u. Stadium Rektumresektion, -amputation; evtl. endoskopische Abtragung (kleines, tief sitzendes Adenokarzinom; kurzzeitige Kontrollen!).

  • Rektumpfeiler
    • Rektum|pfeiler

    • Fach: Gynäkologie

    beidseits das vom Ligamentum cardinale der Gebärmutter nach hinten zum Mastdarm ziehende Beckenbindegewebe. Sein medialer Strang ist das Ligamentum sacrorectouterinum (Grundlage der Plica rectouterina); sein seitlicher Strang enthält Nerven u. Gefäße. Zwischen beiden Strängen liegen der Harnleiter u. lockeres Bindegewebe.

  • Rektumpolyp
    • Rektum|polyp

    • Englischer Begriff: rectal polyp

    polypöse, evtl. blutende u. durch den After vortretende Geschwulst (auch multipel: Rektumpolyposis, s.a. Polyp). Histologisch werden neben metaplastischen (mit unauffälliger Schleimhaut) v.a. adenomatöse Formen, aber auch Fibrome, Lipome unterschieden. V.a. das villöse Adenom (Zottentumor), das klinisch das Bild der exsudativen Gastroenteropathie bietet, gilt als echte Präkanzerose.

  • Rektumprolaps
    • Rektum|prolaps

    • Englischer Begriff: rectal prolapse

    Mastdarmvorfall; Vorfall der gesamten Mastdarmwand durch den After nach außen, meist Folge einer Beckenbodenschwäche, häufig bei ♀ nach mehreren Geburten. Vorkommen auch in den ersten 2 Lj., bedingt durch wenig fixiertes Rektum beim Säugling u. Kleinkind, v.a. aber bei neurologischen Ausfällen, bei anatomischen Fehlbildungen (z.B. des M. levator ani), bei chronischer Obstipation oder bei Darmpolypen im unteren Rektum. Kann Erstmanifestation einer Mukoviszidose sein.

    • R., innerer
      zylindrische Einstülpung der Schleimhaut oberer Mastdarmabschnitte in... (mehr)
  • Rektumprolaps, innerer
    Rektumprolaps
    • R., innerer

    zylindrische Einstülpung der Schleimhaut oberer Mastdarmabschnitte in die Mastdarmlichtung ohne Vortreten aus dem After; führt zu Obstipation, aber auch flüssigen, fetthaltigen, evtl. blutigen Stühlen.

  • Rektumresektion
    • Rektum|resektion

    • Englischer Begriff: rectal resection

    • Fach: Chirurgie

    Teilentfernung des Mastdarms, evtl. mit angrenzenden Kolonabschnitten.

  • Rektus
    • Rektus

    • Englischer Begriff: rectus

    Kurzbezeichnung eines Musculus rectus.

  • Rektusaußenrandschnitt
    • Rektus|außenrand|schnitt

    Lennander-Kulissenschnitt.

  • Rektusdiastase
    • Rektus|diastase

    • Englischer Begriff: diastasis recti

    Auseinanderweichen beider Rektusscheiden in der Linea alba, v.a. unterhalb des Nabels. Angeboren als Fusionsdefekt (z.B. bei Omphalozele), erworben z.B. infolge Narbenschwäche nach medianer Laparotomie.

  • Rektusplastik
    • Rektus|plastik

    • Fach: Ophthalmologie

    plastische Korrektur eines geraden Augenmuskels als Strabotomie.

  • Rekurarisierung
    • Re|kurarisierung

    • Englischer Begriff: recurarization

    das Wiederauftreten der Curare-bedingten Symptome nach Abklingen der Wirkung der postoperativ zur Beendigung der Muskelrelaxation verabfolgten Curare-Antidote Pro- oder Physostigmin (die Cholinesterasehemmung u. Acetylcholinanreicherung, nicht aber Zerstörung des Curare bewirken).

  • Rekurrensfieber
    • Rekurrens|fieber

    • Synonyme: Febris recurrens

    • Englischer Begriff: recurrent fever; relapsing f.

    Rückfallfieber.

  • Rekurrenslähmung
    • Rekurrens|lähmung

    • Englischer Begriff: paralysis of the recurrent nerve

    ein- oder beidseitige, vollständige oder teilweise (Rekurrensparese) Stimmbandlähmung infolge Schädigung des Nervus laryngeus recurrens (z.B. infolge unbeabsichtigter Durchtrennung bei Struma-Operation; als Druckeffekt durch Aortenaneurysma). Die komplette einseitige Form mit charakteristischer „Kadaverstellung“ (Intermediärstellung, Stimmband unbeweglich in Mittelstellung) u. mit heiserer Stimme, abgeschwächtem Hustenstoß (mangelnder Stimmritzen- = Glottisschluss) u. inspiratorischem Stridor; die beidseitige R. mit Stimmverlust (= Aphonie) oder Atemnot (Stimmbänder in Medianusstellung); bei teilweiser Nervenschädigung z.B. Postikus- u. Internuslähmung.

  • Rekurrensspirochäte
    • Rekurrens|spirochäte

    Borrelia recurrentis.

  • Rekursivanfall
    • Rekursiv|anfall

    • Englischer Begriff: seizure with body retroflexion

    epileptischer Anfall mit Rückwärtsbeugung von Kopf u. Oberkörper.

  • Rekurvation
    • Englischer Begriff: recurvation

    Durchbiegen bzw. Durchgebogensein nach hinten (z.B. Genu recurvatum).

  • Relaiskerne
    • Relais|kerne

    • Synonyme: -zellen

    • Englischer Begriff: relay nuclei; relay cells

    der Umschaltung nervöser Impulse auf andere Systeme dienende Kerne oder Zellen (Assoziationszellen, Assoziationsfasern; Interneuron des Zentralnervensystems).

  • Relaparotomie
    • Re|laparo|tomie

    • Englischer Begriff: relaparotomy

    erneute Laparotomie, z.B. als Maßnahme bei frühen postoperativen Komplikationen oder komplizierenden Spätfolgen (z.B. Anastomosenulkus), zur Befundkontrolle (Second-Look-Operation), zur Beseitigung eines Interimszustandes (z.B. eines Anus praeter).

  • Relaps
    • Re|laps

    • Englischer Begriff: relapse

    „Rückfall“ einer Krankheit nach scheinbarer oder nach echter Heilung (= Rezidiv).

  • Relationspathologie
    • Relations|pathologie

    s.u. Ricker.

  • relative biologische Wirksamkeit
    • Englischer Begriff: relative biologic effectiveness

    die verhältnismäßige biologische Strahlenwirksamkeit, RBW.

  • Relaxans
    • Relaxans

    • Englischer Begriff: relaxant

    • Fach: Pharmazie

    Muskelrelaxanzien.

  • Relaxatio
    • Re|laxatio

    • Synonyme: -laxation

    • Englischer Begriff: relaxation

    Entspannung.

  • Relaxatio 1)
    Relaxatio
    • 1)

    • Fach: Physiologie

    Erschlaffung kontraktiler oder dehnbarer Gewebe nach aktiver oder passiver Spannungszunahme.

  • Relaxatio 2)
    Relaxatio
    • 2)

    • Fach: Pathologie

    abnorme Erschlaffung. Als R. diaphragmatica der bis zur Aufhebung der Kontraktilität reichende Verlust des Muskeltonus des Zwerchfells mit dessen Überdehnung u. Bewegungen i.S. der paradoxen Atmung; angeboren als Defektfehlbildung oder erworben (z.B. infolge Phrenikusschädigung).

  • Relaxatio 3)
    Relaxatio
    • 3)

    • Fach: Pharmakologie

    Anw. von Muskel- bzw. Psychorelaxanzien.

  • Relaxatio 4)
    Relaxatio
    • 4)

    • Fach: Physik

    s.u. Relaxationszeit.

  • Relaxation, progressive nach Jacobson
    Relaxatio
    • R., progressive (nach Jacobson)

    Muskelrelaxation, progressive.

  • Relaxationstheorie
    • Relaxations|theorie

    Die Akkommodation des Auges resultiert aus der Erschlaffung der Zonula-Fasern (durch Anspannung des Musculus ciliaris) u. der nachfolgenden Spannungsminderung der Linsenkapsel.

  • Relaxationszeit
    • Relaxations|zeit

    • Englischer Begriff: relaxation time

    Abbildung

    Zeit, während der in einem System – nach Änderung einer (äußeren) Kraft – eine Nachwirkungserscheinung („Relaxation“) durch verzögertes Erreichen eines neuen Gleichgewichtszustandes auftritt.

  • Relaxin
    • Relaxin

    • Englischer Begriff: relaxin

    ein – v.a. im Corpus luteum graviditatis gebildetes – Polypeptidhormon, das in der Schwangerschaft u.a. die Eigenschaften des Bindegewebes ändert.

  • Releasability
    • Re|leas|ability

    • Etymol.: engl.

    (unspezifisch gesteigerte) Reaktionsbereitschaft Mediator-sezernierender Zellen.

  • Releasing-Hormone
    • Synonyme: RH (Abk.); Liberine

    im Hypothalamus gebildete, hypophyseotrope Hormone, die im Hypophysenvorderlappen die Bildung u. Ausschüttung glandotroper Hormone stimulieren (s.a. Hypothalamushormone, neuroendokrine Hormone = Neurohormone). R. sind Oligopeptide aus 3–14 Aminosäuren, sie werden vom Hypothalamus zur Hypophyse durch das Portalgefäßsystem transportiert. Formen: TRH (Thyreotropin), CRH (Corticotropin), GnRH (Gonadotropin; stimuliert die Freisetzung sowohl von FSH als auch LH), PRH (Prolactin; wahrscheinlich identisch mit TRH), SRH (somatotropes Hormon), MRH (melanozytenstimulierendes Hormon). Ggs.: Inhibiting-Hormone.

  • Reliabilität
    • Etymol.: engl. reliable = zuverlässig

    • Englischer Begriff: reliability

    • Fach: Statistik

    Zuverlässigkeit einer Merkmalserfassung.

  • Reliefdiagnostik
    • Relief|diagnostik

    • Fach: Röntgenologie

    Kontrastdarstellung des Schleimhautreliefs eines Hohlorgans (i.e.S. des Magen-Darm-Kanals).

  • Reluxation
    • Re|luxation

    • Englischer Begriff: redislocation

    erneute Ausrenkung (Luxation) eines Gelenkes nach erfolgter Reposition.

  • REM
    • rem
      • Etymol.: engl.

      • Fach: Radiologie

      Akronym aus „rad equivalent man“ als Bezeichnung der Einheit der Äquivalentdosis (RBW); 1 rem = 0,01 Sv (Sievert); s.a. Rad.

    • REM 1)
    11844