Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • reverses T3
    • Englischer Begriff: reverse T3

    s.u. Trijodthyronin.

  • reversibel
    • reversibel

    • Englischer Begriff: reversible

    umkehrbar (Reversion); völlig, mit Restitutio ad integrum abheilend; chem in beiden Reaktionsrichtungen ablaufend.

  • Reversion
    • Reversion

    • Englischer Begriff: reversion

    Umkehr(ung) eines Vorganges, einer Entwicklung; z.B. bakt die meist nur teilweise Rückkehr aus einer veränderten Wuchsform in die ursprüngliche (z.B. R- in S-Form). Auch Rückmutation: die Umkehr einer Punktmutation (nur ein Basenpaar betreffend) durch Rekombination anhand der nicht mutierten Wildtyp-Sequenz; serol das Umschlagen einer diagnostischen immunolog. Reaktion von „positiv“ in „negativ“. S.a. Inversion.

  • Revertante
    • Revertante

    • Englischer Begriff: revertant

    Mutante, die sich durch Reversion dem Phänotyp des Wildtyps nähert.

  • Revertase
    • Revertase

    • Englischer Begriff: reverse transcriptase

    reverse Transcriptase.

  • Reviparin

      ein niedermolekulares Heparin.

    • Revitalisierung
      • Englischer Begriff: revitalization

      Wiederherstellung der normalen Vitalität (z.B. bei vorzeitiger Alterung, nach Krankheiten) durch allgemein stärkende (= roborierende) u. rehabilitierende Maßnahmen.

    • Revolutio cordis
      • Revolutio cordis

      • Englischer Begriff: cardiac cycle

      Herzzyklus.

    • Revulsio
      • Re|vulsio

      • Englischer Begriff: revulsion

      entlastende „Ableitung“ von Blut, Gewebssäften aus erkrankten Organen, Körperteilen durch Herbeiführen einer Blutfülle (Hyperämie) anderer Körperabschnitte, z.B. durch örtliche Anw. ableitender Mittel (= Revulsiva remedia), durch Aderlass.

    • Reye-Syndrom
      • Reye-Syndrom

      • Englischer Begriff: Reye's syndrome

      • 1)
        (1963) akute Enzephalopathie mit Fettleberhepatitis, v.a... (mehr)
      • 2)
        s.u... (mehr)
    • Reye-Syndrom 1)
      Reye-Syndrom
      • 1)

      • Synonyme: Reye(-Morgan-Baral)-Syndrom

      • Englischer Begriff: white liver disease

      • Biogr.: Ralf Douglas R.; austral. Pathologe

      (1963) akute Enzephalopathie mit Fettleberhepatitis, v.a. des späten Säuglings- u. des Kleinkindalters im Anschluss an einen viralen Infekt. Ätiol.: ungeklärt (Virusinfekt?, evtl. in Zusammenhang mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure, exogenen Noxen wie z.B. Aflatoxin). Klinik: Hyperpyrexie, schweres Erbrechen u. zunehmende zerebrale Symptomatik (Enzephaloenteritis) mit Desorientiertheit u. Rindenblindheit, dann Stupor u. tonisch-klonische Krämpfe, Übergang in ein Koma. Ferner flüchtiger Ausschlag, Lebervergrößerung, Diabetes insipidus, Hypotonie. Diagn.: Hypernatriämie, exzessive Transaminasenerhöhung bei fehlendem Ikterus, erhöhtes Ammoniak u. Gerinnungsstörung. Pathol.: Hirnödem, periportale Verfettung u. Nekrosen der Leber, evtl. auch der Nieren, des Pankreas, Myokards. Ther.: symptomatisch unter intensivmed. Betreuung. Progn.: schlecht, Gesamtmortalität von 25%, abhängig von der Tiefe des Komas.

    • Reye-Syndrom 2)
      Reye-Syndrom
      • 2)

      • Synonyme: Reye-Sheehan-Syndrom

      • Biogr.: E. R.; dt. Arzt

      s.u. Simmonds-Syndrom.

    • Reynier-Nager-Syndrom
      • (de-)Reynier-Nager-Syndrom

      • Englischer Begriff: Nager-(de) Reynier syndrome

      s.u. Nager-Reynier-Syndrom.

    • Reynolds-Zahl
      • Reynolds-Zahl

      • Englischer Begriff: Reynolds number

      Kennzahl für reibungsbehaftete Strömungsvorgänge.

    • rezent
      • rezent

      • Synonyme: recens

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: recent

      anthrop gegenwärtig lebend (als Ggs. zu fossil); pharm frisch bereitet („recenter paratum“).

    • Rezept
      • Rezept

      • Englischer Begriff: prescription

      urkundlich rechtsgültige, schriftliche Anweisung eines (hierfür haftenden) approbierten Arztes oder Zahnarztes zur Ausführung bestimmter diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen, v.a. aber – an Apotheken gerichtet – zur Abgabe eines Arzneimittels (als Betäubungsmittel-R. unter Beachtung der besonderen gesetzl. Vorschriften). S.a. Praescriptio, Subscriptio, Inscriptio, Signatur.

    • rezeptiv
      • rezeptiv

      • Englischer Begriff: receptive

      aufnehmend, über Rezeptoren reagierend.

      • r. Feld   Abbildung
        einer einzelnen Sehnervenfaser zuzuordnender Netzhautbereich mit den dazugehörenden... (mehr)
    • rezeptives Feld
      rezeptiv
      • r. Feld

      Abbildung

      einer einzelnen Sehnervenfaser zuzuordnender Netzhautbereich mit den dazugehörenden Photorezeptoren (Stäbchen u. Zapfen), dessen Belichtung – infolge der komplizierten Verschaltung (Abb.) in der Retina – zu unterschiedlichen Reaktionsmustern des zugehörigen Neurons führt. Ein „On-Zentrum-Neuron“ wird bei Belichtung im Zentrum seines r. F. erregt u. bei Belichtung der Peripherie des r. F. gehemmt; bei Ausschalten des Lichtreizes sind die Reaktionen entgegengesetzt. Ein „Off-Zentrum-Neuron“ reagiert genau umgekehrt (d.h., es wird bei Belichtung im Zentrum des r. F. gehemmt). Bei Belichtung des ganzen r. F. dominiert der Effekt des Zentrums.

    • Rezeptor
      • Re|zeptor

      • Englischer Begriff: receptor

      Struktur im Organismus, die spezifische Reize zu empfangen vermag und eine darauf beruhende Folgereaktion vermittelt. Die Spezifität eines R. für einen bestimmten Reiz beruht auf seinem Aufbau, seiner Lokalisation innerhalb des Organismus und seiner Funktion. Klassifik.: Eine Einteilung kann nach verschiedenen Gesichtspunkten (z.B. Schnelligkeit der Reizanpassung, also Adaptationsverhalten; Art der Impulsbildung) erfolgen; häufigste sind die nach Art des Reizes (s.u. 1) und der Art des Rezeptors (s.u. 2). Nach dem Reizursprung lassen sich Extero- und Enterorezeptoren unterscheiden: Extero-R. empfangen Reize aus der Umwelt (z.B. Licht, Schall, Berührung, Gerüche); Entero-R. (Interorezeptoren) registrieren Zustände im Inneren des Organismus. Funktion: Die Bedeutung der R. ist vielfältig – u.a. Regulation von Stoffwechselprozessen (direkte Aufnahme von Stoffwechselprodukten in die Zelle, Informationsübertragung); Aufrechterhaltung der Balance zwischen Zelluntergang u. -erneuerung; Immunantwort; Homöostase; Schnittstelle zwischen Organismus u. Umwelt (Kommunikation; Orientierung, Anpassung). Diagn.: Nachweis von R. mittels monoklonaler Antikörper, markierter Substrate, Lectine, immunhistochemisch, Fluoreszenzverfahren, NMR-Spektroskopie, Elektronenmikroskopie etc.

      • 1)
        die für spezifische äußere Reize empfindliche „Empfangseinrichtung“... (mehr)
      • 2)
        drei Formen von R., die sich nach anatomischen, funktionellen und biochemischen... (mehr)
    • Rezeptor 1)
      Rezeptor
      • 1)

      • Fach: Physiologie

      die für spezifische äußere Reize empfindliche „Empfangseinrichtung“ einer Zelle oder eines Organs bzw. Systems. Besitzt entsprechend ihrer Funktion u. Lokalisation einen besonderen Aufbau und wird bezeichnet nach der Art des zu registrierenden Reizes: Mechanorezeptoren reagieren auf Druck, Berührung oder Dehnung. Zu ihnen gehören auch Berührungsrezeptoren der Haut, die Barorezeptoren im Dienste der Blutdruckregulation sowie Muskelspindeln als Dehnungsrezeptoren. Thermorezeptoren können Temperaturunterschiede erfassen, Photorezeptoren registrieren Lichtunterschiede. Chemorezeptoren können die Konzentration gelöster Substanzen in Körperflüssigkeiten messen. Zu ihnen gehören die Osmorezeptoren, die Osmolarität registrieren, Chemorezeptoren, die im Rahmen der Atmungsregulation Änderungen im Sauerstoff- oder Kohlendioxidpartialdruck erfassen, sowie Geschmacks- oder Geruchsrezeptoren, die verschiedene Substanzgruppen erfassen und deren Klassifizierung ermöglichen. Schmerzrezeptoren reagieren meist unspezifisch auf verschiedene Reize wie Hitze, Druck oder chemische Verbindungen und vermitteln die Auslösung von Schmerzempfindungen. S.a. Sinne (dort Tab.).

    • Rezeptor 2)
      Rezeptor
      • 2)

      • Fach: Biochemie, Pharmazie, Immunologie

      drei Formen von R., die sich nach anatomischen, funktionellen und biochemischen Faktoren unterscheiden lassen: Membranrezeptoren (Oberflächenrezeptoren, Zellmembranrezeptoren), intrazelluläre R. und Sinneszellen des entsprechenden „Rezeptororgans“ (das i.w.S. auch als R. bezeichnet wird). Membranrezeptoren werden in erster Linie nach dem spezifischen Liganden, z.B. dem Hormon, Neurotransmitter oder Arzneimittelwirkstoff, benannt. Med. von besonderer Bedeutung sind neben den Opiatrezeptoren die Membranrezeptoren des vegetativen Nervensystems (cholinerge R. [Muscarin-R., Nicotin-R.] und adrenerge R. [Alpha- u. Betarezeptoren]), außerdem die Histamin-R. (s.u. Histamin). Intrazelluläre R. befinden sich als „signalübermittelnde“ Struktur innerhalb von Zellen (z.B. der zytosolische Steroidrezeptor) und binden Stoffe, die in der Lage sind, die Zellmembran zu passieren. Sie liegen entweder als lösliche Eiweiße im Zytoplasma der Zelle (zytosolische R.) oder am Zellkern (nukleäre R.) vor. Bindet ein spezifischer Ligand an einen intrazellulären R., wandert dieser in den Zellkern und aktiviert dort Gene für bestimmte Eiweiße, wobei es sich meist um Enzyme handelt, die entsprechende Stoffwechselvorgänge einleiten. Sinneszellen sind als sensorische R. zur Bildung von Reizpotentialen (Aktionspotential) befähigt.

    • Rezeptorbestimmung
      • Rezeptor|bestimmung

      Messung der Hormonrezeptoren im Tumorgewebe; v.a. Östrogen- u. Progesteronrezeptoren bei Mammakarzinom. Die Bestimmung erfolgt z.B. mit der DCC-(dextran-coated-charcoal-)Methode, unter Verwendung monoklonaler Antikörper durch den Enzymimmunoassay (EIA) oder immunhistochemisch z.B. mit der ERICA-Methode (estrogen receptor immunocytochemical assay). Patientinnen mit rezeptorpositivem (= rezeptorreichem) Mammakarzinom sprechen i.d.R. sehr viel besser auf eine endokrine Therapie an als Patientinnen mit rezeptornegativem (= rezeptorarmem) Tumor.

    • rezessiv
      • rezessiv

      • Englischer Begriff: recessive

      zurücktretend, überdeckt. Rezessivität.

    • Rezessivität
      • Englischer Begriff: recessivity

      • Fach: Genetik

      (Mendel 1865) im Erbgang das „Zurücktreten“ eines Allels („rezessives Gen“) gegenüber dem Partner; i.w.S. auch das Ausbleiben einer Manifestation im Phänotyp als Auswirkung der Defizienz oder Deletion eines Genlocus. – Ggs.: Dominanz.

    • Rezidiv
      • Rezidiv

      • Englischer Begriff: relapse

      „Rückfall“ einer Krankheit, i.e.S. ihr Wiederauftreten nach völliger Abheilung. Als Tumor-R. das R. nach zunächst (scheinbar völlig) erfolgreicher Op. oder Strahlentherapie. Ist als R. nach Infektionskrankheit verursacht durch erneute Infektion mit dem ursprünglichen Erreger oder durch Erreger aus einem erneut aktiven Krankheitsherd.

    • rezidivierend
      • Englischer Begriff: relapsing

      wiederkehrend (Rezidiv).

    • Rezidivstenose
      • Rezidiv|stenose

      das Wiederauftreten einer Verengung an einem Gefäß oder Hohlorgan nach therapeutischen Eingriffen, z.B. als Ödem- oder arteriosklerotisch bedingte R. der Koronararterien nach PTCA oder Bypass-Operation am Herzen, nach Gefäßoperationen oder als Tumor- oder verwachsungsbedingte R. eines Darmabschnitts nach einer Darmoperation.

    • reziprok
      • rezi|prok

      • Englischer Begriff: reciprocal

      wechselseitig; aufeinander bezüglich (an Agonisten bzw. Antagonisten).

    • Rezirkulation
      • Re|zirkulation

      • Englischer Begriff: recirculation

      Wiedereinströmen; z.B. als Homing die Wiederkehr der in der Darmschleimhaut angesiedelten Lymphozyten nach Abwandern in die Blutbahn.

    • Rezirkulationsvitium
      • Rezirkulations|vitium

      • Englischer Begriff: recirculation defect

      Shuntvitium.

    • RF
      • Rf
          • 1)
            Symbol für das Element Rutherfordium... (mehr)
          • 2) Rf
            in der Papierchromatographie der Quotient aus den Laufstrecken von Substanz... (mehr)
        • RF 1)
          RF
          • 1)

          • Englischer Begriff: RF

          Abk. für Rheumafaktor.

        • Rf 1)
          Rf
          • 1)

          • Englischer Begriff: Rf

          • Fach: Chemie

          Symbol für das Element Rutherfordium.

        • RF 2)
          RF
          • 2)

          • Synonyme: Abk. für releasing factor

          • Etymol.: engl.

          wenig gebräuchlich für Releasing-Hormon.

        • Rf 2): Rf
          Rf
          • 2) Rf

          • Synonyme: RF(-Wert)

          • Etymol.: engl.

          • Englischer Begriff: ratio, front

          in der Papierchromatographie der Quotient aus den Laufstrecken von Substanz u. Lösungsmittelfront.

        • RF 3)
          RF
          • 3)

          • Fach: Bakteriologie

          Abk. für Resistenzfaktor.

        • RFLP-Analyse
          • Englischer Begriff: RFLP analysis

          Abk. für Restriktionsfragmentlängenpolymorphismen-Analyse.

        • RG

            Abk. für Rasselgeräusch (1).

          • RGT-Regel
            • RGT-Regel

            • Synonyme: Abk. für Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur-Regel; van't-Hoff-Regel

            • Englischer Begriff: van't Hoff's rule

            Eine Temperaturerhöhung um 10 °C  steigert die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen um das Zwei- bis Vierfache.

          • RH
            • RH

            Abk. für Releasing-Hormon.

          • Rh
            • Rh

            • 1)
              Symbol für das Element Rhodium... (mehr)
            • 2)
              das Antigen Rh (= D) des Rhesus-Systems (als rh', rh'' ferner Partialantigene... (mehr)
          • rH
            • rH

            der für eine Redoxreaktion charakteristische (z.B. mit Redoxindikatoren messbare, aus dem Redoxpotential errechenbare) Wasserstoffdruck einer Lösung (als Maß der Reduktionskraft).

          • Rh 1)
            Rh
            • 1)

            • Englischer Begriff: Rh

            • Fach: Chemie

            Symbol für das Element Rhodium.

          • Rh 2)
            Rh
            • 2)

            • Englischer Begriff: Rh; Rhesus blood group D antigen

            das Antigen Rh (= D) des Rhesus-Systems (als rh', rh'' ferner Partialantigene des Systems).

          • Rh-Antikörper
            • Rh-Antikörper

            • Englischer Begriff: Rh-antibodies

            Rhesusantikörper.

          • Rh-Erythroblastose
            • Rh-Erythro|blastose

            • Englischer Begriff: Rh erythroblastosis

            Rhesus-Erythroblastose.

          • Rh-Faktor
            • Rh-Faktor

            • Englischer Begriff: Rh factor

            Abk. für Rhesus-Faktor.

          • rH-Indikator
            • rH-Indikator

            Redoxindikator, rH.

          • Rh-Inkompatibilität
            • Rh-Inkompatibilität

            • Englischer Begriff: Rh incompatibility

            Rhesus-Inkompatibilität.

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