Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • rh-negativ
    • rh-negativ

    • Synonyme: rh (Abk.)

    s.u. Rhesus-Faktor.

  • Rh-positiv
    • Rh-positiv

    • Synonyme: Rh (Abk.)

    • Englischer Begriff: Rh positive

    s.u. Rhesus-Faktor.

  • Rh-Sensibilisierung; Rh-System
    • Rh-Sensibilisierung; Rh-System

    s.u. Rhesus...

  • rH-Wert
    • rH-Wert

    • Fach: Chemie

    rH.

  • Rhabarberwurzel
  • Rhabditidae
    • Rhabditidae

    eine Familie der Fadenwürmer [Nematoden]; u.a. mit den Gattungen Diploscapter, Strongyloides u. Rhabditis.

  • Rhabdomyolyse
    • Rhabdo|myo|lyse

    • Englischer Begriff: rhabdomyolysis

    Auflösung quer gestreifter Muskelfasern; z.B. bei Crush-Syndrom (s.a. Myoglobinurie); ferner als Komplikation bei Heroin-Süchtigen (im Koma).

  • Rhabdomyom
    • Rhabdo|myom

    • Englischer Begriff: rhabdomyoma

    Myom der quer gestreiften Muskulatur; i.e.S. das Myoblastenmyom (= Abrikossoff-Tumor).

  • Rhabdomyosarkom
    • Rhabdo(myo)sarkom

    • Englischer Begriff: rhabdomyosarcoma

    Myosarkom der quer gestreiften Muskulatur; als R. im Kindesalter einer der häufigsten Weichteiltumoren; bei Erwachsenen selten. Lokalis.: v.a. an Kopf u. Hals, Urogenitaltrakt u. Becken (Harnblase, Prostata, Hodenhüllen beim Knaben, Harnblase u. Vagina beim Mädchen); seltener in den Extremitäten u. am Stamm. Einteilung: Histologisch unterschieden werden embryonales (Variante: Sarcoma botryoides), alveoläres, pleomorphes R. (v.a. bei Adoleszenten u. Erwachsenen). Die Klassifikation (Stadium I–IV) erfolgt nach dem System der Cooperativen Weichteilsarkomstudie (in Anlehnung an das Staging-System der Intergroup Rhabdomyosarcoma Study [IRS] der USA). Ther.: (stadienabhängig) Polychemotherapie, ggf. Strahlentherapie (bei Hochrisikopatienten). – R. der Niere(Birch-Hirschfeld): Wilms-Tumor.

  • Rhabdosphinkter
    • Rhabdo|sphinkter

    • Englischer Begriff: striated muscle sphincter

    Schließmuskel aus quer gestreifter Muskulatur (z.B. M. sphincter ani externus).

  • Rhabdoviren
    • Rhabdoviren

    • Englischer Begriff: rhabdoviruses

    die Familie Rhabdoviridae der RNS-Viren mit der Gattung Vesiculovirus; stäbchen- bzw. geschossförmig, mit innerer Helix; darunter als humanpathogene das Tollwut-, Marburg-Virus (Rhabdovirus simiae); als Arboviren z.B. das Cocal-Virus, das Virus der vesikulären Stomatitis.

  • Rhachioalgie
    • Rhachi|(o)algie

    • Synonyme: -odynie

    • Englischer Begriff: rachialgia; rachiodynia

    Wirbelsäulen- oder Rückenschmerz.

  • Rhachiopagus
    • Rhachi(o)pagus

    • Englischer Begriff: rachiopagus

    symmetrische Doppelfehlbildung mit Rücken-zu-Rücken-Verwachsung bei gemeinsamer Wirbelsäule.

  • Rhachiotomie
    • Rhachi(o)tomie

    • Englischer Begriff: rachiotomy

    • Fach: Orthopädie

    Kolumnotomie.

  • Rhachiozele
    • Rhachiozele

    • Englischer Begriff: rachiocele

    Myelozele.

  • Rhachischisis
    • R(h)achi|schisis

    • Englischer Begriff: rachischisis

    Hemmungsfehlbildung der Wirbelsäule mit Spaltbildung der Wirbelbögen oder Wirbelkörper (= Rh. posterior bzw. anterior); bereichsbeschränkt als Rh. partialis, z.B. an der LWS; häufig mit Meningo(myelo)zele kombiniert. S.a. Spina bifida.

  • Rhachitis
    • Rhachitis

    • Englischer Begriff: rickets

    Rachitis.

  • Rhagade
    • Rhagade

    • Synonyme: Rhagas; Hautschrunde

    • Englischer Begriff: rhagade

    mikrotraumatischer linearer Riss (Fissur; ohne Gewebsverlust) in entzündlich oder hyperkeratotisch veränderter Haut, v.a. in der Umgebung natürlicher Körperöffnungen; s.a. Effloreszenzen (dort Abb.).

  • Rhagozyten
    • R(h)ago|zyten

    • Synonyme: RA-Zellen

    • Englischer Begriff: ragocytes

    in – v.a. rheumatisch-entzündlichen – Gelenkergüssen vorkommende phagozytäre segmentkernige Granulozyten u. Mono- oder Histiozyten mit überwiegend hellen Körnchen wechselnder chemischer Zusammensetzung im – v.a. peripheren – Zytoplasma (enthalten u.a. Antikörper-Komplexe; bei pcP aus dem Rheumafaktor entstehende 22-S-Globuline).

  • Rhamnose
    • Rhamnose

    • Synonyme: Isodulcit

    • Englischer Begriff: rhamnose

    C6H12O5; ein 6-Desoxyzucker (Typ Methyl-aldo-pentose; α- u. β-Form, links- bzw. rechtsdrehend). In Glykosiden („Rhamnoside“; z.B. Strophanthin, Rutin), auch in immunogenen mikrobiellen Polysacchariden. Kann zu 5-wertigem Alkohol (Rhamnit) reduziert werden. – Die Ketoform heißt Rhamnulose.

  • Rhamnus
    • Rham|nus

    • Englischer Begriff: buckthorn

    eine Gattung der Holzgewächse [Rhamnaceae].

  • Rhamnus catharticus
    Rhamnus
    • Rh. catharticus

    • Synonyme: Kreuzdorn

    Abbildung

    Heilpflanze; Anw. der Emodin-haltigen Rinde, der unreifen „Gelbbeeren“ u. reifen Früchte als Abführmittel.

  • Rhamnus frangula
    Rhamnus
    • Rh. frangula

    Abbildung

    Faulbaum; Anw. der Rinde (Frangulae cortex) als Laxans (enthält u.a. Hydroxyanthracen-Derivate; s.a. Abführmittel, Anthrachinon). Frischrinde erregt Erbrechen.

  • Rhaphani sativi radix
    • Synonyme: Schwarze Rettichwurzel

    als Heilpflanzenbestandteil in spezieller Aufbereitung nachweislich wirksam bei Dyskinesien der Gallenwege, dyspeptischen Beschwerden u. Katarrhen der oberen Luftwege. Kontraind.: Gallensteinleiden.

  • Rhei radix
    • Synonyme: Rhabarberwurzel

    Abbildung

    in der Naturheilkunde genutzter Pflanzenbestandteil; in spezieller Aufbereitung nachweislich wirksam bei Obstipation. Kontraind.: Ileus, entzündliche Darmerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit.

  • rheo...

      Wortteil „Fließen“, „Strömung“.

    • Rheobase
      • Rheo|base

      • Englischer Begriff: rheobase

      die minimale Stromintensität, die als „Schwellenstromstärke“ bei langer Impulsdauer (300 ms, also praktisch als Gleichstrom) ein Gewebe gerade noch zu erregen vermag. S.a. Reizzeit-Spannungs-Kurve (dort Abb.); Chronaxie.

    • Rheographie
      • Rheo|graphie

      • Englischer Begriff: rheography

      apparatives Verfahren (z.T. mit Aufzeichnung einer Differentialkurve) zur Abschätzung der Durchgängigkeit großer u. mittlerer Arterien der Gliedmaßen u. des Schädels anhand der sich pulssynchron mit der Gefäßfüllung ändernden elektrischen Leitfähigkeit für hochfrequente Wechselströme, s.a. Impedanz, Lichtreflexionsrheographie – Früher als Rheokardiographie auch zur Bestimmung z.B. der Zyklusphasen des Herzens.

    • Rheologie
      • Rheo|logie

      • Synonyme: Fließlehre

      • Englischer Begriff: rheology

      die Lehre von der Mechanik (Fließen, Verformung, Reibung) kontinuierlicher (d.h. nicht ganz fester u. nicht ganz flüssiger) Stoffe, z.B. des Blutes (s.u. Hämorrheologie).

    • Rheoplethysmographie Burch
      • Rheo|plethysmo|graphie (Burch)

      • Englischer Begriff: Burch's rheoplethysmography

      Bestimmung der peripheren Durchblutung u. Gefäßreagibilität anhand der Ein- u. Ausstromvolumina u. -geschwindigkeiten (u. deren Differenzen) am Finger.

    • Rhesasthenie
      • Rhes|asthenie

      berufsbedingte Phonasthenie. Form der Dysphonie.

    • Rhese-Goalwin-Orbitaaufnahme
      • Rhese(-Goalwin)-Orbitaaufnahme

      Abbildung

      (Feinstfokus-)Aufnahme (Abb.) des Foramen opticum.

    • Rhesus-Antigene
      • Rhesus-Antigene

      • Englischer Begriff: Rh antigens

      die Antigene („Agglutinogene“) des Rhesus-Systems. Sie sind durch drei allele Genpaare determiniert, komplex und aus (Teil- =) „Partialantigenen“ zusammengesetzt. S.a. Blutgruppen.

    • Rhesus-Antikörper
      • Rh(esus)-Antikörper

      • Englischer Begriff: anti-Rh antibodies

      die nur nach Immunisierung durch Rh-Antigene entstehenden Immunantikörper des Rhesus-Systems (s.a. Rhesus-Erythroblastose). Nachweis erfolgt durch Objektträgermethode mit Rh-positiven u. rh-negativen Erythrozyten der Blutgruppe 0 oder mittels Coombs-Test.

    • Rhesus-Erythroblastose
      • Rh(esus)-Erythroblastose

      • Englischer Begriff: Rh erythroblastosis

      schwere Erythroblastose infolge Rh-Inkompatibilität; angeboren (Morbus haemolyticus neonatorum) oder durch Transfusion erworben.

    • Rhesus-Faktor
      • Rh(esus)-Faktor

      • Englischer Begriff: Rh blood group antigen

      (Landsteiner u. Wiener 1940; Rhesus[affe]) eine erbliche, der Erythrozytenmembran eigene, durch Rh-Antisera nachweisbare Blutgruppeneigenschaft (Rhesus-System). Rh-positiv (Symbol „Rh“) sind z.B. 85% unserer Bevölkerung; rh-negative Personen („rh“) können im Fall der Rhesus-Sensibilisierung Rhesus-Antikörper bilden (woraus evtl. ein Morbus haemolyticus neonatorum bzw. ein Transfusionsschaden resultiert).

    • Rhesus-Inkompatibilität
      • Rh(esus)-Inkompatibilität

      • Englischer Begriff: Rh incompatibility

      Blutgruppenunverträglichkeit bezüglich des Rhesus-Faktors.

    • Rhesus-Sensibilisierung
      • Rh(esus)-Sensibilisierung

      • Englischer Begriff: Rh sensitization

      durch Transfusion oder diaplazentare Einschwemmung (Immunisierung der Mutter durch kindliche Erythrozyten) Rh-positiver Erythrozyten in eine rh-negative Person bedingte Sensibilisierung (mit Bildung entsprechender Rhesus-Antikörper). Vorbeugung („Rhesus-Prophylaxe“) möglich mit Anti-D-Immunglobulin.

    • Rhesus-System
      • Rh(esus)-System

      • Englischer Begriff: Rh blood group

      Tabelle

      (1940) das durch die Rhesus-Faktoren gesteuerte System der Blutkörpercheneigenschaften „Rhesus“. Die Nomenklatur (Tab.) ergibt sich aus der Fisher-Race-3-Gen-Theorie (der zufolge drei Paare gekoppelter alleler Gene, darunter das amorphe Gen „d“, an drei benachbarten Loci des gleichen Chromosomenpaares liegen) bzw. der Wiener-1-Gen-Theorie (eine Serie multipler alleler Gene an einem Ort des Chromosomenpaares). Die Tab. berücksichtigt die zu je zwei eine „Dublette“ bildenden Partialantigene mit den aus ihnen resultierenden acht häufigsten Antigen-Kombinationen (cDe, CDe, cDE, CDE u. cde, Cde, cdE, CdE bzw. die Wiener-Entsprechungen R0, R1, R2, Rz u. r, r', rr'', ry). – Die Untergruppen (ursprünglich die sich aus den sechs Partialantigenen des Rh-Systems ergebenden acht Kombinationsmöglichkeiten mit insgesamt 36 Genotypen) sind in Anbetracht der jetzt 40 bekannten Antigene (Allotypen) zahlenmäßig nicht mehr überschaubar.

    • Rhesusaffe
      • Rhesus(affe)

      • Synonyme: Macaca rhesus

      • Englischer Begriff: rhesus monkey

      Südasiatischer Hundsaffe [Cercopithecidae]. – Labortier, dessen Erythrozyten nach i.v. Injektion bei Meerschweinchen u. Kaninchen Antikörper-Bildung hervorrufen (führte zur Aufdeckung des Rhesus-Systems des Menschen).

    • Rheuma
      • Rheuma

      Kurzbezeichnung des Rheumatismus.

    • Rheumafaktor
      • Rheuma|faktor

      • Englischer Begriff: rheumatoid factor

      für rheumatische Krankheiten nicht spezifisches Antigammaglobulin (IgM, IgG), das mit alteriertem (z.B. durch Bindung an Erythrozyten oder Latexpartikel) Gammaglobulin reagiert. Nachweis im Hämagglutinationstest oder Latextest (Titrations- oder Tropfentests, auch Immunfluoreszenztest u. ELISA für wissenschaftliche Zwecke). Ungefähre Häufigkeiten: bei chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis) 75% (in Frühfällen < 50%), Lupus erythematodes 30%, progressiver systemischer Sklerose 30%, Poly-/Dermatomyositis 30%, Panarteriitis nodosa 40%, Mischkonnektivitis (Sharp-Syndrom) 60%, Wegener-Granulomatose 50%, Sjögren-Syndrom 90%, eosinophiler Fasciitis 10%. Häufiger Nachweis auch bei Leberzirrhose, Pneumokoniosen, Sarkoidose, Lues, Tuberkulose, Lepra, Endocarditis lenta. Bei Gesunden 4–6%, in höherem Alter 10%.

    • Rheumaknötchen
      • Rheuma|knötchen

      • Englischer Begriff: rheumatic nodule; Aschoff's n.

      • Fach: Pathologie

      das Aschoff-Knötchen (v.a. im Bindegewebe des Herzens) beim Streptokokken-Rheumatismus; ein Granulom mit fibrinoider Faserverquellung, Histiozyten, Aschoff-Geipel-Riesenzellen, mononukleären Entzündungszellen (Plasmazellen, Lymphozyten) u. eosinophilen Granulozyten. Heilt mit Hinterlassung einer bindegewebigen Narbe ab.

    • Rheumatest
      • Rheuma|test

      s.u. Rheumafaktor. – Auch inkorrekte Bez. für Tests auf C-reaktives Protein u. zur Bestimmung des Antistreptolysintiters.

    • rheumatisch
      • Synonyme: rheumaticus

      • Englischer Begriff: rheumatic

      Rheumatismus betreffend bzw. – i.w.S. – mit „reißenden“ Gelenk- u./oder Weichteilschmerzen einhergehend.

    • rheumatischer Formenkreis
      rheumatisch
      • rh. Formenkreis

      Rheumatismus.

    • rheumatisches Fieber
      rheumatisch
      • rh. Fieber

      • Englischer Begriff: rh. fever

      spezifische Entzündungsreaktion auf Toxine von Streptokokken der Gruppe A. Früher häufigste rh. Erkrankung des Kindesalters, seit Einführung von Antibiotika seltener. Klinik: Manifestation an Gelenken (Polyarthritis), Herz (Endo-, Myo-, Perikarditis), seltener in (Sub-)Kutis (Erythema marginatum, Rheumaknötchen) u. ZNS (Chorea minor). Beginnt ca. 2 Wochen nach einer akuten Angina mit Allgemeinreaktionen u. hohem Fieber. Diagn.: klinisch entsprechend den Jones-Kriterien; labor Akute-Phase-Reaktionen (Leukozytose, erhöhte Blutsenkung, C-reaktives Protein), Anstieg des Antistreptolysintiters; ferner EKG-Veränderungen, u.a. mit Verlängerung der PQ-Zeit, Senkung der ST-Strecke. Ther.: Antibiotika.

    • rheumatisches Granulom
      rheumatisch
      • rh. Granulom

      • Englischer Begriff: rh. granuloma

      s.u. Rheumatismus nodosus.

    • Rheumatismus
      • Rheumatismus

      • Englischer Begriff: rheumatism

      symptomatologischer Gruppenbegriff (ohne diagnostische Wertigkeit) für schmerzhafte u. funktionsbeeinträchtigende Zustände des Muskel-Skelett-Systems unter Einschluss der sie begleitenden oder auch isoliert auftretenden Vorgänge an anderen Organsystemen. Die einschlägigen Krankheiten sind in – auch internationalen – Klassifikationen erfasst. Im allg. Sprachgebrauch häufig gleichgesetzt mit der rheumatoiden Arthritis.

    • Rheumatismus nodosus
      Rheumatismus
      • Rh. nodosus

      • Englischer Begriff: nodose rh

      rheumatisches Fieber mit flüchtigen, schmerzlosen Weichteilgranulomen (Nekrosen, umgeben von Histio-, Fibrozyten [palisadenförmig angeordnet]; dazwischen Riesenzellen vom Aschoff-Geipel-Typ).

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