Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Röteln-Immunglobulin
    • Röteln-Immunglobulin

    • Englischer Begriff: anti-rubella immunoglobulin

    aus menschlichem Blut mit hohem Gehalt an Rubella-Antikörpern gewonnenes Immunglobulin (Hyperimmunserum) zur Rötelnprophylaxe bei Schwangeren mit Rötelnkontakt im 1. Trimenon u. zur Verhütung von Komplikationen bei Erkrankungen.

  • Röteln-Vakzine
    • Röteln-Vakzine

    • Englischer Begriff: rubella (virus) vaccine

    lyophil getrockneter Lebendimpfstoff aus attenuierten, auf Gewebekulturen gezüchteten HPV-Stämmen des Rötelnvirus. Anw. einmalig subkutan (gut verträglich) bei Mädchen vor dem Gestationsalter u. bei geschlechtsreifen Frauen mit negativer Hämagglutinationshemmungsreaktion (unter hormonaler Antikonzeption!), um im Fall der Schwangerschaft eine Rötelnembryopathie zu verhüten. In letzter Zeit für beide Geschlechter im Kleinkindalter empfohlen.

  • Röteln, konnatale
    Röteln
    • R., konnatale

    die Rötelnembryopathie. Analog: pränatale R.

  • Rötelnembryofetopathie
    • Röteln|embryo(feto)pathie

    • Synonyme: Gregg-Syndrom; Embryopathia rubeolosa

    • Englischer Begriff: rubella embryopathy; r. fetopathy

    erworbene Rötelnerkrankung der Leibesfrucht. Ätiol.: frühembryonale diaplazentare Infektion durch die an Röteln erkrankte Mutter. Klinik: Symptome sind vom Infektionszeitpunkt abhängig. Als charakteristische Trias Herzfehlbildungen, Innenohrschwerhörigkeit u. Katarakt, ferner Hornhauttrübung, Hepatosplenomegalie, thrombozytopenische Purpura und geistige Retardierung. Neugeborene müssen wegen möglicher Infektiosität sofort isoliert werden.

  • Rötelnenzephalitis
    • Röteln|enzephalitis

    • Synonyme: Meningoencephalitis rubeolosa

    • Englischer Begriff: rubella encephalitis

    E. bei oder kurz nach Ausbruch des Rötelnexanthems. Als perivenöse Herdenzephalitis der weißen Substanz mit tonischen Krämpfen u. Bewusstlosigkeit; oder als E. der grauen Substanz mit Ganglienzerstörung; Letalität bis 20%. In seltenen Fällen kann Jahre nach einer in utero oder frühkindlich erworbenen Rötelninfektion eine progressive Röteln-Panenzephalitis (als Slow-Virus-Infektion) entstehen.

  • Rötelnvirus
    • Röteln|virus

    • Englischer Begriff: rubella virus

    ein ätherresistentes, durch Sprossung freigesetztes RNS-Virus der Togaviridae; Durchmesser etwa 60 nm; das Kapsid von einer Doppelmembran umgeben; die stachelförmigen Virion-Fortsätze besitzen ein Hämagglutinin gegen Erythrozyten von Eintagsküken, Gänsen, Tauben.

  • roter Fleck
    • Englischer Begriff: red spot

    • Fach: Gynäkologie

    Erythroplakia portionis.

  • Rotes Kreuz
    • Synonyme: RK (Abk.)

    • Englischer Begriff: Red Cross

    Symbol (rotes gleichschenkliges Kreuz in weißem Feld), Schutzzeichen u. Name der von Henry Dunant begründeten Organisation (s.a. Genfer Konvention), deren Friedensarbeit durch die „Liga der R.-K.-Gesellschaften“ (Sitz: Genf) wahrgenommen wird. – Als entsprechende Symbole der Rote Löwe (mit der Roten Sonne) im Iran sowie der Rote Halbmond in der Türkei u. den muslimischen Teilen der früheren UdSSR, der Rote Davidstern in Israel.

  • Roth
    • Roth

    • Biogr.: 1) Moritz von R., 1839–1914, Pathologe, Basel; 2) Wladimir K. R., 1844–1916, Pathologe, Moskau

    • R.-Bielschowsky-Syndrom
      internukleäre Ophthalmoplegie infolge Schädigung im Bereich der Basalganglien... (mehr)
    • R.-Flecke
      weißliche Fleckchen mit blutdurchtränkter = hämorrhagischer Umrandung... (mehr)
  • Roth-Bielschowsky-Syndrom
    Roth
    • R.-Bielschowsky-Syndrom

    • Englischer Begriff: internuclear ophthalmoplegia; Roth-Bielschowsky syndrome

    • Biogr.: Wladimir K. R., Alfred B.

    internukleäre Ophthalmoplegie infolge Schädigung im Bereich der Basalganglien oder des Tectums. Gekennzeichnet durch Unfähigkeit zu willkürlichen seitlichen Augenbewegungen; Verlust des Blick- u. Fixationsreflexes, Ausfall der schnellen Phase zur kranken Seite bei künstlich herbeigeführtem Nystagmus u. Abweichung (Deviation) bei thermischer Labyrinthreizung.

  • Roth-Flecke
    Roth
    • R.-Flecke

    • Englischer Begriff: Roth's spots

    • Biogr.: Moritz von R.

    weißliche Fleckchen mit blutdurchtränkter = hämorrhagischer Umrandung in der Nervenfaserschicht der Netzhaut, v.a. in Nähe der Sehnervpapille, bei Septikämie.

  • Rothaarigkeit
    • Rot|haarigkeit

    • Englischer Begriff: redheaded(ness)

    Erythrismus, Rutilismus (1).

  • Rothmann-Makai-Krankheit
    • Rothmann-Makai-Krankheit

    • Synonyme: Lipogranulomatosis subcutanea

    chronische lobuläre Panniculitis mit druckschmerzhaften subkutanen Knoten, v.a. an den Unterschenkeln. S.a. Panniculitis.

  • Rothmund-Syndrom
    • Rothmund-Syndrom

    • Englischer Begriff: Rothmund's disease

    • Biogr.: August J. v. R., 1830–1906, Augenarzt, München

    autosomal-rezessiv erbliche Poikilodermie mit Hautatrophie u. Teleangiektasien des Gesichts u. der Ohrhelix, später auch der Gliedmaßen, ähnlich den Striae gravidarum. Ferner grauer Star (im 4.–6. Lj.), frühzeitiges Ergrauen u. Glatzenbildung, Nagel- u. Zahnbildungsstörungen, Minderwuchs. Weitgehend identisch (außer dem grauen Star) mit dem Thomson-Syndrom, daher meist als R.-Thomson-Syndrom oder kongenitale Poikilodermie Typ R.-Thomson zusammengefasst.

  • Rotlauf
    • Rot|lauf

  • Rotlauf 1)
    Rotlauf
    • 1)

    • Englischer Begriff: erysipelas

    Erysipel.

  • Rotlauf 2)
    Rotlauf
    • 2)

    • Synonyme: Schweine-R.

    • Englischer Begriff: swine e.

    Erysipeloid.

  • Rotlicht
    • Rot|licht

    • Englischer Begriff: red light

    einer Glühlichtquelle mit vorgeschaltetem Rotfilter entstammendes Licht. Wärmeentwicklung geringer als bei „weißem“ Licht, jedoch größere Eindringtiefe.

  • Rotor-Syndrom
    • Rotor-Syndrom

    • Englischer Begriff: Rotor's syndrome

    • Biogr.: Arturo B. R., Internist, Manila

    autosomal-rezessiv erbliche Störung der Aufnahme von Bilirubin in die Leberzelle sowie der Bilirubinausscheidung. Symptome ähnlich wie bei Dubin-Johnson-Syndrom, mit Ikterus, jedoch unauffälligem Leberbiopsiebefund (keine Pigmentablagerungen). Direktes u. indirektes Bilirubin erhöht.

  • Rotorest-Bett
    • Rotorest®-Bett

    Spezialbett für Intensivpatienten mit Schaumstoffmatratze. S.a. Krankenbett.

  • Rotschwäche
    • Rot|schwäche

    • Synonyme: Protanomalie

    • Englischer Begriff: protanomaly

    eine Form der Rot-Grün-Blindheit als Farbsinnstörung mit Überwiegen der Rotstörung.

  • Rotsehen
    • Rot|sehen

    Erythropsie.

  • Rotsichtigkeit, relative
    • Rot|sichtigkeit, relative

    Deuteranomalie.

  • Rotter-Erb-Syndrom
    • Rotter-Erb-Syndrom

    • Biogr.: Wolfgang R., geb. 1910, Pathologe, Frankfurt/M.; Werner E.

    Larsen-Syndrom.

  • Rotula
    • Rotula

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: rotula

    kleine Rolle, Scheibe; z.B. die Kniescheibe (Patella), die Trochlea des Oberarmknochens R. humeri, pharm pastillenähnliches, mit ätherischem Öl etc. getränktes Zuckerplätzchen.

  • rotundus
    • rotundus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: round

    rund.

  • Rotz
    • Englischer Begriff: glanders

    • Fach: Veterinärmedizin

    Malleus (2).

  • Rotzpneumonie
    • Rotz|pneumonie

    • Englischer Begriff: pneumonia malleosa

    Lungenrotz, d.h. Lungenbefall bei Malleus.

  • Rouget-Zellen
    • Rouget-Zellen

    • Englischer Begriff: Rouget cells

    • Biogr.: Charles Marie B. R., 1824–1904, Anatom, Montpellier

    Adventitiazellen.

  • rough particles
    • Etymol.: engl. rough = rau

    die mit Ribosomen besetzten Anteile des endoplasmatischen Retikulums (Ergastoplasma).

  • Rous
    • Rous

    • Biogr.: Francis P. R., 1879–1970, Pathologe, New York; 1966 Nobelpreis für Medizin

  • Rous-assoziiertes Virus
    Rous
    • R.-assoziiertes Virus

    • Synonyme: RAV (Abk.)

    • Englischer Begriff: R.-associated virus

    Leukovirus mit Serotypen A u. B; ein Helfer-Virus für die Replikation des RSV.

  • Rous-Lösung
    Rous
    • R.-Lösung

    Lösung aus tertiärem Natriumcitrat u. Glucose in Aqua destillata als Erythrozyten-Stabilisator.

  • Rous-Sarkom-Virus
    Rous
    • R.(-Sarkom)-Virus

    • Synonyme: RSV (Abk.)

    • Englischer Begriff: Rous sarcoma virus

    das Hühnersarkomvirus; ein Leukovirus (s.a. Oncorna-Viren) mit Serotypen A (Stamm 1 u. Mill-Hill [= MH]) u. B (Stamm 2 u. Harris [= HA]) u. Typ C (Carr-Zilber- u. Prag-[CZ- bzw. PR-]Stamm); ruft bei Geflügel Leukämie, Sarkome, Adenokarzinome hervor.

  • Roussy
    • Roussy

    • Biogr.: Gustave R., 1874–1948, franz. Pathologe

  • Roussy-Cornil-Syndrom
    Roussy
    • R.-Cornil-Syndrom

    • Englischer Begriff: hypertrophic polyneuropathy

    Neuritis hypertrophicans des Erwachsenen; mit intermittierenden sensiblen, vegetativen u. motorischen Störungen an Händen u. Füßen (Muskelatrophien); später spastische Blasen-Darm-Lähmungen, Impotenz.

  • Roussy-Cornil-Zeichen
    Roussy
    • R.-Cornil-Zeichen

    • Englischer Begriff: R.-Cornil sign

    beim Ischias-Syndrom durch Vor- oder Seitwärtsbeugen des Rumpfes ausgelöste Ischialgie u. Unterschenkelbeugung auf der kranken Seite.

  • Roussy-Lévy-Syndrom
    Roussy
    • R.-Lévy-Syndrom

    • Englischer Begriff: Roussy-Lévy syndrome

    autosomal-dominant erbliche areflektorische Dysstasie; mit Schwäche bzw. Atrophie v.a. der Extremitätenmuskulatur, herabgesetzter Muskelerregbarkeit u. Klauenhohlfuß.

  • Roux
    • Roux

    • Biogr.: 1) César R., 1857–1934, Chirurg, Lausanne; 2) Philibert J. R., 1780–1854, Chirurg, Paris

  • Roux-Haken
    Roux
    • R.-Haken

    • Biogr.: Philibert J. R.

    beidendig gebogener, breitflächiger, stumpfer Wundhaken.

  • Roux-Lexer-Wullstein-Operation
    Roux
    • R.-Lexer-Wullstein-Operation

    • Biogr.: Philibert J. R.; Erich L., 1867–1938, Chirurg; August L. K. W.; 1864–1930, Chirurg

    Speiseröhrenplastik durch Zwischenschaltung einer ausgeschalteten, durch einen Mesokolonschlitz geleiteten Jejunumschlinge zwischen einen mit dem oberen Speiseröhrenstumpf vereinigten Hautschlauch u. den Magen.

  • Roux-Operation
    Roux
    • R.-Operation

    • Synonyme: Gastroenterostomia ypsiloniformis antecolica anterior

    • Englischer Begriff: Roux-en Y anastomosis; R.'s gastroenterostomy

    • Biogr.: César R.

    Abbildung

    Magen-Darm-Anastomose mit zusätzlicher End-zu-Seit-Vereinigung der ausgeschalteten Jejunumschlinge mit der GE-Schlinge (Jejunojejunostomie); Originalmethode s. Abb.

  • RöV
  • Roviralta-Syndrom
    • Roviralta-Syndrom

    • Biogr.: Emilio R.-Astoul, Kinderchirurg, Barcelona

    sofort nach der Geburt manifeste hypertrophische Pylorusstenose in Kombination mit einer Hiatushernie (Magenektopie).

  • Rovsing
    • Rovsing

    • Biogr.: Thorkild R., 1862–1927, Chirurg, Kopenhagen

    • R.-Symptom
      ein Appendizitiszeichen (Appendizitisschmerzpunkte, dort Abb... (mehr)
    • R.-Syndrom
      bei Hufeisenniere durch Gefäßkompression bedingter Nabelschmerz, verstärkt... (mehr)
  • Rovsing-Symptom
    Rovsing
    • R.-Symptom

    • Englischer Begriff: Rovsing's sign

    ein Appendizitiszeichen (Appendizitisschmerzpunkte, dort Abb.).

  • Rovsing-Syndrom
    Rovsing
    • R.-Syndrom

    • Englischer Begriff: R.'s syndrome

    bei Hufeisenniere durch Gefäßkompression bedingter Nabelschmerz, verstärkt bei Dorsalflexion der Lendenwirbelsäule.

  • Rowbotham-Anästhesie
    • Rowbotham-Anästhesie

    • Biogr.: Edgar St. R., 1890–1979, engl. Chirurg

    die 1920/21 zus. mit Magill eingeführte Intubationsnarkose.

  • Rowell-Syndrom
    • Rowell-Syndrom

    Sonderform des subakut-kutanen Lupus erythematodes mit Erythema-exsudativum-multiforme-artigen Herden, Alopezie und Schleimhautulzerationen.

  • Roxatidin

      ein H2-Rezeptorenblocker; Anw. zur Therapie u. Rezidivprophylaxe peptischer Ulzera.

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