Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Rückenmarksblutung
    • Rückenmark(s)blutung

    Hämatomyelie.

  • Rückenmarksentzündung
    • Rückenmark(s)entzündung

    Myelitis.

  • Rückenmarkserschütterung
    • Rückenmark(s)erschütterung

    • Englischer Begriff: spinal concussion

    Commotio spinalis.

  • Rückenmarksfreilegung
    • Rückenmark(s)freilegung

    • Englischer Begriff: laminectomy

    • Fach: Chirurgie

    Laminektomie; s.a. Vertebrotomie.

  • Rückenmarkshäute
    • Rückenmark(s)häute

    • Englischer Begriff: meninges

    die spinalen Meningen; die Dura mater spinalis (= „harte RM-Haut“) sowie die Rückenmarksteile der Pia mater u. Arachnoidea (= „weiche RM-Häute“).

  • Rückenmarkskompression
    • Rückenmark(s)kompression

    • Englischer Begriff: spinal cord compression

    akute oder chronische Pressung u. Quetschung des Rückenmarks (s.a. Compressio cerebri); führt zu segmentalen Ausfällen (meist Lähmungen).

  • Rückenmarkskontusion
    • Rückenmark(s)kontusion

    • Englischer Begriff: spinal cord contusion

    Contusio medullae spinalis.

  • rückenmarksnahe Opiatgabe
    • rückenmark(s)nahe Opiatgabe

    Opiatanalgesie, peridurale.

  • Rückenmarksnerven
    • Rückenmark(s)nerven

    Nervi spinales.

  • Rückenmarksschwindsucht
    • Rückenmark(s)schwindsucht

    Tabes dorsalis.

  • Rückenmarkssegmente
    • Rückenmark(s)segmente

    • Englischer Begriff: spinal segments

    Abbildung

    fiktive, scheibenförmige Unterabschnitte des Hals- bis Steißteils des Rückenmarks (u. zwar 8 zervikale, 12 thorakale, je 5 lumbale u. sakrale, 1 kokzygealer, s.a. Abb.), die über Fasern der gemischten peripheren Nerven für die sensible, vegetative u. motorische Innervation der zugehörigen meso- u. ektodermalen Segmente des Körpers zuständig sind. Symbole: C, Th, L, Sa, Co.

  • Rückenmarkssyphilis
    • Rückenmark(s)syphilis

    • Englischer Begriff: spinal cord syphilis

    bei angeborener bzw. erworbener Syphilis (s.a. Neurosyphilis) vorkommende spezifische Meningomyelitis oder – seltener – intramedulläre Gummen; oft gefolgt von Erweichungsherden des RM (Myelomalazie) sowie systemischen oder unsystemischen Degenerationserscheinungen der Leitungsbahnen. S.a. Tabes dorsalis.

  • Rückenmarkstumoren
    • Rückenmark(s)tumoren

    • Englischer Begriff: tumors of the spinal cord

    zu den spinalen Tumoren (dort Klinik, Diagn.) gehörende, sich i.e.S. innerhalb des Rückenmarks (RM) entwickelnde primäre u. sekundäre Neoplasmen des RM u. der zugehörigen Strukturen. Führen zu höhenabhängigen Ausfallserscheinungen, d.h. zu Sensibilitätsstörungen, motorischen Lähmungen, die – ebenso wie apparative Methoden (Röntgen, Computertomographie, Kernspinresonanztomographie etc.) – die Lagebestimmung ermöglichen. Als R. i.e.S. das Meningiom (meist extramedullär/intradural), Neurinom (extramedullär/intra- u. extradural; evtl. vielfach, z.B. bei Neurofibromatose [v. Recklinghausen] Typ I), Gliome, u. zwar als Glioblastom, Astrozytom, Spongioblastom (alle intramedullär) oder als Ependymom (intra- oder extramedullär), als Lipom, Epidermoid, Dermoid (extramedullär/intra- u. extradural), Angioblastom (intra- u. extramedullär; s. Hippel-Lindau-Syndrom). S.a. Knochenmetastasen, Knochentumoren.

  • Rückenmarkswurzeln
    • Rückenmark(s)wurzeln

    • Englischer Begriff: spinal roots

    die Spinalwurzeln (Radix ventralis u. dorsalis), i.w.S. einschließlich der Fila radicularia; s.a. Wurzelsyndrom, Radikul..., Rhizo...

  • Rückenmarkszentren
    • Rückenmark(s)zentren

    • Englischer Begriff: spinal cord centers

    die im Rückenmark gelegenen Funktionszentren, i.e.S. die des Sakralmarks für Ejakulation, Erektion, Defäkation u. Miktion; s.a. Centrum ciliospinale, Nervensystem.

  • Rückenschmerzen
    • Englischer Begriff: backache

    ungenauer Begriff für Schmerzen im Bereich der (unteren) Wirbelsäule, die durch angeborene oder erworbene Schädigung der knöchernen, muskulären oder nervalen Anteile der Wirbelsäule bedingt sind. Gebräuchlich v.a. für Kreuzschmerzen, Ischiassyndrom, Lumbago.

  • Rückentwicklung
    • Rück|entwicklung

    • Englischer Begriff: regression

    • Fach: Pathologie

    Regression.

  • Rückfall
    • Rück|fall

    • Englischer Begriff: relapse

    • Fach: Pathologie

    Relaps; s.a. Rezidiv.

  • Rückfallfieber
    • Rückfall|fieber

    • Synonyme: Febris recurrens

    • Englischer Begriff: relapsing fever

    meldepflichtige Infektionskrankheiten, hervorgerufen durch Spirochäten der Gattung Borrelia (übertragen von Läusen). Klinik: wiederholte (6–12 ) plötzliche, schwere Fieberschübe, die 3–4 Tage anhalten und von fieberfreien Intervallen unterbrochen sind. Begleitet meist von Milz-, seltener von Lebervergrößerung, fleckförmigen Haut- u. Schleimhautblutungen (Kolon), Muskel- u. Gelenkschmerzen, evtl. kompliziert durch Pneumonie, Nephritis, Kollapsneigung, zentralnervöse Störungen (Meningismus, Fazialislähmung), Iritis, Iridozyklitis. Diagn.: Erregernachweis im Blutausstrich oder „dicken Tropfen“ während der Fieberperiode. Ther.: Antibiotika.

  • Rückfluss
    • Rück|fluss

    • Englischer Begriff: reflux; backflow

    • Fach: Pathologie

    Reflux.

  • Rückflussileitis
    • Rückfluss|ileitis

    • Englischer Begriff: backwash ileitis

    entzündlicher Befall des Ileum terminale bei einer Colitis ulcerosa.

  • Rückgrat
    • Rück|grat

    • Englischer Begriff: spinal column; spine

    die Wirbelsäule (Columna vertebralis).

  • Rückkopplung
    • Rück|kopplung

    • Synonyme: Feedback(-Mechanismus)

    • Englischer Begriff: feedback

    der Regelungstechnik entnommener Begriff zur Beschreibung der Regulationsvorgänge in Regelkreisen mit Selbststeuerung. In der Technik eine Schaltung, in der die Steuersignale (die „Stellgrößen“) aus der mittels Messfühler beobachteten Signalwirkung auf die Ausgangsgröße genommen werden, d.h. aus der Verrechnung der Ausgangsgröße mit der Eingangsgröße resultieren: Kommt ein durch Änderung der Ausgangsgröße bewirktes Signal nach Passieren des Kreises mit umgekehrtem Vorzeichen am Eingang des Systems an, erfolgt Subtraktion, d.h. Gegenwirkung gegen die Ursache der Ausgangsgrößenänderung: negative R. (bedeutet z.B. im Nervensystem Hemmung); kommt dagegen keine Vorzeichenumkehr zustande, d.h. bei Addition, wird die auftretende Ausgangsgrößenänderung zusätzlich unterstützt: positive R. = Mitkopplung; bei deren Übermaß wird das System aber instabil (Circulus vitiosus). S.a. Rebound-Effekt.

  • Ruckkrampf
    • Ruck|krampf

    • Fach: Neurologie

    • 1)
      Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe... (mehr)
    • 2)
      myoklonische Epilepsie; s.a... (mehr)
  • Ruckkrampf 1)
    Ruckkrampf
    • 1)

    • Englischer Begriff: jackknife seizure

    Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe.

  • Ruckkrampf 2)
    Ruckkrampf
    • 2)

    • Englischer Begriff: myoclonic epilepsy

    myoklonische Epilepsie; s.a. Impulsiv-Petit-Mal.

  • Rücklauferbrechen
    • Rück|lauf|erbrechen

    Erbrechen infolge Stauung des Darminhaltes bei Dünn- u. Dickdarmileus, evtl. als Koterbrechen.

  • Rucknystagmus
    • Ruck|nystagmus

    • Englischer Begriff: jerk(y) nystagmus

    Nystagmus mit schneller u. langsamer Komponente (im Unterschied zum undulierenden N.).

  • Rückresorption
    • Rück|resorption

    • Englischer Begriff: reabsorption

    erneutes Aufnehmen (Resorption) bereits ausgeschiedener Substanzen, z.B. die R. der Galle im Darm (enterohepatischer Kreislauf), die R. von Harnbestandteilen in den Nierenkanälchen (tubuläre R.).

  • Rucksacklähmung
    • Rucksack|lähmung

    • Englischer Begriff: rucksack paralysis

    Lähmung des Nervus thoracicus longus durch Rucksackdruckeffekt; klinisch: Scapula alata.

  • Rucksackverband
    • Rucksack|verband

    • Englischer Begriff: figure-of-eight dressing

    Abbildung

    die Schultern nach hinten ziehender (Trikotschlauch-)Zugverband mit auf dem Rücken kreuzenden Achtergängen. Dient der Entlastung der Bruchenden bei Schlüsselbeinfraktur; s. Abb.

  • Rückschlag
    • Rück|schlag

  • Rückschlag 1)
    Rückschlag
    • 1)

    • Englischer Begriff: reversion; atavism

    • Fach: Genetik

    Atavismus.

  • Rückschlag 2)
    Rückschlag
    • 2)

    • Englischer Begriff: rebound phenomenon

    • Fach: Endokrinologie

    Rebound-Effekt.

  • Rückschlag 3)
    Rückschlag
    • 3)

    • Englischer Begriff: relapse; recidivism

    • Fach: Pathologie

    Relaps, Rezidiv.

  • Rückschlag 4)
    Rückschlag
    • 4)

    • Fach: Neurologie

    Rückstoßphänomen (2).

  • Rückstauungsniere
    • Rück|stauungs|niere

    • Englischer Begriff: hydronephrotic kidney

    sekundäre Hydronephrose durch Harnrückstau in die Niere (s.a. Reflux). Führt bei längerem Bestehen zu Parenchymschwund (erst Mark-, dann Rindenanteile) u. Funktionsstörung.

  • Rückstichnaht
    • Rück|stich|naht

    • Englischer Begriff: vertical mattress suture

    • Fach: Chirurgie

    rückläufige Naht, z.B. nach Algöwer oder Donati; wirkt blutstillend.

  • Rückstoßphänomen
    • Rück|stoß|phänomen

    • 1)
      Rebound-Effekt... (mehr)
    • 2)
      das – auf einen kurzen Bewegungsausschlag in bisheriger Richtung folgende... (mehr)
    • 3)
      bei Strahlentherapie die von tiefer liegenden Geweben zur Oberfläche (Haut)... (mehr)
  • Rückstoßphänomen 1)
    Rückstoßphänomen
    • 1)

    • Fach: Endokrinologie

    Rebound-Effekt.

  • Rückstoßphänomen 2)
    Rückstoßphänomen
    • 2)

    • Englischer Begriff: 1), 2) rebound phenomenon

    • Fach: Neurologie

    das – auf einen kurzen Bewegungsausschlag in bisheriger Richtung folgende – Zurückzucken bei plötzlicher Aufhebung eines gegen die beabsichtigte Bewegung gerichteten passiven Widerstandes; ist Ausdruck des intakten Muskelzusammenspieles (Agonisten-Antagonisten-Synergismus); fehlt bei gleichseitiger Kleinhirnerkrankung (die bisherige Bewegung wird ungehemmt weit ausholend fortgesetzt: „fehlendes“ oder „positives R.“).

  • Rückstoßphänomen 3): Rückstreuung
    Rückstoßphänomen
    • 3)

    • Synonyme: Rückstreuung

    • Englischer Begriff: back scatter

    • Fach: Radiologie

    bei Strahlentherapie die von tiefer liegenden Geweben zur Oberfläche (Haut) rückgestreute Strahlung; s.a. Streuzusatz.

  • Rückwärtsversagen
    • Rück|wärts|versagen

    • Englischer Begriff: backward heart failure

    die Herzinsuffizienz mit Auswirkungen entgegen der Blutstromrichtung („stromaufwärts“, d.h. vor dem Herzen).

  • Ructitatio
    • Ruc(ti)tatio

    • Synonyme: Ructus

    • Englischer Begriff: eructation; ructus

    Aufstoßen.

  • Rud-Syndrom
    • Rud-Syndrom

    • Englischer Begriff: Rud's syndrome

    Form des Sjögren-Larsson-Syndroms.

  • rudimentär
    • Englischer Begriff: rudimentary

    verkümmert, nicht voll ausgeprägt (s.a. abortiv).

  • Rudimentärorgan
    • Rudimentär|organ

    • 1)
      unvollständig entwickeltes Organ... (mehr)
    • 2)
      als R. i.e... (mehr)
  • Rudimentärorgan 1)
    Rudimentärorgan
    • 1)

    unvollständig entwickeltes Organ.

  • Rudimentärorgan 2)
    Rudimentärorgan
    • 2)

    • Englischer Begriff: rudimentary organ

    als R. i.e.S. ein nach embryonaler oder fetaler Funktionstüchtigkeit rückgebildetes Organ. Beim Menschen z.B. als phylogenetische Reminiszenz der Wurmfortsatz bzw. Ductus-thyreoglossus-Reste, das Ligamentum arteriosum.

  • Rueckfallfieber, endemisches
    Rückfallfieber
    • R., endemisches

    • Englischer Begriff: endemic r. f.

    Zecken-R. durch Borrelia duttoni, übertragen durch Ornithodorusarten; z.B. in Afrika.

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