Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • rd 2)
    rd
    • 2)

    Abk. für Radiant.

  • RDE
    • Etymol.: engl.

    Abk. für receptor destroying enzyme, Neuraminidase.

  • RDS
    • Etymol.: engl.

    Abk. für Respiratory-Distress-Syndrom.

  • Reabsorption
    • Re|absorption

    • Englischer Begriff: reabsorption

    • Fach: Physiologie

    Rückresorption.

  • Read
    • Read

    • Biogr.: 1) Grantley Dick R., 1890–1959, Frauenarzt, London; 2) Jay Marion R., geb. 1889, Arzt, San Francisco

    • R.-Entbindungsverfahren
      Methode zur Erzielung einer schmerzarmen „Geburt ohne Angst“ durch... (mehr)
    • R.-Formel
      Formel zur ungefähren Berechnung einer Grundumsatzerhöhung (in %): 0,75 × (Pulsfrequenz/Min. + [0,74 × Blutdruckamplitude]) ... (mehr)
  • Read-Entbindungsverfahren
    Read
    • R.-Entbindungsverfahren

    • Englischer Begriff: Read's preparation for labor

    • Biogr.: Grantley Dick R.

    Methode zur Erzielung einer schmerzarmen „Geburt ohne Angst“ durch Aufklärung über die Geburtsvorgänge sowie Schwangerengymnastik, Entspannungsübungen, Atemtechnik etc.

  • Read-Formel
    Read
    • R.-Formel

    • Englischer Begriff: Read's formula

    • Biogr.: Jay Marion R.

    Formel zur ungefähren Berechnung einer Grundumsatzerhöhung (in %): 0,75 × (Pulsfrequenz/Min. + [0,74 × Blutdruckamplitude])  – 72.

  • Reafferenzprinzip Holst
    • Reafferenzprinzip (Holst)

    Funktionsprinzip v.a. motorischer Reaktionen: Zugleich mit dem zentralen motorischen Kommando (als Efferenz) entsteht im Zentralnervensystem ein Erregungsabbild („Efferenzkopie“), während die motorische Handlung ein afferentes Erregungsmuster („Reafferenz“) liefert. Abweichungen zwischen beiden Mustern ziehen regulatorische Modifikation des motorischen Kommandos nach sich.

  • Reagens
    • Reagens

    • Synonyme: Reagenz; Reagentia (Plur.); Reagenzien (Plur.)

    • Englischer Begriff: reagent

    chemisch definierter Stoff, der sich mit anderen Stoffen durch eine im Allgemeinen wahrnehmbare Reaktion umsetzt („reagiert“).

  • Reagenzglas
    • Reagenz|glas

    • Englischer Begriff: test tube

    dünnwandiges, röhrenförmiges Gefäß aus relativ thermoresistentem Glas, mit rundem oder konischem Boden zur Durchführung kleinerer chemischer oder serologischer Reaktionen.

  • Reagenzpapier
    • Reagenz|papier

    • Englischer Begriff: indicator paper

    mit einem Indikator präpariertes Papier; z.B. als Teststreifen.

  • Reagibilität
    • Englischer Begriff: reactivity

    Reaktionsfähigkeit (auch deren Art etc.).

  • Reagine
    • Reagine

    • Englischer Begriff: reagines

    historische Bez. für Antikörper der IgE-Klasse.

  • Reaktion

      Gegen-, Rückwirkung.

      • 1)
        die meist durch eine Reaktionsgleichung darstellbare, u.U... (mehr)
      • 2)
        Kernreaktion... (mehr)
      • 3)
        physiologische oder krankhafte Antwort des Organismus oder eines seiner... (mehr)
    • Reaktion 1)
      Reaktion
      • 1)

      • Fach: Chemie

      die meist durch eine Reaktionsgleichung darstellbare, u.U. durch Reaktionsbeschleuniger (Katalysatoren; s.a. RGT-Regel) beeinflussbare Umsetzung zwischen chemischen Stoffen („Reaktionspartner“) unter Bildung neuer End- oder Reaktionsprodukte; u.a. als monomolekulare, bimolekulare (= R. 2. Ordnung), endo- u. exotherme, Indikator-Reaktion. – Als aktuelle R. die durch den pH-Wert definierbare saure, alkalische oder neutrale Eigenschaft einer Flüssigkeit.

    • Reaktion 2)
      Reaktion
      • 2)

      • Englischer Begriff: 1), 2) reaction

      • Fach: Physik

      Kernreaktion.

    • Reaktion 3)
      Reaktion
      • 3)

      • Englischer Begriff: response

      physiologische oder krankhafte Antwort des Organismus oder eines seiner Teile auf einen inner- oder äußerlichen („endo“- bzw. „exogenen“) körperlichen, seelischen oder vegetativen (gegen den Sympathikus oder Parasympathikus gerichteten = sympatho- bzw. parasympathotropen) Reiz; s.a. Reflex. Unterschieden z.B. als Allgemein- u. als Herdreaktion, als ergotrope, konsensuelle, überschießende, neurol myasthenische, serol, allerg als anamnestische, anaphylaktische, Epikutan-, Intrakutan-, Früh-R. (1), Spät-R. (s.a. Reaktionstypen), baln Bade-R., hämat aregenerative, lymphatische, myeloische, retikulohistiozytäre, leukämische R.; ferner psych die Reizbeantwortung durch das Zentralnervensystem, z.B. als Bonhoeffer-, akute exogene Reaktionstypen, als exaltative, hypochondrische, hysterische, paranoide, schizophrene Reaktion.

    • Reaktionskette
      • Reaktions|kette

      • 1)
        biochemische Reaktionsfolge, deren einzelne – korreliert kaskadenförmig... (mehr)
      • 2)
        Kettenreaktion, exotherme Reaktion... (mehr)
    • Reaktionskette 1)
      Reaktionskette
      • 1)

      • Englischer Begriff: cascade of reaction

      • Fach: Genetik

      biochemische Reaktionsfolge, deren einzelne – korreliert kaskadenförmig aufeinander folgende – Schritte von genabhängigen Enzymen gesteuert werden (Translation, Transkription). Der Mechanismus der Phänogenese polygen bedingter Merkmale.

    • Reaktionskette 2)
      Reaktionskette
      • 2)

      • Englischer Begriff: chain reaction

      • Fach: Chemie

      Kettenreaktion, exotherme Reaktion.

    • Reaktionstherapie
      • Reaktions|therapie

      Reiztherapie.

    • Reaktionstypen
      • Reaktions|typen

      • 1)
        a) akute exogene R.: Psychosyndrom Bonhoeffer... (mehr)
      • 2)
        R. allergischer Reaktionen nach Coombs u. Gell (s.a... (mehr)
    • Reaktionstypen 1)
      Reaktionstypen
      • 1)

      • Fach: Psychologie

      a) akute exogene R.: Psychosyndrom Bonhoeffer. – b) sensible oder sensitive R.: Menschen mit überhöhter Empfindsamkeit u. Reizansprechbarkeit.

    • Reaktionstypen 2)
      Reaktionstypen
      • 2)

      • Englischer Begriff: types of allergic reaction

      R. allergischer Reaktionen nach Coombs u. Gell (s.a. Allergie): Typ I = Sofortreaktion (immediate hypersensitivity): sich nach Sekunden bis Minuten manifestierende allergische IgE-vermittelte, gegen ein Umweltantigen (z.B. Pollen) gerichtete Reaktion durch Freisetzung pharmakologischer Mediatoren mit Symptomen z.B. eines anaphylaktischen Schocks, einer Urtikaria, eines Asthma bronchiale oder Heuschnupfens (Rhinoconjunctivitis allergica). – Typ II = zytotoxische Reaktion: Antikörper, die gegen Zelloberflächenantigene gerichtet sind, bewirken unter Komplementeinwirkung eine Zellzerstörung u. damit eine klinische Unverträglichkeit in Form einer Anämie, z.B. durch Blutgruppenunverträglichkeit, allergische Granulozytose oder Thrombozytopenie. – Typ III = Immunkomplex-Reaktion: Komplementaktivierung durch zirkulierende Immunkomplexe; klinisch werden 2 Typen unterschieden: 1. Immunkomplex-Anaphylaxie als Sofortreaktion; 2. Serum-Krankheit, die mit Fieber, Vaskulitis, Nephritis, Arthritis u. Urtikaria einhergeht. – Typ IV = zelluläre Überempfindlichkeit = Spätreaktion: Immunreaktionen, die durch sensibilisierte T-Lymphozyten vermittelt werden. Die Reaktionen bilden sich nach wiederholtem Kontakt nach 48–72 Std. aus. Klinische Manifestationsformen: allergisches Kontaktekzem, Graft-versus-Host-Krankheit.

    • Reaktionszentrum
      • Reaktions|zentrum

      • Fach: Histologie

      Keimzentrum.

    • reaktiv
      • re|aktiv

      • Englischer Begriff: reactive

      in Beantwortung eines körperlichen oder seelischen Reizes erfolgend (Reaktion).

    • Reaktivbewegungen
      • Reaktiv|bewegungen

      • Englischer Begriff: reflex movements; associated m.

      • Fach: Neurologie

      Bewegungen, die erst als Antwort auf einen körperlich oder seelisch wirksamen Reiz auftreten; sind herabgesetzt bei der hypokinetisch-rigiden Form des extrapyramidalen Syndroms.

    • Reaktivierung
      • Re|aktivierung

      • Englischer Begriff: reactivation

      • 1)
        das erneute Aktivwerden eines Krankheitsgeschehens oder -herdes... (mehr)
      • 2)
        die Wiederherstellung einer Funktion bzw... (mehr)
      • 3)
        das erneute Positivwerden einer serologischen oder chemischen Reaktion... (mehr)
    • Reaktivierung 1)
      Reaktivierung
      • 1)

      • Fach: Pathologie

      das erneute Aktivwerden eines Krankheitsgeschehens oder -herdes.

    • Reaktivierung 2)
      Reaktivierung
      • 2)

      • Fach: Physiologie

      die Wiederherstellung einer Funktion bzw. das Wiedererscheinen eines erloschenen Phänomens (z.B. im EEG eines – erregungsbedingt – unterdrückten α-Rhythmus beim Schließen der Augen).

    • Reaktivierung 3)
      Reaktivierung
      • 3)

      • Fach: Chemie

      das erneute Positivwerden einer serologischen oder chemischen Reaktion.

    • Reaktivität
      • Englischer Begriff: reactivity

      Fähigkeit zu Reaktionen (einschließlich deren Veränderlichkeit unter dem Einfluss von Umweltfaktoren); radiol Strahlenempfindlichkeit eines Gewebes.

    • Reaktogenität

        die Nebenwirkungen eines Impfstoffes, ausgelöst z.B. durch Lösungs- u. Konservierungsmittel, Nährmedien oder Bestandteile von Mikroorganismen, die zur Herstellung des Impfstoffes verarbeitet wurden; in Frage kommen entzündliche u. allergisch-toxische Krankheitsbilder; s.a. Impfkomplikationen, Impfenzephalitis, Impfschaden.

      • REAL-Klassifikation
        • Synonyme: Abk. für revidierte europäisch-amerikanische Lymphomklassifikation

        • Englischer Begriff: REAL classification

        Klassifikation der Non-Hodgkin-Lymphome als Versuch zur Vereinheitlichung der international uneinheitlichen Klassifikationen; Einteilung nach biol. Kriterien (Lymphknotenstruktur); z.T. ersetzt durch die WHO-Klassifikation.

      • Real-Time-Technik
        • Etymol.: engl.

        „Echtzeit-Verfahren“ der Ultraschalldiagnostik.

      • Realisationsphase
        • Realisations|phase

        • Fach: Pathologie

        die Zeit vom Entstehen der ersten Tumorzellen (Initialphase) bzw. deren Erstmetastasierung bis zur klinischen Tumormanifestation.

      • Reamputation
        • Re|amputation

        • Englischer Begriff: reamputation

        Nachamputation.

      • Reanastomosierung
        • Re|anastomosierung

        • Englischer Begriff: reanastomosis

        Wiedervereinigung operativ getrennter Organlichtungen durch eine Anastomose.

      • Reanimation
        • Reanimation

        • Englischer Begriff: cardiopulmonary resuscitation

        Tabelle

        alle Erste-Hilfe- u. klinischen Maßnahmen zur Wiederbelebung bei akutem Herz- u./oder Atemstillstand (s. Tab.) Als kardiale R. („Herzwiederbelebung“) durch Herzmassage, Defibrillation u. Applikation herzwirksamer Medikamente (u.a. Adrenalin, s. Tab.), als respiratorische R. das Ingangbringen des Gasaustausches in der Lunge durch künstliche Beatmung (nach Freimachen der Atemwege), u. zwar manuell oder (besser) apparativ über einen Endotrachealtubus. Erst nachfolgend – als definitive Maßnahmen – Klärung der Ursache u. Behandlung (ABC-Maßnahmen), optimal in einem R.-Zentrum (Intensivstation).

        • R., intrauterine
          R.-Maßnahmen zugunsten der Leibesfrucht bei Hypoxie unter der Geburt... (mehr)
        • R., primäre
          bei Neugeborenen-Asphyxie Absaugen der Atemwege u. Einsatz künstlicher... (mehr)
      • Reanimation, intrauterine
        Reanimation
        • R., intrauterine

        • Fach: Geburtshilfe

        R.-Maßnahmen zugunsten der Leibesfrucht bei Hypoxie unter der Geburt, z.B. Wehenhemmung u. entlastende Lagerung der Gebärenden (Beckenhoch-, Seitenlagerung) während der Vorbereitung eines nötigen geburtshilflichen Eingriffes.

      • Reanimation, primäre
        Reanimation
        • R., primäre

        • Fach: Geburtshilfe

        bei Neugeborenen-Asphyxie Absaugen der Atemwege u. Einsatz künstlicher Beatmung.

      • Reanimator
        • Re|animator

        „Wiederbeleber“, Beatmungsgerät.

      • Reber-Sehkarte
        • Reber-Sehkarte

        • Fach: Ophthalmologie

        Sehprobentafel mit Bildern für Kinder, Analphabeten.

      • Rebound-Effekt
        • Rebound-Effekt

        • Synonyme: Rückpralleffekt (Hohlweg 1934)

        • Etymol.: engl.

        • 1)
          überschießende Reaktion nach Absetzen eines Medikamentes... (mehr)
        • 2)
          Rückstoß-Phänomen (2)... (mehr)
      • Rebound-Effekt 1)
        Rebound-Effekt
        • 1)

        • Englischer Begriff: rebound effect

        überschießende Reaktion nach Absetzen eines Medikamentes.

      • Rebound-Effekt 2)
        Rebound-Effekt
        • 2)

        • Englischer Begriff: rebound phenomenon

        • Fach: Neurologie

        Rückstoß-Phänomen (2).

      • Reboxetin
        • Englischer Begriff: reboxetine

        ein Antidepressivum, das selektiv die Wiederaufnahme von Noradrenalin hemmt.

      • Rec.
        • Etymol.: latein.

        • Fach: Pharmazie

        Abk. für Recipe. – rec.: Abk. für recens, recenter (paratum).

      • Recall-Antigene
        • Etymol.: engl.

        • Englischer Begriff: recall antigens

        aus Bakterien u. Pilzen (Tetanus, Diphtherie, Streptokokken, Tuberculin, Candida, Proteus) gewonnene Antigene, die bei einem hohen Anteil gesunder Probanden eine Immunreaktion hervorrufen. Dienen zur Prüfung der zellvermittelten Immunität im Intrakutantest (Hautreaktion vom verzögerten Typ).

      • Recall-Phänomen
        • Etymol.: engl.

        schwere nekrotisierende Hautschäden, die während einer zytostatischen Behandlung im Bereich früher bestrahlter Hautbezirke auftreten.

      1944