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  • Schistosomatium
    • Schisto|somatium

    eine Trematodengattung bei kleineren Nagern; in Wasser lebende Zerkarien evtl. Erreger von Dermatitis bei Menschen.

  • Schistosomendermatitis
    • Schisto|somen|dermatitis

    • Englischer Begriff: schistosome dermatitis; swimmer's itch

    durch Zerkarien von Schistosoma-Arten bei der Hautpenetration hervorgerufene Hautverletzungen mit einem durch abgesonderte Substanzen verursachten, stark juckenden papulösen Exanthem; bei Schistosoma japonicum oft mit Allgemeinerscheinungen (Katayama-Krankheit). Vorkommend als sog. Bade-, Schwimmer-, Pflanzer-, Kuli-Dermatitis.

  • Schistosomiasis
    • Schistoso|miasis

    • Synonyme: Bilharziose

    • Englischer Begriff: schistosomiasis

    Abbildung

    durch Schistosoma-Arten hervorgerufene chronische Infektionskrankheit in Tropen u. Subtropen. Ihre Inzidenz nimmt aufgrund von Bewässerungsprojekten u. Dammbauten weltweit zu (derzeit ca. 300 Millionen Infizierte). Die Infektion erfolgt durch Eindringen der Zerkarien durch die Haut (Schistosomendermatitis) oder – v.a. bei Trinken verseuchten Wassers – durch die Schleimhaut. Nach einer Ruhepause in der Haut wandern die Zekarien (z.T. über Lunge u. Leber) in die Venen des Darms bzw. der Harnblase. Dort entwickeln sich adulte Würmer, die (mit Erreichen der Geschlechtsreife) die Produktion der Eier aufnehmen, welche eine arttypische Erkrankung bestimmter Organe, gelegentlich auch Allergie (Katayama-Krankheit) hervorrufen (s.a. Abb.).

  • Schistosomiasis intestinalis
    Schistosomiasis
    • Sch. intestinalis

    • Synonyme: Darmbilharziose

    • Englischer Begriff: intestinal s.

    Sch. v.a. des Dickdarms durch Schistosoma mansoni. Die Deponierung der Eier (bevorzugt im Mastdarm) führt zu Schleimhautverdickung (evtl. mit papillomatöser oder geschwüriger Komponente) bzw. Papillomatose u. Polypenbildung sowie zu Kolon-umgebenden Tumoren (mit Gefahr der malignen Entartung u. Invagination); im Stuhl werden Eier ausgeschieden. Klinik: Schistosomendermatitis (v.a. bei Europäern als Katayama-Krankheit), Leber- u. Milzvergrößerung (später Pfortaderhypertonie mit Folgeerscheinungen), Durchfälle; im Endstadium Darmstenosen u. pulmonale Hypertonie.

  • Schistosomiasis japonica
    Schistosomiasis
    • Sch. japonica

    • Synonyme: asiatische Darmbilharziose; Japanese s.

    Sch. des Darms durch Schistosoma japonicum. Klinik: verläuft in 3 Stadien: 1) Katayama-Krankheit; 2) dann blutig-schleimige Durchfälle mit Abmagerung, Milz-Leber-Vergrößerung mit Pfortaderhypertonie, Anämie u. Husten (durch frisch einwandernde Wurmeier u. allergisch); 3) im Endstadium (nach 3–5 J.) Leber- u. Milzfibrose, Aszites, Gliedmaßenödeme. Häufig Eiablagerung im Gehirn (Erblindung, Jackson-Epilepsie); Tod meist infolge Kachexie oder Sekundärinfektion.

  • Schistosomiasis pulmonalis
    Schistosomiasis
    • Sch. pulmonalis

    • Synonyme: Lungenbilharziose

    • Englischer Begriff: pulmonary s.

    die (seltene) Sch. der Lunge durch Schistosoma mansoni u. haematobium. Klinik: Es kommt zu Endarteriitis u. Pseudotuberkelbildung (um Eier), Nekrosen (evtl. auch Verlegung) der Lungenarteriolen u. Leber-Milz-Veränderungen wie bei Sch. intestinalis, deren Symptome ergänzt werden durch Dyspnoe, Präkordial- u. Herzbeschwerden, pulmonale Hypertonie u. schließlich Cor pulmonale mit charakteristischer Zyanose.

  • Schistosomiasis urogenitalis
    Schistosomiasis
    • Sch. urogenitalis

    • Synonyme: Blasenbilharziose

    • Englischer Begriff: urinary s.

    Abbildung

    die Sch. der Harnblase durch Schistosoma haematobium (Abb.), die zu chronischer Zystitis führt (z.T. granulomatös u. polypös). Es treten (z.T. bereits im Kindesalter) Tenesmen, Hämaturie, Steinbildung, Harnleitererweiterung u. Hydronephrose auf; gelegentlich entwickelt sich Blasenkrebs. – Im Nilgebiet als „Ägyptische Hämaturie“.

  • Schistozyt
    • Schisto|zyt

    • Englischer Begriff: schistocyte

    infolge mechanischer Schädigung abnorm bizarrer Erythrozyt; v.a. bei mechanischer Hämolyse (bei künstlicher Herzklappe, Marschhämoglobinurie); s.a. Fragmentozyt.

  • schizo...

      Wortteil „Spalt“, „gespalten“ (s.a. Schisto...).

    • Schizocephalus
      • Schizo|cephalus

      • Englischer Begriff: schizocephalia

      Kranioschisis.

    • Schizogonie
      • Schizo|gonie

      • Englischer Begriff: schizogony

      Teilungsmodus bei Einzellern (z.B. Sporozoen, Kokzidien); eine rasche Aufeinanderfolge von Kernteilungen ohne Plasmateilung, die zu Bildung vielkerniger Zellen führt (Schizont), u. mit nachfolgendem Zerfall zu einkernigen „Fortpflanzungszellen“.

    • schizoid
      • schi|zoid

      • Englischer Begriff: schizoid

      Begriff aus der Psychiatrie, der Wesenzüge von Menschen mit einer (bestimmten) Persönlichkeitsstörung beschreibt. Umfasst Eigenschaften wie Ungeselligkeit, Autismus, Introvertiertheit, Affektivitätsambivalenz, Verbergen starker affektiver Vorgänge (bei jedoch tiefer gemütsmäßiger Ansprechbarkeit), Sichzurückziehen von der Realität, zum Abstrakten neigendes Denken, Neigung zu verbalen Aggressionen (s.a. schizothym). Bei starker Ausprägung dieser Eigenschaften als sch. Temperament oder sch. Persönlichkeit bezeichnet.

    • Schizomycetes
      • Schizo|mycetes

      • Synonyme: Spaltpilze

      • Englischer Begriff: schizomycetes

      die sich durch Spaltung vermehrenden Mikroorganismen, i.e.S. Bakterien.

    • Schizont
      • Schi|zont

      • Englischer Begriff: schizont

      die durch Schizogonie entstehende vielkernige Zelle als das agame Entwicklungsstadium der Plasmodien im Erythrozyten oder Gewebe (z.B. Leber). Als reifer Sch. mit bereits erkennbarer Teilung auch des Zellplasmas (d.h. mit Kenntlichwerden der einzelnen Merozoiten); s.a. Malariazyklus (dort Schema).

    • Schizontozid
      • Schizontozid

      • Englischer Begriff: schizonticide

      Malariamittel mit Wirksamkeit allein gegen die im Blut vorhandenen Schizonten (u. damit gegen die akuten Erscheinungen); Wirkst.: z.B. Chinin, Mefloquin, Proguanil.

    • Schizonychie
      • Schiz|onychie

      • Englischer Begriff: schizonychia

      die Aufsplitterung oder das Einreißen der freien Nagelenden bei Myxödem u. als Folge stark austrocknender u. entfettender Mittel.

    • Schizophrasie
      • Schizo|ph(r)asie

      • Englischer Begriff: schizophasia; word salad

      „Sprachverwirrtheit“ durch Verbigeration, Neologismen u. Agrammatismus. Gehört zu den formalen Denkstörungen. Die Äußerungen sind für den Beobachter kaum verständlich. Typisch für Schizophrenie oder organisches Psychosyndrom. Häufig sind andere seelische Funktionen ebenfalls beeinträchtigt.

    • schizophren
      • schizo|phren

      • Englischer Begriff: schizophrenic

      als Symptom einer Schizophrenie auftretend; an Schizophrenie leidend.

    • schizophrene Demenz
      schizophren
      • sch. Demenz

      • 1)
        veralteter Ausdruck für den scheinbaren intellektuellen Defekt des Schizophrenen... (mehr)
      • 2)
        schizophrener Defektzustand... (mehr)
    • schizophrene Demenz 1)
      schizophren  >  schizophrene Demenz
      • 1)

      veralteter Ausdruck für den scheinbaren intellektuellen Defekt des Schizophrenen. Infolge Denk- u.a. Störungen wird die erhaltene Intelligenz nicht voll genutzt.

    • schizophrene Demenz 2)
    • schizophrene Reaktion
      schizophren
      • sch. Reaktion

      • 1)
        abnorme Erlebnisreaktion mit schizophrener oder schizophrenieähnlicher... (mehr)
      • 2)
        in der amerikan... (mehr)
    • schizophrene Reaktion 1)
      schizophren  >  schizophrene Reaktion
      • 1)

      abnorme Erlebnisreaktion mit schizophrener oder schizophrenieähnlicher Symptomatik. Entspricht heute einer schizoaffektiven Störung oder einer vorübergehenden akuten psychot. Störung. Auslöser ist oft eine starke Belastungssituation. S.a. Borderline-Syndrom.

    • schizophrene Reaktion 2)
      schizophren  >  schizophrene Reaktion
      • 2)

      • Englischer Begriff: acute schizophrenia

      in der amerikan. Nomenklatur die akute Schizophrenie.

    • schizophrene Verödung
      schizophren
      • sch. Verödung

      im Endstadium der chronischen Schizophrenie das Verlöschen des affektiven Mitschwingens u. das Fehlen subjektiver Werterlebnisse bzw. (als „Versandung“) das Verlöschen v.a. der lebenserhaltenden Kräfte u. der Spontaneität. Ferner Denkstörungen, Intelligenzminderung und ein Nachlassen der Gedächtnisleitungen.

    • schizophrener Defekt
      schizophren
      • sch. Defekt

      s.u. Defektzustand.

    • schizophrenes Syndrom
      schizophren
      • sch. Syn|drom

      • Englischer Begriff: sch. syndrome

      die Symptomatik bei Erkrankung des schizophrenen Formenkreises.

    • Schizophrenia
      • Schi|zo|phrenia

      • Synonyme: -phrenie; Dementia praecox (frühere Bez. nach E. Kraepelin)

      • Englischer Begriff: schizophrenia; split personality

      Tabelle   Tabelle

      endogene Psychose mit oft vielgestaltigem psychopathologischem Zustandsbild (z.B. Halluzinationen, Wahnideen, formale Denkstörungen, Ich-Störungen, Verlust des Strukturzusammenhangs der Persönlichkeit mit Spaltung von Denken, Affekt u. Erleben, psychomotorische Symptome). Ätiol.: wahrscheinlich auf einer Interaktion psychischer u. somatischer Faktoren beruhend. Die Ätiogenese ist unbekannt. Diskutiert wird eine multifaktorielle Genese (genetische, neurobiologische, psychosoziale Teilfaktoren), z.B. als sog. Vulnerabilitäts-Stress-Modell (eine genetisch angelegte, durch neuropathologische u. biochemische Veränderungen im Gehirn früh erworbene Krankheitsdisposition führt unter dem Einfluss verschiedener Stressoren über verschiedene Zwischenstufen zur akuten Krankheitsmanifestation). Vorkommen familiär gehäuft mit Auftreten meist zwischen 20. u. 40. Lj.; verläuft sehr verschieden, akut, chronisch oder schubweise, u.U. mit Residualzustand. Stillstand ist auf jeder Stufe möglich, eine Vollremission in ca. ein Drittel der Fälle. Bei voller Symptomausprägung stehen Störungen verschiedener Funktionen im Vordergrund (z.B. Konzentration u. Aufmerksamkeit, inhaltliches u. formales Denken, Ich-Funktionen, Wahrnehmung, Intentionalität, Affektivität). Ther.: Der Verlauf lässt sich mit den heute verfügbaren Therapiemöglichkeiten (Psychopharmaka in Kombination mit psychotherapeutischen Verfahren wie supportive Gesprächs-, Gruppen-, Familien-, Arbeits-, Beschäftigungs-, Soziotherapie, Angehörigengruppen, Rehabilitationsmaßnahmen etc.) bei der Mehrzahl der Patienten günstig beeinflussen. Einteilung: nach Erkrankungsalter, Verlauf u. führenden Symptomen unterteilt in hebephrene, katatone u. paranoide Sch. sowie Schizophrenia simplex. Eine Einteilung nach ICD-10 zeigt die Tab. Diagn: Die Diagnosestellung stützt sich u.a. auf das Vorhandensein der Symptome 1. u. ggf. 2. Ranges nach K. Schneider (Tab.). E. Bleuler unterschied zwischen Grundsymptomen (Assoziations- u. Affektivitätsstörungen, Ambivalenz, Autismus) u. akzessorischen Symptomen (Sinnestäuschungen, Wahnideen, Ich-Störungen, Katatonie). S.a. schizoid.

    • Schizophrenia simplex
      Schizophrenia
      • Sch. simplex

      • Englischer Begriff: simple sch

      selten vorkommendes, symptomarmes Krankheitsbild mit schleichend progredientem Verlauf. Klinik: als vorherrschende Merkmale die Unfähigkeit der Einhaltung sozialer Normen (auch: ungewöhnliches Verhalten) sowie eine generelle Minderung der Leistungfähigkeit. Typische Residualmerkmale („Negativ“-Symptome) wie Antriebsmangel oder Affektverflachung entwickeln sich ggf. langsam und ohne vorherige psychotische Symptomatik. Wahnideen oder Sinnestäuschungen treten nicht auf. Die Erkr. ist schwieriger zu erkennen u. einzuordnen als übrige Schizophrenieformen. Wird heute auch als schizotype Störung klassifiziert.

    • Schizophrenie, hebephrene
      Schizophrenia
      • Sch., hebephrene

      • Englischer Begriff: hebephrenic sch

      Form der Sch. mit Krankheitsbeginn zwischen dem 15. u. 25. Lj. u. ungünstiger Verlaufsprognose. Im Vordergrund stehen Affekt-, Antriebs- u. formale Denkstörungen. Typische Merkmale sind läppisches Verhalten, inadäquater Affekt und ein Abbau geistiger Funktionen bis zur Demenz.

    • Schizophrenie, katatone
      Schizophrenia
      • Sch., katatone

      • Englischer Begriff: catatonic sch

      akute Sch. unter dem Bild der Katatonie (psychomotorische Störungen, z.B. wechselnder katatoner Sperrungs-/Erregungszustand). Die Erkrankung kommt heute selten vor. Schwerste Verlaufsform ist die perniziöse (lebensbedrohliche) Katatonie (extremer Stupor, Hyperthermie, vegetative Dysregulation).

    • Schizophrenie, konfabulatorische
      Schizophrenia
      • Sch., konfabulatorische

      Form der paranoiden Sch.

    • Schizophrenie, paranoid-halluzinatorische
      Schizophrenia
      • Sch., paranoid-halluzinatorische

      • 1)
        häufigste Schizophrenieform mit Vorherrschen von wahnhaften (paranoiden)... (mehr)
      • 2)
        Paraphrenie... (mehr)
    • Schizophrenie, paranoid-halluzinatorische 1)
      Schizophrenia  >  Schizophrenie, paranoid-halluzinatorische
      • 1)

      • Englischer Begriff: paranoid sch

      häufigste Schizophrenieform mit Vorherrschen von wahnhaften (paranoiden) u. halluzinatorischen Erlebnisweisen. Geringere Beeinträchtigung des formalen Denkens, der Gefühlsansprechbarkeit, des Antriebs. Die Symptome können oft jahrelang unverändert bestehen; die Prognose ist insgesamt jedoch besser als bei anderen Formen. Als Sonderformen die expansive Sch. (deutlich manifester Größenwahn), die hypochondrische Sch. (mit grotesken hypochondr. Sensationen u. vorw. akust. Halluzinationen) u. die konfabulatorische Sch. (Ausspinnen phantastischer Geschichten mit stets wechselndem Inhalt).

    • Schizophrenie, paranoid-halluzinatorische 2)
    • Schizophrenie, periodische
      Schizophrenia
      • Sch., periodische

      atypische (mit ungewöhnlichen Symptomen beginnende) Sch.; z.B. nach somatischer Krankheit oder aufwühlendem Erlebnis einsetzend mit leichter Verwirrtheit, mangelhafter Orientierung u. Denkstörungen (Inkohärenz); nach wenigen Monaten abklingend.

    • Schizophrenie, symptomatische
      Schizophrenia
      • Sch., symptomatische

      exogene Psychose mit Schizophrenie-Symptomatik; ausgelöst z.B. durch Trauma, Alkohol, organ. Erkankung.

    • Schizophrenie, verbalhalluzinatorische
      Schizophrenia
      • Sch., verbal|halluzinatorische

      progressive Halluzinose.

    • Schizophrenie, zönästhetische
      Schizophrenia
      • Sch., zön|ästhetische

      • Englischer Begriff: cenesthetic sch

      als „leibhypochondrische Sch.“ Erkrankung mit primären, nicht körperlich begründeten abnormen Leibgefühlen wie Taubheits-, Steifigkeits- u. Fremdheitsgefühl, Bewegungs-, Druck-, Zuggefühlen im Körperinnern. Weitere Merkmale: später Beginn, chronischer Verlauf; die kognitive Beeinträchtigung ist zumeist geringer als bei anderen Formen.

    • schizothym
      • schizo|thym

      • Englischer Begriff: schizothymic

      mit Wesensart gemäß der Schizothymie.

    • Schizothymie
      • Schizo|thymie

      • Englischer Begriff: schizothymia

      veraltete Bezeichnung für (nicht krankhafte) Denk- u. Temperamentseigenart v.a. bei Leptosomen. Wesensart: weltfremd-abstrakt u. idealistisch, überempfindlich u. gefühlsabweisend kühl, konzentrativ eingeengt u. dynamisch gespannt, kontaktarm u. introvertiert. S.a. schizoid.

    • Schizotrichia
      • Schizo|trichia

      • Englischer Begriff: schizotrichia

      Aufsplitterung des Haarschafts, z.B. bei Trichorrhexis nodosa.

    • Schizozyt
      • Schizo|zyt

      • Englischer Begriff: schizocyte

      Schistozyt.

    • schlackenarme Diät
      • schlacken|arme Diät

      • Englischer Begriff: low-roughage diet

      an unverdaulichen Bestandteilen (= Ballaststoffen) arme Kost, d.h. ohne Hülsenfrüchte, Kohl, Wurzelgemüse, Beerenfrüchte etc.; v.a. bei Magen-Darm-Erkrankungen. – Gegenteil: die die Darmperistaltik anregende Schlackendiät, z.B. Rohkost aus Gemüse u. Obst, grobe Schrotbrote, Hülsenfrüchte, Kartoffeln.

    • Schlaf
      • Englischer Begriff: sleep

      Abbildung   Abbildung

      physiologischer, phasenhafter Erholungsvorgang der Stoffwechselvorgänge im Gehirn, der auf dem endogenen Tag-Nacht-Rhythmus des Zentralnervensystems beruht und durch das Schlafzentrum kontrolliert wird. Gekennzeichnet durch Bewusstseinsänderung (Bewusstseinsminderung mit Erhaltenbleiben einer gewissen Wahrnehmungsbereitschaft gegenüber der Umwelt u. jederzeitiger Erweckbarkeit durch geeignete Reize) u. vegetative Umstellung i.S. der trophotropen-vagotonen Reaktionslage (Bradykardie, Kreislauf- u. Muskelhypotonie, verminderte Ansprechbarkeit des Atemzentrums), ferner durch die Induzierbarkeit mit Hilfe bedingter Reflexe (z.B. Einnahme der Schlafhaltung am geeigneten Ort). Einteilung: Nach elektrophysiologischen Kriterien (Abb.) werden verschiedene Stadien unterschieden. W- (= Wachheit) oder A-Stadium: im EEG Alphaaktivität von 8–12/Sek. u. unterlagerte niedrigere, langsamere Wellen verschiedener Frequenzbereiche). Dann folgend Stadium 1 (= Einschlaf-, Schläfrigkeits-, B-Stadium): im EEG relativ niedrige, langsame Tätigkeit verschiedener Frequenzbereiche; ferner langsame Augenbewegungen; Stadium 2 (= leichter Sch. = C-Stadium): mit zusätzlichen Schlaf- = Sigmaspindeln, d.h. 12–14/Sek.-Wellen u. K-Komplexen; Stadium 3 (= mittlerer Sch. = D-Stadium): mit mäßigen Anteilen hoher, langsamer Aktivität; Stadium 4 (= tiefer Schlaf = E-Stadium): mit großen Anteilen hoher, langsamer Aktivität; Stadium 5 (REM-Schlaf = Traumstadium): EEG wie bei 1 u. mit episodischen raschen Augenbewegungen („rapid eye movements“) sowie mit niedriger elektromyographischer Aktivität, die auch als paradox, dissoziiert oder desynchronisiert bezeichnet werden u. in denen eine wesentlich verminderte Weckbarkeit u. Muskeltonisierung bestehen. Der REM-Schlaf ist z.T. das physiologische Korrelat der Träume. Diese Stadien bilden Zyklen von ca. 90 Min. Dauer mit 4- bis 5-maliger Wiederholung im normalen Nachtschlaf; sie machen beim Neugeborenen ca. 60% der Schlafzeit aus (gegenüber 20% beim Erwachsenen); dem REM-Schlaf werden die Stadien 2–4 als „orthodoxer“ = „Slow-Wave-“ = „Non-REM-“ = NREM-Schlaf gegenübergestellt (3 und 4 mit erhöhter Wahrnehmungsbereitschaft für äußere Reize [biologischer Schutzmechanismus?]). Der Schlafbedarf nimmt im Laufe des Lebens ab, beim Säugling gibt es etwa 12 kurzfristige Schübe ohne regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus, der Erwachsene ist entweder Kurzschläfer, mit 5–6 Std. Schlaf u. größter Schlaftiefe nach dem Einschlafen, oder Langschläfer, mit 8–9 Std. und größerer Schlaftiefe gegen Morgen. S.a. Hypersomnie, Schlafanfall.

    • Schlaf-EEG
        • 1)
          spontan (v.a... (mehr)
        • 2)
          während der gesamten Dauer des physiologischen Nachtschlafs („Ganznachtschlaf“)... (mehr)
      • Schlaf-EEG 1)
        Schlaf-EEG
        • 1)

        spontan (v.a. bei Kindern u. Jugendlichen) oder nach Schlafentzug tagsüber (bei gesunden Erwachsenen) als Kurzschlaf-EEG registriertes EEG mit meist nur kurzzeitigen u. oberflächlichen Schlafstadien ohne REM-Phasen. Hierunter können krankhafte EEG-Muster aktiviert werden (z.B. Hypsarrhythmie) oder schwinden.

      • Schlaf-EEG 2)
        Schlaf-EEG
        • 2)

        während der gesamten Dauer des physiologischen Nachtschlafs („Ganznachtschlaf“) registriertes EEG zur Aufdeckung von Erkrankungen u. Störungen der Schlafarchitektur (z.B. Schlafapnoe-Syndrom).

      • Schlaf, künstlicher
        Schlaf
        • Sch., künstlicher

        • Englischer Begriff: induced s.; artificial s.

        Schlaf durch Medikamente (Hypnotika), Hypnose oder Einwirkung elektrischen Stromes; s.a. Schlaftherapie, Hibernation.

      • Schlafanfall imperativer
        • Schlaf|anfall (imperativer)

        • Englischer Begriff: narcoleptic attack

        plötzlich u. unwiderstehlich eintretender, natürlicher, durch Weckreiz sofort unterbrechbarer Schlaf; typisch bei Narkolepsie, Pickwickier-, Kleine-Levin-Syndrom.

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