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  • Schockleukopenie
    • Schock|leuko|penie

    • Englischer Begriff: shock leukopenia

    Leukozytopenie durch Versagen der sympathikotonen Regulationen im Schock; bei anaphylaktischem Schock evtl. Leukozytensturz infolge peripherer Immunagranulozytose u. Knochenmarkdepression; s.a. hämoklastische Krise. – Ferner die Leukopenie bei zum Schock führender Hämorrhagie.

  • Schocklunge
    • Schock|lunge

    • Englischer Begriff: shock lung

    die schockbedingten Lungenveränderungen; i.e.S. das ARDS.

  • Schockniere
    • Schock|niere

    • Englischer Begriff: shock kidney

    die „Niere nach dem Schock“ als akute Niereninsuffizienz, bedingt durch Herabsetzung der Nierendurchblutung in der Folge der die Hypovolämie kompensierenden Zentralisation des Kreislaufs (zunächst noch als reversible „Niere im Schock“; bei systolischem Druck < 80 mmHg auch Ausschaltung der Autoregulation des Nierenkreislaufs), der Hämokonzentration, der Hypoxie, evtl. auch toxischer Stoffe (Eiweißzerfallsprodukte, Myo-, Hämoglobin; s.a. Crush). Längeres Bestehen führt zu Azidose (Azotämie) u. Nierenveränderungen wie interstitielles Ödem (Nierenglaukom), Tubulorrhexis, akute Tubulusnekrose. Klinisch besteht eine Anurie, dann eine polyurische Phase, Erythrozyt-, Leuk-, Zylindrurie. Ther.: Ultrafiltration, extrakorporale Hämodialyse.

  • Schockorgan
    • Schock|organ

    der Ort der allergischen Reaktion (z.B. Niere, Lunge); wird bei zirkulierenden Antikörpern (AK) von der Antigenlokalisation, bei fixierten AK von deren Fixierungsort bestimmt.

  • Schocksyndrom, toxisches
    • Schock|syndrom, toxisches

    • Synonyme: TSS (Abk.)

    • Englischer Begriff: toxic shock syndrome

    Abbildung

    1978 erstmalig in den USA vorwiegend bei Frauen beobachtete Symptomatik durch ein von Staphylococcus aureus gebildetes Ektotoxin (F-Enterotoxin bzw. toxisches Schocksyndrom-Toxin). Ätiol.: Das TSS wurde bei Frauen nach Gebrauch bestimmter Tampons oder kontrazeptiver Vaginalschwämmchen (menstruelles TSS), ferner auch u.a. bei chirurgischen Wundinfektionen, bei grippalen Infekten, Infekten der oberen Luftwege (pyrogene Ektotoxine von Streptococcus pyogenes) beobachtet. Je nach Lebensalter Prävalenz von Ektotoxinantikörpern. Klinik: charakterisiert durch hohes Fieber, arterielle Hypotonie, scharlachähnliches fleckförmiges Exanthem (s. Abb.) bis zur makulären Erythrodermie mit nachfolgender palmoplantarer Abschuppung, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Pharyngitis, Vaginitis, Pyurie, Thrombozytopenie u. Verbrauchskoagulopathie. Möglich sind ferner Bewusstseinstrübung u. Niereninsuffizienz. Ther.: Schockbehandlung, Antibiotika. Progn.: Letalität um 10%.

  • Schocktod
    • Schock|tod

    • 1)
      Tod im dekompensierten Schock... (mehr)
    • 2)
      plötzlicher Tod infolge extremer Reizung des vegetativen Nervensystems... (mehr)
    • 3)
      Bolustod... (mehr)
  • Schocktod 1)
    Schocktod
    • 1)

    Tod im dekompensierten Schock.

  • Schocktod 2)
    Schocktod
    • 2)

    plötzlicher Tod infolge extremer Reizung des vegetativen Nervensystems (z.B. Schlag auf den Solarplexus).

  • Schocktod 3)
  • Schoemaker
    • Schoemaker

    s.u. Shoemaker.

  • Schoenlein-Nephritis
    • Schoenlein-Nephritis

    • Englischer Begriff: Schoenlein's disease

    • Biogr.: Johann L. Sch., 1793–1864, Internist, Würzburg, Zürich, Berlin

    die sich durch Hämaturie u. mäßige Albuminurie manifestierende Nierenbeteiligung bei der anaphylaktoiden Purpura (Sch.-Henoch-Syndrom).

  • Schokoladenzyste
    • Schokoladen|zyste

    • Synonyme: Teerzyste

    • Englischer Begriff: chocolate cyst

    Ovarialzyste mit blutig-eingedicktem, aus zyklischen Hämatomen stammendem Inhalt; v.a. bei Endometriosis externa.

  • Scholander-Analyse
    • Scholander-Analyse

    • Englischer Begriff: Scholander's analysis

    Sauerstoff- u. Kohlendioxid-Bestimmung, basierend auf der Volumenabnahme, die bei Kontakt der Gase mit entsprechenden Absorptionslösungen in der Reaktionskammer erfolgt u. die durch Quecksilber (Hg) kompensiert wird (benötigte Hg-Menge gibt das absorbierte Gasvolumen an).

  • Scholle
    • Englischer Begriff: keratinized cell

    Nissl-Scholle.

  • Schöllkraut
  • Scholte-Syndrom
    • Scholte-Syndrom

    Karzinoidsyndrom.

  • Scholz-Syndrom
    • Scholz-Syndrom

    • Synonyme: metachromatische Leukodystrophie Typ Scholz

    • Englischer Begriff: Scholz disease

    • Biogr.: Willibald Sch., 1889–1971, Neurologe, Tübingen, Leipzig, München

    autosomal-rezessiv erbliche, als infantile, juvenile u. adulte Form vorkommende „subakute familiäre diffuse Hirnsklerose“ (Typ Sch.-Henneberg-Bielschowsky); mit Gliawucherung, Myelinuntergang, Sulfatidablagerung (Mucosulfatidose; Ceramidsulfatidose) in Zentralnervensystem, peripheren Nerven u. Nieren. Klinik: Pes valgus, Muskelhypotonie, später fortschreitende spast. Tetraparese bis -plegie; ferner Sprachverfall, Gehörstörung, Schluckbeschwerden, Pyramidenzeichen, bräunliche Hautpigmentierung, Liquoreiweißerhöhung; in wenigen Jahren tödlich.

  • Schonkost
    • Schon|kost

    • Englischer Begriff: bland diet

    die Verdauungsorgane schonende, d.h. chemisch-thermische u. physikalische Reizung weitgehend vermeidende Kost als leicht resorbierbare, aber vollwertige Nahrung (mit ausreichendem Kalorien-, Mineralstoff- u. Vitamingehalt), jedoch ohne das betreffende erkrankte Organ besonders belastende Nährstoffanteile (z.B. bei Leber- u. Gallenerkrankung Fetteinschränkung).

  • Schorf
    • Englischer Begriff: eschar; scab

    der Haut oder Schleimhaut fest aufsitzende Kruste als Folge umschriebenen Gewebstodes (z.B. bei Verätzung). S.a. Blutschorf.

  • Schornsteinfegerkrebs
    • Schornstein|feger|krebs

    • Englischer Begriff: chimney sweep's cancer

    berufsbedingtes Hodensackkarzinom der Kaminkehrer (s.u. Rußwarze).

  • Schoßfugenrand
    • Schoß|fugen|rand

    • Englischer Begriff: superior edge of symphysis

    • Fach: Geburtshilfe

    Symphysenoberrand.

  • Schrägagarkultur
    • Schräg|agar|kultur

    • Englischer Begriff: oblique agar culture

    Erreger-Kultivierungsverfahren im Reagenzglas, dessen flüssiger Inhalt sich bei Schräglage verfestigt hat („Schrägagarröhrchen“; ergibt vergrößerte Nährbodenoberfläche).

  • Schrägdurchmesser
    • Schräg|durch|messer

    • Englischer Begriff: oblique diameter

    Diameter obliqua, röntg schräger Durchmesser.

  • Schräglage
    • Schräg|lage

    • Englischer Begriff: oblique lie

    • Fach: Geburtshilfe

    anomale Fruchtlage, bei der die kindliche Körperachse die der Mutter im spitzen Winkel schneidet; Variante der Querlage; Vorkommen v.a. bei Mehrgebärenden u. bei Placenta praevia.

  • Schramm-Sphinkterphänomen
    • Schramm-Sphinkterphänomen

    • Englischer Begriff: Schramm's phenomenon

    • Biogr.: Carl Sch., Urologe, Dortmund

    als Zystoskopiebefund bei intramuraler Reflexblase (z.B. bei Tabes dorsalis) feintrabekuläre Zeichnung mit Rinnenbildung vom Trigonum zum hinteren Harnröhrenbereich (sog. Klaffen des inneren Blasenmundes), so dass mit dem Normalzystoskop der Colliculus seminalis u. beide Ureterostien gleichzeitig überschaubar sind.

  • Schraubenbakterien
    • Schrauben|bakterien

    Spirillaceae.

  • Schreck
    • Englischer Begriff: fright

    das Erleben eines durch plötzliche Bedrohung oder starken Sinnesreiz (z.B. Blitz, Knall) ausgelösten Affektzustandes; mit kurzfristiger – überraschungsbedingter – Unfähigkeit, Gegen- oder Schutzvorkehrungen zu treffen, evtl. mit passagerer Lahmlegung der seelischen Funktionen; s.a. Schreckreaktion.

  • Schreckreaktion
    • Schreck|reaktion

    • Englischer Begriff: fright reaction; panic

    seelische u. vegetative Reaktion auf ein Schreckerlebnis; meist ohne Beteiligung der rationalen Persönlichkeitsanteile. Die Symptome ähneln denen des psychischen Schocks; allgemein voll reversibel.

  • Schreckstarre
    • Schreck|starre

    Kataplexie.

  • Schrei, erster
    • Englischer Begriff: first cry; primal scream

    der vom Neugeborenen im Anschluss an den 1. Atemzug ausgestoßene Schrei, der der Lungenalveolenentfaltung u. der gesteigerten Blutzufuhr in den Lungenkreislauf dient.

  • Schreib-Lese-Schwäche
    • Englischer Begriff: grapho-legasthenia

    s.u. Schreibschwäche.

  • Schreib...
  • Schreibhandstellung
    • Schreib|hand|stellung

    die der Pfötchenstellung ähnliche „Schreibhaltung der Hand“ als Tetaniezeichen.

  • Schreibkrampf
    • Schreib|krampf

    • Englischer Begriff: writer's cramp; graphospasm

    die Hand- u. Fingerbeugemuskeln betreffende tonische Verkrampfungszustände, die nach kurzer Schreibleistung (evtl. schon beim Schreibversuch) auftreten u. den Gebrauch von Schreibgerät be- oder verhindern (sog. Schreiblähmung). Meist als Symptom einer Beschäftigungsneurose; s.a. Schreibschwäche.

  • Schreibschwäche
    • Schreib|schwäche

    • Englischer Begriff: writing disability

    Schwierigkeiten beim Erlernen der Rechtschreibung infolge einer teilweisen Leistungsstörung des Gehirns i.S. der Schwäche bis Unfähigkeit, Wörter in einzelne Buchstaben zu zerlegen; Intelligenz jedoch normal. Ist meist mit Leseschwäche kombiniert (= Schreib-Lese-Schwäche = Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Legasthenie), evtl. auch mit Rechenschwäche. S.a. Agraphie.

  • Schreibstörung
    • Schreib|störung

    • Englischer Begriff: dysgraphia

    organisch (z.B. durch Lähmung peripherer Nervenbahnen, Schädigung der Schreibzentren) oder geistig-seelisch bedingte (z.B. mangelnde Übung der visomotorischen Koordinationsfähigkeit; s.a. Schreibkrampf) Störung der schreibmotorischen Ausdrucksfähigkeit; z.B. – als Schreibstammeln – mit Lautauslassung, -verwechslung, -verstümmelung; evtl. als Agraphie, Mikro-, Makrographie.

  • Schreibzentren
    • Schreib|zentren

    • Englischer Begriff: cortical writing centers

    Hirnstrukturen (v.a. im Globus pallidus, Corpus striatum, Gyrus angularis) als Koordinationszentren für den Schreibvorgang. Nach anderen Autoren die kortikalen Hand- u. Fingerzentren (als Gordinier-Zentrum in der prämotorischen Hirnrinde der Gegenseite).

  • Schreikrämpfe
    • Schrei|krämpfe

    • 1)
      als Schreianfall lautes, unvernünftiges Schreien als Reaktion auf ein... (mehr)
    • 2)
      respiratorische Affektkrämpfe... (mehr)
  • Schreikrämpfe 1)
    Schreikrämpfe
    • 1)

    • Englischer Begriff: screaming fits

    als Schreianfall lautes, unvernünftiges Schreien als Reaktion auf ein Erlebnis, eine aktuelle Konfliktsituation.

  • Schreikrämpfe 2)
    Schreikrämpfe
    • 2)

    • Englischer Begriff: breath-holding spells

    respiratorische Affektkrämpfe.

  • Schreitreflex
    • Schreit|reflex

    • Englischer Begriff: stepping reflex

    beim aufrecht gehaltenen Neugeborenen durch Aufdrücken der Fußsohle auf die Unterlage ausgelöste Beugung dieses Beines bei gleichzeitiger Streckung des anderen, das sich dann nach Bodenberührung wiederum beugt usw.

  • Schriftblindheit isolierte
    • Schrift|blindheit (isolierte)

    • Englischer Begriff: pure alexia

    durch Schädigung des linksseitigen Okzipitalhirns bedingte „reine Alexie“ (Niederschreiben gehörter Texte möglich, nicht aber das Kopieren von Schriftstücken).

  • Schrittmacher
    • Schritt|macher

    • Englischer Begriff: pacemaker

    Steuerungszentrum rhythmisch wiederkehrender Funktionen, das nachgeordneten Strukturen seinen Rhythmus aufzwingt; z.B. der Sinusknoten als physiologischer Herzschrittmacher. I.w.S. auch ein Vorgang (oder eine diesen bewirkende Substanz), der eine Folge von Reaktionen in Gang setzt.

  • Schrittmacher, künstlicher
    Schrittmacher
    • Sch., künstlicher

    • Englischer Begriff: artificial p.

    s.u. Herzschrittmacher.

  • Schrittmacher, wandernder
    Schrittmacher
    • Sch., wandernder

    • Englischer Begriff: wandering p.; shifting p.

    häufiger Wechsel zwischen Sinus- u. AV-Knoten-Herzaktionen mit entsprechender Variation des P-Wellen-Vektors; häufig bei jugendlichen Vagotonikern.

  • Schrittmacherimplantation
    • Schrittmacher|implantation

    • Englischer Begriff: pacemaker insertion

    das Einpflanzen des Impulsgebers des künstlichen Herzschrittmachers in die Weichteile (im Bereich der Rektusscheide oder der vorderen Brustwand), kombiniert mit Verlegen der Schrittmachersonde zum Herzen (transvenös oder epi-myokardial).

  • Schrittmacherimpuls
    • Schrittmacher|impuls

    s.u. Herzschrittmacher.

  • Schrittmacherrasen
    • Schrittmacher|rasen

    • Englischer Begriff: runaway pacemaker

    hochgradige Tachykardie (evtl. Kammerflimmern) als Komplikation bei eingepflanztem Herzschrittmacher.

  • Schröder-Zeichen
    • Schröder-Zeichen

    • Englischer Begriff: Schröder's sign

    • Biogr.: Karl L. E. Sch., 1838–1887, Frauenarzt, Berlin

    Ansteigen des schmal, kantig u. hart gewordenen Fundus der Gebärmutter 1–2 Querfinger über Nabelhöhe (meist rechtswärts) als Lösungszeichen der Plazenta.

  • Schroetter-Paget-Syndrom
    • Schroetter(-Paget)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Paget-v. Schroetter syndrome

    • Biogr.: Leopold Ritter v. Sch.-Kristelli, 1837–1908, Arzt, Wien

    akute Achselvenensperre.

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