Medizin-Lexikon: Einträge mit "S"

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  • Schwarz-Vakzine
    • Schwarz-Vakzine

    • Englischer Begriff: Schwarz measles vaccine

    Masern-Lebendvakzine aus attenuiertem Masernvirus (= Schwarz-Virus, eine stärker attenuierte Variante des Edmonston-Stammes).

  • schwarze Haarknötchenkrankheit
    schwarz
    • schw. Haarknötchenkrankheit

    Piedra nigra.

  • schwarze Krankheit
    schwarz
    • schw. Krankheit

    Kala-Azar.

  • Schwarze Rettichwurzel
  • Schwarzempfindung
    • Schwarz|empfindung

    die auf dem Zusammenwirken von Lichtmangel u. Kontrast beruhende Farbempfindung „schwarz“. – Bei längerem Dunkelaufenthalt entsteht die Empfindung „dunkelgrau“ (sog. Eigenlicht [„Eigengrau“] der Netzhaut).

  • Schwarzenbach-Handgriff
    • Schwarzenbach-Handgriff

    • Englischer Begriff: Schwarzenbach's maneuver

    das diagnostische Tasten des Kopfes der Leibesfrucht (in einer Wehenpause) vom Hinterdamm aus bei Seitenlage der Kreißenden; der am Beckenboden stehende Kopf zwischen Steißbein u. After tastbar.

  • schwarzer Hautkrebs
    schwarz
    • schw. Hautkrebs

    malignes Melanom.

  • schwarzer Kern
    schwarz
    • schw. Kern

    • Englischer Begriff: b. substance

    • Fach: Anatomie

    Substantia nigra.

  • schwarzer Star
    schwarz
    • schw. Star

    • Fach: Ophthalmologie

    Amaurose.

  • schwarzer Tod
    schwarz
    • schw. Tod

    • Englischer Begriff: plague

    Pest.

  • Schwarzschild-Exponent
    • Schwarzschild-Exponent

    der E. „p“ zur Korrektur des Bunsen-Roscoe-Gesetzes (über die Schwärzung photographischer Schichten); beträgt 0,8–1,1.

  • Schwarzsehen
    • Schwarz|sehen

    • Etymol.: engl.

    • Fach: Kardiologie

    Blackout.

  • Schwärzung
    • Englischer Begriff: blackening; density

    • Fach: Röntgenologie

    Abbildung

    quantitative Angabe des „Belichtungseffektes“ an einer entwickelten photographischen Schicht. S.a. Formel.

  • Schwarzwasserfieber
    • Schwarz|wasser|fieber

    • Englischer Begriff: blackwater fever

    schwere, oft tödliche Krankheit mit intravaskulärer Hämolyse u. mit Hämoglobinurie im Zusammenhang mit Malaria tropica: Schmerzen in Lenden-, Leber- u. Milzgegend, hohes Fieber, starkes Erbrechen, Kräfteverfall, häufig auch Anurie. Wahrscheinlich Folge einer Sensibilisierung durch Malariamittel (v.a. Chinin).

  • Schwebelaryngoskopie
    • Schwebe|laryngo|skopie

    • Synonyme: -autoskopie; Stützlaryngoskopie; Stützautoskopie

    • Englischer Begriff: suspension laryngoscopy

    direkte Laryngoskopie in Rückenlage u. bei „schwebendem“ (über das Tischende hinausragendem u. am eingeführten Kehlkopfspatel „aufgehängtem“ u. dabei von Hand oder einer Platte gestütztem) Kopf; der Spatel ist gelenkig an einem am Op.-Tisch angebrachten Galgen fixiert; s.a. Mikrolaryngoskopie.

  • Schwebstoffe
    • Schweb|stoffe

    • Englischer Begriff: suspended particles

    in Gas (Aerosol) oder Flüssigkeit feinstverteilte, nur langsam oder gar nicht sedimentierende flüssige oder feste Partikel (z.B. Staub).

  • Schwefel
    • Schwefel

    • Synonyme: Sulfur; S (Abk.)

    • Englischer Begriff: sulfur

    nichtmetallisches, 2-, 4- u. 6-wertiges chem. Element mit Atomgew. 32,066; Isotope: 32–36S, davon 35S radioaktiv (β-Strahler; HWZ 87 d; nuklearmed Anw. z.B. für Stoffwechselstudien, Tumordiagnostik). Vorkommen u. Verwendung: in der Natur vorkommend in Mineralien, Gewässern, Erdgasen (als elementarer Schwefel, Sulfat, Sulfid, Sulfit etc.); dient – als kristalliner = rhombischer (gegossen oder in Stangenform), amorpher, sublimierter, gereinigter etc. Schwefel – zur Herstellung z.B. von Schwefelsäure, Pyrotechnika und Schwarzpulver, Kautschuk, Farbstoffen u. Arzneimitteln (Fungizide, Bakterizide). Ist als Bioelement in zahlreichen natürlichen Stoffen enthalten (als Sulfat-, SH-Gruppe, S-Brücke in Aminosäuren, Peptiden, Proteohormonen); der Bestand im menschlichen Körper beträgt ca. 150 g (aufrechterhalten durch Nahrungsstoffe; wird ausgeschieden v.a. als Sulfat im Harn, Stuhl). pharm Anw. z.B. als gefällter Schwefel (Sulfur praecipitatum, gefällter fein verteilter Schwefel = Schwefelmilch, Lac sulfuris), als gewaschener (Sulfur depuratum; gewonnen aus sublimiertem), als sublimierter (Sulfur sublimatum venale s. crudum, Schwefelblüte [arsenhaltig]) u. kolloidaler Schwefel (Sulfur colloidale) sowie in vielfältiger Form (Bad, Lotio, Paste, Pinselung, Puder, Salbe, Seife etc.) äußerlich bei Hauterkr. (bis zu 5% S keratoplastisch-antiphlogistisch u. antiseptisch wirksam). S.a. Schwefel..., Thio...

  • Schwefelbad
    • Schwefel|bad

    • Englischer Begriff: sulfur bath

    Teil- oder Vollbad mit natürlichem Schwefelwasser oder mit schwefelversetztem Badewasser (Zusatz v.a. kolloidalen Schwefels); bei rheumatischen (unspezifische Reizwirkung) u. Hautkrankheiten (keratolytisch), Durchblutungsstörungen (hyperämisierend).

  • Schwefeldioxid
    • Schwefel|dioxid

    • Synonyme: SO2

    • Englischer Begriff: sulfur dioxide

    Anhydrid der schwefligen Säure; stechend riechendes, farbloses, in Wasser unter Bildung von H2SO3 (schweflige Säure) leicht lösliches Gas, entstehend beim Verbrennen von S (u.a. bei Verbrennen schwefelhaltiger Brennstoffe) u. beim Rösten S-haltiger Erze. Biologisch aggressiv (Pflanzengift!) u. chemisch sehr reagibel. Anw. als Bleich-, Reduktionsmittel), Desinfektions-, Entwesungs- u. Ungeziefermittel („Schwefeln“), flüssig in der Kälteindustrie. Toxik.: ist giftig (z.B. in Wasser mit > 0,5 g/l), reizt u. schädigt Haut u. Schleimhäute (beim Einatmen kann ein toxisches Lungenödem entstehen), führt zu Bewusstseinsstörungen; berufliche Schädigungen gelten als anzeigepflichtige Berufskrankheiten.

  • Schwefelkohlenstoff
    • Schwefel|kohlen|stoff

    • Synonyme: Carboneum sulfuratum

    • Englischer Begriff: carbon disulfide

    das Kohlen(stoff)disulfid CS2; leicht flüchtige (Dämpfe schwerer als Luft), nach faulem Rettich riechende, brennbare (unter Bildung von Kohlen- u. Schwefeldioxid), leicht explosible Flüssigkeit. Anw. als – wasserunlösliches (wassergefährdendes!) – Lösemittel für Fette, Öle, Gummi, Viskosefasern; auch Bodendesinfektions-, Unkraut- u. Schädlingsbekämpfungsmittel. Toxik.: wirkt – infolge Lipoidlösungsvermögens – nach Einatmung oder Eindringen durch die Haut zellschädigend (v.a. an Nerven-, Leber-, Nieren- u. Herzmuskelzellen); rasch tödlich bei 5000 ml/m3. Akute CS2-Vergiftung bei 500 ml/m3 (= Sulfokarbonismus) führt (neben evtl. Hautschädigung) zu Euphorie, Erregung, Speichelfluss, Benommenheit, Bewusstlosigkeit bis Koma, Atemstillstand u. – als Spätfolgen – zu epileptiformen Krämpfen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Merkschwäche, Sehstörungen (Hornhautschäden). Chronische Vergiftung (bei 50 ml/m3): vielgestaltiges Bild infolge v.a. zerebraler, polyneuritischer u. hormoneller Störungen; auch als „sulfokarbotoxisches Spätsyndrom“ (mit vorzeitiger Arteriosklerose, v.a. als Zerebralsklerose). Berufliche Schädigung gilt ggf. als anzeigepflichtige Berufskrankheit. Tödliche Dosis bei oraler Aufnahme ca. 15 ml (Ther.: Magenspülung mit 2–5% Na u. Gabe von Paraffinum subliquidum zur Resorptionsverhinderung).

  • Schwefelquelle
    • Schwefel|quelle

    • Englischer Begriff: sulfur spring

    Schwefelwässer.

  • Schwefelsäure
    • Schwefel|säure

    • Synonyme: H2SO4

    • Englischer Begriff: sulfuric acid

    starke Mineralsäure; in reiner Form als farblose, ölige Flüssigkeit. Mit Wasser unter erhebl. Wärmeentwicklung mischbar; zerstört organ. Stoffe durch Wasserentzug. Entsteht aus zu SO3 oxidiertem Schwefeldioxid = SO2. – Als konzentrierte Säure 98%ig im Handel (roh oder gereinigt: Acidum sulfuricum crudum bzw. purissimum) bzw. pharmaz Acidum sulfuricum purum (gemäß DAB 94%ig). Im Organismus als freies Ion „SO42–“, im Harn als Na-, K-Salz u. als Calciumsulfat (CaSO4; „Gipskristalle“) u. in Estern, die v.a. zur Lösung, Entgiftung u. Harnausscheidung von Abbauprodukten dienen; ferner in Glykosaminoglykanen z.B. als Chondroitinschwefelsäure. – Salze: Sulfate.

  • Schwefelwässer
    • Schwefel|wässer

    • Englischer Begriff: sulfur springs

    natürliche Heilquellen mit > 1 mg titrierbarem Schwefel (v.a. Schwefelwasserstoff) pro kg Wasser; s.a. Sulfatwässer.

  • Schwefelwasserstoff
    • Schwefel|wasserstoff

    • Synonyme: H2S; Hydrogensulfid

    • Englischer Begriff: hydrogen sulfide

    farbloses, brennbares, in Luftgemisch explosibles, sehr giftiges Gas, das kräftig nach faulen Eiern riecht und in Erdgasen, Schwefelwässern u. als Fäulnis- u. Stoffwechselprodukt in Aborten, Kläranlagen („Kloaken-“, „Latrinengas“) und in Darmgasen vorkommt. Stark reduzierend u. mit Halogenen heftig reagierend. Anw. u.a. als analytisches Reagens (Fällungsmittel für Metall-Ionen), Rodentizid. Klinik: bewirkt Hornhautreizung (Keratitis superficialis punctata) u. Schädigung der Atemwegsschleimhäute u. des Nervensystems. Entspricht in der Giftigkeit etwa der Blausäure. Akute H2S-Vergiftung (Sulfhydrogenismus) führt zu Kopfschmerzen, Schwindel, evtl. Sulfhämoglobinurie. 150 ppm werden mehrere Stunden ohne Schädigung vertragen, bei 200 ppm treten nach 2–5 Min. brennende Schmerzen auf Schleimhäuten u. Augen auf, bei 360 ppm erfolgt langsame Vergiftung, bei hoher Konzentration (1400 ppm) kommt es bereits nach 1–2 Atemzügen zur akuten, apoplektischen Form mit Tod durch Atemlähmung, Kreislaufversagen. Ther.: Beatmung u. Anw. von 4-Dimethylaminophenol.

  • schweflige Säure
    • Englischer Begriff: sulfurous acid

    H2SO3; Anw. labor als Reagens u. Reduktionsmittel, hyg als Entwesungs-, Lebensmittelbleichungs- u. -konservierungsmittel (z.B. als Zusatz zu Wein, meist in Form saurer Sulfite). – Salze: Sulfite.

  • Schweigepflicht
    • Schweige|pflicht

    • Englischer Begriff: obligation to secrecy; confidentiality

    die für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker u. ärztliches Hilfspersonal geltende Verpflichtung (gem. § 203 StGB u. standesrechtlicher Vorschriften) zur Verschwiegenheit über alles ihnen Bekanntgewordene. Die S. gilt auch für Informationen, die einer der o.g. Personen (in ihrer Funktion z.B. als Arzt oder Krankenpfleger) im privaten Umfeld anvertraut werden.

  • Schweinebandwurm
    • Schweine|band|wurm

    • Englischer Begriff: pork tape-worm

    Taenia solium.

  • Schweinehüterkrankheit
    • Schweine|hüter|krankheit

    Leptospirosis pomona.

  • Schweinerotlauf
    • Schweine|rotlauf

    Erysipeloid.

  • Schweiß
    • Synonyme: Sudor

    • Englischer Begriff: sweat; perspiration

    die farblose, hypotone Absonderung (Sekret) der ek- u. apokrinen Schweißdrüsen. Besteht aus Wasser (99%), Kochsalz sowie anderen chem. Substanzen (z.B. K+, Bicarbonat, Harnstoff u. -säure, flüchtigen Fettsäuren wie z.B. Ameisen-, Buttersäure, Cholesterin); pH: 4,2–7,0. Die der Regulation der Körpertemperatur dienende Sekretion ist – außer von Anstrengung, Nahrungsaufnahme, Aufregung etc. – v.a. abhängig von der Wärmebelastung; sie wird vegetativ (v.a. vom Sympathikus) gesteuert über Zentren in Zwischenhirn, verlängertem Mark u. Seitenhorngrau des Rückenmarks. – Wirkt als Spreitfaktor für Lipide der Keratinozyten. S.a. An-, Dys-, Hyper-, Para-, Chromhidrosis.

  • Schweißbläschen
    • Schweiß|bläschen

    • Englischer Begriff: heat rash

    Miliaria.

  • Schweißdrüsen
    • Schweiß|drüsen

    • Englischer Begriff: sweat glands

    Glandulae sudoriferae; s.a. Glandulae ciliares.

  • Schweißdrüsenabszess
    • Schweiß|drüsen|ab|szess

    • Englischer Begriff: suppurative hidr(os)adenitis

    abszedierende Schweißdrüsenentzündung. I.e.S. als Axillarabszess des Erwachsenen; auch als sekundärer Mitbefall der Schweißdrüsen bei Acne inversa. Bei Säuglingen v.a. an Nacken, Rücken u. Gesäß.

  • Schweißdrüsenadenom
    • Schweiß|drüsen|adenom

    Hidradenom.

  • Schweißdrüsenentzündung
    • Schweiß|drüsen|entzündung

    • Englischer Begriff: hidradenitis

    Hidradenitis; als eitrige der Schweißdrüsenfurunkel (Hidradenitis suppurativa) bzw. – abszedierend – der Schweißdrüsenabszess.

  • Schweißdrüsenkarzinom
    • Schweiß|drüsen|karzinom

    • Synonyme: Carcinoma hidroglandulare

    • Englischer Begriff: syringocarcinoma

    Malignom apo- u. ekkriner Hautdrüsen; i.e.S. das muzinöse Hautkarzinom an Kopf u. Stamm bei älteren Menschen (enthält schleimartige, leicht basophile Massen); ferner entartete Akrospirome u. chondroide Syringome.

  • Schweißdrüsennase
    • Schweiß|drüsen|nase

    • Synonyme: Schwitznäschen

    Granulosis rubra nasi.

  • Schweißdrüsennävus
    • Schweiß|drüsen|nävus

    • Englischer Begriff: sweat gland nevus

    Kombination von Syringocystadenoma papilliferum u. Naevus sebaceus.

  • Schweißerophthalmie
    • Schweißer|ophthalmie

    • Englischer Begriff: welder's eye; electric ophthalmia

    Keratoconjunctivitis (Keratitis) photoelectrica nach Schweißen mit ungenügendem Augenschutz.

  • Schweißfieber
    • Schweiß|fieber

    • Englischer Begriff: miliary fever

    Miliaria.

  • schweißhemmende Mittel
    • Englischer Begriff: anti-perspirants

    Antihidrotika.

  • Schweißrinne
    • Schweiß|rinne

    die rinnenförmige Hautvertiefung über dem Brustbein u. zwischen den Schulterblättern.

  • Schweißsekretion
    • Schweiß|sekretion

    • Englischer Begriff: perspiration; secretion of sweat

    s.u. Schweiß.

  • schweißtreibende Mittel
    • schweiß|treibende Mittel

    • Englischer Begriff: diaphoretics

    Diaphoretika.

  • Schweißzyste
    • Schweiß|zyste

    • Englischer Begriff: hidrocystoma

    Hidradenoma cysticum.

  • Schweizerische Agammaglobulinämie
    • Schweizerische Agamma|globulin|ämie

    Agammaglobulinämie, Schweizer Typ.

  • Schwellenaudiometrie
    • Schwellen|audio|metrie

    • Englischer Begriff: Békésy audiometry

    Hörschwellenaudiometrie, s.a. Audiometrie.

  • Schwellenreiz
    • Schwellen|reiz

    • Englischer Begriff: threshold stimulus

    der geringste Reiz, der gerade noch eine Empfindung oder eine Reaktion auszulösen vermag (Reizschwelle).

  • Schwellenschwundtest
    • Schwellen|schwund|test

    audiometrische Bestimmung der Hörermüdung, die als pathologisch gilt, wenn ein anfangs mit Schwellenlautstärke (Schwellenreiz) gegebener Prüfton wegen Ansteigens der Lautstärkenschwelle laufend verstärkt werden muss.

  • Schwellenstoff
    • Schwellen|stoff

    • Englischer Begriff: threshold substance

    chemischer Stoff, der erst bei Überschreiten eines Schwellenwertes (Nierenschwelle) im Blut von der Niere ausgeschieden wird.

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