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  • Sensibilität
    • Sensibilität

    • Synonyme: Sensibilitas

    • 1)
      Empfindlichkeit, Feinfühligkeit... (mehr)
    • 2)   Abbildung
      Fähigkeit des Nervensystems, adäquate Reize aufzunehmen u. in Form einer... (mehr)
    • S., epikritische
      Tast-, Bewegungs- u. Lagesinn, der Informationen über Lokalisation u... (mehr)
    • S., protopathische
      Sensibilität für drohende Gefahren der Vitalsphäre, vermittelt über Druck-... (mehr)
    • S., somatische
      Sensorik der Haut (Oberflächensensibilität) sowie der Skelettmuskeln... (mehr)
    • S., somatoviszerale
      Oberbegriff für die Sensorik, die sich aus den Komponenten der Oberflächensensibilität... (mehr)
    • S., viszerale
      Sensorik der inneren Organe... (mehr)
  • Sensibilität 1)
    Sensibilität
    • 1)

    • Englischer Begriff: sensitivity

    • Fach: Psychologie

    Empfindlichkeit, Feinfühligkeit.

  • Sensibilität 2)
    Sensibilität
    • 2)

    • Englischer Begriff: (somato)sensory function; sensibility

    • Fach: Physiologie

    Abbildung

    Fähigkeit des Nervensystems, adäquate Reize aufzunehmen u. in Form einer Wahrnehmung/Empfindung (Rezeptor) zu interpretieren bzw. in Eindrücke, Gefühle u. Reflexe umzusetzen. I.e.S. die S. für Berührungs-, Druck-, Temperatur-, Oberflächenschmerzreize, für Gelenklage- u. Bewegungs-, Vibrationsempfindungen (Pallästhesie), tiefen Druck u. Druckschmerz (diese Reize werden über Exterorezeptoren bzw. Propriozeptoren aufgenommen u. über lemniskale bzw. extralemniskale Leitungsbahnen dem Zentralnervensystem zugeleitet) sowie die Oberflächen- u. die Tiefensensibilität. Ferner die über Viszerozeptoren vermittelte Eingeweide-S. (z.B. für Völlegefühl, Organschmerzen). – S.a. Sensorik.

  • Sensibilität, epikritische
    Sensibilität  >  Sensibilität 2)
    • S., epi|kritische

    • Synonyme: gnostische S.

    • Englischer Begriff: epicritic sensibility

    Tast-, Bewegungs- u. Lagesinn, der Informationen über Lokalisation u. Charakter von Reizen vermittelt u. diese damit erkenn- u. unterscheidbar macht. Voraussetzung für die kognitiven Fähigkeiten. Ist sowohl im Bereich der Oberflächen-, als auch der Tiefensensibilität lokalisiert; die Leitung erfolgt v.a. im lemniskalen System (Hinterstrang, Tractus spinocervicalis lateralis u. neospinothalamicus, Lemniscus medialis, ventrokaudaler Teil der lateralen Thalamuskerne, sensibler Kortex). S.a. Sensibilität, protopathische.

  • Sensibilität, protopathische
    Sensibilität  >  Sensibilität 2)
    • S., proto|pathische

    • Englischer Begriff: protopathic sensibility

    Sensibilität für drohende Gefahren der Vitalsphäre, vermittelt über Druck-, Thermo- u. Schmerzrezeptoren. Die Leitung erfolgt über den Tractus spinothalamicus (gekreuzt). S.a. Sensibilität, epikritische.

  • Sensibilität, somatische
    Sensibilität  >  Sensibilität 2)
    • S., somatische

    • Synonyme: Somatosensorik

    Sensorik der Haut (Oberflächensensibilität) sowie der Skelettmuskeln, Faszien, Sehnen u. Gelenke (Tiefensensibilität). Alle Empfindungsmodalitäten besitzen statische u. dynamische Komponenten, sind über den ganzen Körper verteilt u. morphologisch vielgestaltig. Die s. S. wird vermittelt über Mechano-, Thermo-, Chemo- u. Nozirezeptoren.

  • Sensibilität, somatoviszerale
    Sensibilität  >  Sensibilität 2)
    • S., somatoviszerale

    Oberbegriff für die Sensorik, die sich aus den Komponenten der Oberflächensensibilität, Tiefensensibilität u. viszeralen Sensibilität zusammensetzt. Alle Empfindungsmodalitäten besitzen statische u. dynamische Komponenten, sind über den ganzen Körper verteilt u. morphologisch vielgestaltig. Die s. S. wird vermittelt über Mechano-, Thermo-, Chemo- u. Nozirezeptoren. Die Informationsübertragung zu Thalamus u. Kortex erfolgt über das Hinterstrangsystem (Haut- u. Tiefensensibilität) u. das Vorderseitenstrangsystem (Schmerz, Temperatur).

  • Sensibilität, viszerale
    Sensibilität  >  Sensibilität 2)
    • S., viszerale

    Sensorik der inneren Organe. Alle Empfindungsmodalitäten besitzen statische u. dynamische Komponenten, sind über den ganzen Körper verteilt u. morphologisch vielgestaltig. Die v. S. wird vermittelt über Mechano-, Thermo-, Chemo- u. Nozirezeptoren.

  • Sensibilitätsstörung
    • Sensibilitäts|störung

    • Englischer Begriff: sensory disturbance

    Tabelle

    veränderte Wahrnehmung von Empfindungsqualitäten oder Bewegungen (Sensibilität). Ätiol.: peripher bedingt infolge Polyneuropathie, Durchtrennung bzw. Einklemmung von Nerven, Verbrennung; zentral bedingt infolge der Schädigung eines Hirnareals für die Reizverarbeitung (z.B. bei Tumor, Apoplexie) oder durch Störung der Leitungsbahnen im Rückenmark; psychogen. Formen: Es werden Ausfälle der Oberflächen- u. Tiefensensibilität unterschieden, die kombiniert oder dissoziiert vorkommen. Quantitative S. gehen mit herabgesetzter, fehlender oder gesteigerter Berührungs-, Schmerz- Temperatur- oder Vibrationsempfindung einher (Tab.); qualitative S. mit andersartiger Wahrnehmung (Allästhesie, Dysästhesie, Parästhesie). Ther.: je nach Grunderkrankung.

  • sensible Phasen
    sensibel
    • s. Phasen

    • Englischer Begriff: phases of vulnerability

    empfindliche Entwicklungsphasen eines Organismus; der Zeitpunkt möglicher Beeinflussbarkeit der Phänogenese durch bestimmte Erb- oder Umweltfaktoren.

  • sensitiv
    • sensitiv

    • Englischer Begriff: sensitive

    • Fach: Psychologie

    feinfühlig, überempfindlich (z.B. se. Beziehungswahn, se. Herzsyndrom).

  • Sensitivität
    • Englischer Begriff: sensitivity

    Fähigkeit eines diagnostischen Tests, Personen mit einer fraglichen Krankheit als solche zu erkennen. Die S. eines diagnostischen Tests wird angegeben als Quotient aus dem Anteil der Kranken mit positivem Test, bezogen auf alle erkrankten Personen.

  • Sensitometrie
    • Sensito|metrie

    • Englischer Begriff: sensitometry; evaluation of sensory function

    Prüfung der Sensibilität, i.e.S. die der Hornhaut (z.B. mittels Sensitometers).

  • Sensomotorik
    • Senso|motorik

    • Englischer Begriff: sensorimotor function

    die Motorik als von der Aktivität sensibler/sensorischer Rezeptoren abhängige Leistung. Auch das Zusammenspiel beider Leistungen.

  • Sensorik
    • Sensorik

    • Englischer Begriff: (somato)sensory function

    die Funktion des sensorischen Systems (i.w.S. die Sensibilität).

  • sensorisch
    • sensorisch

    • Synonyme: sensorius

    • Englischer Begriff: sensorial; sensory

    die Sensorik bzw. das Sensorium (1) betreffend.

    • s. System
      die gesamten nervalen Strukturen für Aufnahme, Weiterleitung u. Verarbeitung... (mehr)
  • sensorisches System
    sensorisch
    • s. System

    • Englischer Begriff: (neuro)sensory system; sensorium

    die gesamten nervalen Strukturen für Aufnahme, Weiterleitung u. Verarbeitung von Informationen über die Umwelt, d.h. im Dienste der Sensibilität, bzw. i.e.S. die des Gesichts-, Gehör-, Geschmacks-, Geruchssinnes (als Sinnesorgane).

  • Sensorium
    • Sensorium

    • 1)
      das Bewusstsein... (mehr)
    • 2)
      das sensorische System... (mehr)
  • Sensorium 1)
    Sensorium
    • 1)

    • Englischer Begriff: sensorium; consciousness

    das Bewusstsein.

  • Sensorium 2)
    Sensorium
    • 2)

    • Englischer Begriff: neurosensory system

    das sensorische System.

  • Sensus
    • Sensus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: sense

    Sinn, Empfindung; z.B. S. chromaticus (Farbensinn), S. gustatorius (Geschmackssinn), S. visualis (Gesichtssinn).

  • Sentinel-Erhebung
    • Synonyme: Sentinel; Sentinel-Studie; Sentinel-Surveillance

    • Englischer Begriff: sentinel survey; sentinel surveillance

    epidemiologische Methode, mit der aus einer stichprobenartigen anonymen Erhebung auf die Verbreitung einer Krankheit, insbesondere Infektionskrankheit, in der Bevölkerung oder einer Teil-Bevölkerung geschlossen wird. In vom Robert Koch-Institut koordinierten S. werden Netzwerke von Messstellen bzw. Beobachtungspraxen (engl.: sentinel practice networks) einbezogen, um über deren anonymisierte Daten auf das Auftreten einer Krankheit zu schließen. Beispiele sind die HIV-Meldestellenerhebung oder die Masern-Surveillance.

  • Sentinel-Lymphknoten
    • Synonyme: SLN (Abk.); Wächter-Lymphknoten

    • Englischer Begriff: sentinel node

    erster Lymphknoten im Abflussgebiet eines Tumors, z.B. eines Mammakarzinoms oder eines Plattenepithelkarzinoms der Haut. Ist der S.-Lymphknoten bei sorgfältiger Untersuchung von Tumorzellen frei, so sind auch (meist) die anderen Lympknoten nicht befallen. Die Untersuchung erfolgt unter standardisierten Bedingungen v.a. nach operativer Herausnahme (Sentinel-Lymphonodektomie), aber auch nach Biopsie (Sentinel-Lymphknotenbiopsie).

  • SEP
    • SEP 1)
      SEP
      • 1)

      • Synonyme: Abk. für saure Erythrozyten-Phosphatase

      s.u. Phosphatase, saure.

    • SEP 2)
      SEP
      • 2)

      • Englischer Begriff: somatosensory evoked responses

      Abk. für somatosensorisch evozierte Potentiale.

    • Separanda
      • Separanda

      Arzneimittel der Tabula C des DAB, die getrennt von den übrigen besonders vorsichtig aufzubewahren sind. Beschriftung: rot auf weißem Grund.

    • Sepsis
      • Sep|sis

      • Synonyme: septikämisches Syndrom; Blutvergiftung; Haemotoxis

      • Englischer Begriff: sepsis

      Krankheitsbild infolge dauernden oder periodischen Eindringens von pathogenen Bakterien u. deren Giften aus einem Krankheitsherd (bakterielle Lokalinfektion) und deren Ausbreitung auf dem Lymph-Blut-Weg zur Allgemeininfektion. Pathogen.: Ausbleiben der normalen (der Erregerabwehr dienenden) Allgemeinreaktion u. Nichteintreten der Spontanheilung aufgrund einer besonderen Reaktionslage des Organismus, z.B. bei Antikörpermangel, herabgesetzter Resistenz, bei immunsuppressiver oder zytostatischer Therapie. Tritt auf während oder nach akuter oder chronischer örtlicher infektiöser Krankheit durch direktes Eindringen der Erreger in den Blutkreislauf. Formen: Wundsepsis (bei Phlegmone, Thrombophlebitis, Lymphangitis); Puerperalsepsis (bei Puerperalfieber); otogene S. (bei Otitis media); tonsillogene S. (bei Angina, Peritonsillitis); cholangitische S. (bei eitriger Cholezystitis, Cholangitis); pylephlebitische S. (bei Pylephlebitis) Nabelsepsis (bei Omphalitis etc.); Urosepsis sowie bei Zahngranulom. Klinik: Das Eindringen der Keime in die Blutbahn erfolgt über Phlebitis, Thrombophlebitis, Lymphangitis. Die S. verläuft akut bis hochakut (foudroyant), subakut (z.B. als Endocarditis lenta) oder chronisch; s.a. Neugeborenensepsis. Klassische Symptome sind intermittierendes Fieber mit Schüttelfrost, Milztumor, toxische Reaktionen/Schäden des Knochenmarks bzw. Blutes (polynukleäre Leukozytose, Anämie, Hämolyse, Thrombozytopenie, Gerinnungsstörungen), des Herzens u. der Gefäßnerven (Tachykardie, Zentralisation des Kreislaufs, Ödeme, Oligurie; evtl. Schock), des Verdauungstraktes (trockene, belegte Zunge, Durchfälle); evtl. Septikopyämie (Pyämie mit Bildung septischer Infarkte u. metastatischer Abszesse). S.a. Procalcitonin.

    • Sepsis acutissima
      Sepsis
      • S. acutissima

      • Englischer Begriff: acute fulminating meningococcal s.

      Waterhouse-Friderichsen-Syndrom.

    • Sepsis allergica
      Sepsis
      • S. all|ergica

      • Englischer Begriff: allergic s.

      Subsepsis hyperergica.

    • Sepsis tuberculosa acutissima
      Sepsis
      • S. tuberculosa acutissima

      • Synonyme: S. t. gravissima; Typhobazillose (Landouzy)

      dem Typhus abdominalis ähnlich verlaufende Tuberkulose bei Anergie; mit Leukopenie, reaktionslosen Nekrosen; Ausgang oft tödlich.

    • Sepsis, kryptogenetische
      Sepsis
      • S., kryptogene(tische)

      • Englischer Begriff: cryptogenetic s.

      S. bei nicht nachweisbarem primären Erregerstreuungsherd.

    • Septa
      • Septa

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: septa

      Scheidewände. S.a. Septum.

    • Septa interalveolaria
      Septum
      • Septa inter|alveolaria

      • Englischer Begriff: interalveolar septa

      knöcherne Scheidewände zwischen den Zahnfächern der Kiefer bzw. bindegewebig zwischen den Lungenbläschen der Ductuli alveolares.

    • Septalrhythmus
      • Septal|rhythmus

      • Englischer Begriff: septal rhythm; His bundle r.

      krankhafter Herzrhythmus bei Bestehen eines im Kammerseptum – unterhalb des His-Bündelstammes – gelegenen Erregungszentrums.

    • Septikämie
      • Septik|ämie

      • Englischer Begriff: septicemia

      Bakteriämie (stärkeren Ausmaßes) im Fall der Sepsis.

    • Septikopyämie
      • Sept(ik)o|py|ämie

      • Englischer Begriff: septicopyemia

      s.u. Sepsis.

    • septisch
      • septisch

      • 1)
        in Form oder als Folge einer Sepsis... (mehr)
      • 2)
        durch Krankheitserreger verunreinigt, d.h... (mehr)
      • s. Operation
        operativer Eingriff in infiziertem Gewebe; muss in einem von der aseptischen... (mehr)
    • septisch 1)
      septisch
      • 1)

      • Fach: Pathologie

      in Form oder als Folge einer Sepsis.

    • septisch 2)
      septisch
      • 2)

      • Englischer Begriff: septic

      durch Krankheitserreger verunreinigt, d.h. nicht aseptisch.

      • s. Operation
        operativer Eingriff in infiziertem Gewebe; muss in einem von der aseptischen... (mehr)
    • septische Operation
      septisch  >  septisch 2)
      • s. Operation

      operativer Eingriff in infiziertem Gewebe; muss in einem von der aseptischen Op.-Abteilung getrennten „septischen Operationssaal“ (mit eigenem Instrumentarium, eigener Kleidung u. Wäsche) ausgeführt werden.

    • Septo...

        Wortteil „Sepsis“ (s.a. Septiko...) bzw. „Scheidewand“ (Septum).

      • Septula
        • Septula

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: septula

        kleine bindegewebige Scheidewände (s.a. Septum); z.B. der Penisschwellkörper oder in der weißen Rückenmarksubstanz.

      • Septum
        • Sep|tum

        • Englischer Begriff: septum

        Scheidewand.

      • Septum aorticopulmonale
        Septum
        • S. aor|ticopulmonale

        • Englischer Begriff: aortopulmonary s.

        im embryonalen Herzen, im Bereich des Bulbus bzw. des Truncus arteriosus communis; die Vorstufe des Ventrikelseptums bzw. Trennwand zwischen Aorta u. Pulmonalis-Stamm.

      • Septum atrioventriculare
        Septum
        • S. atrioventriculare

        • Englischer Begriff: atrioventricular s.

        Teil des Ventrikelseptums zwischen re. Herzvorhof u. li. Kammer (oberhalb des septalen Trikuspidalis-Segels).

      • Septum cervicale intermedium
        Septum
        • S. cervicale inter|medium

        Bindegewebszüge im Halsteil des Rückenmarks zwischen den Fasciculi gracilis u. cuneatus.

      • Septum cordis
        Septum
        • S. cordis

        • Englischer Begriff: s. of heart

        Herzscheidewand; Septum interatriale u. interventriculare.

      • Septum femorale
        Septum
        • S. femorale

        • Englischer Begriff: femoral s.

        als Fascia cribriformis der Teil der Fascia lata über dem Anulus femoralis.

      • Septum foraminis ovalis
        Septum
        • S. foraminis ovalis

        • Englischer Begriff: oval s.

        die nach der Geburt das Foramen ovale des Herzens kulissenartig verschließende Scheidewand (s.a. Septum primum).

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