Medizin-Lexikon: Einträge mit "S"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Satinski-Klemme
    • Satinski-Klemme

    langstielige gerade, geknickte oder gebogene Gefäßklemme.

  • Sato-Peroxidasereaktion
    • Sato-Peroxidasereaktion

    • Englischer Begriff: Sato's peroxidase reaction

    • Biogr.: Akira S., geb. 1886, Kinderarzt, Japan

    Nachweis der vom Promyelozytenstadium an in allen Zellen der Granulopoese vorhandenen Körnung (blaugrau bis -schwarz im rotgelben Kern) durch Überschichten luftgetrockneter Ausstriche mit wässriger Kupfersulfatlösung u. Wasserstoffperoxid-haltiger wässr. Benzidin-Lsg. u. Nachfärben mit Safranin.

  • Sattelblockanästhesie
    • Sattel|block(anästhesie)

    • Englischer Begriff: saddle-block anesthesia

    tiefe Spinalanästhesie (hyperbares Lokalanästhetikum langsam im Sitzen gegeben) zur Blockierung der Rückenmarksegmente S(3)4–5; führt zu Empfindungsausfall etwa in Reithosenform.

  • Sattelembolie
    • Sattel|embolie

    • Englischer Begriff: saddle embolism

    reitender Embolus an der Aortengabel, behindert Blutzufuhr in beide Beine; bei Totalverschluss lebensbedrohlich.

  • Sattelgelenk
    • Sattel|gelenk

    • Englischer Begriff: saddle joint

    Articulatio sellaris.

  • Sattelnase
    • Sattel|nase

    • Synonyme: Rhinolordose

    • Englischer Begriff: saddle nose

    Einsenkung der Nasenwurzel; z.B. bei Ektodermalsyndrom (z.B. Rothmund-Syndrom), nach entzündlicher Zerstörung (z.B. bei angeborener Syphilis).

  • Sättigung
    • Englischer Begriff: saturation

    Absättigung. S.a. Sättigungsdosis.

  • Sättigungsanalyse
    • Sättigungs|analyse

    • Englischer Begriff: saturation analysis

    In-vitro-Analyse unter Nutzung des Wettstreites (engl.: competition) freier unmarkierter u. (z.B. radioaktiv) markierter identischer biologischer Stoffe (z.B. Hormone) um die Bindungsvalenzen (z.B. ihrer physiologischen Trägerproteine). Je mehr vom zugegebenen markierten Stoff für die Absättigung gebraucht wird, umso geringer war die Menge des ursprünglich gebundenen Stoffes.

  • Sättigungsdosis
    • Sättigungs|dosis

    • 1)
      die zu voller Wirkung führende Menge eines Heilmittels (z.B... (mehr)
    • 2)
      bei Aufsättigungsbestrahlung die dem Erholungsvermögen der Haut angepassten... (mehr)
  • Sättigungsdosis 1)
    Sättigungsdosis
    • 1)

    • Englischer Begriff: optimum dose

    die zu voller Wirkung führende Menge eines Heilmittels (z.B. Digitalis).

  • Sättigungsdosis 2)
    Sättigungsdosis
    • 2)

    bei Aufsättigungsbestrahlung die dem Erholungsvermögen der Haut angepassten, auf mehrere Tage verteilten Dosen bis zum Erreichen der Tumordosis.

  • Sättigungsindex der Erythrozyten
    • Sättigungs|index (der Erythrozyten)

    • Englischer Begriff: mean corpuscular hemoglobin concentration; MCHC (Abk.)

    Abbildung

    die Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten als Verhältniszahl (in %). Normalwert 34% (bei 16 g/dl Hb u. Hämatokrit 47). S.a. Formel.

  • Sättigungszentrum
    • Sättigungs|zentrum

    • Englischer Begriff: satiety center

    nervales Zentrum ventromedial im Hypothalamus, das – wahrscheinlich über vorübergehende Hemmung des Hungerzentrums – die Nahrungsaufnahme des Organismus reguliert (Reizung bewirkt Unterbrechen der Nahrungsaufnahme; Zerstörung führt zu vermehrter Nahrungsaufnahme = Hyperphagie u. Adipositas).

  • saturatus
    • saturatus

    • Synonyme: sat. (Abk.)

    • Englischer Begriff: saturated

    gesättigt.

  • Saturnialismus
    • Saturn(ial)ismus

    • Etymol.: latein. saturnus = Blei

    • Englischer Begriff: saturnism

    Bleivergiftung.

  • sauer
    • Synonyme: acidus

    • Englischer Begriff: acidic; sour

    • Fach: Chemie

    mit pH < 7,0 (Säure), von saurem Geschmack.

  • Sauerbruch
    • Sauerbruch

    • Biogr.: Ernst Ferdinand S., 1875–1951, Chirurg, Marburg, Zürich, München, Berlin

  • Sauerbruch-Armprothese
    Sauerbruch
    • S.-Armprothese

    • Englischer Begriff: Sauerbruch's prosthesis

    willkürlich beweglicher Greif-Kunstarm für leichte Handarbeit; mit Kraftübertragung über Seilzüge aus dem „kineplastischen Amputationsstumpf“ (Kineplastik), die an Stiften befestigt sind, welche in plastisch gebildeten Muskelkanälen des Stumpfes eingesetzt sind. Modifiziert durch Kombination mit Hüfner-Hand.

  • Sauerbruch-Verfahren
  • Sauermilch
    • Sauer|milch

    • Englischer Begriff: sour milk

    infolge spontaner (Laktobazillen) oder künstlicher Gärung oder aber künstlicher Säuerung (mit Milch- oder Zitronensäure: „Säuremilch“) zur Gerinnung gebrachte Milch (kolloidales Ausfällen des Caseins u. Bildung von Molke). Wegen des Milchsäuregehalts u. leichter Verdaulichkeit als Diätmittel geeignet, u.a. als Säuglingsnahrung.

  • Sauerstoff
    • Sauer|stoff

    • Synonyme: O (Abk.); Oxygenium

    • Englischer Begriff: oxygen

    farb-, geruch- u. geschmackloses Gas, als chemisches Element mit OZ 8 u. – als 16O – Atomgewicht 15,9994 (zu 99,7587% in dieser Form; ferner 18O, 17O); 2-wertig; verflüssigt (hellblau) bei –182,97 °C, erstarrend bei –218,78 °C; wenig löslich in Wasser. Normalerweise bimolekular (O2), unter Einwirkung von Ultraviolettlicht u. bei chemischen Reaktionen monomolekular (= atomarer S.; O); ferner trimolekular (O3) als Ozon. Natürliches Vorkommen frei (in der Atmosphäre, im Wasser u. in allen Lebewesen) u. gebunden (in Salzen, Mineralen, Wasser, organischen Stoffen); reagiert mit den meisten Elementen (außer z.B. Edelgasen) unter exothermen Erscheinungen (Brennen etc.) mit Bildung von Oxiden, Säuren etc.; daneben „stille Oxidation“ (z.B. bei Rostbildung, biologischen Reaktionen). Ist lebenswichtiger Energielieferant der meisten Stoffwechselabläufe.

  • Sauerstoff, naszierender
    Sauerstoff
    • S., naszierender

    • Englischer Begriff: nascent o.

    S. im Augenblick des Entstehens aus chem. Verbindungen.

  • Sauerstoffaktivierung
    • Sauerstoff|aktivierung

    • Englischer Begriff: oxidation

    • Fach: Biologie

    bei molekularem Sauerstoff (O2) die Ermöglichung der Reaktionsfähigkeit mit anderen Molekülen bzw. der Aufnahmefähigkeit für Elektronen (oder Wasserstoff) durch aktivierende Enzyme wie Oxidasen, Oxygenasen, Hydroxylasen, in der Atmungskette durch die Cytochromoxidase, bei Entzündungen durch lysosomale Peroxidasen (Inaktivierung erfolgt durch Superoxiddismutase).

  • Sauerstoffaufnahme
    • Sauerstoff|aufnahme

    • Englischer Begriff: (alveolar) oxygen uptake

    beim Menschen die über die Lungenalveolen aufgenommene O2-Menge; ist bei normaler Atmung von der Größe des Herzminutenvolumens, von der arteriovenösen O2-Differenz, dem Hämoglobingehalt des Blutes u. dem Blutvolumen abhängig u. nimmt mit der Leistungsminderung des Herzens ab. Als Brutto-S. die je Atemzug oder je Min. eingeatmete – u. größtenteils wieder ausgeatmete – Menge (ca. 21% des Atemzug- bzw. Atemminutenvolumens); als Netto-S. die pro Zeiteinheit (meist Min.) aufgenommene Menge: Produkt aus der Differenz der O2-Konzentration in Ein- u. Ausatemluft u. aus dem Atemzugvolumen; als maximale S. das einzige Leistungskriterium zur Beurteilung der menschlichen Leistungsfähigkeit vom Kindes- bis zum Greisenalter unter Berücksichtigung beider Geschlechter. S.a. Sauerstoffkapazität (2). – Normaler O2-Bedarf des Erwachsenen unter Ruhebedingungen ca. 250–300 ml pro Min.

  • Sauerstoffausnutzung
    • Sauerstoff|ausnutzung

    • 1)
      die aus 1 l Atemluft entnommene O2-Menge (in Ruhe normal 30–45 ml)... (mehr)
    • 2)
      Sauerstoffutilisation... (mehr)
  • Sauerstoffausnutzung 1)
    Sauerstoffausnutzung
    • 1)

    • Englischer Begriff: oxygen uptake

    die aus 1 l Atemluft entnommene O2-Menge (in Ruhe normal 30–45 ml).

  • Sauerstoffausnutzung 2): Sauerstoffausschöpfung
    Sauerstoffausnutzung
    • 2)

    • Synonyme: Sauerstoffausschöpfung

    Sauerstoffutilisation.

  • Sauerstoffbehandlung
    • Sauerstoff|behandlung

    • Englischer Begriff: oxygen therapy

    das Einatmenlassen von O2 zu Behandlungszwecken bei akuter oder chronischer Hypoxämie infolge Atem-, Herz-Kreislauf-Störung (Myokardinfarkt, Schock) oder bestimmter Vergiftungen (Kohlenmonoxid, -dioxid, Leuchtgas, Rauch etc.); erfolgt unter Einsatz von Beatmungs-, Atemgeräten. Langzeit-S. bei Lungen-, Herz- u. Muskelkrankheiten mit Hypoxämie u./oder pulmonaler Hypertonie ist auch mit einem Sauerstoffkonzentrator über Nasenbrillen/-sonden möglich. Inadäquat hohe O2-Gabe kann bei respiratorischer Insuffizienz zur Hyperkapnie führen. – S.a. hyperbare Oxygenation, Sauerstoffinsufflation, hämatogene Oxidationstherapie („Sauerstoffblutwäsche“), Sauerstofftoxikose.

  • Sauerstoffbindungskurve
    • Sauerstoff|bindungs|kurve

    • Englischer Begriff: oxygen binding curve

    Abbildung

    graphische Darstellung (Abb.) der Beziehung zwischen Sauerstoffpartialdruck (pO2) der Alveolarluft u. Prozentanteil des Oxyhämoglobins (O2-Hb) am Gesamthämoglobin; wird beeinflusst von Temperatur, pH, pCO2 u. Elektrolytgehalt des Blutes bzw. des Hb; ferner vom 2,3-DPG-Gehalt der Erythrozyten. – Der flache Verlauf bei alveolärem Druck besagt, dass auch große Schwankungen des Luft-O2 die O2-Aufnahme nur gering beeinflussen. Der steile Verlauf in den Geweben bedeutet nur geringgradigen O2-Druckabfall auch bei großer O2-Abgabe.

  • Sauerstoffdefizit
    • Sauerstoff|defizit

    • 1)
      die Differenz zwischen Sauerstoffbedarf unter Arbeitsbelastung u. Sauerstoffaufnahme... (mehr)
    • 2)
      Differenz zwischen der O2-Aufnahme bei Luft- oder reiner Sauerstoffatmung... (mehr)
  • Sauerstoffdefizit 1)
    Sauerstoffdefizit
    • 1)

    • Englischer Begriff: oxygen deficit

    die Differenz zwischen Sauerstoffbedarf unter Arbeitsbelastung u. Sauerstoffaufnahme; führt zu anaerober Glykolyse; s.a. Sauerstoffschuld.

  • Sauerstoffdefizit, respiratorisches 2)
    Sauerstoffdefizit
    • 2)

    • Synonyme: respiratorisches S.; spirographisches S.

    Differenz zwischen der O2-Aufnahme bei Luft- oder reiner Sauerstoffatmung (O2-Mehraufnahme aus reinem O2, arterielles S.), die während der Ergometrie unter ansteigender Belastung nach dem Überschreiten der physiologischen oder der durch kardiorespiratorische Insuffizienz (kardiopulmonales S.) bedingten Toleranzgrenze auftritt u. spirometrisch ermittelt wird.

  • Sauerstoffdifferenz, arteriovenöse
    • Sauerstoff|differenz, arterio|venöse

    • Synonyme: avDO2 (Abk.); AVDO2 (Abk.)

    • Englischer Begriff: arteriovenous oxygen difference

    der Unterschied zwischen dem O2-Gehalt des arteriellen u. des venösen Blutes; ist von Sauerstoffverbrauch u. Durchblutung abhängig u. daher in den verschiedenen Organstrombahnen unterschiedlich; z.B. in der Niere niedrig (hohe Durchblutung, rel. geringer O2-Verbrauch), im Muskel hoch (Durchblutung dient v.a. der Energieversorgung). Steigt unter Belastung infolge verstärkter Sauerstoffutilisation an.

  • Sauerstoffdiffusion, alveolokapilläre
    • Sauerstoff|diffusion, alveolo|kapilläre

    • Englischer Begriff: alveolocapillary oxygen diffusion

    Diffusion des O2 durch Alveolarepithelzellen, Interstitium u. Kapillarendothel in das Blutplasma u. zum größten Teil weiter in das Erythrozyteninnere (dort Bindung an Hämoglobin); s.a. Diffusionskapazität, -block.

  • Sauerstoffdissoziationskurve
    • Sauerstoff|dissoziations|kurve

    • Englischer Begriff: oxygen dissociation curve

    Sauerstoffbindungskurve.

  • Sauerstoffeffekt
    • Sauerstoff|effekt

    • Englischer Begriff: oxygen effect

    Werden Zellen in Stickstoffatmosphäre mit dünn ionisierender Strahlung bestrahlt, so ist die zur Inaktivierung erforderliche Dosis 2- bis 3-mal höher als bei Bestrahlung in Sauerstoff oder Luft; quantitativ ausdrückbar durch den Sauerstoffsensibilisierungsfaktor („OER“ = oxygen enhancement ratio) als Verhältnis der Strahlendosen in anaerober (N2) u. in aerober (O2 bzw. Luft) Atmosphäre, die die gleichen biologischen Wirkungen hervorrufen.

  • Sauerstoffelektrode
    • Sauerstoff|elektrode

    • Englischer Begriff: oxygen electrode

    eine chemisch inerte negative Elektrode eines galvanischen Elements, an der gasförmiges O2 (aus umgebender Lösung) durch Elektronenaufnahme reduziert wird. Bei Verbindung mit einer Wasserstoffelektrode erfolgt eine der Knallgasreaktion entsprechende Energiefreisetzung bzw. resultiert eine Potentialdifferenz von 1,2 V (Umwandlung chemischer in elektrische Energie). Anw. als Bezugselektrode in der elektrochemischen Potentialmessung.

  • Sauerstoffgefälle
    • Sauerstoff|gefälle

    Abnahme der O2-Partialdrücke zwischen Außenluft u. Körperzellen von 160 auf 20 mm Quecksilbersäule (Alveolarluft 100, arterielles Blut 98–92, venöses Blut 45 mmHg).

  • Sauerstoffhämoglobin
    • Sauerstoff|hämo|globin

    • Englischer Begriff: oxyhemoglobin

    Oxyhämoglobin.

  • Sauerstoffinsufflation
    • Sauerstoff|insufflation

    • 1)
      O2-Zuleitung (ohne Überdruck) mittels Katheter in tiefere Atemwege... (mehr)
    • 2)
      intraarterielle oder subkutane, mit Spezialgerät ausgeführte O2-Injektion... (mehr)
  • Sauerstoffinsufflation 1)
    Sauerstoffinsufflation
    • 1)

    • Fach: Anästhesiologie

    O2-Zuleitung (ohne Überdruck) mittels Katheter in tiefere Atemwege während einer in künstlichem Atemstillstand ausgeführten örtlichen Endoskopie (Bronchoskopie).

  • Sauerstoffinsufflation 2)
    Sauerstoffinsufflation
    • 2)

    • Englischer Begriff: oxygen insufflation

    intraarterielle oder subkutane, mit Spezialgerät ausgeführte O2-Injektion als Maßnahme bei peripheren Durchblutungsstörungen; führt zu lang anhaltender reaktiver Muskel- u. Hauthyperämie; Wirkung umstritten; auch Gefahr von Gasembolie, Thrombose. – Ferner die – apparative – i.v. Insufflation (Oxyvenierung).

  • Sauerstoffkapazität
    • Sauerstoff|kapazität

    • Fach: Physiologie

    • 1)
      das im gesamten Körper zur Verfügung stehende O2 (beim Erwachsenen... (mehr)
    • 2)
      maximale O2-Aufnahmefähigkeit des arteriellen Blutes; normal... (mehr)
    • 3) S., spezifische, des Hb
      O2-Aufnahmefähigkeit pro g Hämoglobin; beträgt bei Sauerstoffpartialdruck... (mehr)
  • Sauerstoffkapazität 1)
    Sauerstoffkapazität
    • 1)

    das im gesamten Körper zur Verfügung stehende O2 (beim Erwachsenen ca. 1,5 l; reicht bei 50%iger Verwertbarkeit u. Bedarf von ca. 250 ml/Min. für ca. 3 Min.).

  • Sauerstoffkapazität 2)
    Sauerstoffkapazität
    • 2)

    maximale O2-Aufnahmefähigkeit des arteriellen Blutes; normal 19,5–20,5 Vol.-%.

  • Sauerstoffkapazität, spezifische des Hb 3)
    Sauerstoffkapazität
    • 3) S., spezifische, des Hb

    • Englischer Begriff: oxygen capacity

    O2-Aufnahmefähigkeit pro g Hämoglobin; beträgt bei Sauerstoffpartialdruck von 150 mmHg u. Temperatur von 15 °C 1,34 ml.

  • Sauerstoffkonzentrator
    • Sauerstoff|konzentrator

    Gerät, das aus Raumluft über Prozessfilter (Molekularsiebe) Stickstoff abtrennt u. so konzentrierten (80–96%) Sauerstoff gewinnt; Anw. v.a. zur häuslichen Langzeitbehandlung (Sauerstoffbehandlung) von Lungen-, Herz- u. Muskelkrankheiten mit Hypoxämie (u. pulmonaler Hypertonie), kleinere Modelle eignen sich auch für den außerhäusl. Einsatz.

  • Sauerstoffmangelembryopathie
    • Sauerstoff|mangel|embryopathie

    • Englischer Begriff: anoxia embryopathy

    Embryopathie mit Schädigung v.a. des Zentralnervensystems infolge Hypoxämie, z.B. bei Aufenthalt in großen Höhen (> 3500 m), bei Plazentainsuffizienz oder bei vorzeitiger Plazentalösung.

  • Sauerstoffmangelkrankheit
    • Sauerstoff|mangel|krankheit

    durch plötzlichen Mangel an O2 in der Atemluft (unter 12 Vol.-% bei Normalluftdruck) ausgelöste Krankheitserscheinungen: bei 10 Vol.-% Hyperventilation, Herzminutenvolumen- u. Blutdruckanstieg, Hypoglykämie, evtl. Zyanose; bei 8 Vol.-% Unbehagen, Konzentrationsstörungen, Euphorie; bei 7 Vol.-% Atemnot, Schwindelgefühl, Bewusstlosigkeit; bei 3 Vol.-% baldiger Erstickungstod; s.a. Höhenkrankheit.

  • Sauerstoffpartialdruck
    • Sauerstoff|partial|druck

    • Synonyme: pO2 (Abk.); PO2 (Abk.)

    • Englischer Begriff: oxygen partial pressure

    der im arteriellen oder venösen Blut vorhandene Teildruck des gelösten Sauerstoffs; Normalwerte: arteriell ca. 100 mmHg, gemischtvenös ca. 35–40 mmHg; im Alter sinken die Werte auf bis zu 60 mmHg (arteriell) ab.

19109