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  • Stieldrehung
    • Stiel|drehung

    • Englischer Begriff: torsion of a pedicle

    • Fach: Pathologie

    Torsion des Gefäßstiels eines Organs oder Tumors, z.B. des Samenstrangs (Hodentorsion) bzw. eines Uterusmyoms, eines Ovarialtumors. Bewirkt Stauung, bei längerem Bestehen Nekrose; klin peritoneale Reizerscheinungen, evtl. akutes Abdomen.

  • Stielknollen
    • Stiel|knollen

    Granuloma pediculatum.

  • Stiellappen
    • Stiel|lappen

    • Englischer Begriff: pedicle flap

    • Fach: Chirurgie

    gestielter Transplantationslappen; s.a. Hauttransplantation, Hautlappenplastik.

  • Stielwarze
    • Stiel|warze

    • Englischer Begriff: pedunculated wart

    gestieltes Molluscum simplex.

  • Stierhornform
    • Stier|horn|form

    • Englischer Begriff: cowhorn stomach

    • Fach: Röntgenologie

    die Magenform beim Stehenden. Magen hoch u. quer liegend, mit weitgehend verstrichenem Angulus u. mehr nach vorn gerichteter großer Kurvatur.

  • Stierlin-Zeichen
    • Stierlin-Zeichen

    • Englischer Begriff: Stierlin's sign

    • Biogr.: Eduard St., 1878–1919, Chirurg, Röntgenarzt, Zürich, München

    • Fach: Röntgenologie

    Leerbleiben des Zäkums nach oraler oder rektaler Kontrastmitteleinbringung; bei örtlicher Verkrampfung infolge ileozäkaler Erkrankung (z.B. Darmtuberkulose).

  • Stiff-Baby-Syndrom
    • Stiff-Baby-Syndrom

    • Etymol.: engl. stiff = steif

    autosomal-dominant erbliches Krankheitsbild mit angeborener, im Schlaf abnehmender, ansonsten attackenartig zunehmender Muskelhypertonie; im Elektromyogramm kurze Muskelruhe-Perioden, die bei der sonst ähnlichen Hyperekplexie nicht auftreten.

  • Stiff-Hand-Syndrom
    • Stiff-Hand-Syndrom

    • Etymol.: engl. = Steifhand

    Lundbaek-Syndrom.

  • Stiff-Man-Syndrom
    • Stiff-Man-Syndrom

    • Etymol.: engl.

    Krankheit mit langsam zunehmender Rumpf- u. Gliedmaßensteife u. anfallsweisen tetaniformen, sehr schmerzhaften Muskelkrämpfen (Folgeerscheinungen: Frakturen, Luxationen, Kontrakturen [auch der Wirbelsäulenmuskulatur]).

  • Stiftgliom
    • Stift|gliom

    • Fach: Pathologie

    spinaler Gliastift.

  • Stiftkrone
    • Stift|krone

    • Englischer Begriff: post crown; dowel crown

    künstliche Zahnkrone, die mit einem Stift im aufbereiteten Wurzelkanal verankert ist.

  • Stigma
    • Stig|ma

    • Etymol.: griech. = Stich

    • Englischer Begriff: stigma

    Mal, (Kenn-)Zeichen, v.a. ein für eine bestimmte Krankheit (z.B. Hysterie, neurovegetative Dystonie), Konstitution (z.B. Stiller-Syndrom), Beanspruchung (Berufsstigma) etc. typisches Merkmal.

  • Stigmatometer
    • Stigmato|meter

    • Englischer Begriff: stigmatometer

    • Fach: Ophthalmologie

    Gerät zur Bestimmung des Astigmatismus, indem das Licht einer punktförmigen Quelle durch ein Deckglas in das Auge reflektiert wird u. die Bewegungen des Fundusreflexes beobachtet werden (Stigm[at]ometrie).

  • Stigmine
    • Stigmine

    älteres Synonym für Acetylcholinesterase-Hemmer.

  • STIKO
    • Synonyme: Abk. für Ständige Impfkommission

    vom Bundesminister für Gesundheit berufene Expertenkommission mit Sitz am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, die sich mit Schutzimpfungen u. Infektionskrankheiten in Forschung u. Praxis beschäftigt (s.a. Impfkalender). Die STIKO-Empfehlungen werden rechtlich wirksam, wenn sie in den einzelnen Bundesländern von den obersten Landesgesundheitsbehörden in deren „öffentliche Empfehlungen“ aufgenommen wurden.

  • Stilb
    • Synonyme: sb (Abk.)

    ältere Einheit der Leuchtdichte.

  • Stilben
    • Stilben

    • Synonyme: Bibenzyliden; C6H5–CH=CH–C6H5

    • Englischer Begriff: stilbene

    trans-1,2-Diphenyläthen, ein ungesättigter Kohlenwasserstoff. Grundsubstanz für synthetische Östrogene (z.B. Diethylstilbestrol) u. Stilbenfarbstoffe (direktfärbende Disazoderivate).

  • Stilett
    • Englischer Begriff: stilet(te); stylet

    • Fach: Chirurgie

    Operationsmesser mit spitzer, beidseits geschliffener Schneide.

  • Still
    • Still

    • Biogr.: Sir George Fr. St., 1868–1941, Kinderarzt, London

  • Still-Chauffard-Syndrom
    Still
    • St.(-Chauffard)-Syndrom

    • Englischer Begriff: St.-Chauffard syndrome

    bei Kindern vorkommende systemische Form der juvenilen rheumatischen Arthritis mit starker Eingeweidebeteiligung. Klinik: Milz-, Leber- u. Lymphknotenschwellung, Karditis, Exantheme (rheumatoider Rash; Erythema multiforme), Serositis, Iridozyklitis, Anämie, (periodisches) Fieber. Beginnt schleichend (meist 2.–4. Lj.) an kleinen, v.a. den Fingergelenken (symmetrische spindelförm. Schwellung: „St.-Hand“). Später auch Knie-, Fuß- u. Handgelenkerkrankung (mit leukozytärem Erguss), schubweiser Verlauf (Remissionen), evtl. Wachstumsstillstand.

  • Still-Geräusch
    Still
    • St.-Geräusch

    • Englischer Begriff: Still's murmur

    akzidentelles, präkordiales Herzgeräusch bei Kindern u. Jugendlichen; proto- bis protomesosystolisch, musikalisch.

  • Stillen
    • Englischer Begriff: breast feeding; nursing

    natürliche Ernährung des Säuglings an der Mutterbrust. Erstes Anlegen unmittelbar nach der Geburt, dann in 2- bis 3-stündigen Abständen je nach Bedarf des Kindes („free demand“-Methode), d.h. anfangs 8- bis 10-mal, später 5- bis 6-mal in 24 Std.; eine Stillmahlzeit sollte nicht länger als 20 Min. dauern; s.a. Frauenmilch, Laktations... – Die Stillfähigkeit ist abhängig von Brustdrüsenentwicklung u. -funktion, Zustand der Brustwarze, Stillwillen. Hindernisse sind Hypogalaktie („Stillschwäche“), Flach- oder Hohlwarzen, Mastitis, Tuberkulose (Ansteckungsgefahr!), dekompensierte Herzfehler, Psychosen; von Seiten des Kindes Saugschwäche (v.a. bei Unreife), Fehlbildung im Verdauungs- u. Respirationstrakt, geburtstraumatische Hirnschädigung.

  • Stiller-Syndrom
    • Stiller-Syndrom

    • Synonyme: Habitus phthisicus

    • Englischer Begriff: Stiller's (asthenia) disease

    • Biogr.: Berthold St., 1837–1922, Internist, Budapest

    allgemeine angeborene Asthenie als Konstitutionsanomalie i.S. einer Schwäche der Gewebe mesenchymalen Ursprungs; mit hoch aufgeschossenem, schmalbrüstigem u. langhalsigem Körperbau, fluktuierender 10. Rippe (= Kostalstigma = St.-Zeichen), Unterentwicklung u. Schlaffheit der Muskeln, Bänder u. Sehnen (evtl. auch Plattfüße; oft auch Enteroptose).

  • Stillfähigkeit
    • Englischer Begriff: (in)ability to breast-feed

    s.u. Stillen. Ggs.: Stillhindernis.

  • Stilling
    • Stilling

    • Biogr.: 1) Benedikt St., 1810–1879, Anatom, Chirurg, Kassel; 2) Jakob St., 1842–1915, Augenarzt, Straßburg

  • Stilling-Farb-Tafel
    Stilling
    • St.(-Farb)-Tafel

    • Englischer Begriff: Stilling color tables

    • Biogr.: Jakob St.

    pseudoisochromatische Tafeln.

  • Stilling-Kern
    Stilling
    • St.-Kern

    • Englischer Begriff: Stilling's nucleus

    • Biogr.: Benedikt St.

    • 1)
      Nucleus ruber... (mehr)
    • 2)
      Nucleus dorsalis des Rückenmarks (als St... (mehr)
  • Stilling-Kern 1)
  • Stilling-Kern 2)
    Stilling  >  Stilling-Kern
    • 2)

    • Englischer Begriff: Stilling's nucleus

    Nucleus dorsalis des Rückenmarks (als St.-Clarke-Säule).

  • Stilling-Türk-Duane-Syndrom
    Stilling
    • St.-Türk-Duane-Syndrom

    • Englischer Begriff: Stilling-Türk-Duane syndrome

    • Biogr.: Jakob St., S. T., Alexander D.

    kongenitale Außenbewegungsstörung (Retraktionssyndrom) durch Hypoplasie des Abduzenskerns. Ätiol.: intrauterine Schädigung mit nachfolgender Einsprossung von Okulomotoriusfasern in den M. rectus lateralis. Klinik: leichte Einschränkung der Abduktion; bei Adduktion durch Koinnervation der Mm. recti lateralis u. medialis Bulbusretraktion mit sekundärer Lidspaltverengung. Weitere kongenitale Defekte sind möglich, z.B. sensorische Taubheit sowie Fehlbildungen an Gesicht, Zähnen u. Wirbelsäule.

  • Stimmapparat
    • Stimm|apparat

    • Englischer Begriff: vocal apparatus

    die Atmungsorgane als Stimmbildungssystem, Zwerchfell, Lungen, Luftröhre u. Brustkorb als Windkessel u. Stimmstütze, Kehlkopf u. Stimmritze zur Vibrato- u. Tonerzeugung, das Ansatzrohr (Pharynx, Mund- u. Nasenhöhle) als Resonator u. Artikulationsapparat.

  • Stimmband
    • Stimm|band

    • Englischer Begriff: vocal cord

    Ligamentum vocale; s.a. Stimmlippe.

  • Stimmband, falsches
  • Stimmbandentzündung
    • Stimmband|entzündung

    • Englischer Begriff: chorditis

    Chorditis.

  • Stimmbandkarzinom
    • Stimmband|karzinom

    Kehlkopfkarzinom.

  • Stimmbandknötchen
    • Stimmband|knötchen

    • Englischer Begriff: nodules of the vocal cord; singer's nodes

    Nodulus vocalis.

  • Stimmbandlähmung
    • Stimmband|lähmung

    • Englischer Begriff: paralysis of the vocal cord

    s.u. Kehlkopf-, Adduktoren-, Internus-, Postikus-, Rekurrenslähmung; s.a. Laryngoskopie.

  • Stimmbruch
    • Stimm|bruch

    • Synonyme: Mutatio(n)

    • Englischer Begriff: change of voice

    der ca. 3–6(–12) Mon. dauernde natürliche Stimmwechsel während der Pubertät aufgrund der Massen- u. Längenzunahme von Kehlkopf u. Stimmlippen; mit Sinken der Stimmhöhe um 1 Oktave bei Jungen bzw. 1 Terz bei Mädchen.

  • Stimmdynamik

      Lautstärkenumfang der Stimme.

    • Stimme
      • Stimme

      • Englischer Begriff: voice

      die mit Hilfe des Stimmapparates erzeugte Lautäußerung (Primärklang [reich an Obertönen] durch Stimmlippenschwingung beim Herausdrücken der Luft aus dem „Windspeicher“ Lunge-Bronchien-Trachea durch die Stimmritze; der eigentliche Stimmklang entsteht durch Schwingungsanregung des Kehlkopfsystems [Vibrato] u. Resonanzverstärkung im Ansatzrohr). Die Sprechstimme mit dauernd wechselnden Frequenzen.

    • Stimme, eunuchoide
      Stimme
      • St., eunuchoide

      • Englischer Begriff: eunuchoid v.

      hohe Fistelstimme infolge Ausbleibens der Mutation bei Eunuchoidismus.

    • Stimmenhören
      • Stimmen|hören

      • Englischer Begriff: hearing of voices

      akustische Halluzination in Form von Stimmen. Unterschieden werden kommentierende, dialogisierende, bedrohende und (selten) schmeichelnde Stimmen. Häufig glaubt der Betroffene, es werde über ihn bzw. zu ihm gesprochen. Typisches Symptom der Schizophrenie.

    • Stimmfeldmessung

        Messmethode zur Erfassung von Tonhöhe u. Lautstärke der Stimme mit einem Tongeber (z.B. Klavier) u. einem Schalldruckpegelgerät. Dabei wird der Patient aufgefordert, vorgegebene Töne in verschiedener Lautstärke nachzusingen. Die jeweils erreichte Lautstärke (leise bis laut) wird mit dem Schalldruckpegelgerät erfasst und in einer Kurve (Phonetogramm) graphisch dargestellt.

      • Stimmfremitus
        • Stimm|fremitus

        • Englischer Begriff: vocal fremitus

        bronchogene Fortleitung u. Übertragung von Sprechlauten niedriger Schwingungszahl (z.B. tief gesprochenes „99“) auf die Brustkorbwand als tast- u. hörbares Vibrieren; ist bei Pneumothorax, Pleuraerguss u. -schwarte herabgesetzt, bei Pneumonie verstärkt.

      • Stimmgabelprüfung
        • Stimmgabel|prüfung

        • Englischer Begriff: tuning fork test

        Hörprüfung des menschlichen Ohres mittels einer Stimmgabelserie (Hartmann-Besteck) verschiedener Frequenz (reine Sinustöne definierter Tonhöhe); zur Feststellung z.B. von Hörlücken (Ausfall hoher bzw. tiefer Frequenzbereiche bei Innen- bzw. Mittelohrschwerhörigkeit), heute nicht mehr üblich; s.a. Stenger-, Rinne-, Weber-Versuch.

      • Stimmlippe
        • Stimm|lippe

        • Synonyme: Stimmfalte

        • Englischer Begriff: vocal fold

        die Plica vocalis (klinisch als Stimmband bezeichnet). Wird beidseits bei der Phonation durch Anblasen aus dem Brustkorb, dem „Windkessel“, in Schwingungen versetzt (die stroboskopisch [Laryngostroboskopie] dokumentierbar sind).

      • Stimmlosigkeit
        • Stimm|losigkeit

        • Englischer Begriff: loss of voice; aphonia

        Aphonie.

      • Stimmritzenkrampf
        • Stimm|ritzen|krampf

        • Englischer Begriff: laryngospasm

        Verkrampfung der Stimmritze (Rima glottidis), Laryngospasmus; s.a. Laryngismus.

      • Stimmschwäche
        • Stimm|schwäche

        • Englischer Begriff: weakness of voice

        Phonasthenie; s.a. Dysphonie.

      • Stimmstörung
        • Stimm|störung

        • Englischer Begriff: paraphonia

        krankhafte Veränderung des Klanges der Stimme sowie deren Leistungsfähigkeit. Ätiol.: Veränderungen im Nasen-Rachen-Raum u. am Larynx, psych. Faktoren, sek. z.B. bei hormonellen Störungen. Unterschieden werden Dysphonie und Aphonie. – Als „Sprach- u. Stimmstörungen“ medizinischer Bereich, in dem Ärzte nach entsprechender Weiterbildung eine Zusatzbezeichnung erwerben können.

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