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  • Stomachica
    • Stomachi|ca

    • Synonyme: -ka

    • Englischer Begriff: stomachics

    • Fach: Pharmazie

    Mittel zur Behandlung von Magenbeschwerden; appetit- u. verdauungsfördernde Mittel (u.a. Antacida, Amara, Carminativa).

  • Stomadeum
    • Stoma|deum

    • Englischer Begriff: stomodeum

    Stomatodeum.

  • Stomakake
    • Stoma|kake

    • Synonyme: -kaze

    • Englischer Begriff: stomacace

    Stomatitis ulcerosa.

  • Stomatherapeut
    • Stoma|therapeut

    speziell weitergebildete Fachkraft (meist Krankenpflegekraft), die Patienten mit künstlichem Darm- (Anus praeter) oder Blasenausgang (Urostoma) bei der Stomaversorgung anleitet u. dabei hilft, sich schließlich selbst zu versorgen (z.B. Irrigation, Fistelversorgung, Inkontinenzbetreuung).

  • Stomatitis
    • Stomatitis

    • Englischer Begriff: stomatitis

    Entzündung der Mundschleimhaut. Ätiol.: als selbstständige Erkrankung mit bakterieller, mykotischer oder viraler Genese, oft von einer Gingivitis ausgehend; als Begleitkrankheit z.B. bei Haut-, Stoffwechsel-, Blut-, zyklischen Infektionskrankheiten, Metallvergiftung sowie als Nebenwirkung einer Zytostatikatherapie. Klinik: meist katarrhalische Verlaufsform als St. simplex mit Rötung, Schwellung, evtl. auch Blutungen, Belägen, Mundgeruch (Foetor ex ore), vermehrter Speichelbildung (Hypersalivation) u. erschwerter Nahrungsaufnahme. Schwerere Verlaufsformen auch mit Ulzerationen (St. ulcero[membrano]sa); s.a. Glossitis, Gingivitis.

  • Stomatitis angularis
    Stomatitis
    • St. angularis

    • Englischer Begriff: angular st

    Angulus infectiosus.

  • Stomatitis aphthosa
    Stomatitis
    • St. aphthosa

    • Englischer Begriff: aphthous st

    St. herpetica.

  • Stomatitis bismutica
    Stomatitis
    • St. bismutica

    • Englischer Begriff: bismuth st

    St. bei Bismutvergiftung; mit Bismutsaum u. Gingivitis.

  • Stomatitis catarrhalis
    Stomatitis
    • St. catarrhalis

    • Englischer Begriff: catarrhal st

    katarrhalische Verlaufsform der St.

  • Stomatitis diabetica
    Stomatitis
    • St. diabetica

    • Englischer Begriff: diabetic st

    St. bei Diabetes mellitus; v.a. als Gingivitis, evtl. mit Alveolarpyorrhö.

  • Stomatitis epidemica
    Stomatitis
    • St. epidemica

    • Synonyme: St. epizootica

    Maul- u. Klauenseuche.

  • Stomatitis gangraenosa
    Stomatitis
    • St. gan|graenosa

    • Englischer Begriff: gangrenous st. (= necrotic-ulcerative gingivitis = NUG)

    Noma.

  • Stomatitis herpetica
    Stomatitis
    • St. herpetica

    • Synonyme: Gingivostomatitis herpetica

    Abbildung

    St. der gesamten Mundschleimhaut (einschließlich Gingivitis) infolge primärer Herpes-simplex-Infektion (Abb.); mit Bildung von Erosionen mit entzündlichem Hof, Schwellung regionärer Lymphknoten, Fieber.

  • Stomatitis maculofibrinosa
    Stomatitis
    • St. maculofibrinosa

    Bednar-Aphthen.

  • Stomatitis mercurialis
    Stomatitis
    • St. mercurialis

    • Englischer Begriff: mercurial st

    St. bei Quecksilbervergiftung; mit Speichelfluss (Sialorrhö), Zahnausfall, Quecksilbersaum, evtl. auch aphthenartigen Nekrosen.

  • Stomatitis mycotica
    Stomatitis
    • St. mycotica

    • Englischer Begriff: mycotic st.; fungal st

    pilzbedingte St.; i.e.S. der Soor der Mundschleimhaut (= St. oidica).

  • Stomatitis saturnina
    Stomatitis
    • St. saturnina

    • Englischer Begriff: lead st

    St. als schwere Parodontopathie ohne Bleisaum infolge allgemeiner Bleiwirkung.

  • Stomatitis simplex
    Stomatitis
    • St. simplex

    • Englischer Begriff: simple st

    Stomatitis catarrhalis.

  • Stomatitis ulceromembranosa
    Stomatitis
    • St. ulcero(membrano)sa

    • Synonyme: Stomakake

    • Englischer Begriff: ulcerative st

    St. mit tiefen, fortschreitenden, membranbedeckten Geschwüren, intensivem Foetor ex ore, Speichelfluss, Schwellung regionärer Lymphknoten; z.B. bei Plaut-Vincent-Angina, Leukämie, Agranulozytose, Sepsis.

  • Stomatitis vesiculosa
    Stomatitis
    • St. vesiculosa

    • Englischer Begriff: vesicular st

    gelegentlich auch beim Menschen als St. vorkommende gutartige, akute Rhabdovirus-Infektion der Rinder, Pferde u. Maultiere.

  • Stomatodeum
    • Stomatodeum

    • Synonyme: Stomadeum

    • Englischer Begriff: stomatodeum

    die vom Entoderm gebildete Mundbucht der embryonalen Mundanlage; in der 4. Woche nach Befruchtung ist sie von Gesichtsfortsätzen umgeben (1 Stirn-Nasen-Wulst, 2 Oberkieferwülste, 2 Unterkieferwülste); endet an der Membrana stomatopharyngealis, der Rachenmembran).

  • stomatogen
    • stomatogen

    von der Mundhöhle ausgehend.

  • Stomatologie
    • Stomatologie

    • Englischer Begriff: stomatology

    Lehre von den Erkrankungen der Mundhöhle.

  • Stomatomycosis
    • Stomatomycosis

    • Englischer Begriff: stomatomycosis

    Stomatitis mycotica.

  • Stomatoplastik
    • Stomato|plastik

    • Englischer Begriff: stomatoplasty

    plastische Operation an einem Stoma, z.B. Mundplastik bzw. als Muttermundeingriff (Discisio cervicis), Eileiterplastik.

  • Stomatoschisis
    • Stomato|schisis

    • Englischer Begriff: stomatoschisis

    Lippenspalte; evtl. mit Rachenspalte; s.a. Wangenspalte.

  • Stomatoskop
    • Stomato|skop

    • Englischer Begriff: stomatoscope

    Lupenmikroskop für Zytodiagnostik der Mundschleimhaut.

  • Stomatozyt
    • Stomato|zyt

    • Englischer Begriff: stomatocyte

    Abbildung

    anomaler, im Feuchtpräparat tassenförmiger Erythrozyt (Abb.) mit mundförmiger zentraler Einbuchtung (Hb-freie Zone?) im gefärbten Ausstrich; typisch für Stomatozytose.

  • Stomaversorgung
    • Stoma|versorgung

    Abbildung

    System aus Hautschutzplatte u. Beutel zur Befestigung des Auffangbeutels bei künstlichem Darmausgang (Ileostoma, Zäkostoma, Transversostoma, Sigmoidostoma). Muss korrekt angepasst u. sorgfältig gepflegt werden, um Hautreizungen durch Ausscheidungen u. weitere Komplikationen zu vermeiden. Einteiliges System: Der Beutel mit integrierter Hautschutzplatte muss beim Wechsel jedes Mal komplett von der Haut abgezogen werden. Zweiteiliges System: besteht aus Basis- bzw. Trägerplatte, die für längere Zeit (3–4 Tg.) auf der Haut belassen wird. Beutel kann bei Bedarf isoliert gewechselt werden (Abb.). Ausstreifbeutel: mit verlängertem offenem Ende, das mit einer Klemme verschlossen wird. Stuhlentleerung ist ohne Wechsel des Beutels mgl. Geschlossener Beutel: eignet sich bei weniger als drei Stuhlentleerungen tgl.

  • Stomoxydinae
    • Stom|oxy|dinae

    Blut saugende Stechfliegen [Muscidae] mit den Gattungen Haematobia, Lyperosia, Stomoxys (z.B. Stom|oxys calcitrans; beteiligt an der Übertragung von z.B. Trypanosomiasis, Milzbrand).

  • Storchenbiss
    • Storchen|biss

    • Fach: Dermatologie

    Naevus Unna.

  • Störfeld

      Begriff der Komplementärmedizin für Strukturveränderung (z.B. Narbe), chronische Entzündung (z.B. Kieferostitis) oder psychisches Trauma; kann Fehlfunktionen eines Organs, Schmerzen u. Blockierung der Autoregulationsmechanismen bewirken; wird mit sog. funktionellen Untersuchungsmethoden (z.B. Neuraltherapie, elektromedizinische Systemdiagnostik, Kinesiologie etc.) diagnostiziert. Die S. haben Fernwirkungen und sind nicht an fest definierten Krankheitsbildern zu erkennen; so kann z.B. eine Narbe am Fuß bei einem Patienten Kopfschmerz unterhalten, bei einem anderen Knieschmerz.

    • Störgröße
      • Stör|größe

      • Englischer Begriff: disruptive element

      • Fach: Kybernetik

      s.u. Regelkreis.

    • Störung, bipolare

        affektive Störung, bei der depressive u. manische Phasen (Depression; Manie) auftreten. Ein regelmäßiger Wechsel der Phasen ist jedoch selten. Zur Diagnosestellung reicht das einmalige Auftreten einer Episode bei einer einzigen (vorher oder nachher) aufgetretenen gegenläufigen Phase aus. Ther.: in der manischen Phase hochpotente Neuroleptika; in der depressiven Phase mit Antidepressiva. Prophyl.: Lithium-Dauertherapie.

      • Stoßprophylaxe
        • Stoß|prophylaxe

        Rachitisprophylaxe durch einzelne orale hoch dosierte (5 mg) Vitamin-D3-Gaben (2. Lebenswo., 3. u. 6. J.).

      • Stoßwellenlithotripsie, extrakorporale
        • Synonyme: ESWL (Abk.)

        • Englischer Begriff: extracorporeal shock-wave lithotripsy

        Abbildung

        Steinzertrümmerung (Nierensteine, Gallensteine) mit gerätetechnisch erzeugten Stoßwellen von außen. Die ESWL ist heute als wenig belastendes Verfahren (i.d.R. anästhesiefrei) bei Nierenkelchsteinen die Therapie der Wahl u. hat die operative Steinentfernung weitgehend verdrängt; wird in den letzten Jahren auch zur Zertrümmerung von Gallensteinen angewandt; s.a. Cholelithotripsie. Drei verschiedene Verfahren sind im Gebrauch: 1) Funkenstreckenlithotripsie: Über eine zündkerzenähnliche Elektrode werden im Brennpunkt eines Halbellipsoids Stoß- oder Zugwellen erzeugt. Der zweite Brennpunkt dieser Stoßwellen wird auf den Stein fokussiert, der zertrümmert werden soll. – 2) elektromagnetische Lithotripsie: Elektromagnetisch erzeugte Energie wird durch eine Kunststofflinse im Brennpunkt F (Stein) fokussiert. Wie beim Funkenstreckenverfahren ist der Durchmesser des Generators klein, der Durchmesser des Fokus hingegen groß. Der Wellen produzierende Geräteteil befindet sich unter einem Wasserkissen u. ist beweglich unter dem Patienten platziert (Abb.). Er kann je nach Bedarf verschoben werden. In die gesamte Behandlungseinheit ist ein Ultraschallgerät mit Bildschirm zur Steinortung integriert. – 3) piezoelektrische Lithotripsie: Dabei werden piezoelektrische Hochenergieschallimpulse erzeugt, die durch ca. 3000 keramische Einzelelemente aufgebaut werden. Die Fokussierung gelingt durch mosaikartige Anordnung dieser Einzelelemente auf einer sphärischen Schale. Der Fokus ist bei diesem Verfahren klein. Die Steinortung wird durch einen in die Apparatur integrierten Ultrschallscanner vorgenommen.

      • Stottern
        • Synonyme: Ischnophonie; Balbuties; Dysarthria syllabaris; Dysphemie; Psellismus

        • Englischer Begriff: stuttering

        zeitweise auftretende, willensunabhängige Redefluss- bzw. Sprechstörung, die charakterisiert ist durch Wiederholung von Sprachsegmenten (einzelne Buchstaben, Silben); typisch ist dabei ein angespanntes, stummes Verharren in der Sprechstellung („Sprechen-wollen-und-nicht-Können“); s.a. Poltern. – Vielfältige Ursachen (z.B. Erbfaktoren u. Konstitution, Umweltbedingungen, emotionelle Belastung, frühkindlicher Hirnschaden). Bevorzugt zwischen 4. u. 7. Lj., häufig mit zunehmendem Alter verschwindend (v.a. unter logopädischer u./oder psychotherapeutischer Behandlung).

      • Stottern, physiologisches
        Stottern
        • St., physiologisches

        • Synonyme: Non-Fluency

        • Englischer Begriff: physiological st

        die normale sprachliche Unfertigkeit des Kleinkindes mit Silben- oder Wortwiederholungen infolge Diskrepanz zwischen Artikulation u. Denkschnelligkeit.

      • STPD
        • Fach: Physiologie

        s.u. Standardbedingungen.

      • Strabismoskop
        • Strab(ism)o|skop

        Orthoptoskop (für Orthoptik).

      • Strabismotomie
        • Englischer Begriff: strabotomy

        Schieloperation; Strabotomie.

      • Strabismus
        • Strabismus

        • Englischer Begriff: squint; strabismus

        das Schielen; eine Störung der Sensomotorik des Sehorgans mit der Unfähigkeit, die Blicklinien beider Augen auf den gleichen Punkt zu richten; eine Stellungsanomalie (Deviation) eines Auges mit Verlust der Fähigkeit zu beidäugigem Einfachsehen (s.a. Diplopie); i.w.S. der St. concomitans; ferner das Lähmungsschielen (St. paralyticus) u. als latentes Schielen die Heterophorie.

      • Strabismus accommodativus
        Strabismus
        • St. accommodativus

        • Englischer Begriff: accommodative st

        bei höhergradiger Weitsichtigkeit (= Hyperopie) Einwärtsschielen infolge ausgleichender übermäßiger Akkommodation (u. damit Konvergenz).

      • Strabismus concomitans
        Strabismus
        • St. concomitans

        • Synonyme: Begleitschielen; Heterotropie

        • Englischer Begriff: concomitant st

        Abweichen der Augenachsen von der Parallelstellung beim Blick in die Ferne, wobei das schielende Auge den Bewegungen des gesunden Auges folgt. Tritt meist im 3.–4. Lebenjahr auf, als sensomotorisches Anpassungssyndrom des noch nicht voll reifen optischen Systems an eine angeborene, oft erbliche Störung der Koordination der Bewegungen beider Augen zusammen mit einer zentralen Schwäche der Fähigkeit zur Verschmelzung beider Netzhautbilder (Fusion). Meist auch mit Anomalien der Brechkraft (Refraktion); oft begünstigt durch äußere Faktoren (z.B. Infektionskrankheit, seelische Belastung). Infolge der sich entwickelnden anomalen Netzhautkorrespondenz fehlt – im Gegensatz zum Lähmungsschielen – die Wahrnehmung von Doppelbildern. Formen: tritt meist auf als horizontales Einwärtsschielen (St. c. convergens = St. internus = Esotropie), d.h. mit Abweichen des – meist hyperopen, oft astigmatischen – Auges nach innen (= Konvergenz der Blicklinien; positiver Schielwinkel). Seltener – v.a. infolge Fusionsmangels – als Auswärtsschielen (St. c. divergens = St. externus = Exotropie) mit Abweichen des – meist myopen – Auges nach außen (Divergenz der Blicklinien; negativer Schielwinkel). Beide Formen evtl. als manifester permanenter St. oder aber nur zeitweilig (periodischer St.; v.a. als akkommodativer St.); evtl. mit abwechselndem Fixieren durch eines der Augen ( St. alternans, v.a. bei akkommodativem St.) oder mit ständiger Bevorzugung eines Auges zum Fixieren („Führen“; = St. unilateralis) Im ersteren Fall kommt es zentralnervös zur Unterdrückung (Suppression) der Bildanteile des nicht fixierenden, in Schielstellung gehenden Auges bzw. bei „fixiertem“ einseitigen St. schließlich zu Sehschwäche des ständig unterdrückten Auges (= Amblyopia ex anopsia). Dies ist vermeidbar bei frühzeitiger Behebung der Schielamblyopie durch Schielbrille oder -kapsel, Okklusionsbehandlung, orthoptische Übungen oder durch Operation.

      • Strabismus deorsumvergens
        Strabismus
        • St. de|orsumvergens

        als „St. descendens“ das Abwärtsschielen als Form des St. verticalis.

      • Strabismus latens
        Strabismus
        • St. latens

        • Englischer Begriff: latent st

        Heterophorie.

      • Strabismus non-concomitans
        Strabismus
        • St. non-concomitans

        • Englischer Begriff: incomitant st

        das – durch wechselnden Schielwinkel (Inkonkomitanz) gekennzeichnete – Lähmungsschielen (= St. paralyticus).

      • Strabismus rotatorius
        Strabismus
        • St. rotatorius

        • Englischer Begriff: rotatory st

        Zyklotropie.

      • Strabismus spasticus
        Strabismus
        • St. spasticus

        • Englischer Begriff: spastic deviation

        St. bei Krämpfen der Augenmuskeln (Störung des Augenmuskelgleichgewichtes); s.a. Nystagmus.

      • Strabismus surso-adductorius
        Strabismus
        • St. surso-adductorius

        das ein- oder beidseitige Schrägschielen (deutlich v.a. beim Blick zur Nase) als Form des St. convergens, selten als „schräger St. divergens“.

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