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  • Streptomycetaceae
    • Strepto|mycetaceae

    eine Familie fadenförmiger, grampositiver Bakterien (sog. Strahlenpilze). Bilden echtes Myzel u. Sporenketten. Zahlreiche Gattungen, z.B. Streptomyces.

  • Streptomycin
    • Streptomycin

    • Synonyme: Streptomyzin

    • Englischer Begriff: streptomycin

    (S. A. Waksman u. Mitarb. 1943/44) von Streptomyces-griseus-Stämmen produziertes Aminoglykosid-Antibiotikum, v.a. als St. A (unter den Begleitstoffen auch St. B). Wirkung: wie auch Dihydro-St. durch Hemmung der ribosomalen Proteinsynthese wirksam gegen gramnegative Bakterien, Kokken u. Mykobakterien (v.a. Mycobacterium tuberculosis). Wirkt je nach Konzentration bakteriostatisch oder bakterizid (Letzteres nur an extrazellulären Keimen). Anw. als Antituberkulotikum nur in Kombinationsther. NW (bei Ausscheidungsstörung verstärkt): selektive Neurotoxizität für das Gleichgewichts- u. Hörorgan (z.B. verursacht Dihydro-St. irreversible Kochlearisschäden bis Taubheit!); systemische oder organfixierte Überempfindlichkeitsreaktionen.

  • Streptomykose
    • Strepto|mykose

    • Englischer Begriff: streptomycosis

    durch sog. Strahlenpilze der Gattung Streptomyces hervorgerufene „Pseudomykose“ (ähnlich der Hautaktinomykose u. -nokardiose): Eiterungen, Fistelgänge, evtl. Pseudomyzetome.

  • Streptomyzeten
    • Strepto|myzeten

    • Englischer Begriff: streptomycetes

    Streptomycetaceae.

  • Streptomyzin
    • Streptomyzin

    Streptomycin.

  • Streptothrichose
    • Strepto|t(h)richose

    • Englischer Begriff: streptot(h)richosis

    obsolete Bezeichnung für Erkrankungen durch Strahlenpilze (Actinomyces, Nocardia, Streptomyces); s.a. Streptothrix.

  • Streptothrix
    • Strepto|thrix

    • Synonyme: -trichon; -trichum

    • Fach: Bakteriologie, Mykologie

    veralteter Gattungsname. Neue Einordnung unter Actinomyces, Streptomyces, Nocardia, Streptobacillus, Madurella.

  • Stress
    • Etymol.: engl. = Anstrengung, Druck

    Zustand erhöhter Aktivität des Endokriniums u. Vegetativums mit diffuser Erregung des Sympathikus als Reaktion auf heftige, die Integrität des Organismus attackierende Reize. Ätiol.: physische Stressfaktoren wie Kälte, Bakterien- u. sonstige Gifte, Verletzung, Operation; psych. Belastungen wie seelische Konflikte, Ängste, Leistungsdruck. Pathogen.: Aktivierung hypothalamischer Kerne mit Vermehrung des CRF-Gehaltes, gefolgt von vermehrter ACTH- u. anschließend Cortisol-Ausschüttung mit Erhöhung von Blutdruck, Puls u. Herzminutenvolumen. Parallel dazu Anstieg von melanozytenstimulierendem u. lipotropem Hormon, Wachstumshormon u. Prolactin. Ferner Blutveränderungen (Eosinopenie in der Abwehrphase, Leukozytose, Pseudopolyglobulie). Formen: positiv erlebter, kurz dauernder S. (Eustress) als Anpassung an die tgl. Anforderungen; negativ erlebter S. (Distress) infolge eines Missverhältnis zwischen Anforderung /Stressoren u. psych. oder körperl. Anpassungsfähigkeit. Bei dauerhafter Einwirkung der Stressoren funktionelle Entgleisungen (Erhöhung des Blutdrucks, Schlaflosigkeit, Magensaftüberproduktion, vegetative Störungen) bis hin zu Folgekrankheiten (Hypertonie, Magenulcera), also Allgemeinreaktionen i.S. des Adaptationssyndroms. – Analoge Reaktion erfolgt bei künstlicher Hypoglykämie durch Insulingaben (Insulin-Hypoglykämie-Test ). – I.w.S. wird S. auch gleichgesetzt mit den ihn auslösenden Faktoren (Stressoren).

  • Stress-Echokardiographie
    • Stress-Echo(kardiographie)

    Belastungsechokardiographie.

  • Stressfraktur
    • Stress|fraktur

    • Englischer Begriff: stress fracture

    Ermüdungsbruch oder Dauerfraktur bei chron. Überbelastung als Folge eines Missverhältnisses zwischen Belastung u. Belastbarkeit eines Knochens. Vorkommen z.B. an der Tibia oder an den Metatarsalia (Marschfraktur).

  • Stressor
    • Synonyme: Stressfaktor

    • Englischer Begriff: stress factor

    phys. oder psych. Belastung, die Stress auslösen kann.

  • Stressreaktion
    • Stress|reaktion

    • Englischer Begriff: stress reaction

    die durch Stressoren ausgelöste Reizbeantwortungssituation; i.e.S. die Alarmreaktion des Adaptationssyndroms.

  • Stressreaktion, emotionale
    Stressreaktion
    • St., emotionale

    • Englischer Begriff: emotional st. r.

    posttraumatische Belastungsstörung.

  • Stressulkus
    • Stress|ulkus

    • Englischer Begriff: acute stress ulcer

    geschwürige Schleimhautveränderungen des Magens (Erosion, Ulcus), die 24–48 Std. nach Operation, ausgedehnter Verbrennung, starker emotionaler u. anderer Belastung auftritt, evtl. mit nachfolgender Blutung oder Perforation. S.a. Steroidulkus.

  • Stretching
    • Etymol.: engl.

    Methode aus Sport u. Physiotherapie zur Förderung der Kontraktionsbereitschaft der Muskulatur u. Erhöhung der Dehnbarkeit des Bindegewebes. Beruht u.a. auf der Aktivierung der Muskelspindeln.

  • Streuherd
    • Streu|herd

    • Fach: Pathologie

    s.u. Streuung (2).

  • Streustrahlung
    • Streu|strahlung

    • Englischer Begriff: scattered radiation

    • Fach: Röntgenologie

    aus ihrer ursprünglichen Richtung bei Durchdringen eines Körpers abgelenkte Strahlen. Ihre Unterdrückung durch objektnahe Rasterblende („Streustrahlenblende“; als Vorderblende zwischen Objekt u. Film) verbessert die Qualität von Röntgenaufnahmen.

  • Streuung
      • 1)   Abbildung
        Änderung der räumlichen Verteilung einer gerichteten Strahlung durch teilweise... (mehr)
      • 2)
        von einem infektiösen Krankheitsherd („Streuherd“) ausgehende Aussaat... (mehr)
    • Streuung 1)
      Streuung
      • 1)

      • Englischer Begriff: diffraction; scattering

      • Fach: Physik

      Abbildung

      Änderung der räumlichen Verteilung einer gerichteten Strahlung durch teilweise Ablenkung an einer Oberfläche (= Reflexion) bzw. – bei ionisierenden Strahlen – bei deren Durchgang durch Materie; Letztere ohne Energieverlust (= klassische St.; geht von fest im Atom gebundenen Elektronen aus; überwiegt bei weicher Primärstrahlung) oder aber mit Energieverlust (= Quanten- oder Compton-Streuung, Compton-Effekt).

    • Streuung 2)
      Streuung
      • 2)

      • Englischer Begriff: generalization; dissemination

      • Fach: Pathologie

      von einem infektiösen Krankheitsherd („Streuherd“) ausgehende Aussaat von Erregern innerhalb des Organs oder in andere Organe; auch als St. von Tumorzellen (Metastasierung); s.a. Metastase, Generalisierung.

    • Streuzusatzdosis
      • Streu|zusatz(dosis)

      • Fach: Radiologie

      der Betrag, um den sich eine frei in Luft gemessene Dosis aufgrund der im bestrahlten Objekt entstehenden Streustrahlung erhöht. Ist abhängig von der Energie der Primärstrahlung, Feldgröße, durchstrahlter Materie.

    • Stria
      • Stria

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: stripe; band

      Streifen. S.a. Striae.

      • St. mallearis
        vom durchscheinenden Hammergriff ausgehender heller Trommelfellstreifen... (mehr)
      • St. terminalis
        im seitlichen Hirnventrikel ein halbkreisförmiger Streifen markhaltiger... (mehr)
    • Stria mallearis
      Stria
      • St. mallearis

      • Englischer Begriff: mallear st

      vom durchscheinenden Hammergriff ausgehender heller Trommelfellstreifen (vom Umbo membranae tympani nach vorn oben). Von ihm ausgehend wird das Trommelfell klinisch in 4 Quadranten eingeteilt.

    • Stria terminalis
      Stria
      • St. terminalis

      • Englischer Begriff: terminal stria

      im seitlichen Hirnventrikel ein halbkreisförmiger Streifen markhaltiger Nervenfasern zwischen Thalamus u. Schweifkern als Verbindung zwischen Mandelkern u. Hypothalamus.

    • Striae
      • Striae

      Streifen (Plur. von Stria).

    • Striae cutis atrophicae
      Striae
      • St. cutis (atrophicae)

      • Synonyme: St. dis|tensae

      • Englischer Begriff: striae cutis; linear atrophy; traction atrophy

      • Fach: Dermatologie

      parallele, anfangs etwas erhabene, bläulich bis braunrote Streifenbildungen der Haut, die unter Atrophie u. Pigmentverlust abheilen. Treten physiologisch z.B. in der 2. Schwangerschaftshälfte auf (St. gravidarum), krankhaft bei Adipositas, Cushing-Syndrom (hierbei bläulich-rötlich, St. lividae), längerer Behandlung z.B. mit ACTH, Glucocorticosteroiden.

    • Striae gravidarum
      Striae
      • St. gravidarum u. lividae

      s.u. Striae cutis.

    • Striae medullares
      Striae
      • St. medullares

      • Fach: Anatomie

      Markstreifen; z.B. als Pars radiata der Nierenrinde im Nierenmark.

    • Striae medullares thalamicae
      Striae  >  Striae medullares
      • St. m. thalamicae

      • Englischer Begriff: medullary striae of thalamus

      unter der Taenia thalami gelegenes Bündel weißer Fasern (vom Fornix); setzt sich in den Habenulae fort.

    • Striae medullares ventriculi quarti
      Striae  >  Striae medullares
      • St. m. ventriculi quarti

      • Englischer Begriff: medullary st. of 4th ventricle

      vom Nucleus cochlearis dorsalis über die Area vestibularis am Boden des IV. Ventrikels ziehende Hörnervfasern, die sich im Sulcus medianus in das Rautenhirn einsenken u. der lateralen Schleife (Lemniscus) anschließen.

    • striär
      • striär

      • Englischer Begriff: striate; striated

      gestreift (= striatus), mit Striae; i.w.S. das Corpus striatum (= Striatum) betreffend. – s.a. strio...

      • st. Syndrom
        als neostriäres das Striatum-Syndrom, als paläostriäres das Pallidum-Syndrom... (mehr)
      • st. System
        das Corpus striatum mit seinen Bahnen, i.w... (mehr)
    • striäres Syndrom
      striär
      • st. Syndrom

      • Englischer Begriff: st. syndrome

      als neostriäres das Striatum-Syndrom, als paläostriäres das Pallidum-Syndrom (Parkinson-Syndrom).

    • striäres System
      striär
      • st. System

      • Englischer Begriff: st. system

      das Corpus striatum mit seinen Bahnen, i.w.S. einschließlich Pallidum (pallidostriäres System).

    • Striatum
      • Striatum

      • Englischer Begriff: striatum

      • Fach: Anatomie

      Corpus striatum.

    • Striatum-Syndrom
      • Striatum-Syndrom

      • Synonyme: striatonigrale Degeneration; SND (Abk.)

      • Englischer Begriff: striate syndrome; neostriatum s.

      Form der Multisystematrophie, bei der die extrapyramidale Symptomatik im Vordergrund steht. Gekennzeichnet durch rasch fortschreitendes Parkinson-Syndrom (meist im 6. Ljz. beginnend), manchmal mit Haltetremor, Myolklonie, Antekollis. Im Verlauf oft Harninkontinenz, Impotenz, Pyramidenbahnzeichen, zerebellare Gangataxie.

    • striatus
      • striatus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: striate(d)

      gestreift. S.a. striär.

    • Strich
      • Englischer Begriff: stroke

      Element der Streichmassage.

    • Strichabrasio
      • Strich|abrasio

      • Synonyme: -kürettage

      • Englischer Begriff: sample curettage

      lineare Kürettage an der Gebärmuttervorder- oder -hinterwand zur Schleimhautentnahme für histologische Diagnostik (Strichbiopsie).

    • Strichkultur
      • Strich|kultur

      • Englischer Begriff: streak culture

      Bakterienkultur, angelegt durch strichförmiges Abstreifen (Ausstrich) des Untersuchungsgutes auf festem Nährsubstrat zum Erzeugen von Einzelkolonien (aus einem Bakterium entstehende Kolonie).

    • Strictura
      • Strictura

      • Synonyme: Striktur

      • Englischer Begriff: stricture

      • Fach: Pathologie

      hochgradige Lichtungseinengung (Stenose) eines Hohlorganes infolge Einschnürung durch krankhafte Veränderungen der Organwand oder der Nachbargewebe (= organische Striktur, z.B. infolge Entzündung, Narben, infiltrierenden Tumors), evtl. aber – als funktionelle u. nur vorübergehende Striktur – durch Verkrampfung der Hohlorganmuskulatur; z.B. als Harnröhrenstriktur.

    • Strictura uteri
      Strictura
      • St. uteri

      • Englischer Begriff: Bandl's contraction ring

      Bandl-Kontraktionsring.

    • Stridor
      • Stridor

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: stridor

      pfeifendes Atemgeräusch bei Ein- u./oder Ausatmung (in- oder exspiratorischer St.). S.a. Stertor.

    • Stridor bronchialis
      Stridor
      • St. bronchialis

      exspiratorischer St. bei Bronchienenge, v.a. bei Bronchialasthma.

    • Stridor congenitus
      Stridor
      • St. congenitus

      • Englischer Begriff: congenital st

      inspiratorischer St. beim Neugeborenen u. jungen Säugling infolge Kollapses der Epiglottis oder Ansaugens der Aryknorpel in den Kehlkopfeingang (bis zum 3. Lj. spontan verschwindend) oder bei Glossoptose.

    • Stridor laryngealis
      Stridor
      • St. laryngealis

      • Englischer Begriff: laryngeal st

      v.a. inspiratorischer (bei Einatmung auftretender) St. bei Kehlkopferkrankung, z.B. bei Laryngospasmus, Pseudokrupp u. Krupp.

    • Stridor trachealis
      Stridor
      • St. trachealis

      inspiratorischer St. bei Luftröhrenenge.

    • stridorös
      • stridorös

      • Synonyme: stridulös

      • Englischer Begriff: stridulous

      in Form eines Stridors.

    • Striktur
      • Striktur

      • Englischer Begriff: stricture

      Strictura.

    • string sign
      • string sign

      • Etymol.: engl.

      • Fach: Röntgenologie

      Bandzeichen; unregelmäßiger starrer Kontrastmittelfaden in der Darmlichtung als röntgenologisches Zeichen einer ausgedehnten Darmenge (Darmstenose).

    • strionigral
      • strio|ni|gral

      • Englischer Begriff: striatonigral

      das Corpus striatum u. die Substantia nigra betreffend.

    190109