Medizin-Lexikon: Einträge mit "S"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Sauerstoffpuls
    • Sauerstoff|puls

    • Englischer Begriff: oxygen consumption per heart beat

    die pro Herzschlag aufgenommene O2-Menge, errechnet als Quotient aus O2-Aufnahme (ml/min) u. Pulsfrequenz; beträgt normal ca. 4,0 ml (abhängig von Schlagvolumen, Gesamt-Hämoglobin, peripherer O2-Ausnutzung [Sauerstoffutilisation]). Ist ein Parameter für die Leistungsbreite u. -anpassung von Herz u. Kreislauf; beträgt als „maximaler S.“ (höchster unter Belastung erreichbarer Wert) beim Gesunden 14–18, bei Herzinsuffizienten nur um 10–12 ml.

  • Sauerstoffradikale
    • Sauerstoff|radikale

    • Englischer Begriff: oxygen radicals

    vom molekularen Sauerstoff abgeleitete energiereiche Verbindungen; z.B. das Superoxid-Radikal-Anion (O.2; entsteht bei der mitochondrialen Atmung, vermehrt bei Vergiftungen, bei Entzündungen in Phagozyten gebildet), Wasserstoffperoxid (H2O2; Nebenprodukt vieler enzymat. Reaktionen), Produkte der Myeloperoxidase, ferner organische Hydroperoxide sowie Hydroxyl- u. Alkoxy-Radikale (RO.).

  • Sauerstoffsättigung, arterielle
    • Sauerstoff|sättigung, arterielle

    • Englischer Begriff: (arterial) oxygen saturation

    der prozentuale Anteil des Oxyhämoglobins am Gesamt-Hb (s.a. Sauerstoffbindungskurve); normal 96–98% (= 17,9–20,3 Vol.-% O2).

  • Sauerstoffschuld
    • Sauerstoff|schuld

    • Englischer Begriff: oxygen debt

    Abbildung

    die Sauerstoffmehraufnahme nach Arbeitsende in der Erholungsphase im Vergleich zum Ruheausgangswert.

  • Sauerstoffsensibilisierungsfaktor
    • Sauerstoff|sensibilisierungs|faktor

    • Englischer Begriff: oxygen enhancement ratio (OER)

    s.u. Sauerstoffeffekt.

  • Sauerstoffsprung
    • Sauerstoff|sprung

    bei der Blutgasanalyse mittels Herzkatheterismus der „Sprung“ des Sauerstoffpartialdrucks (pPO2) an typischer Stelle (durch Beimischung von Blut mit stark unterschiedlichem pO2) als Hinweis auf ein Shuntvitium (z.B. Ventrikelseptumdefekt, dort Abb.).

  • Sauerstofftherapie
    • Sauerstoff|therapie

    Sauerstoffbehandlung.

  • Sauerstofftoxikose
    • Sauerstoff|toxikose

    • Synonyme: -vergiftung

    • Englischer Begriff: oxygen poisoning

    die Folgen länger dauernder Einatmung eines Gasgemischs mit > 60% O2-Gehalt (v.a. bei O2-Überdruckbeatmung). Symptome sind zentrale Erregung, epileptiforme Krämpfe, Hyperthermie, Schädigung der Alveolarmembran (bis hin zum toxischen Lungenödem). S.a. Fibroplasie, retrokristalline (2).

  • Sauerstoffüberdrucktherapie
    • Sauerstoff|überdruck|therapie

    • Englischer Begriff: hyperbaric oxygen therapy

    hyperbare Oxygenation.

  • Sauerstoffutilisation
    • Sauerstoff|utilisation

    • Englischer Begriff: oxygen utilization

    die von Organ zu Organ u. mit der Intensität der Organfunktion unterschiedliche Ausschöpfung des arteriellen Sauerstoffangebotes. S.a. Sauerstoffausnutzung.

  • Saugbiopsie
    • Saug|biopsie

    • Synonyme: Aspirationsbiopsie

    • Englischer Begriff: suction biopsy; aspiration b.

    Biopsie mit Materialentnahme (zur feingeweblichen Untersuchung; s.u. Zytodiagnostik) durch eine Sonde, Kanüle etc. unter Soganwendung („Aspiration“, z.B. mittels Spritze); z.B. in der Mamma-Diagnostik oder die blinde bzw. unter Röntgenkontrolle oder mit Hilfe des Gastroskops vorgenommene Magen-/Darmschleimhaut-Entnahme mit der Biopsiesonde.

  • Saugdrainage
    • Saug|drainage

    • Englischer Begriff: suction drainage

    aktive Drainage eines freien Exsudats durch Anw. eines Unterdrucksystems, z.B. eines Flaschenaspirators, einer Saugpumpe. Typische Drainagen z.B. nach Bülau, Monaldi, Redon, Wangensteen.

  • Saugglocke
    • Saug|glocke

    • Englischer Begriff: suction cup

    (Bier 1905) mit Gummiballon luftdicht verbundene glattrandige Glas-, Metall- oder Gummi-Halbkugel, in der sich nach Aufsetzen auf die Körperoberfläche ein zur Saugbehandlung geeigneter variabler Unterdruck herstellen lässt. Modifikationen z.B. als Milchpumpe, Kapillarresistometer, Vakuumextraktor.

  • Saugkürettage
    • Saug|kürettage

    • Synonyme: Vakuumkürettage

    • Englischer Begriff: suction curettage; vacuum extraction

    besonders schonende Kürettage der Gebärmutter (s.a. Abrasio uteri) für Diagnostik, Schwangerschaftsabbruch, Abortausräumung durch Absaugen des Gewebes mittels spezieller, an eine Saugpumpe angeschlossener Hohlkürette.

  • Säugling
    • Synonyme: Baby

    • Englischer Begriff: infant

    das Kind von der Geburt bis zum Ende des 1. Lebensjahres (Säuglingsalter). S.a. Neugeborenes, Neugeborenen...

  • Säuglingsalter
    • Säuglings|alter

    • Englischer Begriff: infancy

    Abbildung

    das 1. Lj. des Kindes als eine seiner wichtigen Entwicklungsphasen. Charakteristika: intensives körperliches Wachstum, Reifung des Zentralnerven- u. Immunsystems, Bindung an Bezugsperson, Disposition für bestimmte Krankheiten u. Krankheitsverläufe (mit Sonderstellung für die Neugeborenenperiode u. das 1. Trimenon). Körperliche Entwicklung: Als normales Gewichtswachstum gelten die Verdoppelung des Geburtsgewichts nach ca. 6 bzw. die Verdreifachung nach ca. 12 Mon. (das jeweil. Sollgewicht = Geburtsgewicht + [a × Zahl der Lebensmonate], a: im 1. Halbjahr = 600, im 2. = 500). Geistige u. statomotorische Entwickl.: im 2. Mon. Kopfheben in Bauchlage, Lächeln; im 3. Kopfdrehen nach Schallrichtung, Fixieren von Gegenständen, Erkennen der Mutter; im 4./5. aktives Ergreifen von Gegenständen, Aufrechthalten u. freies Bewegen des Kopfes; in Bauchlage Stützen auf gestreckte Arme; im 6./7. freies Sitzen mit seitl. Abstützen, Stehbereitschaft; im 8./10. Knien, Kriechen, Aufrichten zum Stehen, im 10./12. Gehversuche; ab 2. Halbj. Spielen mit Gegenständen, im 4. Trimenon Nachsprechen häufig gehörter Wörter. S.a. Schema; Collis-Versuch).

  • Säuglingsanämie
    • Säuglings|an|ämie

    • Englischer Begriff: infantile anemia

    für das Säuglingsalter typische Anämien, z.B. die fetale Erythroblastose, Eisenmangelanämie, die Gerbasi-Anämie, die Ziegenmilch-, Infektanämie.

  • Säuglingsatrophie
    • Säuglings|atrophie

    • Synonyme: Pädatrophie

    • Englischer Begriff: pedatrophia

    extreme Säuglingsdystrophie; mit Schwund des Gesichtsfettpolsters, Hautfältelung, Tabaksbeutelgesäß, Greisengesicht, „Untertemperatur“ (Hypothermie), grauer Zyanose der Akren, oberflächlicher Atmung, kleinem langsamem Puls, Reaktionslosigkeit (insbes. auch gegenüber Infekten; „Vita minima“), Ödemneigung, Wachstumsstillstand; bei Erreichen der Dekomposition besteht akute Lebensgefahr.

  • Säuglingsberiberi
    • Säuglings|beriberi

    meist mit Herzbeteiligung (bis Herzinsuffizienz), Laryngospasmen u. Ödembildung einhergehende, häufig tödliche Beriberi infolge verminderten oder fehlenden Thiamin-Gehalts der Muttermilch.

  • Säuglingsdyspepsie
    • Säuglings|dys|pepsie

    • Englischer Begriff: infantile dyspepsia

    Säuglingsenteritis.

  • Säuglingsdystrophie
    • Säuglings|dys|trophie

    • Synonyme: Atrepsie

    • Englischer Begriff: marasmus; athrepsy

    chronische Ansatzstörung des Säuglings; mit fließendem Übergang zur Säuglingsatrophie; v.a. infolge Fehlernährung (Mehl-, Milchnährschaden), chronischer Infekte (Syphilis, Tbk), Malabsorption, Konstitutionsanomalien (einschließlich Enzymopathien). Klinik: Gewichtsverlust („Minus-Dystrophie“) mit Fettschwund (bei zunächst fortschreitendem Längenwachstum), Toleranzschwäche gegenüber Ernährungsfehlern, Labilität des Wasserhaushalts, Infektanfälligkeit. S.a. Plus-Dystrophie.

  • Säuglingsekzem
    • Säuglings|ekzem

    • Englischer Begriff: infantile eczema

    i.e.S. atopisches Ekzem im Säuglingsalter.

  • Säuglingsenteritis
    • Säuglings|enteritis

    • Synonyme: Säuglingsdyspepsie

    • Englischer Begriff: infantile enteritis

    akute Ernährungsstörung des Säuglings mit Durchfall (meist Gärungs-, seltener Fäulnisdiarrhö), Inappetenz, Unruhe, Erbrechen, Meteorismus, subfebrilen Temperaturen, Gewichts- u. Turgorverlust. Gefahr von Mineralverlusten, Exsikkose, Azidose u. Übergang in Säuglingsintoxikation. Ätiol.: Ernährungsfehler (v.a. Toleranzüberschreitung), Malabsorption, Infektionen (u.a. durch Rotaviren, seltener durch Dyspepsie-Coli; als parenterale S. z.B. bei Otitis, Mastoiditis, Harnwegsinfektion).

  • Säuglingsernährung
    • Säuglings|ernährung

    • Englischer Begriff: infant nutrition

    Ernährung, die den Besonderheiten der Verdauung im 1. Lj. Rechnung trägt u. durch Deckung des tägl. Nahrungsbedarfs (110–120 Kilokalorien/kg Körpergewicht im 1. bis zu 70–80/kg im 4. Trimenon) ein optimales Gedeihen gewährleistet. Erfolgt physiologisch beim jungen Säugling mit Muttermilch, nach Abstillen als künstliche Ernährung mit Kuhmilchmischungen (als adaptierte u. teiladaptierte Fertigpräparate) u. notwendiger Beikost (Säuglingsnahrung).

  • Säuglingshyperglykämie, transitorische
    • Säuglings|hyper|glykämie, transitorische

    • Englischer Begriff: transient neonatal diabetes

    als vorübergehender „Pseudodiabetes“ in der 1. oder 2. Wo. auftretende Stoffwechsellage i.S. eines Diabetes mellitus bei pränatal dystrophen Neugeborenen; mit Hyperglykämie, Glucosurie, Exsikkose (trotz reichl. Flüssigkeitszufuhr), evtl. auch Ketonurie. Wahrscheinlich auf Hypoplasie des Inselapparats infolge intrauteriner Hypoglykämie bei gestörter plazentarer Glucosediffusion beruhend.

  • Säuglingsimmunität
    • Säuglings|immunität

    • Englischer Begriff: passive immunity of the newborn

    die Immunitätslage im 1. Lj. Ist beim Neugeborenen eine Leihimmunität v.a. durch über die Plazenta (u. durch die Muttermilch) in den Organismus gelangte mütterl. Antikörper vom IgG-Typ. Die Eigenbildung von IgM setzt dann sehr zeitig ein, die von IgG frühestens in der 3.–4. Wo., jedoch wird die Syntheserate der Erwachsenen erst im 3.–4. Lj. erreicht (für IgA erst nach dem 10. Lj.). – IgM-Nachweis beim Neugeborenen ist Hinweis auf intrauterine Infektion (fetale IgM-Bildung; IgM passiert die Plazentarschranke nicht).

  • Säuglingsintoxikation
    • Säuglings|intoxikation

    • Synonyme: Säuglingstoxikose

    schwerste Form der akuten Ernährungsstörung. Häufig Folge einer infektiösen Säuglingsenteritis. Wasser- u. Elektrolytverlust bei Durchfall u. Erbrechen führen – falls nicht rechtzeitig eingegriffen wird – zur lebensbedrohenden Stoffwechselentgleisung. Diese Krankheit ist für Säuglinge in den Entwicklungsländern das Problem schlechthin. Klinik: Hauptsymptome sind extreme Exsikkation, blaugraue Hautfarbe, Bewusstseinsverlust, Hyperventilation bei metabolischer Azidose, Krämpfe, Proteinurie u. Nierenversagen. Ther.: parenterale Rehydratation u. Mineralersatz.

  • Säuglingskoxitis
    • Säuglings|koxitis

    • Englischer Begriff: infantile coxitis

    eitrige Hüftgelenksentzündung v.a. als Folge einer metastatischen Osteomyelitis der rumpfnahen Femurepiphyse. Führt zu Hüftkopfzerstörung, Bildung von Granulationsgewebe (u. Gelenkkapselüberdehnung; evtl. Distensionsluxation).

  • Säuglingsmassage

      Behandlung des ganzen Körpers mit sanften oder festen Streichungen, um das Wohlbefinden des Kindes zu erhöhen sowie Perzeption u. sensomotorische Entwicklung zu fördern. Dabei wirkt langsames Massieren mit zartem Druck beruhigend, während schnelles Massieren u. festeres Zugreifen anregend sind.

    • Säuglingsmilch
      • Säuglings|milch

      s.u. Säuglingsnahrung.

    • Säuglingsnahrung
      • Säuglings|nahrung

      • Englischer Begriff: baby food

      jede neben Muttermilch zur Säuglingsernährung geeignete künstliche Nahrung; v.a. Kuhmilch (als Marken-, Vorzugs-, pasteurisierte Trink-, Trocken- oder Kondensmilch u. adaptierte Milch), die – soweit nicht Fertignahrung – durch Verdünnen (Eiweißverminderung) u. Anreicherung mit Zucker u. einem 2. Kohlenhydrat zuzubereiten ist; als Beikost Säfte, Gemüse, Obst, Fleisch, Milchbrei etc. (auch konserviert u. Trockenpräparate). S.a. Heilnahrung.

    • Säuglingsreflexe
      • Säuglings|reflexe

      • Englischer Begriff: neonatal reflexes; infantile r.

      s.u. Säuglingsalter (dort Schema).

    • Säuglingssepsis
      • Säuglings|sepsis

      • Englischer Begriff: neonatal sepsis

      Neugeborenensepsis.

    • Säuglingsskorbut
      • Säuglings|skorbut

      • Englischer Begriff: infantile scurvy

      Moeller-Barlow-Krankheit.

    • Säuglingssterblichkeit
      • Säuglings|sterblichkeit

      • Synonyme: Erstjahressterblichkeit

      • Englischer Begriff: infant mortality

      Zahl der innerhalb der ersten 12 Mon. Sterbenden, bezogen auf 1000 (oder 100) Lebendgeborene der gleichen Zeitspanne (meist Kalenderjahr) u. des gleichen Lebensraumes. In Deutschland betrug sie 2001 4,3‰. Rund 65% davon betreffen den Zeitraum vom 1.–28. Tag (nach internationaler Vereinbarung = „Frühtod“). Daran ist besonders die Sterblichkeitsquote des 1.–6. Lebenstags beteiligt; Hauptursache: unreife Frühgeborene u. Fehlbildungen. Unter der „Nachsterblichkeit“ (29.–365. Tag), die 35% der Erstjahressterblichkeit beträgt, ist der plötzliche Kindstod die häufigste Ursache.

    • Säuglingstod, plötzlicher
      • Säuglings|tod, plötzlicher

      • Synonyme: Mors subita infantum

      • Englischer Begriff: sudden infant death

      plötzlicher Kindstod.

    • Säuglingstoxikose
      • Säuglings|toxikose

      Säuglingsintoxikation.

    • Säuglingstoxikose, hyperpyretische
    • Saugnapf
      • Saug|napf

      • Englischer Begriff: suction cup

      v.a. bei Band- u. Saugwürmern ein je nach Spezies besonders gestaltetes, evtl. hakenbesetztes oder gestieltes Haftorgan, das einen Muskelring zur Erzeugung von Unterdruck besitzt; z.B. als Bothridium, Bothrium, Acetabulum.

    • Saugpölsterchen
      • Saug|pölsterchen

      • Englischer Begriff: sucking pad

      kissenartige Ödeme auf den Lippen gestillter Kinder, die sich durch heftiges Saugen an der Brust in den ersten Lebenswochen bilden können u. reversibel sind.

    • Saugprothese
      • Saug|prothese

      • Englischer Begriff: suction fit prosthesis

      • Fach: Orthopädie

      Haftprothese.

    • Saugreflex
      • Saug|reflex

      • Englischer Begriff: suckling reflex

      auf einem Trieb beruhender, durch Berühren der Lippen oder Zungenspitze auslösbarer Mundhöhlenautomatismus des jungen Säuglings: die Mundhöhle verschließendes Anpressen des Zungengrundes an den harten Gaumen u. Kontraktion der Mundbodenmuskulatur mit Senken des Unterkiefers zur Erzeugung von Unterdruck, Sog. Setzt mit der ersten Nahrungsaufnahme ein; bei Fortbestehen jenseits des 1. Halbjahres als „Fressreflex“ stets krankhaft. Ein schwach ausgeprägter Saugreflex mit Mangel an Saugbewegungen („Saugschwäche“) kommt v.a. vor beim frühgeborenen oder perinatal hirngeschädigten Säugling (erfordert Sondenernährung).

    • Saugwürmer
      • Saug|würmer

      • Englischer Begriff: sucking worms

      Trematoda.

    • Säulenchromatographie
      • Säulen|chromato|graphie

      • Englischer Begriff: column chromatography

      Trennverfahren der Chromatographie mit Führung der gelösten Probe durch ein Trägermedium in Säulenform; unterschieden als Verteilungs-S. (mit an festem Trägermaterial verankerter flüssiger stationärer Phase), Adsorptions-S. (mit reversibler Adsorption der zu trennenden Stoffe an eine feste stationäre Phase) u. als Ionenaustausch-S. (mit Einsatz von Ionenaustauschern).

    • Saumzelle
      • Saum|zelle

      • Englischer Begriff: enterocyte

      mit einem Oberflächensaum aus submikroskopisch feinen Zytoplasma-Stäbchen (Mikrovilli) ausgestattete Epithelzelle der Dünndarmzotten mit dadurch um etwa das 14fache vergrößerter Zelloberfläche.

    • Sauna
      • Synonyme: finnisches Bad

      • Englischer Begriff: sauna

      in holzausgekleidetem Raum verabfolgte Badebehandlung mit Heißluft (60–90 °C) u. Dampf (durch Aufgießen von Wasser auf heiße Ofensteine), der die Schweißverdunstung verhindert u. einen heftigen Schweißausbruch bewirkt. Dauer 10–15 Min. (evtl. kombiniert mit Birkenreiser-Klopfmassage), danach Abkühlung in Freibad, Kaltwasser oder Schnee; 2- bis 4-malige Wiederholung der Prozedur. Anw. zur Abhärtung u. Leistungssteigerung, bei bestimmten Erkrankungen des Bewegungsapparates, vegetativen Kreislaufstörungen.

    • Säure
      • Englischer Begriff: acid

      organische oder anorganische chem. Verbindung, die ionogen gebundene H- = Wasserstoffatome enthält, die in wässriger Lösung abgespalten werden (Dissoziation; s.a. Proteolyse) u. saure Reaktion bewirken. Die H-Atome sind unter Bildung von Salzen durch Metallatome ersetzbar. Die Säuren werden je nach Abgabe eines, zweier oder mehrerer H-Atome bezeichnet als einbasig oder einwertig (z.B. Chlorwasserstoffsäure = HCl bzw. Monocarbonsäuren), zwei- bis mehrbasig. S.a. Azidität.

    • Säure-Alkohol-Resistenz
      • Englischer Begriff: acid-alcohol resistance

      Eigenschaft von Mycobakterien, nach Färbung mit basischem Fuchsin (in Wärme) einer Entfärbung durch verdünnte Mineralsäure (Säureresistenz) u. Alkohol zu widerstehen; Prinzip der Ziehl-Neelsen-Färbung.

    • Säure-Basen-Gleichgewicht
      • Säure-Base(n)-Gleichgewicht

      • Synonyme: -Haushalt

      • Englischer Begriff: acid-base balance; acid-base metabolism

      Abbildung

      die lebensnotwendige Konstanz bzw. Konstanthaltung der natürlichen schwach alkalischen Reaktion (ca. pH 7,36) der Gewebeflüssigkeiten als das zentrale Reaktionsmilieu des Stoffwechsels. Erfolgt unter Beteiligung von Puffersystemen (v.a. Carbonat/Bicarbonat; s.a. Alkalireserve). Die Regulierung erfolgt über Ausscheidung von Säureäquivalenten durch die Niere bzw. durch Abatmung von Kohlendioxid = Anhydrid der Kohlensäure (H2CO3 ↔ H2O + CO2), deren Basenanteil (HCO3; Bicarbonat) durch die Niere eliminiert wird; Basenüberschuss wird als Alkalose, Säureüberschuss als Azidose bezeichnet. Die quantitative Darstellung der Blut-pH-Regulation erfolgt als Henderson-Hasselbalch-Gleichung.

    • Säureamide
      • Säure|amide

      • Englischer Begriff: acid amides

      chemische Verbindungen der allgemeinen Formel R–CO–NH2 bzw. R–CO–NR1R2 (R, R1, R2 = aliphatische oder aromatische Reste).

    110109