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  • stumme Sohle
    stumm
    • st. Sohle

    • Synonyme: Kino-Reflex

    • Englischer Begriff: neutral plantar response

    einseitiges Fehlen des Plantarreflexes als „Forme fruste“ des Babinski-Reflexes.

  • Stummelgliedrigkeit
    • Stummel|gliedrigkeit

    Peromelie.

  • Stummheit
    • Synonyme: Mutitas

    • Englischer Begriff: mutism

    Mutismus, Unvermögen zur Sprachlautbildung; als Anarthrie, Aphonie, bei Taubstummheit, Hörstummheit, Aphasie sowie psychogen oder psychotisch.

  • Stumpfgastritis
    • Stumpf|gastritis

    • Englischer Begriff: stump gastritis

    Gastritis im „Restmagen“ nach Magenresektion.

  • Stumpfkarzinom
    • Stumpf|karzinom

    • Englischer Begriff: stump cancer

    Karzinom an einem Organstumpf (z.B. einem Gebärmutterhals- = Zervixstumpf; nach Billroth-II-Resektion).

  • Stumpfneurom
    • Stumpf|neurom

    • Englischer Begriff: stump neuroma

    Amputationsneurom.

  • Stumpfrandknoten
    • Stumpf|rand|knoten

    Prothesenrandknoten.

  • Stumpfschmerz
    • Stumpf|schmerz

    • Englischer Begriff: stump pain

    Schmerz im Amputationsstumpf; meist infolge eines Amputationsneuroms; s.a. Phantomschmerz.

  • Stupidität
    • Englischer Begriff: stupidity

    ältere Bez. für Mangel an Intelligenz u. geistiger Beweglichkeit.

  • Stupor
    • Stupor

    • Etymol.: latein. = Erstarrung, Betäubung

    • 1)
      Krankheitszustand mit Fehlen jeglicher körperlicher u./oder geistiger... (mehr)
    • 2)
      Bewusstlosigkeit aus hirnorganischer Ursache; z.B... (mehr)
    • 3)
      Taubheitsgefühl... (mehr)
  • Stupor 1)
    Stupor
    • 1)

    • Englischer Begriff: stupor

    Krankheitszustand mit Fehlen jeglicher körperlicher u./oder geistiger Aktivität bei wachem Bewusstsein als Folge von Antriebsverlust. Äußert sich in Amimie, Aspontaneität (auch völlige Regungslosigkeit = „anergischer St.“), Nichtreagieren auf Außenreize u. Kontaktversuche, evtl. auch Mutismus, Einkoten u. Einnässen. Kommt vor z.B. bei endogener Depression (hier evtl. mit plötzlichem Erregungszustand mit Selbsttötungstendenz), Schizophrenie (Katatonie), Epilepsie; ferner als abnorme Erlebnisreaktion, als Katalepsie, Mutismus, Trance.

  • Stupor 2)
    Stupor
    • 2)

    • Englischer Begriff: stupor

    Bewusstlosigkeit aus hirnorganischer Ursache; z.B. bei Durchgangssyndrom.

  • Stupor 3)
    Stupor
    • 3)

    Taubheitsgefühl.

  • Stuprum violentum
    • Stu|prum (violentum)

    • Etymol.: latein. = Schändung

    • Englischer Begriff: stupration; rape

    Notzucht, Vergewaltigung.

  • Sturge-Weber-Krabbe-Dimitri-Syndrom
    • Sturge-Weber(-Krabbe-Dimitri)-Syndrom

    • Synonyme: Neuroangiomatosis encephalofacialis

    • Englischer Begriff: Sturge-Weber syndrome

    • Biogr.: William A. St., 1850–1919, Frederick Parkes W., 1863–1962, brit. Ärzte; Knud Haraldsen K., 1885–1961, Neurologe, Kopenhagen

    Abbildung

    eine frühembryonale Gefäßentwicklungsstörung (Neuroektodermaldysplasie). Bei einigen Fällen autosomal-dominanter Erbgang, mit inkompletter Penetranz vermutet) mit Bildung von Hämangiomen an Gesicht (Trigeminusbereich, Abb.), Meningen u. Choroidea (als neurokutanes Syndrom). Außer einem ausgedehnten Naevus flammeus des Gesichts mit Glaukom des gleichseitigen Auges bestehen infolge Verkalkung der Angiome u. infolge sekundärer Hirnschädigung (Atrophie) Krampfanfälle, evtl. Lähmungen (als Hemiparese), geistige Entwicklungsverzögerung u./oder hirnorganisches Psychosyndrom.

  • Sturmdorf-Bonney-Plastik
    • Sturmdorf-Bonney-Plastik

    • Englischer Begriff: Sturmdorf-Bonney plasty

    • Biogr.: Arnold St., 1861–1934, Frauenarzt

    Portioplastik mit Deckung örtlicher Defekte durch „Ansäumen“ der Scheidenhaut in Nähe des inneren Muttermundes.

  • Sturzentleerung des Magens
    • Sturz|entleerung (des Magens)

    Dumpingsyndrom.

  • Sturzgeburt
    • Sturz|geburt

    • Englischer Begriff: precipitate labor

    extreme Schnellgeburt (evtl. mit nur 1 Austreibungswehe), meist mit Auf-den-Boden-Fallen des überraschend austretenden Kindes. – I.w.S. jede Geburt, bei der das Kind infolge ungünstiger Stellung der Mutter „stürzt“ (z.B. bei Verkennung der Wehen als Stuhldrang; bei Geheimhaltungsversuch). S.a. Geburt, überstürzte.

  • Stuttgarter Hundeseuche
    • Stuttgarter Hundeseuche

    Leptospirosis canicola.

  • Stützapparat
    • Stütz|apparat

    • Englischer Begriff: supporting apparatus; brace

    orthopädischer Apparat als Konstruktion für die Führung von Gelenken u. Stützung von Körperteilen, insbes. für die Stabilisierung gelähmter Gliedmaßen. Besteht aus seitlichen Verstrebungen (Metall- oder Kunststoffschienen) u. Lederhülsen bzw. „Schellen“; s.a. Stützkorsett.

  • Stützautoskopie
    • Stütz|autoskopie

    Schwebelaryngoskopie.

  • Stützgewebe
    • Stütz|gewebe

    • Englischer Begriff: supporting (connective) tissue

    mit interzellulärer Gerüstsubstanz versehenes Gewebe mit vorwiegender Stützfunktion; z.B. Knorpel- u. Knochengewebe.

  • Stützkorsett
    • Stütz|korsett

    • Englischer Begriff: supporting orthopedic corset

    Stoffmieder (aus doppeltem Drell u. meist mit vorderer Schnürung) mit eingenähtem Stahlgerüst (Hüftbügel u. Rückenstangen), evtl. auch mit Achselstützen. Anw. zur Abstützung u. Ruhigstellung der Wirbelsäule, z.B. bei Osteoporose.

  • Stützlaryngoskopie
  • Stützmotorik
    • Stütz|motorik

    • Englischer Begriff: postural motor system

    der von Funktionselementen des pyramidalen u. extrapyramidalen Systems gebildete Funktionskomplex der Haltungs- u. Stellreflexe (ereismatisches System [EPS + Pyramidenbahnsystem]) als Fundament zielgerichteter Bewegungen (Zielmotorik).

  • Stützreaktion Magnus
    • Stütz|reaktion (Magnus)

    • Englischer Begriff: support reaction of Magnus

    komplexe reflektorische Reaktionen (Reflexsynergien) bei Schädigung des Klein-, Stirn- oder (seltener) Schläfenhirns.

  • Stützreaktion magnus, negative
    Stützreaktion (Magnus)
    • St., negative

    • Englischer Begriff: negative s. r.

    durch passive Fingerbeugung bzw. Plantarflexion des Fußes ausgelöste Erhöhung der Muskelspannung der Beugemuskeln (Beugesynergie; sog. Verkürzungsreflex) mit Armbeugung bzw. Dorsalflexion der Zehen u. Beinbeugung (= Fluchtreflex).

  • Stützreaktion magnus, positive
    Stützreaktion (Magnus)
    • St., positive

    • Englischer Begriff: positive s. r.

    durch passive Dorsalflexion der Hand bzw. des Fußes ausgelöste Tonuszunahme der Streckmuskeln (Strecksynergie; sog. Verlängerungsreflex) mit Streckung des Armes („Gegenhalten“) u. Beines (= Standreflex [als frühkindlicher Reflex physiologisch]).

  • Stützzellen
    • Stütz|zellen

    • Englischer Begriff: supporting (or sustentacular) cells

    Zellen mit Stützfunktion; z.B. Sertoli-Zellen des Hodenepithels, Hensen-Zellen des Organum spirale.

  • Styli
    • Styli

    • Englischer Begriff: sticks

    • Fach: Pharmazie

    s.u. Stylus.

  • Styloid
    • Styloid

    • Englischer Begriff: styloid (process)

    Processus styloideus.

  • styloideus
    • styloide(u)s

    • Etymol.: griech.

    • Englischer Begriff: styloid

    griffelförmig.

  • Styloiditis
    • Styloiditis

    • Englischer Begriff: styloiditis

    Insertionstendopathie infolge Überbeanspruchung des Griffelfortsatzes (Processus styloideus) der Elle bzw. Speiche.

  • Stylostixis
    • Stylo|stixis

    • Englischer Begriff: stylostixis

    Akupunktur.

  • Stylus medicatus
    • Stylus (medicatus)

    • Synonyme: Bacillus medicatus

    • Englischer Begriff: stylus; stick

    stiftförmige Arznei (bzw. Arzneiträger).

  • Stypsis
    • Styp|sis

    • Etymol.: griech. = Zusammenziehen, Stopfen

  • Stypsis 1)
    Stypsis
    • 1)

    • Englischer Begriff: stypsis; hemostasis

    Blutstillung; s.a. Styptika.

  • Stypsis 2)
  • Stypsis 3)
  • Styptika
    • Englischer Begriff: styptics

    Hämostyptika (s.u. Blutstillung).

  • Styrol
    • Styrol

    • Synonyme: Vinylbenzol; C6H5–CH=CH2

    • Englischer Begriff: styrene; styrol

    ein ungesättigter aromat. Kohlenwasserstoff; Grundstoff für Polystyrol u. Riechstoffe. Reizt in höherer Konzentration Haut, Schleimhäute, Vegetativum u. Labyrinthsystem.

  • sub
    • Etymol.: latein.

    Vorsilbe oder Präfix „unter“, „unterhalb“ (s.a. infra...), „weniger“, „niedriger“ (s.a. hypo...), „mäßig“, „fast“.

  • sub partu
    sub
    • s. partu

    „unter der Geburt“.

  • sub signo veneni
    sub
    • s. si|gno veneni

    • Synonyme: s.s.v. (Abk.)

    • Fach: Pharmazie

    mit der Signatur (Rezept) „Gift“.

  • subacromialis
    • sub|acromialis

    • Englischer Begriff: subacromial

    unterhalb des Akromions.

  • subacutus
    • sub|acutus

    • Synonyme: -akut

    • Englischer Begriff: subacute

    mäßig akut, mit nur schwach ausgeprägten Merkmalen eines typischen akuten Geschehens.

  • Subaortenstenose
    • Sub|aorten|stenose

    • Englischer Begriff: subaortic stenosis

    subvalvuläre Aortenstenose. Formen: 1) idiopathische hypertrophische S. (= IHSS = HOCM, s.u. hypertrophische Kardiomyopathie). 2) S. mit membranösem Diaphragma oder fibrösem (fibromuskulärem) Ring im linksventrikulären Ausflusstrakt kurz unterhalb der Aortenklappe.

  • subaqual
    • sub|aqual

    • Englischer Begriff: under water

    unter Wasser.

  • subarachnoidal
    • sub|arachnoidal

    • Synonyme: subarachnoidealis

    • Englischer Begriff: subarachnoid(al)

    unter der Arachnoidea.

  • Subarachnoidalblutung
    • Sub|arachnoidal|blutung

    • Synonyme: SAB (Abk.)

    • Englischer Begriff: subarachnoid hemorrhage

    Blutung in den Subarachnoidalraum. Ätiol.: Meist erfolgt die Blutung aus einem rupturierten Aneurysma (v.a. basale Hirnarterien), ferner aus Angiomen oder infolge hypertonischer Zerebralarteriensklerose, aber auch im Zusammenhang mit Antikoagulationstherapie, Blutkrankheiten (Leukosen, Sichelzellanämie, Hämophilie, Thrombopathie bzw. Thrombozytopenie, Afibrinogenämie), bei hämorrhagischer Leukoenzephalitis, subakuter bakterieller Endokarditis, Septikämie, verschiedenen Tumoren; ferner nach Schädelverletzungen (traumatische SAB). Häufig mit gleichzeitiger Bildung eines intrazerebralen Hämatoms. Klinik: Die Symptomatik beginnt typischerweise akut, fast immer ohne Prodromalsymptome. Neurochirurgisch werden 5 Schweregrade unterschieden: I) asymptomatische Blutung oder minimaler Kopfschmerz u. leichte Nackensteifigkeit; Ia) konstantes neurologisches Defizit ohne akute Symptomatik; II) mäßige bis starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Hirnnervenstörungen; III) Bewusstseinsstörung oder leichte neurologische Herdsymptome; IV) Stupor, Hemiparese, beginnende Mittelhirneinklemmung; V) Koma, Enthirnungsstarre. Diagn.: Schädel-CT akut u. zur Verlaufskontrolle, Liquordiagnostik bei unklarem CT-Befund, transkranielle Doppler-Sonographie (Nachweis eines Vasospasmus), Angiographie zur Lokalisation u. Klassifikation der zugrunde liegenden Gefäßfehlbildung (kontraindiziert bei Vasospasmus), Kernspintomographie, MR-Angiographie (falls Angiographie kontraindiziert oder Angiogramm negativ). DD: Meningitis, Migräne. Ther.: sofortige bzw. frühzeitige Operation (Grad I–III), sonst in Abhängigkeit vom intrakraniellen Druck. Ziele: Rezidiv- u. Vasospasmusprophylaxe, Entlastung des Hydrozephalus. Zusätzlich medikamentöse Therapie zur Vasospasmusprophylaxe. Kompl.: Rezidivblutungen, Gefäßspasmen, akuter oder chronischer kommunizierender Hydrocephalus internus, Hypoxie-bedingtes Hirnödem.

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