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  • Thrombopoese
    • Thrombo|poese

    • 1)
      Thrombozytopoese... (mehr)
    • 2)
      Bildung eines Thrombus... (mehr)
  • Thrombopoese 1)
  • Thrombopoese 2)
    Thrombopoese
    • 2)

    • Englischer Begriff: thrombopoiesis

    Bildung eines Thrombus.

  • Thrombopoetin
    • Thrombo|poetin

    • Englischer Begriff: thrombopoietin

    s.u. Thrombozytopoese.

  • Thrombose
    • Thrombose

    • Englischer Begriff: thrombosis

    intravitale Thrombusbildung im Kreislaufsystem. Prädilektionsstellen: Herzklappen, -ohren (oft Kugelthrombus) u. li. Herzspitze, Herzkranzgefäße, basale Hirngefäße, Arteria mesenterica (Claudicatio abdominalis) u. Beinarterien sowie Venen der Beine u. des Beckens (tiefe Venenthrombose, Phlebitis, Thrombophlebitis), des Mastdarms (Hämorrhoidalthrombose) u. des Armes (z.B. iatrogen nach Injektion, Infusion). Häufig postop. (u. postpartal), meist an tiefen Beinvenen, evtl. kompliziert durch Thrombembolie (z.B. Lungenembolie). Bei gesteigerter Thromboseneigung kann generalisierte (z.B. bei Herzinsuffizienz, Schock, Bettlägerigkeit, langes Stillsitzen) oder lokale (Kompression, entzündl. oder atherosklerot. Gefäßveränderungen) Prästase eine Th. fördern. S.a. Thromboseprophylaxe; Nierenvenen-, Pfortaderthrombose.

    • Th. par effort
      durch Intimaeinrisse infolge ungewohnter übermäßiger Anstrengung hervorgerufene... (mehr)
  • Thrombose par effort
    Thrombose
    • Th. par effort

    • Etymol.: franz.

    • Englischer Begriff: stress th

    durch Intimaeinrisse infolge ungewohnter übermäßiger Anstrengung hervorgerufene Th.; s.a. Achselvenensperre, akute.

  • Thromboseneigung
    • Thrombose|neigung

    • Synonyme: Thrombophilie

    • Englischer Begriff: thrombophilia

    Abbildung

    Bereitschaft zur Thrombose infolge veränderter Eigenschaften von Blutzellen, Blutplasma, Blutströmung u./oder Gefäßwänden (s.a. Abb.); s.a. Virchow-Trias; erfassbar z.B. durch gesteigerte Thrombozyten-, Erythrozytenaggregation u. erhöhte Blutviskosität (s.a. Hämorrheologie); im Plasma (s.a. Koagulopathie) durch Erhöhung gerinnungsfördernder (z.B. Fibrinogen) oder Erniedrigung gerinnungshemmender Faktoren (z.B. Antithrombin III, Protein C u. Protein S) sowie durch Störungen der Fibrinolyse (verminderte Freisetzung von Gewebeaktivator = t-PA oder erhöhter Spiegel bzw. vermehrte Freisetzung von Plasminogenaktivator-Inhibitor = PAi); ferner werden Zusammenhänge mit dem Auftreten von Immunkomplexen diskutiert. – Risikofaktoren arteriosklerotischer Gefäßkrankheiten (z.B. Rauchen, Hypercholesterinämie, Hypertonie usw.) sowie manifeste Gefäßveränderungen (z.B. koronare Herzkrankheit, arterielle Verschlusskrankheit) führen zu gesteigerter Th. An Stenosen kommt es zu erheblichen Störungen der Blutströmung; feine Einrisse in atherosklerotischen Plaques (z.B. verursacht durch Koronarspasmen) können – wahrscheinlich durch Freisetzung lokaler Gefäßwandfaktoren u. Einleitung der Thrombozytenaggregation (s.a. PAF) – zum plötzlichen Verschluss der Gefäße u. somit zum Infarkt führen.

  • Thromboseprophylaxe
    • Thrombose|prophylaxe

    • Englischer Begriff: prophylaxis of thrombosis

    Maßnahmen zur Verhütung einer Thrombose bei bestehender Thromboseneigung, während oder nach Erkrankungen, die diese fördern (z.B. Myokardinfarkt, Thrombophlebitis) oder bei langer Bettlägerigkeit u. nach schweren Operationen. Ziel ist es, den venösen Rückfluss zu steigern, Schäden der Venenwand vorzubeugen u. die Gerinnungsbereitschaft zu senken. Dies wird physikalisch erreicht durch Frühmobilisation (nicht bei Phlebothrombose!), Hochlagern der Beine u. Ausstreichen der Venen, Venenkompression durch Antithrombosestrümpfe oder Kompressionsverbände sowie rückstromfördernde Gymnastik zur Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe u. intermittierende Venenkompression mit automat. Manschette; spezifisch durch gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien; v.a. Heparin).

  • Thrombospondin
    • Thrombo|spondin

    • Englischer Begriff: thrombospondin

    ein in Thrombozyten, Endothelzellen u. Fibroblasten vorkommendes Protein; kann Heparin, Fibronectin, Fibrinogen, Plasminogen, histidinreiches Glykoprotein Typ-V-Kollagen sowie Calcium binden.

  • Thrombosthenin
    • Thrombo|sthenin

    • Englischer Begriff: thrombosthenin

    Protein der Thrombozyten; identisch mit Actin.

  • Thrombotest
    • Thrombo|test

    • Englischer Begriff: thrombotest

    dem Quick-Test vergleichbares Verfahren mit speziell aufgearbeitetem Thromboplastin; erfasst zusätzlich den Faktor IX der Blutgerinnung.

  • thrombotisch
    • Englischer Begriff: thrombotic

    Thromben(bildung) betreffend.

  • thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
    thrombotisch
    • th.-thrombozytopenische Purpura

    • Englischer Begriff: th. thrombocytopenic purpura

    Moschcowitz-Syndrom.

  • Thromboxan
    • Thromb|oxan

    • Englischer Begriff: thromboxane

    s.u. Prostaglandine (dort Schema).

  • Thrombozytämie
    • Thrombo|zyt|ämie

    • Englischer Begriff: thrombocythemia

    Thrombozythämie.

  • Thrombozytapherese
    • Thromb(o|zyt)apherese

    s.u. Thrombozytopherese.

  • Thrombozyten
    • Thrombo|zyten

    • Synonyme: Blutplättchen

    • Englischer Begriff: platelets; thrombocytes

    Abbildung

    (Zimmermann 1846, Hayem 1881, Bizzorero 1882) kleine (Ø 1–4 μm, Dicke 0,5–0,75 μm), von Megakaryozyten des Knochenmarks abstammende (s.a. Thrombozytopoese), kernlose korpuskuläre Blutelemente aus Hyalomer (außen) u. Granulomer (innen); im gefärbten Kapillarblut-Ausstrich mit unregelmäßig gezackten Rändern oder spießartigen Fortsätzen. Normale Zahl 150 000–380 000/μl = 150–380 G/l; die Zählung erfolgt in der Zählkammer mit dem Phasenkontrastmikroskop (oder Grünfilter) oder – halbautomatisch – in einem Partikelzählgerät. – Abbau in der Milz; Überlebenszeit 8–12 Tage. Die Th. sind Zellen mit wesentlicher Funktion bei der Blutgerinnung u. der Fähigkeit zur Thrombozytenaggregation. – Th. bestehen v.a. aus Proteinen: a) Strukturproteine des Zytoskeletts (z.B. Actin = Thrombosthenin, Profilin, Talin, Myosin), die die Fähigkeit zum Formwandel bewirken; b) Granulaspeicherproteine (in den α-Granula, z.B. PDGF, TGF-β, Thrombospondin, v.-Willebrand-Faktor, Fibrinogen, Faktor V, Thrombozytenfaktor IV, β-Thromboglobulin); c) Glykoproteine („GP“) u. Granulamembranproteine („GMP“) der Thrombozytenmembran; intakte GP-Komplexe (z.B. GPIb-V-IX u. GPIIb-IIIa) sind für Thrombozytenadhäsion u. -aggregation wichtig. – Ferner enthalten Th. Lipide, v.a. Phospholipide, aus denen bei der Thrombozytenaggregation Arachidonsäure freigesetzt wird (weiter umgewandelt zu zyklischen Endoperoxiden). – Energiequellen der Th. sind v.a. Glucose u. Glykogen; die Glykolysekapazität der Th. ist im Vergleich zu anderen Zellen sehr hoch, ATP u. ADP sind in besonders hohen Konzentrationen enthalten.

  • Thrombozytenadhäsion
    • Thrombo|zyten|ad|häsion

    • Englischer Begriff: platelet adhesion

    Abbildung

    Anhaftung von Thrombozyten an Oberflächen, z.B. an Wunden in der 1. Phase der physiol. Blutstillung, vermittelt durch mehrere Glykoprotein-(GP-)Rezeptoren auf der Membran der Thrombozyten. Die Messung der Haftneigung (Adhäsivität) erfolgt an definierten Glasoberflächen oder an Glasperlenfiltern („Retention“).

  • Thrombozytenagglomeration
    • Thrombo|zyten|ag|glomeration

    • Englischer Begriff: platelet agglomeration

    Thrombozytenaggregation.

  • Thrombozytenagglutination
    • Thrombo|zyten|ag|glutination

    • Englischer Begriff: platelet agglutination

    irreversible Verklebung von Thrombozyten durch Thrombozytenantikörper.

  • Thrombozytenaggregation
    • Thrombo|zyten|ag|gregation

    • Englischer Begriff: platelet aggregation

    Abbildung

    durch einen Glykoproteinkomplex („GPIIb-IIIa-Rezeptor“) der Membran vermittelte, in 2 Phasen ablaufende Zusammenballung von Thrombozyten im Verlauf der physiol. Blutstillung, aber auch bei der patho. Entstehung eines Thrombus (s.a. Thromboseneigung). Beim Kontakt mit freien Kollagenfibrillen (z.B. einer verletzten Gefäßwand) u. ADP oder mit Immunkomplexen wird die Thrombozytenadhäsion gesteigert, es bilden sich Klumpen, die jedoch noch zerfallen können (reversible Phase), nun kommt es in den Thrombozyten zur Aktivierung der Prostaglandinsynthese, gefäßaktive Substanzen (v.a. Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin, Thromboxan), Phospholipide (Einleitung der Blutgerinnung) u. Thrombozytenfaktoren werden freigesetzt, u. es kommt unter visköser Metamorphose zur Bildung irreversibler Klumpen. – labor Die Messung der Th. erfolgt in „plättchenreichem Plasma“, induziert (Zusatz von ADP oder Kollagen) oder spontan (ohne Zusatz), z.B. im „PAT III“ (Breddin) photometrisch unter Rotation; gesteigert bei Thromboseneigung, herabgesetzt z.B. bei Thrombozytopathien u. bei Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern.

  • Thrombozytenaggregationshemmer
    • Thrombozyten|aggregations|hemmer

    • Englischer Begriff: inhibitors of platelet aggregation

    Medikamente, die – z.B. als Prostaglandinsynthesehemmer – zur Hemmung der (gesteigerten) Thrombozytenaggregation führen u. zur Thromboseprophylaxe angewendet werden. Wirkst.: v.a. Acetylsalicylsäure (auch in niedriger Dosierung), Dipyridamol, ferner auch Ticlopidin, Clopidogrel, Dextran 40 u. andere. Anw.: Sekundärprophyl. der KHK, Myokardinfarkt, Stentimplantation, PTCA (hier auch Einsatz monoklonaler Antikörper, z.B. Abciximab). NW: gastrointestinale Beschwerden bzw. Blutung, Blutbild-Veränderungen.

  • Thrombozytenantigene
    • Thrombo|zyten|anti|gene

    • Englischer Begriff: thrombocyte antigens

    neben denen des HLA-Systems die nur auf Thrombozyten vorkommenden Antigensysteme PlA, Ko, PlE, Bak, gegen die sich Thrombozytenantikörper bilden können; s.a. CD.

  • Thrombozytenantikörper
    • Thrombo|zyten|anti|körper

    • Englischer Begriff: thrombocyte antibodies

    gegen Thrombozytenantigene gerichtete, zu verkürzter Thrombozytenüberlebenszeit oder evtl. Thrombozytopenie führende Antikörper (AK); erworben z.B. nach Transfusionen, Geburten (v.a. gegen PlA1), sowie postinfektiös als kreuzreagierende AK, ferner als Auto-AK, z.B. bei der idiopathischen Thrombozytopenie (Werlhof).

  • Thrombozytenfaktoren
    • Thrombo|zyten|faktoren

    • Synonyme: Plättchenfaktoren; PF (Abk.)

    • Englischer Begriff: platelet factors

    Tabelle

    in Thrombozyten vorhandene oder adsorbierte Stoffe, die z.T. bei der Thrombozytenaggregation freigesetzt werden u. in die Blutgerinnung eingreifen; Tab.

  • Thrombozytenkonserve
    • Thrombozyten|konserve

    • Synonyme: -konzentrat

    • Englischer Begriff: platelet concentrate

    s.u. Thrombozytensubstitution.

  • Thrombozytenretention
    • Thrombo|zyten|re|tention

    s.u. Thrombozytenadhäsion.

  • Thrombozytensubstitution
    • Thrombo|zyten|substitution

    • Englischer Begriff: thrombocyte (or platelet) transfusion

    Transfusion vitaler Thrombozyten z.B. bei schwerer, durch Thrombozytopenie bedingter Blutung. Gewonnen entweder aus plättchenreichem Plasma mehrerer („gepoolter“) Vollblutkonserven oder mittels Zellseparator (Thrombapherese). Lagerung bei 22 °C auf Kühltisch max. 3 Tage. Auch zur Prophylaxe von Blutungen. Bei wiederholter Th. Gefahr der Immunisierung durch Thrombozytenantigene.

  • Thrombozytenthrombus
    • Thrombo|zyten|thrombus

    • Englischer Begriff: blood platelet thrombus

    Abscheidungsthrombus.

  • Thrombozytenüberlebenszeit
    • Thrombo|zyten|überlebenszeit

    • Englischer Begriff: platelet survival time

    durch radioaktive Markierung mit Chrom 51 feststellbare Verweilzeit der Thrombozyten im Blut; normal 6–10 Tage, verkürzt beim Auftreten von Thrombozytenantikörpern u. beschleunigtem Abbau; s.a. idiopathische Thrombozytopenie, Splenektomie.

  • Thrombozytenzählung
    • Thrombo|zyten|zählung

    • Englischer Begriff: platelet count(ing)

    s.u. Thrombozyten.

  • Thrombozythämie
    • Thrombo|zyt|hämie

    • Englischer Begriff: thrombocythemia; thrombocytosis

    hochgradige (> 106/μl) oder mäßige (> 500 000/μl), bleibende Vermehrung der Thrombozyten im Blut, v.a. bei myeloproliferativen Erkrankungen (z.B. als essentielle Th. = Myelose, megakaryozytäre); s.a. myeloproliferatives Syndrom, Pseudohyperkaliämie.

  • Thrombozytoklasie
    • Thrombo|zyto|klasie

    • Englischer Begriff: thromboclasis

    der normale Abbau der Thrombozyten in der Milz.

  • Thrombozytolyse
    • Thrombo|zyto|lyse

    • Englischer Begriff: thrombocytolysis

    die gesteigerte Auflösung von Thrombozyten durch das Komplementsystem bei vorhandenen Thrombozytenantikörpern bzw. bei arzneimittelinduzierter Thrombozytopenie; s.a. Thrombozytoklasie.

  • Thrombozytopathie
    • Thrombo(zyto)pathie

    • Englischer Begriff: thrombo(cyto)pathia

    Störungen der Thrombozytenfunktion (z.B. Aggregation, Ausbreitung, Adhäsion) mit normalen oder nur geringfügig veränderten Zahlen bei verlängerter Blutungszeit u. evtl. petechialen Blutungen.

  • Thrombozytopathie, angeborene
    Thrombo(zyto)pathie
    • Th., angeborene

    Thrombasthenie, makrozytäre Th. (Bernard-Soulier-Syndrom), Willebrand-Jürgens-Syndrom, Hegglin-Syndrom (1), ferner Defekte mit verminderter Verfügbarkeit von Thrombozytenfaktor 3, ADP-Speicherstörungen.

  • Thrombozytopathie, erworbene
    Thrombo(zyto)pathie
    • Th., erworbene

    a) als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (Niereninsuffizienz, Paraproteinämie etc.); b) infolge Einnahme von Medikamenten, z.B. Thrombozytenaggregationshemmern (z.B. Acetylsalicylsäure).

  • Thrombozytopenie
    • Thrombo(zyto)penie

    • Englischer Begriff: thrombocytopenia

    Tabelle

    Verminderung der Plättchenzahl (< 150 000/μl = 150 G/l) im peripheren Blut (Tab.). Ätiol.: verkürzte Thrombozytenüberlebenszeit durch Thrombozytolyse, gesteigerten Verbrauch oder erhöhte Thrombozytoklasie oder Bildungsstörung. Häufiger erworben, selten angeboren (Fanconi-Anämie, Hegglin-, Wiskott-Aldrich-Syndrom). Erst bei Thrombozytenzahlen unter 50 G/l ist mit Spontanblutungen zu rechnen (Petechien, Hämaturie, gastrointest. Blutungen).

  • Thrombozytopenie, idiopathische
    Thrombo(zyto)penie
    • Th., idiopathische

    • Synonyme: essentielle Th.; Werlhof-Krankheit; idiopathische thrombozytopenische Purpura; ITP (Abk.)

    • Englischer Begriff: essential t.

    Abbildung

    Autoantikörper-vermittelte isolierte Thrombozytenzerstörung. Formen: in der akuten Form häufigste hämorrhagische Diathese des Kindesalters, seltener auch nach Medikamenteneinnahme; gute Prognose. Bei 10% chronische Form mit wiederholten Schüben und unsicherer Prognose. Diagn.: thrombozytopenische Purpura ohne sonstige klinische u. hämatologische Auffälligkeit. Nachweis von antithrombozytären AK im Serum, im Knochenmark gesteigerte Megakaryopoese. Ther.: Absetzen aller Medikamente; Abwarten; evtl. Prednisolon oder Immunglobuline.

  • Thrombozytopherese
    • Thrombo|zyto|pherese

    • Englischer Begriff: thrombapheresis

    Abtrennung bzw. Entfernung (= Thrombapherese) der Thrombozyten aus dem Blut gesunder Spender mit einem Zellseparator, v.a. zur Herstellung einer Thrombozytenkonserve.

  • Thrombozytopoiese
    • Thrombo|zyto|po(i)ese

    • Englischer Begriff: thrombocytopoiesis

    die Thrombozytenbildung im Knochenmark aus den Megakaryozyten, in deren Plasma zahlreiche verschmelzende, Membranen bildende Bläschen auftreten, die so die Zelle in „Territorien“ gliedern, durch deren Ablösung die Plättchen entstehen (um über die Markkapillaren in den Kreislauf zu gelangen), als stimulierende Substanz dient v.a. Thrombopoetin (für Untersuchungen auch gentechnisch hergestellt), das die Reifung der Megakaryozyten fördert.

  • Thrombozytose
    • Thrombo|zytose

    • Englischer Begriff: thrombocytosis

    beim Blutnormalen die reaktive Vermehrung der Thrombozyten nach Blutung, Operation, Splenektomie etc.; s.a. Thrombozythämie.

  • Thrombus
    • Thrombus

    • Englischer Begriff: thrombus

    Abbildung

    im Kreislaufsystem intravital bei Thromboseneigung entstehender „Blutpfropf“, in Arterien meist wand- („Parietal-Th.“), in Venen oft primär klappen-, im Herzen wand- u. klappenständig; s.a. Abb. Zunächst Bildung des Thrombuskopfes (Abscheidungsthrombus = weißer = grauer Th.) durch wandnahe lamellenförmige Adhäsion u. Aggregation der – i.S. der viskösen Metamorphose veränderten – Thrombozyten mit zwischengelagerten Leukozyten u. (nach ca. 30 Min.) einem Fibringespinst („Fibrin-Th.“); dann – stasebedingt – stromaufwärts Ansetzen eines Thrombusschwanzes aus Fibringespinst u. eingelagerten Erythro- u. Leukozyten (= „roter Th.“ = „Gerinnungs-Th.“, v.a. in Venen oft größer als der Kopf); evtl. fortschreitendes Längenwachstum durch Apposition neuer Gerinnsel, bei erhaltenem Teillumen (v.a. in Venen) auch in Stromrichtung. In größeren Venen evtl. mehrere Kopfteile, die sich sekundär durch Schwanzteile verbinden („gemischter Th.“); s.a. Thrombembolie. – Durch Hyalinisierung kleinerer venöser Thromben evtl. elast. Kugeln, die verkalken oder verknöchern („Phlebolith“). Größere Thromben werden durch Granulationsgewebe „organisiert“, meist mit Rekanalisation des Gefäßes u. Wandnarbe („kanalisierter Th.“); bei starkem Leuko-Gehalt evtl. fermentative, aseptische Erweichung (Thrombolyse) mit schneller Rekanalisation.

  • Thulium
    • Thulium

    • Synonyme: Tm (Abk.)

    • Englischer Begriff: thulium

    Schwermetallelement der Lanthanidengruppe mit Atomgew. 168,934 u. OZ 69. Anw. des radioakt. 170Tm (γ-Strahler; HWZ 129 Tage) als Strahlenquelle in tragbaren Durchleuchtungsgeräten.

  • Thurau-Hypothese
    • Thurau-Hypothese

    • Englischer Begriff: Thurau's hypothesis

    • Biogr.: Klaus Th., geb. 1928, Physiologe, München

    Das akute Nierenversagen beruht auf Verminderung des Glomerulusfiltrats infolge Reninfreisetzung aus dem juxtaglomerulären Apparat (gesteuert vom transtubulären Natriumgradienten im Macula-densa-Bereich) u. nachfolgender Konstriktion der Vasa afferentia.

  • Thy
    • Fach: Biochemie

    Abk. für Thymin.

  • Thylakozyten
    • Thylako|zyten

    s.u. Dyskeratose.

  • thym...

      Wortteil 1) „Thymus“; 2) „Gemüt“.

    • Thymektomie
      • Thym|ek|tomie

      • Englischer Begriff: thymectomy

      Exstirpation des Thymus; z.B. bei Thymom, bei < 1 J. bestehender Myasthenia gravis. Hat Entleerung der thymusabhäng. Areale, evtl. Antikörpermangel zur Folge.

    • Thymeretica
      • Thymere|tica

      • Synonyme: -tika

      • Englischer Begriff: thymeretics

      • Fach: Pharmazie

      selten gebrauchte Bez. für eine Gruppe von Antidepressiva mit aktivierender Wirkung, i.e.S. Monoaminooxidase-Hemmer.

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