Medizin-Lexikon: Einträge mit "T"

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  • Tränenflüssigkeit
    • Tränen|flüssigkeit

    • Englischer Begriff: tear fluid

    die von den Tränendrüsen abgesonderte, klare Flüssigkeit mit pH um 7,35. Enthält Proteine, NaCl, Glucose, Harnstoff, Vit. C u. Spuren von Lysozym (ergänzt durch schleim. Sekret der Bindehautzellen u. fettartige Substanzen der Meibom-Drüsen).

  • Tränengangstenose
    • Tränen|gang|stenose

    • Englischer Begriff: dacryostenosis

    angeborene oder erworb. (v.a. entzündl.) Verengung des Tränen-Nasen-Ganges (Ductus nasolacrimalis). Klin.: bei Neugeb. meist in Form einer dünnen Membran am Ausgang zur Nasenhöhle, mit sekundärer eitr. Infektion der gestauten Tränenflüssigkeit. Ther.: in etwa 80% spontane Eröffnung in den ersten Lebensmonaten, sonst Sondierung.

  • Tränengase
    • Tränen|gase

    • Synonyme: Apodakrytika

    • Englischer Begriff: tear gases

    Weißkreuzkampfstoffe; Augenbrennen, Tränenfluss etc. auslösende gasförm. Kampfstoffe (u. deren Dämpfe), z.B. Chlorpikrin, Acrolein, Bromaceton.

  • Tränennasengang
    • Tränen-Nasen-Gang

    • Englischer Begriff: nasolacrimal duct

    Ductus nasolacrimalis.

  • Tränensack
    • Tränen|sack

    • Englischer Begriff: lacrimal sac; tear sac

    Saccus lacrimalis. – Auch Laien-Bez. für die „Augensäcke“ der Unterlider (Fettgewebshernie infolge Erschlaffung der vorderen orbit. Stützgewebe, konstitutionell u. im fortgeschrittenen Alter; op. korrigierbar).

  • Tränensee
    • Tränen|see

    • Englischer Begriff: tear lake

    Lacus lacrimalis.

  • Tränensekretion
    • Tränen|sekretion

    • Englischer Begriff: lacrimation; secretion of tears

    Absonderung der Tränenflüssigkeit am Auge; Funktion: Schutz der Cornea u. Tunica conjunctiva vor Austrocknung, Ausspülung von Fremdkörpern sowie Infektionsschutz durch antibakterielle Enzyme.

  • Tränenträufeln
    • Tränen|träufeln

    • Englischer Begriff: illacrimation

    Epiphora.

  • Tränenwege
    • Tränen|wege

    • Englischer Begriff: tear passages

    die Abflusswege der Tränenflüssigkeit: Canaliculus lacrimalis (ab Punctum lacr.) mit dem Saccus lacr., Canalis nasolacr. – Kontrolle der Durchgängigkeit mit Farbtest n. Jones (1 Tr. 1%iges Fluorescein, in den Bindehautsack eingebracht, ist in der Nase oder aber nur in den Tränenwegen nachweisbar).

  • Tranexamsäure
    • Synonyme: trans-4-Aminomethylcyclohexancarbonsäure; AMCHA (Abk.)

    • Englischer Begriff: tranexamic acid

    Inhibitor der Plasminogenaktivierung; Antifibrinolytikum.

  • Tranquilizer
    • Tranquilizer

    • Synonyme: Tranquillanzien; Tranquillantia; Ataraktika

    • Fach: Pharmazie

    Substanzen, die psych. Einflüsse auf das Vegetativum hemmen („psychovegetat. Entkopplung“); Wirkung: dämpfen Angst, Spannungszustände u. Zwangsvorstellungen u. wirken je nach chemischer Zusammensetzung schlafanstoßend, anxiolytisch, muskelrelaxierend u. antikonvulsiv. Wirkst.: Die wichtigste Gruppe sind die Benzodiazepine; ferner niedrig dosierte Neuroleptika, Meprobamat, Hydroxyzin (sedierendes Antihistaminikum), Buspiron (Serotonin-Agonist). NW: z.T. drastische Potenzierung der Wirkung durch Alkohol; Toleranzentwicklung, Abhängigkeitsgefahr (psychisch u. körperlich mit Absetz- u. Entzugserscheinungen).

  • trans...
    • Etymol.: latein.

    Präfix für durch, hinüber, darüber hinaus, jenseits; chem zur Kennz. eines Isomers (s.u. cis...) oder eines Gruppen übertragenden Enzyms; genet s.u. cis...

  • transabdominal
    • trans|abdominal

    • Englischer Begriff: transabdominal

    durch die Bauchdecken hindurch (auch via Bauchhöhle = intra- bzw. transperitoneal).

  • Transaldolase
    • Trans|aldolase

    • Englischer Begriff: transaldolase

    Enzym, das z.B. im Pentosephosphat-Zyklus die Reaktion Sedoheptulose-7-phosphat + d-Glycerinaldehyd-3-phosphat = d-Erythrose-4-phosphat + d-Fructose-6-phosphat bewirkt.

  • Transaminasen
    • Trans|aminasen

    • Synonyme: Amino(trans)ferasen

    • Englischer Begriff: transaminases

    Enzyme (mit Pyridoxalphosphat als Coenzym), die α-Aminogruppen von einer Aminosäure auf eine α-Ketosäure (z.B. Pyruvat, Oxalacetat) übertragen („transaminieren“) unter Austausch des gegenseitigen Redoxzustandes; labor s.u. Aspartataminotransferase („ASAT“, „SGOT“) und Alaninaminotransferase („ALAT“, „SGPT“); s.a. Enzymmuster (dort Schema).

  • Transaminierung
    • Trans|aminierung

    • Englischer Begriff: transamination

    s.u. Transaminasen.

  • transanal
    • trans|anal

    durch den After.

  • transbronchial
    • trans|bronchial

    durch die Bronchuswand.

  • transcholedochal
    • trans|choledochal

    durch den Ductus choledochus.

  • Transcobalamine I, II, III
    • Synonyme: TC (Abk.)

    • Englischer Begriff: transcobalamins I, II, III

    Transportproteine für Vitamin B12; angeborener TC-II-Mangel führt zu megalozytärer Anämie, Panzytopenie, Malnutrition u. Agammaglobulinämie.

  • Transcortin
    • Trans|cortin

    • Synonyme: Transkortin; CBG

    • Englischer Begriff: transcortin; corticosteroid-binding globulin; CBG

    corticosteroidbindendes α1-Globulin (v.a. Plasma) mit hoher Affinität zu Cortisol u. Corticosteron. Normal ca. 3,7 mg/dl, in der Schwangerschaft u. unter Einnahme von Ovulationshemmern ca. 7 mg/dl bei normalem Verhältnis von freiem zu gebundenem Cortisol.

  • Transcriptase
    • Tran|scriptase

    • Synonyme: Nucleosidtriphosphat-transferase

    • Englischer Begriff: transcriptase

    DNS-abhängige RNS-Polymerase mit 2 α- u. je 1 β- u. β'-Kette und 1 σ-Untereinh., die bei der Transkription die RNS-Synthese katalysiert. Starter der Enzymreaktion durch Anlagerung an die Promotor-Region der DNS. Benötigt zur Reaktion außer der Matrizen-DNS Adenosin-, Guanosin-, Cytidin- u. Uridin-Triphosphat sowie Mg2+ oder Co2+ oder Mn2+.

    • T., reverse   Abbildung
      (1970) RNS-gesteuerte DNS-Polymerase der RNS-Viren, die von der Wirtszelle... (mehr)
  • Transcriptase, reverse
    Transcriptase
    • T., reverse

    • Englischer Begriff: reverse transcriptase

    Abbildung

    (1970) RNS-gesteuerte DNS-Polymerase der RNS-Viren, die von der Wirtszelle nach den Informationen der viralen RNS synthetisiert wird und der „Rückübersetzung“ (reverse Transkription) der Virus-RNS in eine komplementäre DNS dient. Diese ändert dann die Erbinformation der Wirtszelle u. leitet evtl. eine maligne Entwicklung ein. Ein Bsp. ist die r. T. des HIV, die durch antiretrovirale Substanzen hemmbar ist.

  • Transcriptio
    • Tran|scriptio

    • Englischer Begriff: transcription

    • Fach: Genetik

    Transkription.

  • transdermal

      durch die Haut.

    • transdermales therapeutisches System
      transdermal
      • t. therapeutisches System

      TTS.

    • transdiaphragmal
      • trans|diaphragmal

      durch das Zwerchfell hindurch.

    • Transducer
      • Etymol.: engl.

      Druckwandler, Schallkopf bzw. Ultraschallwandler. Element des Biosensors.

    • Transduktion
      • Trans|duktion

      • 1)
        (Zinder u. Lederberg 1952) „Überführung“ von Teilen der DNS eines... (mehr)
      • 2)
        Überführung mechanischer Signale (z.B... (mehr)
    • Transduktion 1)
      Transduktion
      • 1)

      • Fach: Genetik

      (Zinder u. Lederberg 1952) „Überführung“ von Teilen der DNS eines Wirtsbakteriums („Donor“) in das Genom eines anderen („Rezipient“) durch temperente oder virulente Phagen. Bei stabilem Einbau erfolgt Reduplikation.

    • Transduktion 2)
      Transduktion
      • 2)

      • Synonyme: Transformation

      • Englischer Begriff: transduction

      • Fach: Physiologie

      Überführung mechanischer Signale (z.B. Schallschwingungen) in Erregung (z.B. im Corti-Organ) oder Übermittlung von Signalen auf chem. Wege, z.B. bei der Zell-Zell-Kommunikation.

    • transduodenal
      • trans|duodenal

      durch den Zwölffingerdarm.

    • Transfektion
      • Trans|fektion

      • Englischer Begriff: transfection

      • Fach: Genetik

      (Földer u. Tratner 1964) die Umstimmung von Wirtszellen durch aufgenommene – aber nicht in das Wirtsgenom eingebaute – DNS oder RNS eines Virus i.S. der Anregung des Syntheseapparates zur Bildung des spezif. Hüllproteins, so dass komplette infektiöse Virionen entstehen. – Ferner das Einschleusen von DNS bei der Gentechnologie in eukaryotische Zellen.

    • Transfer
      • Trans|fer

      • Synonyme: Übertragung

      • Etymol.: engl.

      • 1)
        Transformation (1)... (mehr)
      • 2)
        Übertritt von Schädlichkeiten z.B... (mehr)
    • Transfer 1)
      Transfer
      • 1)

      • Fach: Genetik

      Transformation (1).

    • Transfer 2)
      Transfer
      • 2)

      • Fach: Toxikologie

      Übertritt von Schädlichkeiten z.B. in der natürl. Nahrungsmittelkette von einem Glied auf das andere (z.B. die Aufnahme von 137Cs durch Pflanzen aus kontaminiertem Boden, die Aufnahme durch die Kuh aus der Pflanze u. der Übertritt in Fleisch u. Milch).

    • Transfer-Faktoren
      • T(ransfer)-Faktoren

      • Englischer Begriff: transfer factors

      • Fach: Immunologie

      thermolabile, dialysable Polypeptide (MG < 10 000) aus T-Lymphozyten.

    • Transfer-Ribonucleinsäure
      • Trans|fer-Ribo|nuclein|säure

      • Englischer Begriff: transfer ribonucleic acid

      Transfer-RNS.

    • Transfer-RNS
      • Transfer-RNS

      • Synonyme: tRNS (Abk.); t-RNS (Abk.)

      • Englischer Begriff: transfer-RNA; t-RNA (Abk.)

      Ribonucleinsäure mit kleeblattförmiger Molekülstruktur u. geringem Molekulargewicht (23 000–30 000; 4S), die bei der Eiweißbiosynthese als Überträger für je eine bestimmte Aminosäure wirkt. S.a. Translation.

    • Transferasen
      • Trans|ferasen

      • Englischer Begriff: transferases

      Enzyme, die best. Gruppen zwischen Donor u. Akzeptor übertragen; z.B. Transaminasen.

    • Transferrin
      • Trans|ferrin

      • Synonyme: Siderophilin

      • Englischer Begriff: transferrin; siderophilin

      in der Leber gebildetes Plasmaprotein (β1-Fraktion in der Eiweißelektrophorese, MG 76 500; Normalwert im Serum: 2–4 g/l). Transporteiweiß für Eisen (dort Stoffwechselschema) im Blut, das das resorbierte Nahrungs-Fe in den Mukosazellen (oberes Jejunum, Duodenum) nach Oxidation durch Ferrioxidase I (= Coeruloplasmin) mit 2 Fe3+ pro Mol bindet (2 Bindungsorte A, B) u. es entweder auf „Funktionseisen“ (70–90%; A-Bindung) an Hb aufbauende Erythrozyten, Retikulozyten, Enzyme/Coenzyme oder (B-Bindung) nach Vitamin-C-katalysierter Reduktion zu Fe2+ an RES-Speicherzellen weitergibt. – labor s.u. Eisenbindungskapazität; genet, serol s.u. Transferrin-System.

    • Transferrin-System
      • Trans|ferrin-System

      • Synonyme: Tf-System (Abk.)

      • Englischer Begriff: transferrin system

      genetisch determinierter Plasmaprotein-Polymorphismus mit über 30 Varianten (Hauptgruppen: TfB, TfC, TfD), unterscheidbar z.B. mit isoelektrischer Fokussierung; Anw. z.B. für Vaterschaftsgutachten.

    • Transfertechniken
    • Transfixation
      • Trans|fixation

      • Englischer Begriff: transfixation

      • Fach: Chirurgie

      Fixierung von reponierten Knochenfragmenten oder Sehnenstümpfen (nach Naht) mit perkutan hindurchgeführten Drähten.

    • Transfixion
      • Trans|fixion

      • Englischer Begriff: transfixion

      Durchstechen; chir Durchstichverfahren (z.B. bei Amputation), ophth (Fuchs) eine Glaukomoperation.

    • Transformation
      • Trans|formation

      Umwandlung.

      • 1)
        bei Bakterien die Änderung genetischer Eigenschaften durch Aufnahme isolierter... (mehr)
      • 2)
        Transduktion... (mehr)
      • 3)
        Lymphozytentransformation... (mehr)
      • 4)
        bösartige Veränderung von Zellen unter dem Einfluss chemischer oder physikal... (mehr)
      • 5)
        die sekretor... (mehr)
    • Transformation 1)
      Transformation
      • 1)

      • Synonyme: Transfer

      • Fach: Genetik

      bei Bakterien die Änderung genetischer Eigenschaften durch Aufnahme isolierter oder ausgeschiedener DNS anderer Stämme u. Einbau eines der beiden DNS-Stränge durch Rekombination u. Reduplikation zusammen mit dem Genom der Wirtszelle: Der transformierte Genotyp weist die dem Informationsgehalt des integrierten DNS-Stückes entsprechenden Eigenschaften auf; bei der Gentechnologie (dort Schema) genutzter Mechanismus.

    • Transformation 2)
      Transformation
      • 2)

      • Fach: Physiologie

      Transduktion.

    • Transformation 3)
    • Transformation 5)
      Transformation
      • 5)

      • Englischer Begriff: transformation

      • Fach: Gynäkologie

      die sekretor. Umwandlung des Endometriums durch Gestagene in der Lutealphase.

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