Medizin-Lexikon: Einträge mit "T"

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  • Transmission
    • Trans|missio(n)

    • Englischer Begriff: transmission

    Durchgang, Durchlässigkeit, Übertragung, physiol Erregungsübertragung (s.u. Transmitter), Schallleitung im Mittelohr; labor Lichtdurchlässigkeit (I/Io) bei der Photometrie (s.a. Extinktion); hyg Infektionsübertragung.

  • Transmissionssonographie
    • Transmissions|sonographie

    • Synonyme: TMS (Abk.)

    Methode der Ultraschall-Diagnostik, bei der das Untersuchungsobjekt großflächig durchschallt wird u. die Schallwellen auf der Gegenseite empfangen u. zu einem Fernsehmonitorbild verarbeitet werden; erlaubt interferenzfreie u. achsengetreue Flächenschnittbilder, z.B. in der orthop. Diagnostik.

  • Transmitter
    • Trans|mitter

    • Etymol.: engl.

    Abbildung

    „Überträger(substanz)“, die auf chem. Wege an einer Synapse (= Neuro-T.) oder motor. Endplatte Nervenimpulse überträgt (s. Abb.). Wird in präsynapt. Strukturen (v.a. Vesikeln) gespeichert, bei elektr. Nervenimpuls (mit Permeabilitätssteigerung der Speichermembran) freigesetzt, überquert den synapt. Spalt u. verbindet sich mit Rezeptoren der postsynapt. Membran (deren Konformation sich dadurch ändert); anschl. Inaktivierung (meist hydrolytisch). Zu den T. gehören biogene Amine wie Acetylcholin u. Noradrenalin (an cholin- bzw. adrenergen Neuronen), Dopamin (dopaminerge Neurone), γ-Aminobuttersäure (= GABA), Serotonin (tryptaminerge Neurone); ferner Aminosäuren (Glutaminsäure, Glycin, Asparaginsäure), wahrscheinlich auch Peptide (Substanz P; an peptidergen Strukturen).

  • transmural
    • trans|mural

    • Englischer Begriff: transmural

    durch eine Organwand; kard das Myokard in ganzer Dicke betreffend (z.B. t. Infarkt).

  • transnasal
    • trans|nasal

    durch die Nasenhöhle.

  • transoral
    • trans|oral

    durch die Mundhöhle (s.a. oral, peroral).

  • transorbital
    • trans|orbital

    • Englischer Begriff: transorbital

    durch die Augenhöhle (Orbita).

  • Transparenz
    • Trans|parenz

    • Englischer Begriff: transparency

    Lichtdurchlässigkeit.

  • Transpeptidierung
    • Trans|peptidierung

    • Englischer Begriff: transpeptidation

    • Fach: Biochemie

    Peptid-Aufbau aus Aminosäuren; i.e.S. der von einer Transpeptidase bewirkte mikrobielle Einbau von N-Acetylglucosamin-N-acetyl-muraminsäure-peptid-Komplexen in die Zellwand (Angriffspunkt der Penicilline u. Cephalosporine).

  • Transpiration
    • Tran|spiration

    • Synonyme: Schwitzen; Hidrosis

    • Englischer Begriff: transpiration; hidrosis

    Wasserdampfabgabe des Organismus, teils ständig über Haut u. Atemwege entsprechend dem Dampfdruckgradienten zwischen der obersten, der Haut u. Schleimhaut anlagernden Luftschicht u. der umgebenden Luft (Perspiratio insensibilis), teils vom Organismus gesteuert über die Sekretion der Schweißdrüsen als wichtigstes Stellglied der Wärmeabwehr (Perspiratio sensibilis), da mit dem Verdampfen von 1 g Wasser an der Hautoberfläche ca. 2,43 kJ Wärme entzogen werden. Die Schweißsekretion des ruhenden Menschen als Maßnahme zur Wärmeabgabe beginnt etwa bei 29 °C Umgebungstemperatur u. ist ab 34 °C Umgebungstemperatur das einzig wirksame Mittel gegen Überwärmung. Maximal können bis zu 12 l Schweiß pro Tag sezerniert werden. Da Schweiß u.a. Kochsalz enthält, führen große Schweißverluste zu Hitzekrämpfen. Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose) u. Wärmeempfindlichkeit können Zeichen eines krankhaften Prozesses sein.

  • Transplantat
    • Trans|plantat

    • Englischer Begriff: transplant; graft

    durch Transplantation in den Organismus verbrachte Zellen, Gewebe oder Organe, Letztere entweder als freies T. (ohne vaskuläre, nervale oder sonst. Verbindung) oder als gestieltes T. (mit – zumindest vorübergehendem – Gefäßstiel zur Entnahmestelle); s.a. Lappen.

  • Transplantat-Wirt-Reaktion
    • Trans|plantat-Wirt-Reaktion

    • Englischer Begriff: graft-versus-host reaction

    Graft-versus-Host-Reaktion; bei Übertragung eines immunkompetente Zellen enthaltenden allogenen Transplantats (insbes. lymphatisches u. Milzgewebe) auf einen Wirt mit mangelnder Immunabwehr eintretende Abwehrreaktion des T. gegen den Wirt, die wiederum im Wirtsorganismus Veränderungen ähnlich denen einer Autoimmunopathie zur Folge hat („adaptive Immunaggression“); besonders bei Knochenmark-transplantierten Patienten mit vorheriger Chemotherapie u. Bestrahlung. – S.a. Runt-Krankheit.

  • Transplantatabstoßung
    • Trans|plantat|abstoßung

    • Englischer Begriff: rejection

    durch Immunreaktion bedingte Wirt-Transplantat-(„host-versus-graft“-)Reaktion zur Abstoßung des Transplantats (T.). Dabei spielen eine wesentl. Rolle die im T. enthaltenen Spender-Leukozyten u. gewebszellständigen Histokompatibilitätsantigene (s.a. HLA-System), die im Wirt eine zelluläre (u. humorale) Immunreaktion gegen das T. auslösen (s.a. Immunität, zellvermittelte). First-Set-Reaktion: beim vorher nicht sensibilisierten Empfänger: anfangs gute Vaskularisierung u. Durchblutung, innerhalb von 2 Tagen reichliche Granulozyteneinwanderung am Rande. Am 3.–9. Tag zunehmende Infiltration von Lympho- u. Monozyten u. verminderte Durchblutung. Am 7.–8. Tag Thrombosen, Blutungen u. Ödem u. Nekrose im T. u. in der Umgebung, ca. bis zum 12. Tag: Abstoßung. Second-Set-Reaktion: beschleunigte Abstoßung eines vom gleichen Spender stammenden Zweittransplantates („second set“) als Ausdruck der von immunkompetenten Zellen schneller (nach Sensibilisierung) als bei der Erstimplantation gebildeten spezifischen Antikörper gegen das T. – Verhinderung der Abstoßung durch Immunsuppression; s.a. Konditionierung (2).

  • Transplantation
    • Trans|plantation

    • Englischer Begriff: transplantation

    operative Einpflanzung lebender Zellen (einschl. Bluttransfusion), Gewebe oder Organe (s.a. Transplantat) an eine andere Stelle des gleichen oder in einen anderen Organismus. Einteilung: nach Art der Verpflanzung unterschieden als autogene T. (autologe, Auto-T.): an eine andere Stelle des gleichen Organismus; v.a. als Haut-T.; syngene(tische) T. (früher: isogene, isologe, Iso-T.; engl.: syngeneic t.): bei genetischer Identität von Spender u. Empfänger (z.B. eineiige Zwillinge); allogene(tische) T. (früher: homogene, homologe, Homo-T.; engl.: allogeneic t.): bei Artengleichheit; v.a. Organtransplantate (Kompatibilität umso größer, je enger die genetische Verwandtschaft); xenogene(tische) T. (früher: heterogene, -loge, Hetero-T.; engl.: xenogeneic t.): bei Artenfremdheit (vom Tier auf Menschen); i.w.S. auch die alloplastische T. (Einpflanzung künstl. Organe). Nach topograph. Gesichtspunkten unterschieden als isotope T. (örtl. u. gewebl. Übereinstimmung von Entnahme- u. Einpflanzungsstelle), orthotope T. (örtl. Übereinstimmung) u. heterotope T. (keine örtl. Übereinstimmung); nach der Indikation als auxiliäre u. als substitutive T. (zur Unterstützung eines funktionsschwachen Organs bzw. als Ersatz eines ausgefallenen). Durchführung: Die Entnahme erfolgt beim Organspender nur nach sicherer Feststellung des Hirntodes u. mit Einwilligung der nächsten Angehörigen bzw. durch schriftl. Willenserklärung („Spenderausweis“); s.a. Transplantationsgesetz, Transplantatkonservierung. Progn.: Erfolg abhängig von der Histokompatibilität zwischen Empfänger u. Spender; bei Inkompatibilität Transplantatabstoßung. S.a. Herz-, Knochenmark-, Leber-, Nieren-, Lungen-, Stammzellentransplantation. – In der Zahnmedizin Einpflanzung eines eigenen (s.a. Reimplantation) oder fremden Zahnes in die frische Alveole eines eben extrahierten Zahnes oder in eine künstlich geschaffene.

  • Transplantationsantigene
    • Trans|plantations|antigene

    • Englischer Begriff: HLA antigens

    Histokompatibilitätsantigene.

  • Transplantationsgesetz
    • Trans|plantations|gesetz

    • Synonyme: TPG (Abk.)

    Gesetz „über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen“ (durch den Bundesrat beschlossen am 25. Juni 1997). Danach ist die Organentnahme bei Verstorbenen nach Feststellung des Todes zulässig, wenn entweder (1) der Verstorbene zu Lebzeiten einer Organentnahme zu Spenderzwecken zugestimmt hat, oder – falls eine solche Zustimmung nicht vorliegt – (2) die nächsten Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen im Sinne einer Organspende entscheiden (sog. erweiterte Zustimmungslösung). Die Feststellung des Todes des Organspenders muss nach Regeln erfolgen, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen (s.a. Hirntod). Das Gesetz enthält darüber hinaus Regelungen zur Entnahme von Organen bei lebenden Organspendern, zur Organvermittlung, zu den zur Transplantation zugelassenen Transplantationszentren sowie zum Datenschutz. Das TPG stellt den Organhandel unter Strafe.

  • Transplantationsimmunität
    • Trans|plantations|immunität

    • Englischer Begriff: transplantation immunity

    hypererg. Zustand eines Organismus nach Kontakt mit einem Transplantat, gekennzeichnet v.a. durch eine – bevorzugt – zelluläre Immunreaktion. S.a. Transplantatabstoßung.

  • Transplantationstumor
    • Trans|plantations|tumor

    • Englischer Begriff: transplantation metastasis

    durch Verimpfung virulenten Tumormaterials von einem tier. Organismus auf einen anderen übertragbares Geschwulstwachstum.

  • Transplantatkonditionierung
    • Trans|plantat|konditionierung

    s.u. Konditionierung (2).

  • Transplantatkonservierung
    • Trans|plantat|kon|servierung

    • Englischer Begriff: preservation of the transplant

    Maßnahmen am Transplantat zur Erhaltung Erfolg versprechender Übertragbarkeit. Bei Organen, deren Funktion erhalten werden muss, v.a. Stoffwechseldämpfung durch externe Hypothermie (Suspension in kühler Flüssigkeit; nur kurzzeitig wirksam) oder hypotherme Perfusion (in Kombination mit hyperbarer Oxygenierung); zur Gewährleistung eines die Vitalität erhaltenden Stoffwechsels normotherme Perfusion (mit verdünntem, den O2-Transport garantierendem Blut) oder extrakorporaler Shunt; bei Gefäßen, Sehnen etc. auch Lyophilisierung.

  • transplazentar
    • trans|plazentar

    • Englischer Begriff: transplacental

    diaplazentar; s.a. Virilisierung, transplazentare.

  • Transport, aktiver
    • Trans|port, aktiver

    • Englischer Begriff: active transport

    • Fach: Physiologie

    Abbildung

    der nicht auf Osmose u. Diffusion (= passiver T.) beruhende, sondern mittels chem. Energie (meist ATP-Spaltung) erfolgende T. von Stoffen (v.a. niedermolekulare organ. Stoffe, Elektrolyte, Wasser) durch Membranen, im Allg. gegen einen Konzentrations- bzw. elektrochem. Gradienten; Vork. im Rahmen sekretor. Vorgänge sowie – z.B. als Ionenpumpe (s.a. Natriumpumpe) – in die Zelle u. in subzelluläre Strukturen, wozu die Stoffe über einen Translokator oder Carrier die Zellmembran passieren. Durch den Translokator wird wahrscheinlich ein Schleusenmechanismus (gated pore) gebildet, u. zwar als Uniport- oder als Antiport-System: Substratbindung auf der einen Seite bewirkt Konformationsänderung des Translokators mit Schluss der Pore auf der entsprechenden Membranseite u. Öffnung auf der anderen Seite, wodurch das gebundene Molekül abgegeben wird (Abb.). Beim Uniport-System erfolgt dann Rückkehr des Translokators in die ursprüngliche Konformation direkt; beim Antiport-System ist Rückkehr in die Ausgangskonformation dagegen nur möglich, wenn auf der anderen Membranseite ein 2. Substrat gebunden wird, das bei der Rückkehr in die Ausgangskonformation entgegen dem Transport des 1. Substrats durch die Membran gelangt. Typische Beispiele für Uniport sind der Calciumionentransport durch Wirkung der Ca-ATPase aus dem Zytosol in das sarkoplasmatische Retikulum, die H+-Abgabe der Magenepithelzellen u. die Aufnahme von Glucose in Erythro-, Myo- u. Adipozyten. Als Beispiel für den Antiport-Mechanismus gilt die ATPase-abhängige Natrium-Kalium-Ionen-Pumpe, ferner der ATP/ADP-Transport der Mitochondrien. Der gleichzeitige Transport, z.B. von Glucose u. Aminosäuren (bei der Darmresorption u. der Rückresorption in der Niere), wird als Symport bezeichnet.

    • T., axonaler
      der Zytoplasmastrom entlang den Mikrotubuli im Axon der Nervenzelle; u.a... (mehr)
  • Transport, axonaler
    Transport, aktiver
    • T., axonaler

    • Englischer Begriff: axoplasmic t.

    der Zytoplasmastrom entlang den Mikrotubuli im Axon der Nervenzelle; u.a. durch Colchicin hemmbar.

  • Transportgriff
    • Trans|port|griff

    • Englischer Begriff: maneuver for transportation

    für den Erste-Hilfe-T. eines – bewusstlosen – Verletzten geeigneter Griff, z.B. der Rautek-Rettungsgriff, die „Schleppergriffe“ am im Wasser Verunglückten wie Kopf- u. Achsel-, Fessel- (Flaig: Umgreifen des Kopfes u. Festhalten am auf dem Rücken liegenden Arm), Seemannsgriff (bd. Arme in Rucksackstellung).

  • Transportikterus
    • Trans|port|ikterus

    • Fach: Hepatologie

    s.u. Ikterus.

  • Transportmaximum
    • Trans|port|maximum

    • Synonyme: Tm (Abk.)

    • Englischer Begriff: transport maximum; tubular m.

    • Fach: Nephrologie

    die „max. tubuläre T.-Rate“, d.h. der obere Grenzwert der pro Zeiteinheit resorbierten Menge einer tubulär angebotenen Substanz (z.B. Glucose = Tmgluc), der ab einer gewissen Substratkonzentration („Schwelle“) nicht weiter ansteigt. – Ferner als „max. tubuläre Sekretionsrate“ die aus dem Plasma pro Zeiteinheit maximal in die Tubuli sezernierte Substratmenge; sowie die max. unter osmot. Diurese (Mannit-Infusion) erfassbare Netto-Wasserrückdiffusion.

  • Transportmetaboliten
    • Trans|port|metaboliten

    • Englischer Begriff: transport metabolites

    (Bücher) die Coenzyme als durch Atom(gruppen)transport zwischen versch. Substraten wirksame Bindeglieder im Stoffwechsel.

  • Transportproteine
    • Trans|port|proteine

    • 1)
      Plasmaproteine, die den Transport schlecht wasserlöslicher Substanzen... (mehr)
    • 2)
      Proteine, die innerhalb der Zelle Stoffe (z.B... (mehr)
    • 3)
      Schlepper, Carrier; s.a... (mehr)
  • Transportproteine 1)
    Transportproteine
    • 1)

    Plasmaproteine, die den Transport schlecht wasserlöslicher Substanzen im Blut ermöglichen, z.B. Lipoproteine, Transcortin, Albumin etc.

  • Transportproteine 2)
    Transportproteine
    • 2)

    Proteine, die innerhalb der Zelle Stoffe (z.B. Steroide) von der Membran zum Zellkern transportieren.

  • Transportproteine 3)
    Transportproteine
    • 3)

    • Englischer Begriff: transport proteins; carrier p.

    Schlepper, Carrier; s.a. Transport.

  • Transposition
    • Trans|positio(n)

    • Synonyme: Umlagerung

  • Transposition 1)
    Transpositio(n)
    • 1)

    • Fach: Chirurgie

    op. Gewebs- oder Organverlagerung (s.a. Interposition); in der Orthopädie die Verpflanzung von Sehnen.

  • Transposition 2)
    Transpositio(n)
    • 2)

    • Fach: Genetik

    a) Translokation (2); b) s.u. Transposon.

  • Transposition 3)
    Transpositio(n)
    • 3)

    • Englischer Begriff: transposition

    • Fach: Pathologie

    verkehrte Organlage (z.B. T. viscerum = Situs inversus); i.e.S. die T. der großen Arterien; s.a. Lungenvenentransposition.

  • Transposition der grossen Arterien
    Transpositio(n)  >  Transpositio(n) 3)
    • T. der großen Arterien

    • Synonyme: TGA (Abk.)

    • Englischer Begriff: t. of great vessels

    Abbildung

    angeborener, zyanotischer Herzfehler mit vertauschtem Ursprung von Aorta u. Pulmonalarterie als Folge einer embryonalen Rotationsstörung. 1) komplette, nicht korrigierte TGA: Abgang der großen Herzgefäße aus dem falschen Ventrikel (Aorta aus dem re., Pulmonalarterie aus dem li.), d.h. Parallel- u. nicht Hintereinanderschaltung der beiden Kreislaufsysteme. Bei der hämodynamischen, nicht korrigierten (diskordanten) Form fließt systemvenöses Blut in den morphologisch li. Ventrikel u. von dort in die Aorta, pulmonal-arterialisiertes Blut in den morphologisch re. Ventrikel u. die Pulmonalarterie; Lebensfähigkeit ist nur bei gleichzeitig bestehendem Shuntvitium gegeben (z.B. ASD, VSD, offener Ductus Botalli). 2) angeborene, korrigierte TGA: Hintereinanderschaltung beider Kreisläufe: a) angeborene, physiologisch korrigierte TGA: systemvenöses Blut wird über den re. Vorhof u. die Mitralklappe in den morphologisch li. Ventrikel u. von hier in die Pulmonalarterie, arterialisiertes Lungenblut der Lungenvenen über li. Vorhof u. die Trikuspidalklappe in den morphologisch re. Ventrikel u. dann in die Aorta gepumpt; b) angeborene, anatomisch korrigierte TGA: Malposition der großen Arterien; die großen Arterien gehen aus getrennten, ihnen morphologisch zugehörigen Ventrikeln ab (ventrikulo-arterielle Konkordanz). Ihre Beziehung zueinander ist jedoch durch isolierte Konusinversion gestört: Die Aorta liegt links, die Pulmonalarterie rechts. 3) TGA als „double outlet right ventricle“ bzw. als „double outlet left ventricle“: Ursprung beider großen Gefäße aus einer Herzkammer.

  • Transposon
    • Trans|poson

    • Synonyme: TN (Abk.)

    • Englischer Begriff: transposon

    • Fach: Genetik

    sog. springende Gene; DNS-Abschnitt eines Chromosoms von charakterist. Länge (ein oder mehrere Gene, Episom etc.; bds. begrenzt von einer kleineren, gegenläufig-ident., nicht informativen Nucleotidsequenz: „Insertionselement“, „Insertosom“, „Insertionssegment“, „IS“), der enzymatisch herausgelöst, an anderer Stelle des Genoms eingefügt werden, aber auch auf Plasmide (z.B. R-Faktor), Phagengenome etc. übergehen u. zu entsprechenden – auch pathogenen – Mutationen führen kann; ist u.a. bei Bakterien für die Anpassung (z.B. Resistenzausbreitung) von Bedeutung.

  • transrektal
    • trans|rektal

    • 1)
      durch das Enddarmlumen (= rektal)... (mehr)
    • 2)
      durch den Musculus rectus abdominis... (mehr)
  • transrektal 1)
    transrektal
    • 1)

    • Englischer Begriff: transrectal

    durch das Enddarmlumen (= rektal).

  • transrektal 2)
    transrektal
    • 2)

    durch den Musculus rectus abdominis.

  • transseptal
    • trans|septal

    • Englischer Begriff: transseptal

    durch ein Septum.

  • Transsexualismus
    • Trans|sexualismus

    • Synonyme: -sexualität

    • Englischer Begriff: transsexualism

    die fixierte Vorstellung, dass die erkennbare Geschlechtszugehörigkeit falsch sei; das daraus resultierende Verhalten ist entweder auf eine operative Veränderung der Geschlechtsorgane gerichtet oder auf eine völlige Geheimhaltung des eigenen körperlichen Geschlechts durch Übernahme von Kleidung u. Verhalten des anderen Geschlechts. S.a. Transvestitismus.

  • Transskriptase
    • Trans|skriptase

    weniger gebr. für Transcriptase.

  • transsphenoidal
    • trans|sphenoidal

    • Englischer Begriff: transsphenoideal

    durch das Os sphenoidale.

  • Transsudat
    • Trans|sudat

    • Englischer Begriff: transudate

    zell- u. eiweißarme, fibrinogenfreie, meist seröse Flüssigkeit nicht-entzündlicher Genese in Körperhöhlen oder Interstitien; Vork. bei allg. oder lokaler Stauung (mit erhöhter Kapillarpermeabilität) oder aber bei patho. Zusammensetzung von Blut (Eiweißverarmung) oder Gewebskolloiden.

  • transthorakal
    • trans|thorakal

    • Englischer Begriff: transthoracic

    durch die Thoraxwand.

  • transtracheale Aspiration
    • trans|tracheale Aspiration

    • Synonyme: TTA (Abk.)

    • Englischer Begriff: transtracheal aspiration

    (Pecora 1949) Gewinnung von Sputum mit Hilfe eines unter Umgehung von Larynx u. Pharynx via Punktionskanüle (durch das Lig. cricothyroideum eingestochen) direkt in die Luftröhre eingeführten Aspirationskatheters; ermöglicht v.a. bei „unproduktiven“ Pneumonien die exakte bakteriologische Diagnose.

  • Transurane
    • Trans|urane

    • Englischer Begriff: transuranes

    • Fach: Chemie

    die – im Periodensystem jenseits von Uran stehenden – Elemente mit den OZ 93–104, das sind Neptunium, Plutonium, Americium, Curium, Berkelium, Californium, Einsteinium, Fermium, Mendelevium, Nobelium, Lawrentium u. Kurtschatovium (= Element 104).

  • transurethral
    • trans|urethral

    • Englischer Begriff: transurethral

    durch die Harnröhre.

  • transurethrale Resektion
    transurethral
    • t. Resektion

    • Synonyme: TUR (Abk.)

    s.u. Resektion, transurethrale; Prostataresektion (= TUR-P).

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