Medizin-Lexikon: Einträge mit "U"

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  • Ureterenge 2)
    Ureterenge
    • 2)

    • Englischer Begriff: ureterostenosis

    Harnleiterstenose; auch als „Ureterhüllenstenose“, z.B. bei Periureteritis, Paranephritis, Ormond-Syndrom.

  • Ureterersatz
    • Ureter|ersatz

    • Englischer Begriff: ureteral replacement

    operative Überbrückung eines Harnleiterdefektes durch Zwischenschaltung (Interposition) eines geeigneten Transplantates (z.B. gestieltes Dünndarmsegment).

  • Ureterfehlbildung
    • Ureter|fehlbildung

    • Englischer Begriff: ureteral malformation

    angeborener Harnleiterbildungsfehler; z.B. Ureter duplex, Ureterdivertikel, Ureterozele, Harnleiterektopie, Harnleiterdystopie, Harnleiterklappen.

  • uretericus
    • uretericus

    • Englischer Begriff: ureteric; ureteral

    den Ureter betreffend.

  • Ureterinsertion, hohe
    • Ureter|insertion, hohe

    Harnleiterabgang nicht am tiefsten Punkt des Nierenbeckens.

  • Ureteritis
    • Ureteritis

    • Englischer Begriff: ureteritis

    Harnleiterentzündung; u. zwar abakteriell (z.B. toxisch) oder infektiös (primär bzw. lympho- oder hämatogen; de- oder aszendierend), akut oder chronisch; Letztere evtl. mit Umwandlung des Übergangsepithels in Zylinderepithel u. mit Azinusbildung (= „kleinzystische U.“), u.U. mit Sklerosierung u. zu Hydroureter, Pyonephrose etc. führend.

  • Ureterkarzinom
    • Ureter|karzinom

    seltener, bösartiger Tumor des Harnleiters; in über 95% als Urothelkarzinom (damit durch hohe Rezidivrate u. multifokales Wachstum charakterisiert); in 2–3% als Plattenepithelkarzinom (gehäuft bei Steinpatienten); etwa 60% aller Harnleitertumoren sind im prävesikalen Harnleiterdrittel lokalisiert. Klinische Leitsymptome: Mikro- oder Makrohämaturie u./oder eine meist unilaterale Harnstauung. Diagn.: Ureterorenoskopie; retrograde Darstellung mit Exfoliativzytologie; Kernspintomographie des Abdomens mit Kontrastmittelgabe; Ther. (den tumorbiologischen Eigenschaften u. dem Operationsrisiko des Patienten entsprechend): operativ (Standardverfahren: Ureteronephrektomie mit Blasenmanschette); endoskopisch (s.u. Ureteroskop); chemotherapeutisch; palliativ.

  • Ureterkatheterismus
    • Ureter|katheterismus

    • Englischer Begriff: ureteral catheterization

    Einführen eines Harnleiterkatheters mit Hilfe eines doppelläufigen Zystoskops in einen oder bd. Harnleiter, evtl. bis in das Nierenbecken. Zur Prüfung der Durchgängigkeit, Gewinnung von Nierenbeckenharn, retrograden Pyelographie (u. -skopie), Entlastung bei Harnstauung (evtl. als Dauerkatheterismus), Nierenbeckenspülung, Chemolitholyse, Ureterdehnung; s.a. Harnleiterschienung.

  • Ureterkompression
    • Ureter|kompression

    • 1)
      äußerliche Druckausübung auf den Harnleiter mittels Kompressoriums... (mehr)
    • 2)
      Druck auf den Harnleiter durch einen Krankheitsprozess der Umgebung (evtl... (mehr)
  • Ureterkompression 1)
    Ureterkompression
    • 1)

    • Fach: Röntgenologie

    äußerliche Druckausübung auf den Harnleiter mittels Kompressoriums.

  • Ureterkompression 2)
    Ureterkompression
    • 2)

    • Englischer Begriff: ureteral compression

    • Fach: Pathologie

    Druck auf den Harnleiter durch einen Krankheitsprozess der Umgebung (evtl. zu Harnleiterstenose führend); s.a. Ureter-Ovarika-...

  • Uretermodelage
    • Ureter|modelage

    modellierende Ureterplastik bei Megaureter; mit Kürzung (evtl. auch streifenförmiger Wandausschneidung), Uretero- u. Pyelolyse u. Ureterschienung, falls nötig auch mit Beseitigung krankhafter Ureter-, Blasenausgangs- u. Harnröhrenengen.

  • Uretermündungsdivertikel
    • Ureter|mündungs|divertikel

    Blasendivertikel im Bereich der Harnleitermündung; z.B. als Anfangsphase eines Ureterdurchgangsdivertikels; von der Ureterozele nur schwer abzugrenzen.

  • Uretermündungsinsuffizienz
    • Ureter|mündungs|insuffizienz

    • Englischer Begriff: ureteral orifice incompetence

    ungenügende Schlussfähigkeit der Harnleitermündung (= Ostium ureteris); z.B. infolge angeborener Defektfehlbildung, bei Schrumpfblase.

  • Ureteroenteroanastomose
    • Uretero|entero|anastomose

    • Synonyme: -enterostomie

    • Englischer Begriff: ureteroenteroanastomosis; ureteroenterostomy

    operative Harnleiter-Darm-Anastomose; als Ureteroileo-, Ureterokolo-, Ureterosigmoideostomie.

  • Ureterohydronephrose
    • Uretero|hydro|nephrose

    • Englischer Begriff: ureterohydronephrosis

    Hydroureter mit Einbeziehung des Nierenbeckens (Hydronephrose).

  • Ureteroileostomie
    • Uretero|ileo|stomie

    • Englischer Begriff: ureteroileostomy

    Anastomosierung des Harnleiters mit dem Krummdarm; z.B. – mit dem ausgeschalteten Ileum terminale – bei Bildung eines Ileum-Conduits (Ureterokutaneostomie) oder einer Ersatzblase nach Bricker oder Staehler.

  • Ureteroileozystoplastik
    • Uretero|ileo|zystoplastik

    • Englischer Begriff: ureteroileocystoplasty

    Ureterozystoplastik unter Zwischenschaltung einer isolierten Ileumschlinge zwischen Harnleiter u. -blase.

  • Ureterokolokutaneostomie
    • Uretero|kolo|kutaneo|stomie

    s.u. Ureterokutaneostomie.

  • Ureterokolostomie
    • Uretero|kolo|stomie

    • Englischer Begriff: ureterocolostomy

    Harnleiter-Darm-Anastomose im Bereich des Dickdarms (Colon); z.B. bei Dickdarmblase nach Übelhör (am ausgeschalteten Colon descendens), zur Blasenausschaltung (z.B. nach Coffey); bei Ureterokutaneostomie.

  • Ureterokutaneostomie
    • Uretero|kutaneo|stomie

    • Englischer Begriff: ureterocutaneostomy

    operative Harnleiter-Haut-Fistel zur Harnableitung; i.e.S. als Ausleitung des Harnleiterstumpfes; evtl. als vorübergehende doppelläufige Loop-U. (mit seitl. Eröffnung des als Schlinge in die Haut verlagerten Ureters). Als indirekte U. über ein zwischengeschaltetes Dünn- oder Dickdarmsegment, d.h. als sog. Dünndarm- oder Dickdarm-Conduit (= Ureteroileokutaneostomie bzw. Ureterokolokutaneostomie).

  • Ureterolithotomie
    • Uretero|litho|tomie

    • Englischer Begriff: ureterolithotomy

    operative Entfernung eines im Harnleiter festgeklemmten – nicht durch Schlingenextraktion oder Steinabtreibung entfernbaren – Harnleitersteins nach Eröffnung des freipräparierten Harnleiters.

  • Ureterolyse
    • Uretero|lyse

    • Englischer Begriff: ureterolysis

    operative Auslösung des Harnleiters aus den umgebenden Geweben; als selbstständiger Eingriff z.B. bei narbigen Verwachsungen mit der Umgebung („Adhäsiolyse“) oder aber im Zusammenhang mit Ureterolithotomie, Uretermodelage, Ureteronephrektomie etc.

  • Ureteromeatotomie
    • Uretero|meato|tomie

    • Englischer Begriff: ureteromeatotomy

    operative Schlitzung des Ureterostiums.

  • Ureteroneopyelostomie
    • Uretero|neo|pyelo|stomie

    • Englischer Begriff: ureteroneopyelostomy

    Neueinpflanzung des an seinem ursprünglichen Abgang resezierten Harnleiters in das untere Nierenbecken im Rahmen der Nierenbeckenplastik; s.a. Ureteropyelostomie.

  • Ureteroneozystostomie
    • Uretero|neo|zysto|stomie

    • Englischer Begriff: ureteroneocystostomy

    Ureterozystoneostomie.

  • Ureteronephrektomie
    • Uretero|ne|phrek|tomie

    • Englischer Begriff: ureteronephrectomy

    Nephroureterektomie.

  • Ureteroplastik
    • Uretero|plastik

    • Englischer Begriff: ureteroplasty

    konstruktive, rekonstruktive, reparative oder Ersatzplastik am Harnleiter; z.B. als Uretermodelage, Ureteroneopyelostomie, Ureterozystoneostomie.

  • Ureteropyelitis
    • Uretero|pyelitis

    • Englischer Begriff: ureteropyelitis

    Entzündung von Harnleiter u. Nierenbecken (Ureteritis u. Pyelitis).

  • Ureteropyelographie
    • Uretero|pyelo|graphie

    • Englischer Begriff: ureteropyelography

    • Fach: Röntgenologie

    Kontrastdarstellung des Harnleiters u. Nierenbeckens im Rahmen der retrograden Urographie.

  • Ureteropyeloneostomie
    • Uretero|pyelo|neo|stomie

    • Englischer Begriff: ureteropyeloneostomy

    plastische Bildung einer neuen Ableitung vom Nierenbecken in den Harnleiter; s.a. Ureteroneopyelostomie.

  • Ureteropyelonephrostomie
    • Uretero|pyelo|nephro|stomie

    • 1)
      Nephrostomie, kombiniert mit Drainage des nierennahen Harnleiterbereichs... (mehr)
    • 2)
      Anastomosierung (meist Seit-zu-Seit) des Harnleiters mit dem Nierenbecken... (mehr)
  • Ureteropyelonephrostomie 1)
    Ureteropyelonephrostomie
    • 1)

    • Englischer Begriff: ureteropyelonephrostomy

    Nephrostomie, kombiniert mit Drainage des nierennahen Harnleiterbereichs (sog. Durchzugnephrostomie n. Wenzel): Der Drain wird vom eröffneten Nierenbecken aus in den oberen Harnleiterbereich eingelegt, durch Ureterotomie ausgeleitet u. an das durch die Niere zur Haut ausgeleitete andere Drainende angeschlossen i.S. einer „Drainage ohne Ende“; s.a. Voelcker-Drainage.

  • Ureteropyelonephrostomie 2): Ureteropyelostomie
    Ureteropyelonephrostomie
    • 2)

    • Synonyme: Ureteropyelostomie

    • Englischer Begriff: ureteropyelostomy

    Anastomosierung (meist Seit-zu-Seit) des Harnleiters mit dem Nierenbecken bei hoher Ureterinsertion mit Ureterabgangsstenose; s.a. Ureteroneopyelostomie.

  • Ureterorektoneostomie
    • Uretero|rekto(neo)stomie

    • Englischer Begriff: ureterorectoneostomy

    Einpflanzung des Harnleiters in den (ausgeschalteten oder nicht ausgeschalteten) Enddarm; z.B. bei Ersatzblase n. Übermuth bzw. bei der Coffey-Operation nebst Modifikationen.

  • Ureterosigmoideostomie
    • Uretero|sigmoid(e)o|stomie

    • Englischer Begriff: ureterosigmoidostomy

    Einpflanzung des Harnleiters in das Colon sigmoideum; z.B. bei der Coffey-Op. (u. Modifikationen), bei Bildung einer Ersatzblase aus dem Rektosigmoid.

  • Ureteroskop
    • Uretero|skop

    Gerät zur endoskopischen Betrachtung des Harnleiters bzw. des gesamten oberen Harntraktes (= Ureterorenoskop), das z.B. auch zur organerhaltenden Therapie von Urothelkarzinomen eingesetzt werden kann (Resektion exophytischer Tumoren; thermische Tumorkoagulation mit dem Nd-YAG-Laser); zzt. noch auf sicher nicht infiltrierende, hochdifferenzierte Tumoren beschränkt.

  • Ureterostium
    • Ureter|ostium

    • Englischer Begriff: ureteral orifice

    Ostium ureteris.

  • Ureterostomie
    • Uretero|stomie

    • Englischer Begriff: ureterostomy

    operative Harnleiter-Haut-Fistel bzw. – i.w.S. – die sie herbeiführende Operation, Ureterokutaneostomie.

  • Ureterotomie
    • Uretero|tomie

    • Englischer Begriff: ureterotomy

    operative Eröffnung bzw. Durchtrennung des Harnleiters, z.B. bei Ureterolithotomie, Spaltung einer Harnleiterstenose bzw. Ureterplastik.

  • ureteroureteraler Reflux
    • uretero|ureteraler Reflux

    • Englischer Begriff: ureteroureteral reflux

    bei hoher Harnleiterdoppelung (Ureter bifidus superior) Harnrückfluss aus einem Harnleiterschenkel in den anderen (u. anschließend umgekehrt: „Pendelreflux“) infolge Asynchronie der Peristaltik-Erregung.

  • Ureteroureterostomie
    • Uretero|uretero|stomie

    • Englischer Begriff: ureteroureterostomy

    Anastomosierung der Harnleiterenden nach Harnleiterzerreißung oder -resektion. – Ferner als Transureteroureterostomie die Vereinigung des Harnleiters einer Seite mit dem der anderen als Sonderform der Ureterostomie.

  • ureterovesikale Klappe
    • Englischer Begriff: ureterovesical valve

    die einen Harnrückfluss (Reflux) verhindernden muskulären Strukturen im Harnblasenwandteil des Harnleiters, u. zwar die den Hiatus bildende Blasenwandmuskulatur (= Waldeyer-Scheide) u. – beidseits – vom Harnleiter in das Blasendreieck u. den Blasenhals ausstrahlende Muskelfasern des Harnleiters. Bei Eintreffen der Harnspindel wird die Harnleitermündung nach oben-außen verzogen u. zum Klaffen gebracht; während der Miktion besteht Klappenschluss.

  • Ureterozäkozystoplastik
    • Uretero|zäko|zysto|plastik

    • Englischer Begriff: ureterocecocystoplasty

    Ersatzblasenbildung unter Verwendung des ausgeschalteten Zäkums, in das die Ureteren implantiert werden u. das mit der Harnröhre bzw. mit der Schrumpfblase anastomosiert wird.

  • Ureterozele
    • Uretero|zele

    • Englischer Begriff: ureterocele

    Abbildung

    ballonartige, evtl. bis in die Harnröhre reichende (= ektopische U.) Ausstülpung der Schleimhaut des unter der Harnblasenschleimhaut gelegenen Harnleitermündungsbereichs (im Allg. seiner Vorderwand, mit entsprechender Vorwölbung der Blasenschleimhaut) als Druckeffekt des gestauten Harns bei zu enger oder atretischer Uretermündung („Ureterphimose“); s.a. Abb. Klinik: Harndrang (nur bei großer Zyste), Druckschmerzhaftigkeit der Nierenlager, Fieber (bei Infektion), evtl. Harnsperre; Harnleiter- u. Nierenbeckenerweiterung, Nierenparenchymdegeneration, Steinbildung. Diagn.: Zystoskopie, Ausscheidungs- u. Rücklaufzystogramm.

  • Ureterozystoneostomie
    • Uretero|zysto|neo|stomie

    • Englischer Begriff: ureterocystoneostomy; UCN (Abk.)

    Neueinpflanzung des Harnleiters (mit oder ohne Ostium, auch als Stumpf) in die Harnblase außerhalb des normalen Einmündungsbereiches; z.B. nach Politano-Leadbetter, Boari, Boeminghaus (Einziehen des Stumpfes in eine durch Blasenwandinvagination gebildete Papille).

  • Ureterozystoplastik
    • Uretero|zysto|plastik

    • 1)
      kombinierte Harnblasen-Ureter-Plastik... (mehr)
    • 2)
      Anastomosierung eines kurzen Harnleiterstumpfes mit der Harnblase durch... (mehr)
  • Ureterozystoplastik 1)
    Ureterozystoplastik
    • 1)

    kombinierte Harnblasen-Ureter-Plastik.

  • Ureterozystoplastik 2)
    Ureterozystoplastik
    • 2)

    • Englischer Begriff: ureterocystoplasty

    Anastomosierung eines kurzen Harnleiterstumpfes mit der Harnblase durch Zwischenschaltung eines Transplantats (v.a. als Ureteroileozystoplastik).

  • Ureterozystoskopie

      endoskopische Untersuchung von Blase u. Harnleitern in einem Arbeitsgang.

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