Medizin-Lexikon: Einträge mit "V"

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Suchergebnisse

  • Virus fixe
    Virus
    • V. fixe

    • Englischer Begriff: fixed v.

    s.u. Pasteur-Methode.

  • Virus, bakterienpathogenes
    Virus
    • V., bakterienpathogenes

    • Englischer Begriff: bacterial v.

    Bakteriophagen.

  • Virus, großes
    Virus
    • V., großes

  • Virus, großes 1)
    Virus  >  Virus, großes
    • 1)

    histor. (falsche) Bez. für Chlamydia.

  • Virus, großes 2)
    Virus  >  Virus, großes
    • 2)

    V. mit Ø 200–300 nm; z.B. die Pockenviren.

  • Virus, langsames
    Virus
    • V., langsames

    s.u. Slow-Virus...

  • Virus, onkogenes
    Virus
    • V., onkogenes

    • Englischer Begriff: oncogenic v.

    s.u. Tumorviren; s.a. Onkogen.

  • Virusbelastung
    • Virus|belastung

    Virusmenge.

  • Virusdiagnostik
    • Virus|diagnostik

    Verfahren zum Nachweis von Viren. Direkter Virusnachweis erfolgt mit Hilfe folgender Methoden: Anzüchtung in Zellkulturen, angebrüteten Hühnereiern, Versuchstieren, Antigennachweis in Zellen (Organschnitte, Objektträgerausstriche, Zellkulturen) mit Fluoreszenzantikörpertechnik oder (in zellfreiem Milieu) mit Enzymimmunoassay; Elektronen- u. Immunelektronenmikroskopie, Nukleinsäurenachweis mit Hybridisierungsreaktionen, Polymerase-Kettenreaktion. Indirekter Virusnachweis erfolgt durch Antikörpernachweis mittels Enzymimmunoassay, Fluoreszenzantikörpertechnik (Immunfluoreszenztechnik), Neutralisationstest, Hämagglutinationshemmtest, Komplementbindungsreaktion.

  • Virusembryopathie
    • Virus|embryo|pathie

    • Englischer Begriff: viral embryopathy

    Tabelle

    Embryopathie infolge diaplazentarer Virusinfektion (Tab.); z.B. Röteln-Embryopathie oder Zytomegalie.

  • Virusenteritis
    • Virus|enteritis

    • Synonyme: Darmgrippe

    • Englischer Begriff: viral enteritis; virus e.

    durch Viren verursachte (Gastro-)Enteritis (mit Durchfall, Bauchkrämpfen, Erbrechen, Fieber, Muskelschmerzen); eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter, in der Dritten Welt wesentliche Ursache der Kindersterblichkeit. Rota- u. Adenoviren sind die häufigsten Erreger in Mitteleuropa, in den Tropen das Norwalk-Agens. Die V. führt zu Störungen der Glukose-unabhängigen Natriumpumpe, Wasser- u. Elektrolytverluste führen zu Dehydratation. Ther.: je nach Ausprägung durch ovale oder kontrollierte parenterale Rehydratation. – Ferner die v.a. durch Enteroviren hervorgerufenen, aber auch bei Grippe, Hepatitis, Masern usw. auftretenden gastrointestinalen Begleitsymptome.

  • Virusenzephalitis
    • Virus|enzephalitis

    • Englischer Begriff: viral encephalitis; virus e.

    durch Viren verursachte Encephalitis bzw. Encephalomyelitis. Häufigste Erreger (auch der pränatalen V.) Herpesviren, ARBO-Viren, ferner Picorna- (v.a. Coxsackie A Typ 2, 5 u. 6, Coxsackie B Typ 2, 3, 4 u. 5), ECHO-Viren (Typ 7, 9, 11 u. 14), Poliomyelitis- und Encephalomyocarditis(EMC)-Virus. Klinik: Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Fieber, Bewusstseinstrübung. Diagn.: Leukozytose, BKS-Erhöhung, Zell- u. Eiweißvermehrung im Liquor; Herddiagnostik durch EEG, CT, NMR. Ther.: Einzige behandelbare Form ist die Herpesenzephalitis (Aciclovir); Therapie bereits bei Verdacht.

  • Virusgrippe
    • Virus|grippe

    • Englischer Begriff: influenza

    Grippe; s.a. Influenza...

  • Virusgrippe, gastrointestinale
    Virusgrippe
    • V., gastrointestinale

    Virusenteritis.

  • Virushepatitis
    • Virus|hepatitis

    • Englischer Begriff: viral hepatitis; virus h.

    diffuse Entzündung der Leber mit lymphozytärer Infiltration, verursacht durch bisher fünf bekannte Viren (Typ A–E). Diagn.: histologisch Einzelzellnekrosen des Leberparenchyms, Proliferation von Kupffer-Sternzellen u. Infiltration der Periportalfelder mit Plasmazellen, Lympho- u. Histiozyten. Labor: deutlich erhöhte Transaminasen (GPT > GOT), bei Ikterus Bilirubinanstieg, leichte Erhöhung von Gamma-GT u. AP; im Blut Lymphozytose, evtl. Serumeisen- u. Gammaglobulinanstieg. Bei schweren Verläufen Abfall von Cholinesterase, Quick-Wert u. Serumalbumin. Klinik: häufig asymptomatisch; Prodromalstadium mit Symptomen eines grippalen Infektes, Arthralgien, passagerem Exanthem u. gastrointestinalen Beschwerden, bei ca. 30% der Patienten entwickelt sich ein Ikterus. Leber vergrößert u. druckschmerzhaft, Milz u. Lymphknoten können vergrößert sein. Komplikationsreiche Verläufe können protrahiert, rezidivierend oder fulminant sein, mit Cholestase (intrahepatisches Verschlusssyndrom) einhergehen oder zur chronischen Hepatitis führen. Zahlreiche extrahepatische Manifestationen sind möglich. Bei Viruspersistenz (Typ B/D u. C) kann der Patient gesunder Virusträger sein, eine chronisch-persistierende oder eine chronisch-aggressive Hepatitis entwickeln. Eine Leberzirrhose kann entstehen, es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines primären Leberzellkarzinoms.

    • V. Typ A
      Erreger ist das Hepatitis-A-Virus (HAV, gehört zur Picorna-Gruppe)... (mehr)
    • V. Typ B   Abbildung
      Erreger ist das Hepatitis-B-Virus (HBV, Hepa-DNS-Virus)... (mehr)
    • V. Typ C
      Erreger ist das Hepatitis-C-Virus (gehört zur Flavivirus-Gruppe)... (mehr)
    • V. Typ D
      Erreger ist ein RNS-Virus (HDV), das selbst nur pathogen ist, wenn gleichzeitig... (mehr)
    • V. Typ E
      Erreger ist das Hepatitis-E-Virus (HEV; gehört zu den Caliciviren)... (mehr)
    • V. Typ G
      Infektion mit dem GB-Virus-C (früher irrtümlich Hepatitis-G-Virus genannt... (mehr)
  • Virushepatitis Typ A
    Virushepatitis
    • V. Typ A

    Erreger ist das Hepatitis-A-Virus (HAV, gehört zur Picorna-Gruppe). Infektionsweg fäkal-oral, Inkubationszeit von etwa 20–50 Tagen. In jüngerem Alter oft inapparenter Verlauf, sporadisches oder epidemisches Auftreten, lebenslange Immunität. Infektiosität während der Inkubationszeit u. der ikterischen Phase über orale Kontakte u. Stuhl hoch, etwa 3 Wochen nach Krankheitsbeginn bzw. beim Verschwinden des Ikterus ist das Virus im Stuhl nicht mehr nachweisbar. Sehr selten Rezidivfälle.

  • Virushepatitis Typ B
    Virushepatitis
    • V. Typ B

    Abbildung

    Erreger ist das Hepatitis-B-Virus (HBV, Hepa-DNS-Virus). Parenterale Übertragung (Geschlechtsverkehr, infizierte Nadeln, diaplazentar, direkter Hautwundenkontakt v.a. bei Kindern), Inkubationszeit 30–180 Tage. Unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung, entweder als akute Hepatitis mit Ausheilung, als chronische Hepatitis mit möglichem Übergang in eine spätere Zirrhose, als fulminante lebensbedrohliche Erkrankung oder als akute Hepatitis mit anschließender Rekonvaleszenz, jedoch fortgesetzter Virusreplikation (asymptomatischer Carrier-Status); s.a. Abb.

  • Virushepatitis Typ C
    Virushepatitis
    • V. Typ C

    Erreger ist das Hepatitis-C-Virus (gehört zur Flavivirus-Gruppe). Hauptsächlich parenterale Übertragung, Inkubationszeit 2–14 Wochen, betroffen sind v.a. Risikogruppen (i.v. Drogenabusus, Hämophile, Dialysepatienten, posttransfusionell). Chronische Verläufe nach akuter Hepatitis C häufig (50–70%).

  • Virushepatitis Typ D
    Virushepatitis
    • V. Typ D

    Erreger ist ein RNS-Virus (HDV), das selbst nur pathogen ist, wenn gleichzeitig HBV anwesend ist (Co- oder Superinfektion). Parenterale Übertragung, in Mitteleuropa noch relativ selten u. überwiegend bei Risikogruppen. Als Superinfektion verläuft Hepatitis D oft sehr rasch progredient.

  • Virushepatitis Typ E
    Virushepatitis
    • V. Typ E

    Erreger ist das Hepatitis-E-Virus (HEV; gehört zu den Caliciviren). Übertragungsweg fäkal-oral, Inkubationszeit 2–9 Wochen, Auftreten sporadisch u. epidemisch im tropischen u. subtropischen Raum. Verlauf in den meisten Fällen ähnlich wie bei Hepatitis A, bei Gravidität tritt in 10–20% eine fulminante Hepatitis auf.

  • Virushepatitis Typ G
    Virushepatitis
    • V. Typ G

    Infektion mit dem GB-Virus-C (früher irrtümlich Hepatitis-G-Virus genannt, gehört zu den Flaviviren), das keine Hepatitis auslöst; v.a. parenterale Übertragung; häufig Koinfektion bei V. Typ C (gleicher Übertragungsweg).

  • Virusinaktivierung
    • Virus|in|aktivierung

    • Englischer Begriff: inactivation of virus(es)

    Hemmung der Vermehrungsfähigkeit von Viren (v.a. zur Herstellung von Plasmaderivaten u. Impfstoffen). Auswahl von Methoden (meist kombiniert eingesetzt): 1) Dampf unter Überdruck; 2) Pasteurisieren (60 °C, 10 h); 3) Lösungsmittel u. Detergenzien (nur Viren mit Lipoidhülle); 4) β-Propiolacton u. UV-Bestrahlung; 5) nur zur Abreicherung, nicht Inaktivierung geeignet ist die Chromatographie (z.B. Immunoadsorption von Faktor VIII).

  • Virusinfektion
    • Virus|infektion

    • Englischer Begriff: viral infection; virus i.

    s.u. Virus.

  • Virusinterferenz
    • Virus|inter|ferenz

    • Englischer Begriff: virus interference

    Phänomen, dass eine Zweitinfektion mit homo- oder heterologen Viren durch Replikationshemmung (als Fremd-I. infolge Interferon-Bildung) verhindert wird; z.B. bei Influenzaviren (als „homologe oder Selbst-I.“), zwischen den drei Stämmen des Poliovirus, zwischen Coxsackie B u. Polio.

  • Viruskeratitis
    • Virus|keratitis

    • Englischer Begriff: virus keratitis; epidemic k.

    die Keratoconjunctivitis epidemica (hervorgerufen durch Adenoviren).

  • Virusklassifikation
    • Virus|klassifikation

    • Englischer Begriff: virus classification

    Tabelle

    Einteilung der Viren aufgrund charakteristischer Merkmale (Tab.); erfolgte ursprünglich nach biol. Merkmalen (z.B. Erkrankung, Organ, Wirt); heute v.a. nach chem. u. physikal. Daten, wobei zunächst die Einteilung meist in die Hauptgruppen DNS-Viren u. RNS-Viren erfolgt, die weitere Unterscheidung z.B. nach Nucleocapsid-Symmetrie (helikal, kubisch oder komplex), Virushülle (Envelope oder nicht), Größen- u. Strukturparametern (z.B. Kapsid, Anzahl der Kapsomere), Empfindlichkeit gegen Fettlösungsmittel etc.

  • Viruslast
    • Virus|last

    Virusmenge.

  • Virusmarker
    • Virus|marker

    die zur Charakterisierung („Markierung“) eines Stammes herangezogene typ., genetisch fixierte Eigenschaft („Marker“), z.B. bei Polioviren die – sich bei attenuierten Stämmen charakteristisch ändernde – Neuropathogenität.

  • Virusmenge
    • Virus|menge

    • Synonyme: Viruslast

    • Englischer Begriff: viral load

    für Therapieentscheidungen (z.B. Ansprechen antiretroviraler Substanzen) v.a. bei AIDS oder Virushepatitis C bedeutsame Kenngröße, die die Menge der Viren in (Kilo-)Äquivalenten pro Volumeneinheit (ml) Plasma oder Blut angibt.

  • Virusmeningitis
    • Virus|meningitis

    • Englischer Begriff: viral meningitis

    akute seröse („asept.“, „abakterielle“) M. durch Picorna-, seltener durch Mumps-, LCM-, ARBO- u. andere Viren.

  • Virusmyokarditis
    • Virus|myokarditis

    • Englischer Begriff: viral myocarditis

    durch Viren bedingte (interstitielle) Entzündung des Herzmuskels; meist als Komplikation allgemeiner Viruserkrankungen. Erreger: Coxsackie-, Adeno-, Influenza-, ARBO- u. Enzephalomyocarditis-Viren; s.a. Myokarditis.

  • Virusneutralisation
    • Virus|neutralisation

    • Englischer Begriff: virus neutralization (test)

    Neutralisationstest.

  • Viruspankreatitis
    • Virus|pankreatitis

    • Englischer Begriff: viral pancreatitis

    Pankreasaffektion im Verlauf einer Virusinfektion (v.a. Mumps, seltener Coxsackie-Infekt).

  • Viruspapillom
    • Virus|papillom

    Verruca.

  • Viruspneumonie
    • Virus|pneumonie

    • Englischer Begriff: viral pneumonia

    s.u. Pneumonie, primär-atypische; s.a. Bronchopneumonie.

  • Virusrezeptoren
    • Virus|rezeptoren

    • Englischer Begriff: virus receptors

    spezifische, die Anlagerung der Viren bedingende Strukturen der Zellmembran, an denen die Adsorption der Viren stattfindet.

  • Virustatica
    • Virusta|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: virustatics

    Virostatica.

  • virustatisch
    • viru|statisch

    • Englischer Begriff: virustatic

    die Vermehrung von Viren hemmend (Virostatica).

  • Viruszüchtung
    • Virus|züchtung

    • Englischer Begriff: virus culture

    die im Versuchstier oder auf lebenden (z.B. Eikultur) oder kultivierten Zellen („Gewebekultur“) mögliche Virusvermehrung; z.B. als Einzellschicht- (auch als Plaque-Test zur Titration), Suspensions-, Maitland-Kultur.

  • Viruzidie
    • Viru|zidie

    • Englischer Begriff: virucidy

    vollständige bzw. dauerhafte Virusinaktivierung.

  • Vis a tergo
    • Vis a tergo

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: vis a tergo

    die „von hinten wirksame Kraft“, z.B. die durch die Herzsystole verliehene kinet. Energie, die das Blut durch das Gefäßsystem führt.

  • Viscance
    • Etymol.: engl.

    Abbildung

    der visköse Lungenwiderstand (Atemwiderstand); als „visköser Widerstandskoeffizient“ errechnet, unter Annahme einer konst. Compliance, aus den mittels Ösophagussonde u. Pneumotachometer ermittelten Druck- u. Flusswerten.

  • Viscera
    • Viscera

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: viscera

    die Eingeweide.

  • visceral brain
    • Etymol.: engl.

    Bez. der psychosomat. Medizin für das limb. System als dem Hypothalamus übergeordneter Teil des vegetativ-nervösen (u. auch psychischen) Regulationssystems.

  • visceralis
    • visceralis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: visceral

    die Eingeweide betreffend. S.a. Viszeral...

  • Viscerocranium
    • Viscero|cranium

    • Synonyme: Gesichtsschädel

    • Englischer Begriff: viscerocranium

    Cranium viscerale.

  • viscidus
    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: viscid; viscous

    viskös.

  • Viscum album
    • Viscum album

    • Englischer Begriff: white mistletoe

    Abbildung

    die „Mistel“; angewandter Pflanzenteil: Mistelkraut (Visci albi herba aus Stängeln, Blättern u. Früchten); Inhaltsstoffe u.a.: toxische Polypeptide (Viscotoxine), Lectine, Viscumproteine, Flavonoide, biogene Amine, Phenylpropanderivate, Lignane. Anw.: u.a. zur Behandlung von degenerativ-entzündlichen Gelenkerkrankungen (z.B. als lokale Reiztherapie); als adjuvante Therapie bei malignen Erkrankungen, diskutiert werden u.a. immunmodulierende (z.B. Interleukin-1 induzierende Wirkung von Mistel-Lektin) u. karzinostatische (z.B. Hemmung von Onkogenen) Wirkmechanismen. NW: Fieber, pektanginöse Beschwerden, allergische Reaktionen.

  • VISI
    • Synonyme: Abk. für volare intercalierte Segmentinstabiltät

    Form der Instabilität nach distaler Radiusfraktur, bei der die distale Gelenkfläche des Os lunatum nach volar gekippt ist.

  • visibel
    • visibel

    • Englischer Begriff: visible

    sichtbar.

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