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  • Vitali-Probe 2)
    Vitali-Probe
    • 2)

    • Englischer Begriff: Vitali's test

    (i.e.S.) Gallensäuren-Nachweis.

  • Vitalindikation
    • Vital|indikation

    • Englischer Begriff: vital indication

    vitale Indikation.

  • vitalis
    • vitalis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: vital

    zum Leben gehörend, vital.

  • Vitalität
    • Englischer Begriff: vitality

    „Lebendsein“, i.e.S. die Lebenstüchtigkeit (Kriterien: körperl. Entwicklung, Anpassungs- u. Konkurrenzfähigkeit, Dauer der Fortpflanzungsfähigkeit, Zahl u. Fertilität der Nachkommen, beim Menschen ferner die Erlebnisfähigkeit).

  • Vitalitätsprüfung
    • Vitalitäts|prüfung

    • 1)
      Prüfung der Sensibilität eines Zahnes durch Reizen mit extremer Kälte... (mehr)
    • 2)
      Untersuchung z.B... (mehr)
  • Vitalitätsprüfung 1)
    Vitalitätsprüfung
    • 1)

    • Englischer Begriff: test for vitality

    • Fach: Zahnmedizin

    Prüfung der Sensibilität eines Zahnes durch Reizen mit extremer Kälte oder elektr. Strom zwecks Ausschlusses bzw. Bestätigung des Pulpentodes.

  • Vitalitätsprüfung 2)
    Vitalitätsprüfung
    • 2)

    • Englischer Begriff: vitality test

    • Fach: Immunologie

    Untersuchung z.B. der Lymphozyten auf Vitalität anhand der Vitalfärbung einer Lympho-Suspension mit Trypanblau (das nicht von vitalen Zellen aufgenommen wird).

  • Vitalkapazität
    • Vital|kapazität

    • Synonyme: VK (Abk.); VTmax (Abk.)

    • Englischer Begriff: vital capacity

    • Fach: Physiologie

    das nach max. Exspiration eingeatmete max. Atemvolumen. S.a. Spirogramm (dort Abb.).

  • Vitallium#(r)
    • Vitallium®

    • Englischer Begriff: Vitallium

    Co-Cr-Legierung z.B. für Dentaltechnik.

  • Vitalmikroskopie
    • Vital|mikro|skopie

    Beobachtung lebender Strukturen (Haut, Schleimhaut, Auge) mit dem binokularen Auflichtmikroskop.

  • Vitamere
    • Vita|mere

    • Englischer Begriff: vitamers

    chemisch verwandte Verbindungen mit qualitativ gleicher biologischer Vitaminwirkung.

  • Vitamin
    • Vit|amin(e)

    • Synonyme: Vit. (Abk.)

    • Englischer Begriff: vitamin(s)

    Tabelle

    (C. Funk 1911/12) lebensnotwendige („Vita-“) Nahrungsbestandteile, deren Nichtzufuhr Mangelerscheinungen auslöst. Gruppe organ. Wirkstoffe, die für die normalen Funktionen heterotropher Lebewesen mehr oder weniger obligat und – da nur aus äußeren Quellen bzw. unter dem Einfluss von Milieufaktoren (z.B. Darmflora) zugänglich – bedarfsgerecht zuzuführen sind. Ihre spezif., nur biokatalyt. Wirkung beruht auf Ersatz der dem metabol. Verschleiß unterliegenden Wirkgruppen von Enzymen. Mangel infolge ungenügender Zufuhr oder Resorption (s.a. Malabsorption), Störung von Darmflora oder Metabolismus, Antivitamin-Einwirkung (Vitaminantagonisten) oder gesteigerten Verbrauchs führt zu spezif. Hypo- u. Avitaminosen (Vitaminmangelkrankheiten); ein Überangebot zu Hypervitaminosen (mit Krankheitserscheinungen nur beim stark speicherbaren A u. D). Wasserlöslich sind B1, B2, B6, B12, Biotin, Pantothensäure, Niacin u. Niacinamid (PP), Fol- u. Folinsäure (Citrovorumfaktor), C u. Bioflavonoide; fettlöslich A, D, E, F u. K. Die alphabet. Bez. ist historisch bedingt: Die beiden ersten extrahierten essentiellen Nahrungsbestandteile unterschieden sich durch Fett- u. Wasserlöslichkeit und wurden mit A u. B bezeichnet. Aus der wasserlösl. Fraktion wurden die stukturell verschiedenen B-Vit. isoliert und mit B1, B2 etc. bezeichnet. Anders bei den fettlösl. Vit.: Dort bedeutet die Unterteilung mit Zahlen, dass es sich um Strukturanaloge des jeweiligen Vit. handelt. Heute können alle Vit. (außer B12) synthetisch hergestellt werden.

  • Vitamin A
    Vitamin
    • Vit|amin A

    • Synonyme: Axerophthol

    • Englischer Begriff: vitamin A; retinol

    Abbildung

    Oberbegriff für Vit. A1 (Retinol), A2 (3-Dehydroretinol) u. deren Derivate. Gelbe, fettlösl., durch Sauerstoff- u. UV-Einwirkung inaktivierbare Verbindungen. Vork. frei sowie proteingebunden in Milch, Leber (v.a. Fisch), Eigelb etc. Als Provitamine (Carotinoide) in zahlr. Pflanzen u. hieraus (v.a. β-Carotin) im tierischen Körper vermutl. in der Dünndarmwand gebildet und in der Leber gespeichert (meist als Palmitat). A1-Aldehyd als prosthet. Gruppe im Rhodopsin. Stoffwechsel: beteiligt an Keratinisierung und Biosynthese der Glykoproteine und Glykolipide. Vitamin-A-Mangel tritt v.a. infolge von Resorptionsstörungen auf und führt zu Epithelschäden an Haut u. Schleimhäuten: follikuläre Hyperkeratose („Krötenhaut“), Leukoplakien der Atem- u. Harnwegsschleimhäute, Plattenepithelmetaplasien in Speichel- u. Schleimdrüsen des Verdauungstraktes mit Diarrhöen, Keratomalazie, Xerophthalmie; außerdem zu Sehstörungen (Hemeralopie) und wahrsch. auch Störung der Steroid-Biosynthese. Eine Vitamin-A-Hypervitaminose bei chron. Überdosierung führt zu trockener, rauer Haut, Mundwinkelrhagaden, follikulären Keratosen, Haarausfall und evtl. Knochen- u. Gelenkbeschwerden sowie Anorexie, Reizbarkeit, Fieber, Hepatomegalie, periostalen Schwellungen u. Schmerzlähmungen. Bei akuter Intoxikation kommt es zu Kopfschmerzen, Nausea, Vertigo; bei Kindern als Marie-Sée-Syndrom.

  • Vitamin B-Komplex
    Vitamin
    • Vit|amin-B-Komplex

    • Englischer Begriff: vitamin B complex

    gegen Beriberi wirksames Gemisch aus Vit. B1, B2, B6 u. B12, Biotin, Nicotinsäureamid und Pantothensäure.

  • Vitamin B1
    Vitamin
    • Vit|amin B1

    • Synonyme: Thiamin; Aneurin

    • Englischer Begriff: vitamin B1; thiamin

    Abbildung

    wasserlösliches, hitze-, alkali- u. O2-labiles Vitamin. Natürliches Vork. in Getreide (Keimling, Hülle), Hülsenfrüchten, tier. Leber, Muskelfleisch, Hefe; wird auch ernährungsabhängig im Darm mikrobiell synthetisiert. Stoffwechsel: Vit. B1 ist unentbehrlich für den Kohlenhydratstoffwechsel: als „Cocarboxylase“ prosthet. Gruppe in Enzymen für Pyruvatdecarboxylierung, Bildung von Acetyl-CoA, von Bernsteinsäure im Krebs-Zyklus; außerdem beteiligt an der Acetylcholin-Bildung. Wird weder gespeichert noch als Überangebot resorbiert; wird v.a. in der Leber in Pyrophosphatform (Coenzym) überführt u. in der Niere dephosphoryliert (Harnexkretion 50 μg/24 Std. als freies u. als Sulfatester). Bei Vitamin-B1-Mangel infolge Minderangebots oder Resorptionsstörung Blockade der Transketolasereaktion in Erythrozyten mit Anstieg der Pentosephosphate auf 3fache Normwerte, erhöhter Pyruvat- u. Lactatblutspiegel, vermind. Harnexkretion. Es kommt zu Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Tachykardie (im EKG: kleines T), Wasserhaushaltsstörung, neurol. Symptomen (periphere Lähmungen, Hypo- bis Atonien, Konzentrationsschwäche, evtl. Depression), bei schwerer Ausprägung Beriberi, beim Alkoholiker Wernicke-Pseudoenzephalitis, Korsakow-Syndrom, Delir. Als Therapie orale Tagesgaben von 20–30 mg B1. – Als Vitamin-B1-Antagonisten die „Antivitamine“ Amprolium, 2-Methylthio- u. Oxypyrithiamin sowie natürl. „Thiaminasen“, Zimtsäure-Derivate etc.

  • Vitamin B12
    Vitamin
    • Vit|amin B12

    • Synonyme: (Cyano-)Cobalamin; Antiperniziosa-Faktor; Extrinsic-Faktor

    • Englischer Begriff: vitamin B12; cyanocobalamin

    Abbildung   Tabelle

    (1948) zu den Corrinoiden zählendes wasserlösl. Vit. (> 60 C-Atome, zentrales Co). Früher aus tier. Leber isoliert, heute mikrobiol.-technisch (z.B. mittels Streptomyces-Kulturen) produzierbar. Natürliches Vork. (aber keine Biosynthese) bei Mensch u. Tier v.a. in Leber als physiologisches, speicherfähiges Aquocobalamin und, bakteriell gebildet, im Darm (schlecht resorbierbar). Stoffwechsel: Resorption v.a. nach Bindung an Intrinsic-Faktor, da so als Komplex geschützt gegen Darmbakterien. Speicherung v.a. in der Leber (bis zu 1 mg von insges. 2–5 mg B12-Körperbestand). Im Plasma an drei Glykoproteine (Transcobalamin I–III) gebunden. Als Coenzym, z.T. unter Folsäure-Beteiligung, wesentlich am Fett-, Kohlenhydrat- u. Nucleinsäure-Stoffwechsel beteiligt, unentbehrlich für normale Erythropoese u. Nervenzellfunktion; essentieller Wachstumsfaktor für bestimmte Mikroorganismen. Vitamin-B12-Mangel v.a. bei Intrinsic-Faktor-Mangel (Magenschleimhautatrophie, Gastrektomie), nach ausgedehnter Dünndarmresektion und bei Dünndarmirritation infolge Verkleinerung bzw. Blockade des Resorptionsareals (u.a. bei Divertikulose, Syndrom der blinden Schlinge) sowie nach Neomycin-, Colchicin-, PAS-Medikation, bei Bandwurm-Befall (vermehrter Verbrauch) u. als familiäre B12-Malabsorption (Imerslund-Gräsbeck-Syndrom). Klinik u. Diagn.: nach Erschöpfung der Leberreserven perniziöse Anämie u. funikuläre Spinalerkrankung, selten symptomat. Psychose (z.B. depressiv, paranoid- oder einfach-halluzinator.). Verifizierung der Störung bzw. des Mangels mit Schilling-Test, anhand erniedrigter Werte im Blut (Norm 200–640 pg/ml) u. Harn (Norm 150 mg/24 Std.) sowie Nachweis von Methylmalonat im Harn.

  • Vitamin B2
    Vitamin
    • Vit|amin B2

    • Synonyme: Riboflavin; Lactoflavin

    • Englischer Begriff: vitamin B2; riboflavin

    Abbildung

    alkali- u. lichtempfindliches Vit., in Lsg. gelbgrün fluoreszierend. Wichtig als Wirkgruppe (FMN, FAD) der Flavinenzyme. Nahrungs-B2 wird nach Phosphorylierung in der Darmwand resorbiert. Vitamin-B2-Mangel führt zu Ektodermschäden (u.a. Linsentrübung, Keratitis, Korneavaskularisation), neurovegetativen u. urogenitalen Störungen (s.a. Ariboflavinose). Hemmung durch strukturähnl. Vitamin-B2-Antagonisten: mit ersetzten Methylgruppen z.B. Dichlorriboflavin, mit an N10 veränderter Ribityl-Seitenkette z.B. Galaktoflavin, mit verändertem Pyrimidinring z.B. Dichlorsorboflavin.

  • Vitamin B6
    Vitamin
    • Vit|amin B6

    • Synonyme: Pyridoxin; Adermin

    • Englischer Begriff: vitamin B6; pyridoxine

    Oberbegriff für die Pyridoxine Pyridoxal, Pyridoxamin, Pyridoxol; bei Mensch u. Tier als Phosphat wirksam. Natürliches Vork. (alkali- u. thermostabil, aber photosensibel) v.a. in Reis, Mais, grünem Gemüse, Eigelb, Hefe, tier. Leber u. Muskelfleisch; tgl. Bedarf ca. 2 mg. Stoffwechsel: als Coenzym zahlreicher Enzyme (z.B. Transaminasen, Dehydratasen, Sulfhydrasen, Carboxylasen) beteiligt am Aminosäurenaufbau u. -umsatz, an Porphyrin- u. Lipidsynthese (?). Vitamin-B6-Mangel kann nutritiv oder durch B6 inaktivierendes Hydrazon bei INH-Langzeitmedikation bedingt sein. Er führt zu einem Pellagra-ähnl. Bild mit Pigmentstörungen, seborrhoischer Dermatitis, normo- bis hypochromer Anämie (sideroachrestisch infolge Hemmung der B6-Phosphat-abhängigen δ-Aminolävulinsäure-Synthetase, dem „Schrittmacherenzym“ der Hämsynthese). Beim künstl. ernährten Säugling als Vitamin-B6-Mangelsyndrom die Limer-Krankheit, v.a. bei Verwendung stark erhitzter Pulvermilch: gesteigerte Erregbarkeit, Schreckhaftigkeit, Krampfanfälle, vermehrte Xanthurensäure-Ausscheidung im Harn (durch Tryptophan-Gabe provozierbar). Beim Neugeb. kann es aufgrund eines autosomal-rezessiv vererbten Pyridoxin-Stoffwechseldefekts zu generalisierten, nur auf Vit. B6, nicht aber auf Antikonvulsiva ansprechenden Krämpfe kommen. Nachweis des Mangels anhand vermehrter Xanthurensäure im Harn u. Ausscheidung von 3-Hydroxykynurenin (Abbau zu Nicotinsäure blockiert).

  • Vitamin Bc
    Vitamin
    • Vit|amin Bc

    • Englischer Begriff: vitamin Bc; folic acid

    Folsäure.

  • Vitamin C
    Vitamin
    • Vit|amin C

    • Englischer Begriff: vitamin C; ascorbic acid

    Ascorbinsäure.

  • Vitamin C-Mangelsyndrom
    Vitamin
    • Vitamin-C-Mangelsyndrom

    • Englischer Begriff: vitamin C deficiency syndrome

    Skorbut, Moeller-Barlow-Krankheit.

  • Vitamin D

    Vitamin

    • Vit|amin D

    • Synonyme: Calciferol; antirachitischer Faktor; D-Gruppe

    • Englischer Begriff: vitamin D; antirachitic vitamin

    Abbildung

    Sammelbegriff für fettlösl., photosensible Sterinderivate; insbes. die Vit. D2 u. D3 (Ergo- bzw. C[h]olecalciferol = Ercalciol bzw. Calciol) sowie deren natürl. Provitamine Ergosterin u. 7-Dehydrocholesterin, aus denen sie in der Haut unter UV-Einwirkung entstehen. Natürl. Vork. des D3 in tier. Geweben, Leberölen aller Fische, Hühnereiern, Milch, Butter. Stoffwechsel: Die intestinal angebotenen Vorstufen unterliegen normaler Fettresorption. In der Leber wird 25-Hydroxycholecalciferol (Calcidiol) u. in der Niere der wirksamste Metabolit 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol) gebildet. Im Körper erfolgt Speicherung; tgl. Bedarf 2–10 μg. Bei der Vitamin-D-Hypervitaminose infolge Überdosierung kommt es zu Ca-Mobilisierung mit Hyperkalzämie u. -urie, Hypophosphatämie u. Nephrokalzinose; ferner Hyperazotämie, Citratanstieg, Verminderung der alkal. Phosphatase. Folgen sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Obstipation, evtl. Dystrophie; intensive Verkalkung der Epiphysen; Ther.: Absetzen der D-Medikation, kalk- u. milchfreie Kost, Cortison (als D-Antagonist). Eine konstitutionelle Vitamin-D-Überempfindlichkeit mit Symptomen einer D-Hypervitaminose wird v.a. bei Immobilisierung, verlangsamtem Wachstum u. Dystrophie manifest; selten auch als fam. Syndrom infolge ungenügender hepat. D-Inaktivierung (Steroidabbaustörung?). Vitamin-D-Mangel führt zu Mineralisationsstörungen: beim Säugling u. Kleinkind zu Rachitis, beim Erwachsenen zu Osteomalazie u. zu sek. Hyperparathyreoidismus. Einheiten: 1 IE ~ 0,025 μg Vit. D2 bzw. D3 (internat. Referenzpräp.) = 1 U.S.P.; 1 mg D2 bzw. D3 ~ 40 000 IE, 1 mg D4 ~ 20 000 bis 30 000 IE; 1 klin. E. ~ 15 IE; 1 prophylakt. E. = 0,38 IE; 1 Schutzeinheit = 0,125 IE; 1 Schutzeinheitsdosis („S.E.D.“) = 0,5 IE.

  • Vitamin D bindendes Protein
    Vitamin
    • Synonyme: DBP (Abk.)

    • Englischer Begriff: vitamin D-binding proteine

    s.u. GC-Gruppen.

  • Vitamin E
    Vitamin
    • Vit|amin E

    • Synonyme: Tocopherol

    • Englischer Begriff: vitamin E; α-tocopherol; antisterility vitamin

    Abbildung

    (Evans u. Bishop 1922) Sammelbegriff für z.T. natürlich vork. (Mais, Sojabohnen, Weizen) u. in ihrer Wirkung ähnl. Substanzen mit α-Tocopherol als wichtigstem Vertreter. Eigenschaften: fettlösl., thermostabil, empfindl. gegenüber UV, Alkali, O2 u. stärkeren Oxidationsmitteln. Wirksam als Antioxidanzien (Stabilisatoren in biol. Membranen, für poly-ungesätt. Fettsäuren u. Vit. A); unentbehrlich für normale Funktion der männl. Keimdrüsen, normalen Schwangerschaftsverlauf, Funktionstüchtigkeit von Nervensystem u. Muskulatur. Vitamin-E-Antagonisten sind v.a. Peroxide (z.B. aus Linolensäure u. anderen poly-ungesätt. Fettsäuren); sie zerstören die Tocopherole oxidativ.

  • Vitamin F
    Vitamin
    • Vit|amin F

    • Englischer Begriff: vitamin F

    essentielle Fettsäuren.

  • Vitamin G
    Vitamin
    • Vit|amin G

    • Englischer Begriff: vitamin G; riboflavin

    Vitamin B2.

  • Vitamin H
    Vitamin
    • Vit|amin H

    • Englischer Begriff: vitamin H; biotin

    Biotin.

  • Vitamin K

    Vitamin

    • Vit|amin K

    • Synonyme: antihämorrhagisches Vitamin

    • Englischer Begriff: vitamin K; antihemorrhagic factor

    (H. Dam 1929) ursprüngl. Bez. („Vit.-K-Gruppe“) nur für die natürlich (in grünen Pflanzenteilen, tier. Organen, Mikrobenstoffwechsel) vorkommenden Vit. K1 (Phytomenadion; aus Alfalfa-Heu) u. K2 (Menachinon; aus Fischmehl). Jetzt auch für die synthetischen Vitamine K3–K7 samt Derivaten (z.B. Menadion = K3; Menadiol = K4). Eigenschaften: als spezif. Wirkung die hepat. Coenzymfunktion bei Biosynthese der Gerinnungsfaktoren; ist strukturabhängig (zwei kondensierte Ringe mit freien 5- bis 8-Stellungen) und wird durch Dicumarole kompetitiv gehemmt. Bei Vitamin-K-Hypovitaminose, z.B. infolge Antibiotika-Ther. oder Krankheit (Fettresorptionsstörung bei Verschlussikterus, Gallenfistel, Zöliakie, chron. Enteritis, Neugeborenenikterus) kommt es zur Verminderung von Prothrombin und Gerinnungsfaktoren VII u. IX mit Blutungsneigung. Ther.: parenterale, bei Cumarin-bedingten Fällen perorale K-Gaben. pharm Als Vitamin-K-Antagonisten kommen v.a. die prophylaktisch u. therapeutisch genutzten Indandione (z.B. Cumarin-Derivate) zur Anw. Einheiten: Dam-Glavind-E., Almqvist-Stokstad-E. (1 E. = 37,5 Dam-E. = 16 μg K1 bzw. 4,2 μg K3), Thayer-Doisy-E. (= 30 Dam-E. = 2 μg K1 bzw. 0,5 μg K3).

  • Vitamin M
    Vitamin
    • Vit|amin M

    • Englischer Begriff: vitamin M; folic acid

    (Day, Landston 1938) Folsäure.

  • Vitamin P
    Vitamin
    • Vit|amin P

    • Synonyme: Permeabilitätsfaktor

    • Englischer Begriff: vitamin P; citrin; (capillary) permeability factor

    s.u. Bioflavonoide.

  • Vitamin PP
    Vitamin
    • Vit|amin PP

    • Synonyme: Antipellagra-Vitamine

    • Englischer Begriff: pellagra preventing factor

    (Warburg, v. Euler 1935/1936) Sammelbegriff für die gegen Pellagra wirksamen Vitamine Nicotinsäure u. -säureamid (Niacin bzw. Niacinamid). Natürliches Vork. reichlich in Getreide, Reis, Hefe, Leber, Muskeln; Tagesbedarf 15–25 mg. Wirksam als Coenzym (Zentrum des NAD+ u. NADP+). Vitamin-PP-Mangel (meist bei gleichzeit. B2-, B6- u. Folsäure-Mangel) führt zur Pellagra, beim Hund zur „black tongue disease“.

  • Vitamin Q
    Vitamin
    • Vit|amin Q

    • Englischer Begriff: coenzyme Q

    Ubichinon.

  • Vitamin T
    Vitamin
    • Vit|amin T

    • Englischer Begriff: vitamin T

    Carnitin.

  • Vitamin-A-Hypervitaminose
    Vitamin
    • Englischer Begriff: hypervitaminosis A

    s.u. Vitamin A.

  • Vitamin-A-Säure
    Vitamin
    • Synonyme: Retinsäure; Tretinoin

    • Englischer Begriff: vit. A1 acid; retinoic acid

    Retinoid; Wirkung: starker Einfluss auf Proliferation u. Ausdifferenzierung der Epidermis; bewirkt bei Hyperkeratose, Parakeratose, follikulärer Keratose Normalisierung. Externe Anw. z.B. bei Akne vulgaris; NW: u.a. Gefahr einer toxischen Hautirritation (Kontaktdermatitis), daher Sonnenexposition meiden.

  • Vitamin-D-Derivate
    Vitamin

      zur Substitution u. als Calciumstoffwechselregulatoren angewandte Abkömmlinge des Vitamin D; Wirkst.: v.a. Vitamin-D3-Derivate, außerdem Ergocalciferol als Vitamin-D2(-Derivat).

    • Vitamin-D3-Derivate
      Vitamin
      • Vitamin-D3-Derivate

      • Synonyme: Calciferolanaloga

      Abkömmlinge des Colecalciferols (Vitamin D3). Wirkst.: a) systemisch: z.B. Calcifediol, Calcitriol, Alfacalcidol, Dihydrotachysterol; b) topisch anwendbar: z.B. Calcipotriol, Tacalcitol; Wirkung: a) entspricht der des körpereigenen Vitamin D (s. dort); b) antiproliferativ über Vitamin -D3-Rezeptoren der Keratinozyten; Anw. a) als Calciumstoffwechselregulatoren v.a. bei Osteoporose, Rachitis; b) zur topischen Ther. bei Psoriasis; NW: Hyperkalziurie mit Gefahr von Nierensteinen; bei systemischer Überdosierung D-Hypervitaminose (s.u. Vitamin D).

    • Vitaminantagonisten
      • Vitaminantagonisten

      • Synonyme: Antivitamine

      • Englischer Begriff: antivitamins

      natürliche u. synthet. Substanzen (meist Strukturanaloge) mit – kompetitiver – Hemmwirkung auf einzelne Vitamine durch Blockade der enzymat. Funktion. Wirkst. u. Anw. (im Tierversuch u. zur Ther.): z.B. für B1 Pyri- u. Oxythiamin, für B2 Galaktoflavin, für B6 Desoxypyridoxin u. INH, für K Hydroxycumarin-Derivate, INH, 3-Acetylpyridin u. Pyridin-3-sulfonsäure.

    • Vitaminierung
      • Vit|aminierung

      • Englischer Begriff: vitamin enrichment

      Zusetzen von Vitaminen zu Lebensmitteln.

    • Vitaminmangelkrankheit
      • Vit|amin|mangel|krankheit

      • Synonyme: Hypovitaminose

      • Englischer Begriff: hypovitaminosis; vitamin deficiency (syndrome)

      (Grijns 1901) Krankheit, die bei Mangel an einem oder mehreren Vitaminen aus entsprech. Stoffwechselstörungen resultiert. Ätiol.: zu niedriges oder fehlendes Angebot infolge verminderter Zufuhr oder mangelnder enteraler bakterieller Synthese, Resorptionsstörungen (s.a. Malabsorption), erhöhter Bedarf (bei schweren Krankheiten, Gravidität, postop. Zustand, Glucose-Infusionstherapie), gestörte Verwertung (z.B. Mangel an Intrinsic-Faktor). Symptome siehe beim betreffenden Vitamin.

    • Vitaminoide
      • Vit|aminoide

      • Englischer Begriff: vitaminoids

      vitaminähnl., nicht als funktionelle Enzymanteile wirkende, z.T. essentielle Stoffe, z.B. Bioflavonoide, Purine, Pyrimidine, Orotsäure, Inosit-Gruppe, „essentielle Metaboliten“.

    • Vitaut-Dercum-Syndrom
      • Vitaut-Dercum-Syndrom

      • Englischer Begriff: Dercum's syndrome

      Adipositas dolorosa.

    • vitelliforme Makulazyste
      • vitelli|forme Makula|zyste

      • Englischer Begriff: vitelliform cyst

      • Fach: Ophthalmologie

      hereditäre Zyste mit gelbem Inhalt („Eidotterzyste“; meist Spiegelbildung) im Bereich der Macula lutea.

    • vitellinus
      • vitellinus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: vitelline

      zum Dotter (Vitellum) gehörend.

    • Vitellus
      • Vitellus

      • Synonyme: Vitellum

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: yolk

      Dotter.

    • Vitex agnus-castus
    • Vitiligo
      • Vitiligo

      • Synonyme: Weißfleckenkrankheit; Scheckhaut

      • Englischer Begriff: vitiligo; piebald skin

      Abbildung

      echter, in der Jugend schleichend einsetzender, meist symmetr. Pigmentmangel bes. an Gesicht, Hals, Händen u. in der Anogenitalregion. Scharf begrenzte weiße Flecken von ungleichmäßiger Größe (oft zunehmend) und Form (s. Abb.), auch konfluierend, oft mit hyperpigmentiertem Randsaum; pigmentarme Zentren meist hypästhetisch, im Allg. gegen Sonnenlicht erhöht empfindlich, örtl. Haare evtl. entfärbt. Ther. rein kosmet.-symptomatisch: vorsichtige Sonnen- oder Quarzlampen-Bestrahlung (bei Abdecken der Nachbarhaut).

    • Vitium
      • Vitium

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: vitium; defect

      Fehler.

    • Vitium cordis
      Vitium
      • V. cordis

      • Englischer Begriff: heart d.

      Herzfehler.

    • Vitium primae formationis
      Vitium
      • V. primae formationis

      unmittelbar aus einer Störung der Embryogenese resultierende Bildungsfehler eines Organs.

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