Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

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  • Wirkung, spezifisch-dynamische
    Wirkung
    • W., spezifisch-dynamische

    • Englischer Begriff: specific dynamic effect

    s.u. spezifisch-dynamisch.

  • Wirkungsdosis
    • Wirkungs|dosis

    • 1)
      Dosis effectiva... (mehr)
    • 2)
      die aus Einfalls- u. Streuzusatzdosis zusammengesetzte Gleichgewichts-Ionendosis... (mehr)
  • Wirkungsdosis 1)
    Wirkungsdosis
    • 1)

    • Synonyme: Effektivdosis

    • Englischer Begriff: effective dose

    • Fach: Pharmakologie

    Dosis effectiva.

  • Wirkungsdosis 2)
    Wirkungsdosis
    • 2)

    • Fach: Radiologie

    die aus Einfalls- u. Streuzusatzdosis zusammengesetzte Gleichgewichts-Ionendosis, z.B. als Oberflächendosis, Herddosis; s.a. RBW.

  • Wirkungsqualität
    • Wirkungs|qualität

    Art der Wirkung, z.B. bei Arzneimitteln schmerzlindernd, entzündungshemmend, harntreibend usw.

  • Wirkungsquantum
    • Wirkungs|quantum

    • Fach: Physik

    Planck-Konstante.

  • Wirkungsspektrum
    • Wirkungs|spektrum

    • Englischer Begriff: spectrum of activity

    die Gesamtheit der auf ein Medikament effektiv ansprechenden biologischen Substrate; i.e.S. die von einem Antibiotikum wirksam erfassbaren Mikroorganismen.

  • Wirkungsspezifität
    • Wirkungs|spezifität

    • Englischer Begriff: specifity of action

    • Fach: Biologie

    Beschränkung der Wirkungsmöglichkeit auf ein bestimmtes Substrat (z.B. als Spezifität eines Enzyms).

  • Wirsung-Gang
    • Wirsung-Gang

    • Englischer Begriff: Wirsung's duct

    • Biogr.: Johann G. W., 1600–1643, dt. Anatom, Padua, Augsburg

    Ductus pancreaticus.

  • Wirsungographie
    • Wirsungo|graphie

    Pankreatographie.

  • Wirt
      • 1)
        Wirtsorganismus; Lebewesen, das einem anderen nur als Wohnort dient (= Raumparasitismus)... (mehr)
      • 2)
        Organismus als Empfänger bzw... (mehr)
    • Wirt 1)
      Wirt
      • 1)

      • Fach: Parasitologie

      Wirtsorganismus; Lebewesen, das einem anderen nur als Wohnort dient (= Raumparasitismus) oder von ihm auch bezüglich der Nahrungsaufnahme beschränkt wird (= Kommensalismus) oder sich mit ihm zu beider Vorteil ergänzt (= Symbiose); i.e.S. ein Organismus, der einem – ihn benachteiligenden oder gar schädigenden – Parasiten als vorübergehender oder dauernder Lebensraum dient; unterschieden z.B. als End-, Zwischen-, Hilfs-, Haupt-, Gelegenheitswirt sowie als akzidenteller W. (in den der Parasit zufällig hineingerät); s.a. Wirtszelle.

    • Wirt 2)
      Wirt
      • 2)

      • Englischer Begriff: host

      • Fach: Immunologie

      Organismus als Empfänger bzw. Träger eines Transplantats.

    • Wirtswechsel
      • Wirts|wechsel

      • Englischer Begriff: host change

      der für die vollständige Entwicklung mehrwirtiger Parasiten in bestimmten Entwicklungsphasen obligate Wechsel vom Zwischen- auf den Endwirt, aber auch umgekehrt (z.B. bei Malariaplasmodien Mensch als Zwischen-, Mücke als Endwirt).

    • Wirtszelle
      • Wirts|zelle

      • Englischer Begriff: host cell

      Zelle, die einem intrazellulären Parasiten (z.B. Virus, Plasmodium) als adäquates, die Vermehrung bzw. Geschlechtsreife ermöglichendes Milieu dient.

    • Wise-Parkhurst-Krankheit
    • Wiseman-Doan-Krankheit
      • Wiseman-Doan-Krankheit

      • Englischer Begriff: primary splenic neutropenia

      als primär splenogene Neutropenie eine im Zusammenhang mit Splenomegalie vorkommende chron. Granulozytopenie (bei normalem oder hyperplastischem Knochenmark); geht nach Splenektomie zurück.

    • Wiskott-Aldrich-Huntley-Syndrom
      • Wiskott-Aldrich(-Huntley)-Syndrom

      • Synonyme: WAS (Abk.)

      • Englischer Begriff: Wiskott-Aldrich syndrome

      • Biogr.: Alfred W., 1898–1978, Kinderarzt, Marburg, München; Robert Anderson A., 1917, Kinderarzt, Seattle, Washington DC

      X-chromosomal-rezessiv vererbtes, seltenes Immundefektsyndrom; klinisch relevant nur beim männlichen Geschlecht. Diagn.: IgM fehlt weitgehend, IgA u. IgE sind erhöht. Thrombozyten sind in der Struktur verändert, ihre Lebensdauer vermindert. Klinik: thrombozytopenische Blutungen (schon ab Neugeborenenalter), ekzematoide Dermatitis sowie hohe Infektanfälligkeit (v.a. Lunge, Mittelohr). Kompl.: u.a. Blutungen oder maligne Tumoren. Progn.: häufig Tod im Kindesalter durch Infektionen.

    • Wismut
      • Wismut

      • Englischer Begriff: bismuth

      Bismut.

    • Wissler-Fanconi-Syndrom
      • Wissler(-Fanconi)-Syndrom

      • Englischer Begriff: Wissler's syndrome

      • Biogr.: Hans W., Kinderarzt, Zürich; Guido F.

      Subsepsis hyperergica.

    • Witebsky-Substanz
      • Witebsky-Substanz

      • Biogr.: Ernst W., 1901–1969, Serologe, Heidelberg, Buffalo/USA

      Substanz mit der spezifischen Fähigkeit, die Hämagglutinine Anti-A u. Anti-B zu binden. Wird dem Blut der Blutgruppe 0 (Universalspender) zugesetzt, um – v.a. bei Austauschtransfusion – unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.

    • Wittmaack-Ekbom-Syndrom
      • Wittmaack-Ekbom-Syndrom

      • Synonyme: Syndrom der unruhigen Beine

      • Englischer Begriff: Wittmaack-Ekbom syndrome; restless legs

      • Biogr.: Theodor W., dt. Arzt; Karl A. E., schwed. Neurologe

      intermittierend-paroxysmale, v.a. nachts u. im Liegen auftretende schmerzhafte Empfindungen in den Beinen (Par- u. Dysästhesien; v.a. der Unterschenkelaußenseite) mit resultierender Bewegungsunruhe. Ätiol.: unklar; Auftreten wird begünstigt durch Kältereiz, Anämie u. Gravidität. – Seltener ähnliche Erscheinungen an den Armen.

    • Witzel-Fistel
      • Witzel-Fistel

      • Englischer Begriff: Witzel's gastrostomy

      • Biogr.: Oscar W., 1856–1925, Chirurg, Düsseldorf

      Abbildung

      Gastrostomie (als Ernährungsfistel) oder Jejuno-, Ileostomie unter Bildung eines Kanals aus Magen- bzw. Darmwandfalten um den in das eröffnete Organ eingelegten u. durch die Bauchwand ausgeleiteten Katheter (Abb.); s.a. Kader-Fistel.

    • WK
      • Synonyme: Abk. für Wirbelkörper

      Corpus vertebrae.

    • WMA
      • Synonyme: Abk. für World Medical Association

      • Etymol.: engl.

      Weltärztebund.

    • WN-Virus
      • Synonyme: Abk. für West-Nil-Virus

      • Englischer Begriff: West Nile virus

      ein Flavivirus.

    • Woakes-Syndrom
      • Woakes-Syndrom

      Polyposis nasi.

    • Wochenbett
      • Wochen|bett

      • Englischer Begriff: childbed; puerperium

      Puerperium; s.a. Puerperal...

    • Wochenbettdepression
      • Wochenbett|depression

      • Englischer Begriff: postpartum depression

      Form der Wochenbettpsychose; depressives Zustandsbild; klinisch im Vordergrund stehen Angstgefühle u. die Überzeugung, das Neugeborene nicht ausreichend versorgen zu können.

    • Wochenbettgymnastik
      • Wochenbett|gymnastik

      • Englischer Begriff: postpartum gymnastics

      Turnübungen der Wöchnerin zur Stärkung der Bauchdecken- u. Beckenbodenmuskeln.

    • Wochenbettpsychose
      • Wochenbett|psychose

      • Englischer Begriff: postpartum psychosis

      Psychose in den ersten 2–3(–6) Wo. nach Entbindung; mit meist günstiger Prognose. Klinik: Erregtheit, Angst, Ratlosigkeit, Halluzinationen, Illusionen, Antriebsstörungen, Schuldgefühle, Stimmungslabilität u. Wahnerscheinungen. Wird – soweit nicht symptomatisch – z.T. als endogene Psychose aufgefasst, wobei psychischen Einflüssen (Einstellung zum Neugeborenen, zur Partnerschaft) von verschiedenen Autoren unterschiedliche Bedeutung beigemessen wird; s.a. Wochenbettdepression.

    • Wochenbettwehen
      • Wochenbett|wehen

      • Englischer Begriff: postpartum contractions

      Sammelbegriff für Nach- u. Laktationswehen (Reizwehen), i.w.S. auch für die Dauerkontraktion (u. Retraktion) der Gebärmutter nach der Entbindung.

    • Wochenfluss
      • Wochen|fluss

      • Fach: Geburtshilfe

      Lochia.

    • Wöchnerin
      • Synonyme: Puerpera

      • Englischer Begriff: puerpera

      entbundene Frau im Wochenbett (= Puerperium).

    • Wohlfahrtia

        eine Fleischfliegen-Gattung [Brachycera, Sarcophaginae]; darunter die Schmeißfliege W. magnifica als wichtiger Myiasiserreger.

      • Wohlfart-Kugelberg-Welander-Syndrom
        • Wohlfart-Kugelberg-Welander-Syndrom

        • Englischer Begriff: Wohlfart-Kugelberg-Welander syndrome

        Kugelberg-Welander-Syndrom.

      • Wohlgemuth-Einheit
        • Wohlgemuth-Einheit

        • Englischer Begriff: Wohlgemuth unit

        • Biogr.: Julius W., 1874–1948, Internist, Berlin

        ältere Kennzahl der Aktivität der α-Amylase.

      • Wöhlk-Lactosenachweis
        • Wöhlk-Lactosenachweis

        Farbreaktion zum Lactose- u. Maltosenachweis im Harn bei Erwärmen der Probe mit Ammoniumhydroxid u. Kalilauge (im positiven Fall erfolgt Rotfärbung [bei Glucose, Fructose gelbbraune Verfärbung]).

      • Wohlstandssyndrom
        • Wohlstands|syndrom

        umgangssprachliche Bez. für die Risikofaktoren-Kombination Hypertonie, Diabetes u. Adipositas.

      • Wohlwill-Andrade-Typ
        • Wohlwill-Andrade-Typ

        der Typ I der Amyloid-Polyneuropathie (autosomal-dominant erblich mit unvollständiger Penetranz).

      • Wolf

          volkstümliche Bez. für 1) anale Intertrigo (Analekzem), 2) Lupus vulgaris („fressender W.“).

        • Wolf-Syndrom
          • Wolf-Syndrom

          • Synonyme: 4-Deletions-Syndrom

          • Englischer Begriff: Wolf-Hirschhorn syndrome

          • Biogr.: Ulrich W., Humangenetiker, Freiburg/Br.

          zahlreiche angeborene Fehlbildungen infolge teilweiser Deletion des kurzen Armes eines der Chromosomen Nr. 4. Klinik: Untergewicht bei der Geburt (später Minderwuchs), schwerere psychische, psychomotor. u. körperliche Unterentwicklung, Gesichtsfehlbildungen (Hypertelorismus, vorstehende Nasenwurzel [mit Naevus flammeus], plumpe Nase, Epikanthus), kleine, tief stehende Ohren, Gaumenspalte, Augenfehlbildungen (Iriskolobom, Pupillenektopie, Mikrophthalmus, Strabismus), Trichterbrust, Hüftgelenkdysplasie, Mikrozephalie; ferner Klitorishyperplasie bzw. Kryptorchismus u. Hypospadie.

        • Wolfe-Krause-Lappen
          • Wolfe-Krause-Lappen

          • Englischer Begriff: Krause-Wolfe graft

          • Biogr.: John R. W., 1824–1904, Augenarzt, Glasgow; Fedor K.

          Hauttransplantat als freier Kutislappen zur Deckung frischer, oberflächlicher, asept. Hautwunden.

        • Wolff
          • Wolff

          • Biogr.: 1) Julius D. W., 1836–1902, Orthopäde, Berlin; 2) Kaspar Friedr. W., 1733–1794, Anatom, Berlin, St. Petersburg; 3) Louis W., 1898–1972, Kardiologe, Boston;

        • Wolff-Gang
          Wolff
          • W.-Gang

          • Englischer Begriff: wolffian duct

          • Biogr.: Kaspar Friedr. W.

          Urnierengang.

        • Wolff-Parkinson-White-Syndrom
          Wolff
          • W.-Parkinson-White-Syndrom

          • Synonyme: WPW-Syndrom (Abk.); Antesystolie; Kent-Syndrom

          • Englischer Begriff: Wolff-Parkinson-White syndrome; WPW syndrome

          • Biogr.: Louis W., Sir John P., Paul D. Wh.; Ärzte Boston u. London

          Abbildung

          Herzfunktionsstörung mit Neigung zu – meist gut vertragener – paroxysmaler Tachykardie durch – im Allg. konstante – Beschleunigung der atrioventrikulären Erregung (Präexzitation). EKG: normale P-Welle, verkürzte PQ-Zeit (< 0,11 Sek.) u. eine dem – im Tachykardie-Anfall meist verbreiterten u. deformierten – QRS-Komplex vorangehende träge „Vorschwankung“ (Deltawelle; in den Gliedmaßenableitungen mit der raschen Hauptschwankung gleichgerichtet, rechts präkordial positiv oder neg.; Abb.). – Davon unterschieden als besonderer Präexzitationstyp das Lown-Ganong-Levine(„LGL“)-Syndrom mit kurzem PQ bei normalem QRS (gut zu differenzieren anhand des gleichzeitig geschriebenen His-Bündel-Elektrogramms).

        • Wolff-Transformationsgesetz
          Wolff
          • W.-Transformationsgesetz

          • Englischer Begriff: Wolff's law

          • Biogr.: Julius D. W.

          Jede Funktionsstörung eines Skelettabschnitts hat hypo- bis atrophische (bei Inaktivität), hypertrophische (bei Druck u. Zug) oder andersartige Strukturveränderungen der beteiligten Knochen zur Folge.

        • Wolff-Tubuli
          Wolff
          • W.-Tubuli

          • Synonyme: Ductus epoophori longitudinales

          • Englischer Begriff: w. tubules

          • Biogr.: Kaspar Friedr. W.

          Gartner-Gänge.

        • Wölfler-Operation
          • Wölfler-Operation

          • Englischer Begriff: Wölfler's operation

          • Biogr.: Anton W., 1850–1917, Chirurg, Graz, Prag

          die 1881 erstmals durchgeführte vordere antekolische Gastroenterostomie (zunächst anti-, noch im gleichen Jahr isoperistaltisch; später mit Braun-Fußpunktanastomose als GE anterior antecolica anteepiploica). Mit hoher Geschwürrate belastet, daher nur zusammen mit Vagotomie üblich.

        • Wolfram
          • Wolf|ram

          • Synonyme: Wolframium; W (Abk.)

          • Englischer Begriff: tungsten

          Schwermetallelement mit Atomgew. 183,85, OZ 74, Isotopen 180W, 182–184W, 186W; Fp. bei 3400 °C; 6-, daneben 2- bis 5-wertig. Natürliches Vorkommen v.a. als Wolframatmineral. Verw. in Legierungen für Glühfäden, Röntgenanodenteller, Spezialstähle. Die – schwer löslichen – Salze können nach oraler Aufnahme zu Gastroenteritis führen; langzeitige Einatmung, v.a. von Wolframcarbiden, führt evtl. zu Hartmetallunge („Wolframlunge“; bösartig verlaufend).

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