Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

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  • Würgen 2)
    Würgen
    • 2)

    • Englischer Begriff: strangulation

    Erwürgen.

  • Würgereflex
    • Würg(e)reflex

    • Englischer Begriff: gag reflex

    mit Brechreiz einhergehendes Würgen (evtl. mit Beteiligung der Gaumensegelmuskulatur) als Reaktion auf Berühren des Gaumenzäpfchens oder auf Herunterdrücken der Zunge; der W. kann fehlen bei entsprechenden Sensibilitätsausfällen oder Gaumensegellähmungen (Ausfall des N. glossopharyngeus).

  • Wurm
    • Wurm 1)
      Wurm
      • 1)

      • Fach: Zoologie

      Helminth.

    • Wurm 2)
      Wurm
      • 2)

      • Englischer Begriff: vermis; worm

      • Fach: Anatomie

      Kurzbez. des Kleinhirnwurmes (Vermis) bzw. – Jargon – des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis).

    • Wurmanämie
      • Wurm|anämie

      • Englischer Begriff: worm anemia

      hypochrome Anämie bei Wurmbefall (v.a. durch Ancylostoma u. Strongyloides); Ursache: chronische Blutverluste, örtliche Störung der Eisenresorption.

    • Wurmbefall
      • Wurm|befall

      • Englischer Begriff: worm infestation

      Helminthiasis.

    • Wurmeier
      • Wurm|eier

      • Englischer Begriff: helminth eggs; worm e.

      Abbildung   Abbildung

      von weiblichen bzw. hermaphroditischen Helminthen in den Wirtsorganismus ausgestoßene Eier, deren – z.T. von Dotterzellen umgebene – Eizellen sich bei manchen Arten erst nach Abgang mit den Ausscheidungen, bei anderen schon im Wirt weiterentwickeln. Die Entwicklung der geschlüpften Larven geht meist in 1 oder 2 Zwischenwirten weiter, führt im Endwirt zur Geschlechtsreife („adulte Würmer“). – Merkmale (s.a. Abb.): 1) Ancylostoma duodenale: oval, 50 (60) : 35 (40) μm, frisch (im Stuhl) mit glasklarer Hülle; mit 2–8 Furchungszellen. – 2) Ascaris lumbricoides: ovulär; befruchtet 54–60 μm, mit bräunlicher Außen- u. farbloser Innenhülle; unbefruchtet 75–85 μm, farblos, mit Tröpfcheneinschlüssen; erst die Larve ist invasionsfähig. – 3) Clonorchis sinensis: 16 : 30 μm, bauchig flaschenförmig, mit Deckel, am Gegenpol evtl. winzige Haken; enthält bei Ablage das Miracidium. – 4) Dicrocoelium dendriticum: oval, 26 : 40 μm, dunkelbraun, dickschalig; enthält bei Ablage das Miracidium. – 5) Diphyllobothrium latum: 45 (50) : 67 (70) μm, dicke, braune Schale, an den Polen Deckel bzw. kleiner Knopf, zentrale Eizelle mit Dotterzellen; Embryonalentwicklung im Wasser unter Bildung einer zweiten, inneren Hülle u. einer Epithelschicht (später Zilien tragend). – 6) Diphyllidium caninum: kugelig, 20 : 30 μm, zweischalig; der Embryo mit 6 paarig angeordneten Haken; um die durchscheinende Innenhülle dünne bläschenartige Membran (dadurch 26 : 50 μm). – 7) Enterobius vermicularis: doppelt konturiert, farblos, asymmetrisch oval; 4-schichtige Schale; mit schlupffähigem Embryo. – 8) Fasciola hepatica: oval, 80–140 μm, gelbbraun, mit Deckel u. deckelnaher Eizelle (mit Dotterzellen). – 9) Fasciolopsis buski: ovalär, 83 : 138 μm, Pole leicht konisch mit Deckel; unreif farblos/gelblich, später bräunlich, klebrig; Eizelle (mit Dotterzellen) deckelwärts exzentrisch. – 10) Hymenolepis nana: elliptisch, 40 : 50 μm; 2 Hüllen, dazwischen – polnahe – fädige Gebilde. – 11) Necator americanus: ähnlich wie Ancylostoma-Ei, länglicher; 35 (40) : 64 (72) μm. – 12) Paragonimus westermani: oval, unterschiedlich groß (ca. 55 : 90 μm), goldbraun; Deckel mit Kragen; 1 Eizelle mit 5–10 Dotterzellen (auch reifere Stadien). – 13) Schistosoma: alle Arten mit Miracidium; Sch. haematobium: längs-ovulär, 45–60 : 120–160 μm, durchsichtig, Stachel an einem Pol; Sch. japonicum: plump-oval, 50 : 100 μm, gelblich; rudimentärer Stachel; Sch. mansoni: asymmetrisch-ovalär, 60 : 130–180 μm, seitlich Stachel. – 14) Strongyloides stercoralis: oval, 30 : 50–70 μm, glatte, dünne, durchsichtige Schale; Larve (aus embryoniert abgelegtem Ei) schlüpft im Darm; manche Eier nur Morula- bis Larvenstadien enthaltend. – 15) Taenia saginata, T. solium (voneinander kaum unterscheidbar); rund mit Randwall, 20 : 40 bzw. 30 : 50 μm; dünne Schale, Larve (Sechshakenlarve mit 3 Hakenpaaren) von radiär gestreifter Embryophore umgeben. – 16) Trichostrongylus: 30–80 μm; ähnlich wie Ancylostoma-Ei (aber viele Furchungszellen). – 17) Trichuris trichiura: 20 (25) : 50 (55) μm, doppel- u. dickschalig, gelblich/braun, zitronenförmig; Eizelle ungefurcht; an bd. Polen heller Schleimpfropf.

    • Wurmeiernachweis
      • Wurmeier|nachweis

      • Englischer Begriff: worm egg or helminth egg determination

      mikroskopische Untersuchung von Stuhlproben (oder Abwasserproben etc.) auf Wurmeier, u. zwar im Nativpräparat aus aufgelöster Probe, in der Schwimmschicht der Probenauflösung (physiologische Kochsalz-Lsg.), in „aufgehellter dicker Schicht“ (unverdünnt, transparenzsteigernd behandelt), im Probenzentrifugat, im Sediment der aufgelösten Probe, im angereicherten Probengut (z.B. Fülleborn-Anreicherung), direkt im Analabstrich (mittels Cellophanklebestreifens, cellophanbedeckten Glasstabes, Spezialstempels) bzw. in Kulturprobe aus dem verdächtigen Material.

    • Würmer
      • Englischer Begriff: worms

      Helminthen; s.a. Wurm...

    • Wurmfortsatzentzündung
      • Wurmfortsatz|entzündung

      • Englischer Begriff: appendicitis

      Appendicitis.

    • Wurmileus
      • Wurm|ileus

      • Englischer Begriff: verminous ileus

      Obturationsileus durch Eingeweidewürmer (z.B. Askaridenileus).

    • Wurmkrankheit
      • Wurm|krankheit

      • Englischer Begriff: helminthiasis

      Helminthiasis.

    • Wurmkrankheit der Bergleute
      Wurmkrankheit
      • W. der Bergleute

      • Englischer Begriff: mine workers' h.

      die – gemäß BKVO – entschädigungspflichtige Ancylostomiasis.

    • Wurmkur
      • Wurm|kur

      • Englischer Begriff: anthelmintic therapy

      systematische Anw. von Anthelminthika (z.B. Bandwurmmittel) zur Entwurmung bei Helminthiasis, meist kombiniert mit diätetischen u. Abführmaßnahmen.

    • Wurmstörung
      • Wurm|störung

      • Englischer Begriff: vermis dysfunction

      Kleinhirn-W., s.u. zerebellares Mittelliniensyndrom.

    • Wurstvergiftung
      • Wurst|vergiftung

      • Englischer Begriff: sausage poisoning

      Lebensmittelvergiftung durch Verzehr bakteriell verunreinigter Wurstwaren; i.e.S. („Allantiasis“) der Botulismus.

    • Wurzel
      • Englischer Begriff: root

      Radix, s.a. Radik..., pharmaz Rhizoma, Tuber.

    • Wurzelbehandlung
      • Wurzel|behandlung

      • Englischer Begriff: endodontic treatment

      medikamentöse u./oder mechanische Behandlung der Zahnmarkhöhle, von „direkter Überkappung“ durch Abdecken des akzidentell eröffneten Pulpencavums mit dentinregenerierenden Substanzen bis zur Exstirpation des Pulpengewebes u. Abfüllen des Hohlraums mit nicht resorbierbaren Substanzen.

    • Wurzelbehandlung, operative
    • Wurzeldekompression
      • Wurzel|dekompression

      • Englischer Begriff: root decompression

      bei Wurzelsyndrom operative Beseitigung der Spinalnervenwurzelkompression; z.B. durch op. Entfernung eines Bandscheibenvorfalls.

    • Wurzeldurchschneidung
      • Wurzel|durchschneidung

      • Englischer Begriff: rhizotomy

      Radikulotomie.

    • Wurzelerkrankung
      • Wurzel|erkrankung

      • Englischer Begriff: endodontic disease

      • Fach: Zahnmedizin

      Periodontitis, Granuloma apicale.

    • Wurzelfäden
      • Wurzel|fäden

      • Englischer Begriff: root filaments

      Fila radicularia; s.a. Wurzelzellen.

    • Wurzelfuellung, retrograde
      Wurzelfüllung
      • W., retrograde

      • Englischer Begriff: retrofilling

      die Wurzelspitzenresektion abschließende W. vom Wurzelspitzenstumpf aus.

    • Wurzelfüllung
      • Wurzel|füllung

      • Englischer Begriff: root-filling

      • Fach: Zahnmedizin

      die Wurzelbehandlung abschließendes „Abfüllen“ des Zahnwurzelkanals von der eröffneten Pulpenkammer aus mit plastischen, dann erstarrenden Füllmaterialien.

      • W., retrograde
        die Wurzelspitzenresektion abschließende W. vom Wurzelspitzenstumpf aus... (mehr)
    • Wurzelfüßer
      • Wurzel|füßer

      Rhizopoda.

    • Wurzelgranulom
      • Wurzel|granulom

      • Englischer Begriff: apical granuloma

      Wurzelspitzengranulom (Granuloma apicale).

    • Wurzelhautentzündung
      • Wurzelhaut|entzündung

      • Englischer Begriff: periodontitis; parodontitis

      Entzündung des Periodontiums, Periodontitis; i.w.S. auch die Entzündung des Weichgewebes zwischen Zahnwurzel u. Kieferknochen, Parodontitis.

    • Wurzelkanal
      • Wurzel|kanal

      • Englischer Begriff: root canal

      Canalis radicis dentis.

    • Wurzelkompressionssyndrom
      • Wurzel|kompressionssyndrom

      • Englischer Begriff: radicular compression syndrome

      durch mechanischen Druck auf die Spinalnervenwurzel ausgelöstes Krankheitsgeschehen. S.a. Bandscheibensyndrom.

    • Wurzelkompressionssyndrom, lumbales
      Wurzelkompressionssyndrom
      • W., lumbales

      • Englischer Begriff: lumbal r. c. s

      Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung in das Bein, hervorgerufen durch meist degenerative Veränderungen der unteren lumbalen Bewegungssegmente. Häufigste Ursache für das Ischiassyndrom; z.T. auch mit diesem gleichgesetzt. Ätiol.: diskogen (Bandscheibenprolaps oder -protrusion), laterale Spinalkanalstenose, Postdiskotomiesyndrom (postoperative Narben im Bereich des Wirbelkanals); selten Entzündungen, Traumen oder Tumoren. Die mechan. Bedrängung führt zu entzündl. Schwellung der Nervenwurzel mit epiduralem Venenstau u. Verengung des Raumes im Wirbelkanal mit entsprechender Symptomatik. Ther.: zunächst v.a. konservativ (Analgetika, Injektionen, Bewegungstherapie, Stufenlagerung); bei längerem Verlauf oder bei Kaudasyndrom, progredienter Lähmung, starken anhaltenden Schmerzen bei Prolaps, erheblicher Gehbehinderung u./oder Schmerzen bei Spinalkanalstenose chirurg. Verfahren (Chemonukleolyse, perkutane [Laser-]Nucleotomie, offene [mikrochirurg.] Operation).

    • Wurzelkompressionssyndrom, vertebrokardiales
      Wurzelkompressionssyndrom
      • W., vertebrokardiales

      • Englischer Begriff: neurocirculatory anterior chest syndrome

      vorderes Brustwandsyndrom.

    • Wurzelneuralgie
      • Wurzel|neuralgie

      • Synonyme: Radikulalgie

      • Englischer Begriff: radiculalgia; radicular neuralgia

      Neuralgie (z.B. Ischialgie) durch Irritation der hinteren Spinalnervenwurzel; die Schmerzen strahlen segmentär in zugehörige Dermatome aus, sind bei Tabes dorsalis lanzinierend.

    • Wurzelneuritis
      • Wurzel|neuritis

      • Synonyme: Radikuloneuritis

      • Englischer Begriff: radiculoneuritis

      Neuritis der Spinalnervenwurzel. Führt zu segmentgebundenen sensiblen bzw. motorischen Ausfällen (Hyp-, Anästhesie, Lähmung; auch Reflexanomalien); s.a. Guillain-Barré-Syndrom. – I.w.S. auch die Neuropathien u. unsystemischen Polyneuropathien infolge Irritation dieser Wurzeln (Wurzelsyndrom).

    • Wurzelscheide
      • Wurzel|scheide

      • Englischer Begriff: root sheath

      je eine äußere u. innere epitheliale Scheide der Haarwurzel; Haar (dort Abb.).

    • Wurzelspitzengranulom
      • Wurzel|(spitzen)granulom

      • Englischer Begriff: apical granuloma

      Granuloma apicale.

    • Wurzelspitzenresektion
      • Wurzel|spitzen|resektion

      • Englischer Begriff: apicoectomy

      • Fach: Zahnmedizin

      als Radikaloperation bei chronischer granulierender Parodontitis die nach Schleimhautaufklappung u. Kiefertrepanation erfolgende Entfernung der Zahnwurzelspitze (Apex radicis dentis) samt umgebendem Wurzelspitzengranulom, abschließend retrograde Wurzelfüllung (falls nicht bereits präoperativ von der Zahnhöhle aus durchgeführt).

    • Wurzelsymptome
      • Wurzel|symptome

      • Englischer Begriff: radicular symptoms

      aus der Irritation (z.B. durch Kompression bei Bandscheibenprolaps) oder Entzündung (Radikulitis) bzw. sonstigen krankhaften Veränderungen der Spinalnervenwurzel (s.a. Radikuloneuritis) resultierende Störungen der segmentalen Motorik, Sensibilität u./oder der Reflexe, aus deren Gesamtheit ein mehr oder minder charakteristisches Wurzelsyndrom resultiert.

    • Wurzelsyndrom
      • Wurzel|syndrom

      • Englischer Begriff: radicular syndrome; radiculopathy

      s.u. Wurzelsymptom; typisch z.B. als Zervikal-, Zervikobrachialsyndrom, zervikale Migräne, Lendenwirbelsäulensyndrom, Kaudasyndrom; s.a. Wurzelkompressionssyndrom.

    • Wurzelzellen
      • Wurzel|zellen

      • Englischer Begriff: root cells

      • Fach: Anatomie

      die Cellulae radiculares anteriores (Motoneurone des Vorderhorns des Rückenmarks, Seitenhornzellen des Sympathikus) u. posteriores (Spinalganglienzellen, sympath. Seitenhornzellen), deren Neuriten die vordere bzw. hintere Spinalnervenwurzel bilden.

    • Wurzelzement
      • Wurzel|zement

      • Englischer Begriff: cement

      • Fach: Zahnmedizin

      Cementum.

    • Wüstenfieber
      • Wüsten|fieber

      • Englischer Begriff: desert fever

      Kokzidioidomykose; s.a. Wüstenrheumatismus.

    • Wüstengeschwür
      • Wüsten|geschwür

      • Englischer Begriff: desert sore

      die u.a. auch als Wüsten-, Natalbeule bezeichnete Dermatitis cupoliformis durch Diphtheriebakterien oder – seltener – durch Staphylokokken.

    • Wüstenrheumatismus, disseminierter
      • Wüsten|rheumatismus, disseminierter

      • Englischer Begriff: desert rheumatism

      fortschreitende granulomatöse Kokzidioidomykose.

    • Wustmann-Bügel
      • Wustmann-Bügel

      • Biogr.: Otto W., 1896–1971, dt. Chirurg

      Doppeldrahtspannbügel für Druckarthrodese.

    • Wut
        • 1)
          die Wutkrankheit = Tollwut; Lyssa; unterschieden als „rasende“ u... (mehr)
        • 2)
          Wutanfall (plötzlicher, fortschreitender Erregungszustand)... (mehr)
      • Wut 1)
        Wut
        • 1)

        • Englischer Begriff: rage; rabies

        • Fach: Pathologie

        die Wutkrankheit = Tollwut; Lyssa; unterschieden als „rasende“ u. als „stille“ Wut.

      • Wut 2)
        Wut
        • 2)

        • Englischer Begriff: frenzy; fury

        Wutanfall (plötzlicher, fortschreitender Erregungszustand).

      • Wutkrämpfe
        • Wut|krämpfe

        respiratorische Affektkrämpfe.

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