Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

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  • Welle 1)
    Welle
    • 1)

    • Fach: Physik

    zeitlich u. örtlich, meist periodisch veränderlicher Vorgang, der einer linearen partiellen Differentialgleichung 2. Ordnung vom hyperbolischen Typ gehorcht; s.a. Schwingung. Ihre Charakteristika sind: Amplitude, Geschwindigkeit u. Wellenlänge. – Als fortschreitende W. eine sich frei im Raum ausbreitende, als stehende W. das Ergebnis der Interferenz zweier ebener Wellenzüge mit gleicher Amplitude u. Wellenlänge u. entgegengesetzter Ausbreitungsrichtung.

  • Welle 2)
    Welle
    • 2)

    Graphoelement einer bioelektrischen Kurve, das die Änderung von Potentialdifferenzen als Funktion der Zeit widerspiegelt, z.B. als Zacke des EKG. Wird im EEG auch als wave bezeichnet, dort sinusförmig (im Gegensatz zur „Spitze“ oder „spike“; s.a. S/W-Komplex). Homophasische W.: in 2 oder mehr Ableitungen von gleicher Form u. Dauer, zur gleichen Zeit beginnend u. mit gleicher Polungsrichtung ablaufend (Gegensatz: antiphasische W.).

  • Welle 3)
    Welle
    • 3)

    • Fach: Kardiologie

    Pulswelle.

  • Welle 4)
    Welle
    • 4)

    • Englischer Begriff: wave

    Peristaltikwelle.

  • Wellenlänge
    • Wellen|länge

    • Synonyme: λ (Abk.)

    • Englischer Begriff: wavelength

    • Fach: Physik

    bei der fortschreitenden Welle (1) der räumliche Abstand zweier benachbarter Wellenorte gleicher Schwingungsphase (z.B. Maxima oder Minima) in Richtung der Wellennormale. Es gilt die Beziehung: c = νλ (ν = Frequenz, c = Geschwindigkeit).

  • Wellenlänge, effektive
    Wellenlänge
    • W., effektive

    • Synonyme: λeff (Abk.)

    • Englischer Begriff: effective w.

    die mittlere W. einer heterogenen Strahlung. S.a. Wellenstrahlung.

  • Wellenstrahlung
    • Wellen|strahlung

    • Englischer Begriff: electromagnetic waves

    elektromagnetische Strahlung (im Ggs. zur Korpuskularstrahlung).

  • Wellness
    • Etymol.: engl.

    Bezeichnung für den Zustand des Sich-wohl-Fühlens im körperlichen u. seelischen Sinne; auch Bezeichnung für einen in Bewegung befindlichen Prozess von guter Gesundheit u. Wohlbefinden, der in enge Beziehung gebracht wird zu speziellen körperlichen u. seelischen Trainingsprogrammen (sog. W.-Trainingsprogramme). Der Begriff wurde ursprünglich in den USA geprägt, wo gegen Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts die W.-Bewegung entstand; Hintergrund ist der Gesundheitsbegriff der WHO (s.a. Gesundheit).

  • Wells-Formel
    • Wells-Formel

    • Englischer Begriff: Well's formula

    • Biogr.: Bertrand W., brit. Internist

    Formel zur Abschätzung des Schweregrades einer Mitralstenose mit Hilfe des gleichzeitig registrierten EKG u. PKG.

  • Welt-Syndrom
    • Welt-Syndrom

    Gitelmann-Syndrom.

  • Weltgesundheitsorganisation
    • Welt|gesundheits|organisation

    • Synonyme: WHO (Abk.)

    • Englischer Begriff: World Health Organization

    Organisation der Vereinten Nationen mit dem Ziel der internationalen Zusammenarbeit der Staaten auf dem Gebiet des Gesundheitswesens. Sitz in Genf. Organisiert weltweite Bekämpfung epi- u. endemischer Infektionskrankheiten sowie der Suchtkrankheiten, wirkt für Verbesserung der Trinkwasser- u. Nahrungsmittelversorgung, zusammen mit der UNESCO bei Gesundheitserziehung u. Hygienepropaganda. Festlegung der INN-Namen (International Non-proprietary Names).

  • Weltraumkrankheit
    • Weltraum|krankheit

    • Englischer Begriff: space sickness

    v.a. mit dem Übergang in den schwerelosen Zustand (d.h. bei Aufhören der Schwerkraftorientierung) auftretende, meist vorübergehende Kinetose (mit Schwindel, Übelkeit u. Erbrechen). Durch Vermeiden von Drehbewegungen u. durch Pharmaka teilweise günstig beeinflussbar. S.a. Flugmedizin.

  • Weltraumstrahlen
    • Weltraum|strahlen

    • Englischer Begriff: cosmic radiation

    kosmische Strahlung.

  • Wenckebach
    • Wenckebach

    • Biogr.: Karel Fr. W., 1864–1940, Internist, Groningen, Straßburg, Wien

    • Fach: Kardiologie

    • W.-Bündel
      das mittlere Bündel der Vorhofleitungsbahn zum Atrioventrikularknoten... (mehr)
    • W.-Periode
      AV-Block II... (mehr)
    • W.-Punkt
      bei Vorhofstimulation mit steigender Frequenz diejenige Frequenz, bei... (mehr)
  • Wenckebach-Bündel
    Wenckebach
    • W.-Bündel

    • Englischer Begriff: Wenckebach's bundle

    das mittlere Bündel der Vorhofleitungsbahn zum Atrioventrikularknoten.

  • Wenckebach-Periode
    Wenckebach
    • W.-Periode

    • Englischer Begriff: W. period

    AV-Block II. Grades (Typ I) mit periodischen Überleitungsausfällen (im Aschoff-Tawara-Knoten), wobei sich die PQ-Zeit periodisch bis zum Ausfall einer Ventrikelsystole verlängert.

  • Wenckebach-Punkt
    Wenckebach
    • W.-Punkt

    bei Vorhofstimulation mit steigender Frequenz diejenige Frequenz, bei der keine 1 : 1-Überleitung mehr erfolgt.

  • Wendebrille
    • Wende|brille

    Brille für Einäugige, die auf der einen Seite die Nah-, auf der anderen die Fernkorrektur ermöglicht.

  • Wendl-Tubus
    • Wendl-Tubus

    ein Nasopharyngealtubus.

  • Wendung
    • Synonyme: Versio(n)

    • Englischer Begriff: version

    Eingriff zur Veränderung des Verhältnisses der Längsachse der Leibesfrucht zu der der Gebärenden, allgemein als Drehung aus einer Quer- oder Schräglage in eine Längslage; s.a. Selbstwendung.

  • Wendung, äußere
    Wendung
    • W., äußere

    • Englischer Begriff: external v.

    „W. auf den Kopf“ bzw. „auf den Steiß“ durch Handgriffe von den Bauchdecken aus u. meist mit nachfolgender resultaterhaltender Bandagierung der Bauchdecken; v.a. gegen Schwangerschaftsende; wird nur noch selten durchgeführt.

  • Wendung, innere
    Wendung
    • W., innere

    • Englischer Begriff: internal v.

    Abbildung

    fast stets kombiniert (bimanuell) ausgeführte W., wobei die innere Hand (mindestens 2 Finger) in die Gebärmutter eingeht u. die äußere das Wendungsmanöver durch die Bauchdecken unterstützt; meist als „W. auf den Fuß“ (wobei die innere Hand einen Fuß ergreift u. mit ihm die Frucht herunterzieht, während die äußere den Schädel in den Gebärmutterfundus drückt, Abb.); v.a. bei Querlage, bei Nabelschnurvorfall auch zur Umwandlung einer Schädel- in eine Fußlage; wegen hoher kindlicher Sterblichkeit weitgehend durch Schnittentbindung ersetzt, jedoch angezeigt bei lebensbedrohlicher, durch Placenta praevia bedingter Blutung u. Unmöglichkeit der Klinikeinweisung.

  • Werdnig-Hoffmann-Syndrom
    • Werdnig-Hoffmann-Syndrom

    • Englischer Begriff: Werdnig-Hoffmann syndrome

    • Biogr.: Guido W., Neurologe, Graz; Johann H.

    infantile Form der progressiven spinalen Muskelatrophie infolge autosomal-rezessiv erblicher Degeneration der Vorderhornzellen. Klinik: perinatal beginnende schlaffe Lähmung, die symmetrisch meist von der Oberschenkel-, Becken- u. Lendenmuskulatur allmählich die gesamte Skelettmuskulatur (außer Gesicht) erfasst u. meist durch Bulbärsymptome kompliziert ist; keine Sensibilitätsstörungen. Unterschieden als frühinfantile Form (Beginn vor Geburt oder in den ersten 6 Lebensmonaten) u. als chronische Form (Beginn in den ersten Lebensjahren).

  • Werksarzt
    • Werks|arzt

    • Synonyme: Betriebsarzt

    • Englischer Begriff: occupational physician; factory physician

    der Unternehmensleitung unterstellter Arzt mit Kenntnissen in Arbeitsmedizin. Aufgaben: Unterstützung u. Beratung des Arbeitgebers in Fragen des Gesundheitsschutzes u. der Arbeitssicherheit; medizinische Untersuchung, Beurteilung u. Beratung der Arbeitnehmer. Die Tätigkeit ist geregelt durch „Richtlinien“ u. „Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure u. andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit“.

  • Werkzeugstörung
    • Werkzeug|störung

    • Englischer Begriff: impairment of higher cortical functions

    • Fach: Neurologie

    Bez. für eine v.a. durch Gefäßverschlüsse bedingte Störung der „Hirnwerkzeuge“, d.h. Ausfälle von – bestimmten Hirnrindengebieten zugeordneten – neuropsychologischen Funktionen; als „frontale“ u. „frontoparietale W.“ rein artikulatorische Sprachstörungen ohne Aphasie u. die motorische Broca-Agraphie; als „zentroparietale W.“ Sprachstörungen i.S. der Dys- bis Anarthrie; als „parietookzipitale (= retrorolandische) W.“ eine taktile Agnosie der Gegenseite u. das Angularis-Syndrom; als „temporale W.“ die sensor. Aphasie; als „okzipitale W.“ die optische Agnosie.

  • Werlhof-Wichmann-Syndrom
    • Werlhof(-Wichmann)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Werlhof's disease

    • Biogr.: Paul G. W., 1699–1767, Arzt, Hannover

    idiopathische Thrombozytopenie.

  • Wermer-Syndrom
    • Wermer-Syndrom

    • Englischer Begriff: Wermer's syndrome

    • Biogr.: Paul W., 1898–1975, Internist, New York

    (1954) familiäre, dominant erbliche (?), multiple endokrine Adenopathie (MEN Typ I) mit Auftreten von Adenomen der Hypophyse, Nebenschilddrüse u. der Pankreasinseln. Symptome (meist erst im Erwachsenenalter) je nach Drüsenbefall (v.a. solche des Zollinger-Ellison-, Ménétrier-, Engel-v.-Recklinghausen-Syndroms, des Hyperinsulinismus, hypogonadotropen Hypogonadismus).

  • Wermut
  • Werner
    • Werner

    • Biogr.: 1) Heinrich W., 1874–1946, Internist, Berlin; 2) O. W., Arzt, Kiel; 1904; 3) Paul W., geb. 1882, Gynäkologe, Wien

  • Werner-His-Krankheit
    Werner
    • W.-His-Krankheit

    • Englischer Begriff: W.-His disease

    • Biogr.: Heinrich W.

    Wolhynisches Fieber.

  • Werner-Krankheit
    Werner
    • W.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Werner's disease

    • Biogr.: O. W.

    Progeria adultorum.

  • Werner-Syndrom
    Werner
    • W.-Syndrom

    • Biogr.: Paul W.

    Eaton-McKusick-Syndrom.

  • Wernicke
    • Wernicke

    • Biogr.: Karl W., 1848–1905, Nervenarzt, Berlin, Breslau, Halle

  • Wernicke-Aphasie
    Wernicke
    • W.-Aphasie

    • Englischer Begriff: Wernicke's aphasia

    totale sensorische Aphasie.

  • Wernicke-Enzephalopathie
    Wernicke
    • W.-Enzephalopathie

    • Englischer Begriff: W.'s encephalopathy

    Pseudoencephalitis haemorrhagica superior.

  • Wernicke-Phänomen
    Wernicke
    • W.-Phänomen

    • Englischer Begriff: W.'s sign; W.'s reaction

    Pupillenstarre bei Belichtung der ausgefallenen, Pupillenreaktion bei Belichtung der intakten Netzhauthälfte bei Hemianopsie.

  • Wernicke-Prädilektionsparese
    Wernicke
    • W.-Prädilektionsparese

    • Englischer Begriff: W.-Mann hemiplegia

    kapsuläre Hemiplegie Typ W.-Mann; mit Beugehaltung des Unterarms u. Streckstellung des Beines (mit dessen Im-Kreis-Herumführen = Zirkumduktion beim Gehen).

  • Wernicke-Syndrom
    Wernicke
    • W.-Syndrom

    • Englischer Begriff: W.'s encephalopathy; W.'s syndrome

    Pseudoencephalitis haemorrhagica superior.

  • Wertheim
    • Wertheim

    • Biogr.: Ernst W., 1864–1920, Frauenarzt, Wien

  • Wertheim-Operation
    Wertheim
    • W.-Operation

    • Englischer Begriff: Wertheim's operation

    abdominale Radikaloperation bei Kollumkarzinom: Entfernung der Gebärmutter samt Adnexen u. – weitgehend – des beidseitigen Parametriums sowie des hinteren Scheidendrittels u. regionärer Lymphknoten.

  • Wertheim-Schauta-Operation
    Wertheim
    • W.-Schauta-Op.

    • Englischer Begriff: W.-Schauta operation

    Interpositio uteri vesico-vaginalis.

  • Wertigkeit
    • Wertig|keit

    • Englischer Begriff: valency

    • Fach: Chemie

    Valenz; s.a. Bindung.

  • Wesensänderung
    • Wesens|änderung

    • Englischer Begriff: personality change

    allmähliche, dauerhafte Veränderung persönlichkeitseigener Charakteristika ohne stärkere Einbuße an intellektuellen Fähigkeiten. Ätiol.: infolge eines krankhaften Hirnprozesses („organische W.“) oder einer hormonalen Störung (z.B. bei Akromegalie), nach schwerer psychischer Belastung, bei rezidiv. Psychosen (depress.; schizophr.) sowie bei chronischem Alkoholismus etc. Formen: z.B. (je nach Urs.) als epileptische W., als traumatische Demenz, endokrines Psychosyndrom. Als epileptoid-hypophrene W. bei Schlafmittelsucht (äußert sich in Merkmalen der Epilepsie u. nörglerischer Apathie [Hypophrenie]).

  • Wespengift
    • Wespen|gift

    • Englischer Begriff: wasp venom

    das von Wespen durch deren Giftstachel injizierbare, Histamin, Serotonin, Kinine, Phospholipase u. andere Enzyme enthaltende Gift.

  • Wespengiftallergie
    • Wespengift|allergie

    s.u. Insektengiftallergie.

  • West-Nil-Enzephalitis
    • Englischer Begriff: West Nile encephalitis

    dem Dengue-Fieber ähnliche Krankheit, v.a. bei Kindern im Flussgebiet des Nils u. in Südafrika, Indien, Israel, den USA. Erreger ist ein Flavivirus der Familie Togaviridae; Überträger: Culex-Arten. Klinik: Fieber, Muskel- u. Kopfschmerzen, makulopapulöses Exanthem, Lymphadenopathie.

  • West-Syndrom
    • West-Syndrom

    • Englischer Begriff: West's syndrome

    • Biogr.: W. J. W., Kinderarzt, Turnbridge

    Enzephalopathie beim Kleinkind als genuine Erkrankung oder als Komplikation einer geburtstraumatischen oder vorgeburtlichen Hirnschädigung. Hauptmerkmal ist die Trias Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe („maligne Kleinkinderkrämpfe“; mit Beugestellungen), Stillstand der geistigen u. motorischen Entwicklung u. Hypsarrhythmie im EEG. Wird auch Propulsiv-Petit-Mal des Kleinkindes genannt. Später evtl. große epileptische Anfälle.

  • Westamerikanische Pferdeenzephalitis
    • West|amerikanische Pferdeenzephalitis

    • Englischer Begriff: Western equine encephalomyelitis

    s.u. Western-Equine...

  • Westergren-Methode
    • Westergren-Methode

    • Englischer Begriff: Westergren method

    • Biogr.: Alfred V. W., geb. 1891, Internist, Stockholm

    s.u. Blutkörperchensenkungsreaktion.

  • Western-Blot
1918