Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

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  • Western-Equine-Encephalomyelitis-Virus
    • Synonyme: WEE-Virus (Abk.)

    • Etymol.: engl. equine = Pferde betreffend

    ein Alphavirus der Familie Togaviridae. Der Erreger der Westlichen Pferdeenzephalitis (= Westenzephalitis; als Typ der Encephalomyelitis equina v.a. im Westen Nord- u. Südamerikas). Natürliche Wirte sind kleine Säugetiere; Überträger: Moskitos.

  • Westphal
    • Westphal

    • Biogr.: 1) Alexander K. O. W., 1863–1941, Neurologe, Greifswald, Bonn; 2) Carl Friedr. O. W., 1833–1890, Neurologe, Berlin; 3) Karl W., Internist, Hannover

  • Westphal-Bernhard-Choledochus-Syndrom
    Westphal
    • W.-Bernhard-Choledochus-Syndrom

    • Biogr.: Karl W.

    eine primär-stenosierende Entzündung der Vater-Papille (Papillitis) mit unbekannter Ätiologie. Führt zu narbiger Stenose des Sphincter Oddi u. sekundär zu Erweiterung des Choledochus (evtl. auch des Pankreasganges u. der Gallenblase). Charakteristisch ist die Trias Fieber, Gallenkoliken u. intermittierender Ikterus.

  • Westphal-Pilcz-Phänomen
    Westphal
    • W.-Pilcz-Phänomen

    • Englischer Begriff: W.-Pilcz phenomenon

    • Biogr.: Alexander K. O. W.

    Orbikularis-Phänomen.

  • Westphal-Reflex
    Westphal
    • W.-Reflex

    • Synonyme: W.-Zeichen

    • Biogr.: Carl Friedr. O. W.

    • 1)
      Erb-W... (mehr)
    • 2)
      als paradoxer Fußreflex die Beibehaltung einer passiven Dorsalflexion... (mehr)
  • Westphal-Reflex 1)
    Westphal  >  Westphal-Reflex
    • 1)

    • Englischer Begriff: Westphal-Erb sign

    Erb-W.-Zeichen.

  • Westphal-Reflex 2)
    Westphal  >  Westphal-Reflex
    • 2)

    • Englischer Begriff: paradoxal reflex

    als paradoxer Fußreflex die Beibehaltung einer passiven Dorsalflexion des Fußes als Hinweis auf extrapyramidal-motorische Störung.

  • Westphal-Strümpell-Syndrom
    Westphal
    • W.-Strümpell-Syndrom

    • Englischer Begriff: W.-Strümpell pseudosclerosis

    • Biogr.: Alexander K. O. W.

    als W.-St.-Pseudosklerose eine Spätmanifestation der Wilson-Krankheit mit Überwiegen der Choreoathetose.

  • Westphal-Syndrom
    Westphal
    • (Thomsen-)W.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Thomsen's disease

    • Biogr.: Alexander K. O. W.

    Thomsen-Syndrom.

  • Westphal-Syndrom
    Westphal
    • (Cavaré-Romberg-)W.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Westphal's disease

    • Biogr.: Carl Friedr. O. W.

    eine seltene, autosomal-dominant erbliche (im 6.–20 Lj. auftretende) paroxysmale schlaffe Gliedmaßenlähmung (für Stunden bis Tage). Mit Abschwächung der Eigenreflexe u. Herabsetzung der elektrischen Erregbarkeit, aber ohne Sensibilitätsstörung. Die Kalium-, Creatinin- u. Phosphatwerte im Serum sind erniedrigt, Natriumwerte erhöht, im Muskel ist Kalium angereichert. Die Lähmung geht vollständig zurück. Nach häufigen Anfällen sind aber Restlähmungen u. Muskelatrophien mgl.

  • Westphal-v.-Leyden-Syndrom
    Westphal
    • W.-(v.-)Leyden-Syndrom

    • Englischer Begriff: Westphal's ataxia

    • Biogr.: Alexander K. O. W.

    akute Ataxie.

  • Wetterempfindlichkeit
    • Wetter|empfindlichkeit

    • Englischer Begriff: meteorotropism

    verstärktes Reagieren auf biotrope Wetterwirkung.

  • Wetterfühligkeit
    • Wetter|fühligkeit

    • Englischer Begriff: meteorosensitivity

    Neigung zu Bewusstwerden der im Allgemeinen unbemerkten biotropen Wetterwirkung.

  • Wetterwirkung, biotrope
    • Wetter|wirkung, biotrope

    (Hellpach) die Beeinflussung der Lebensvorgänge durch das Wetter; z.B. Wirkung auf Wasserhaushalt und Wärmebildung durch Sonnen- u. Himmelsstrahlung u. durch Lufttemperatur, Windbewegung, Wasserdampfgehalt der Luft; ferner Wirkungen z.B. von Smog, vielleicht auch von „Sferics“ u. Luftdruck. Insgesamt Einflüsse v.a. auf Schmerzempfindung, Leistungs- u. Konzentrationsfähigkeit, Reaktionszeit, Schlaf; besonders stark ausgeprägt die Biotropie des zyklonalen Wetters. S.a. Meteorotropismus.

  • Wetzsteinkristalle
    • Wetzstein|kristalle

    • Englischer Begriff: whetstone crystals

    • Fach: Urologie

    wetzsteinförmige Harnsäure- oder Xanthinkristalle im Sediment sauren Harns, v.a. bei harnsaurer Diathese.

  • Weyers
    • Weyers

    • Biogr.: Helmut W., 1920–1986, Kinderarzt, Stade

  • Weyers-Oligodaktylie
  • Weyers-Syndrom
    Weyers
    • W.-Syndrom

    • 1)
      Dysostosis acrofacialis (1)... (mehr)
    • 2)
      iridodentales Syndrom... (mehr)
    • 3)
      angeborene teilweise bis vollständige Atresie mehrerer Abschnitte des... (mehr)
  • Weyers-Syndrom 1)
    Weyers  >  Weyers-Syndrom
    • 1)

    • Englischer Begriff: acrofacial dysostosis

    Dysostosis acrofacialis (1).

  • Weyers-Syndrom 2)
  • Weyers-Syndrom 3)
    Weyers  >  Weyers-Syndrom
    • 3)

    • Synonyme: Polyatresia congenita

    • Englischer Begriff: multiple atresias

    angeborene teilweise bis vollständige Atresie mehrerer Abschnitte des Verdauungstraktes sowie Verlegung der Gallengänge u. Lungenvenen; evtl. auch Ektrodaktylie, Nieren-, Herzfehlbildung. Resultiert aus frühembryonalem Epithelverschluss der Lichtungen u. Entfaltungsstörung der Herz-, Gallengefäße.

  • Weyers-Thier-Syndrom
    Weyers
    • W.-Thier-Syndrom

    • Englischer Begriff: Weyers-Thier syndrome

    okulovertebrales Syndrom (Augen- u. Wirbelfehlbildungen als frühembryonale Defekte).

  • WH
    • Synonyme: Abk. für Wachstumshormon

    • Englischer Begriff: GH; growth hormone

    Somatotropin.

  • Wharton-Sulze
    • Wharton-Sulze

    • Englischer Begriff: Wharton's jelly

    • Biogr.: Thomas W., 1614–1673, Anatom, London

    Abbildung

    das gallertige, embryonale Bindegewebe im Nabelstrang (Abb.).

  • Wheeler-Operation
    • Wheeler-Operation

    • Biogr.: John M. Wh., 1879–1938, Augenarzt, New York

    • 1)
      Iridektomie mit Zyklodialyse zur Augeninnendrucksenkung bei Glaukom... (mehr)
    • 2)
      Schielkorrektur durch Vorverlagerung der Mm... (mehr)
  • Wheeler-Operation 1)
    Wheeler-Operation
    • 1)

    • Englischer Begriff: Wheeler procedure

    Iridektomie mit Zyklodialyse zur Augeninnendrucksenkung bei Glaukom.

  • Wheeler-Operation 2)
    Wheeler-Operation
    • 2)

    Schielkorrektur durch Vorverlagerung der Mm. obliquus inferior u. superior.

  • Whewellit
    • Whewellit

    • Englischer Begriff: whewellite

    Calciumoxalatmonohydrat; tritt bei Hyperoxalurie als kristalline „Hantelform“ im Harnsediment oder als Oxalatstein auf.

  • whiplash syndrome
    • whip|lash syndrome

    • Etymol.: engl. = Peitschenschnur-Syndrom

    Peitschenhieb-Syndrom.

  • Whipple
    • Whipple

    • Biogr.: 1) George H. Wh., 1878–1976, Pathologe, Rochester/N.Y.; 1934 Nobelpreis für Medizin; 2) Allen O. Wh., 1881–1963, Chirurg, New York

    • Wh.-Krankheit   Abbildung
      fieberhafte, wahrscheinlich durch Mikroorganismen (Tropheryma whippelii)... (mehr)
    • Wh.-Operation   Abbildung
      Entfernung des Kopfteils des Pankreas u. des Zwölffingerdarms (Pankreatozephaloduodenektomie)... (mehr)
    • Wh.-Trias
      (1938) morgendliche Magen-Darm-Beschwerden, hypoglykämische Krise u. schlagartige... (mehr)
  • Whipple-Krankheit
    Whipple
    • Wh.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Whipple's disease

    • Biogr.: George H. Wh.

    Abbildung

    fieberhafte, wahrscheinlich durch Mikroorganismen (Tropheryma whippelii) hervorgerufene Krankheit mit Lipodystrophia intestinalis (Abb.) oder lipophager Intestinalgranulomatose. Bevorzugtes Auftreten: mittleres Lebensalter (mit Androtropie). Klinik: Charakteristisch sind der Sprue ähnliche Symptome wie Steatorrhö, Malabsorption, Durchfälle, Meteorismus. Oft begleitet von Arthritis, Polyserositis (als chylöse Ergüsse), Endo- und Perikarditis, Polyadenopathie.

  • Whipple-Operation
    Whipple
    • Wh.-Operation

    • Englischer Begriff: Whipple's operation

    • Biogr.: Allen O. Wh.

    Abbildung

    Entfernung des Kopfteils des Pankreas u. des Zwölffingerdarms (Pankreatozephaloduodenektomie) u. Resektion des Magenantrums, ergänzt durch End-zu-Seit-Gastrojejunostomie, End-zu-Seit-Choledochojejunostomie u. End-zu-End-Pankreatojejunostomie (ursprünglich nur Blindverschluss des Pankreasstumpfes); bei Pankreaskopfkarzinom oder chronischer Pankreatitis.

  • Whipple-Trias
    Whipple
    • Wh.-Trias

    • Englischer Begriff: Whipple's triad

    • Biogr.: Allen O. Wh.

    (1938) morgendliche Magen-Darm-Beschwerden, hypoglykämische Krise u. schlagartige Besserung nach Glucosezufuhr als Zeichen des Insulinoms.

  • Whitaker-Test
    • Whitaker-Test

    Messung des Nierenbeckeninnendrucks über zwei Kanülen oder perkutane Nierenfistelkatheter bei Perfusion mit 0,9%iger NaCl-Lösung, die über ein Pumpsystem mit einem Druck von 10 ml/min in die Nierenbecken instilliert wird (entspricht dem Harnfluss bei maximaler Diurese). Anw. zur Klärung der Frage, ob eine sichtbare Nierenbeckendilatation durch eine bestehende Harnabflussstörung bedingt oder nur Folge einer nicht mehr wirksamen Behinderung ist.

  • white
    • Etymol.: engl.

    s.a. weiß...

  • white clot syndrome
    • Etymol.: engl.

    Auftreten von Leukozytenaggregaten in den Kapillaren als Folge eines Thrombozytenmangels bzw. einer gestörten Thrombozytenfunktion; Komplikation bei Therapie mit Heparin.

  • White-Schema
    • White-Schema

    • Fach: Bakteriologie

    Kauffmann-White-Schema.

  • White-Tubus
    • White-Tubus

    doppellumiger rechtsseitiger Endobronchialtubus zur seitengetrennten- oder Einlungenbeatmung.

  • Whitehead-Operation
    • Whitehead-Operation

    • Englischer Begriff: Whitehead's operation

    • Biogr.: Walter Wh., 1840–1913, Chirurg, Manchester

    ausgedehnte Hämorrhoidektomie mit Ausschneidung der anorektalen Schleimhaut unter Freilegen des inneren Afterschließmuskels u. Annähen der herabgezogenen Mastdarmschleimhaut an der Hilton-Linie. Gefahr der Striktur oder Inkontinenz („feuchter Anus“).

  • Whitmore-Krankheit
    • Whitmore-Krankheit

    • Englischer Begriff: Whitmore's disease

    • Biogr.: Alfred Wh., 1876–1946, Burma

    Melioidose.

  • WHO
    • Synonyme: Abk. für World Health Organization

    • Etymol.: engl.

    Weltgesundheitsorganisation.

  • WHO-Skala des Allgemeinbefindens
      Tabelle

      Bewertungstabelle zur Einstufung des Allgemeinbefindens des Patienten (s. Tab., s.a. Karnofsky-Index).

    • WHO-Stufenschema der Schmerztherapie
        Tabelle

        Empfehlungen der WHO zur Tumorschmerzbehandlung, die heute weltweit als Standard gelten. Kernpunkte sind eine differenzierte Schmerzdiagnostik, eine möglichst orale Applikation der Medikamente, die regelmäßige, nach einem zeitlichen Schema festgelegte Einnahme der Analgetika (um einen konstanten Blutspiegel zur Schmerzprophylaxe zu erzielen) u. die Auswahl der Schmerzmittel nach einem Stufenplan (s. Tab.). Als Basistherapie (Stufe 1) werden nichtopioide Analgetika verwendet. Wenn diese Medikation nicht (mehr) ausreicht oder nicht vertragen wird, erfolgt eine Kombination mit schwach oder stark wirkenden exogenen Opioiden bzw. eine alleinige Applikation von diesen. Je nach Situation sind adjuvante Medikamente einsetzbar: z.B. Tranquilizer, Laxanzien, Antiemetika, trizyklische Antidepressiva, Antikonvulsiva, Corticosteroide. Neuere Applikationsformen der Opioide sind das Morphinsulfat als Suppositorium oder das TTS-Fentanyl (transdermale Applikation). S.a. Schmerztherapie.

      • Wiberg-Winkel
        • Wiberg-Winkel

        • Englischer Begriff: Wiberg's angle

        • Biogr.: Gunnar W., schwed. Orthopäde

        • Fach: Orthopädie

        CE-Winkel.

      • Wichte
        • Englischer Begriff: specific gravity

        das spezifische Gewicht.

      • Wickel
        • Synonyme: Umschlag

        • Englischer Begriff: wet pack

        Abbildung

        hydrotherapeutische Anw. mit Einhüllung eines Körperabschnitts in ein feuchtes inneres Tuch u. ein äußeres trockenes Tuch. Formen: werden nach dem eingewickelten Körperteil benannt (z.B. Hals-, Brust-, Leib-, Wadenwickel; s.a. Abb.). Je nach Wassertemperatur u. Ausmaß als Wärme entziehende, stauende oder schweißtreibende Maßnahme. Wirkung wird durch Zusätze (z.B. Salz, Essig, Kräuter, Senfmehl) verstärkt. Anw. bei Fieber, lokalen Entzündungen, Erkr. der Atemwege, Schmerzen z.B. bei Gelenkerkrankungen. S.a. Packung, Hydrotherapie.

      • Wickham-Zeichen
        • Wickham-Zeichen

        • Englischer Begriff: Wickham's striae

        s.u. Lichen ruber planus.

      • Widal
        • Widal

        • Biogr.: Georges F. I. W., 1862–1929, Internist, Paris

      • Widal-Abrami-Anämie
        Widal
        • W.-Abrami-Anämie

        • Englischer Begriff: Widal-Abrami disease

        • Biogr.: Pierre A.

        eine Wärmeautoantikörper-Anämie (evtl. mit symptomatischem W.-A.-Ikterus).

      • Widal-Reaktion
        Widal
        • W.-Reaktion

        • Englischer Begriff: Widal's reaction

        auf Agglutination beruhender Nachweis spezifischer Antikörper im Serum (s.a. Gruber-Reaktion), das – in geometrischer Verdünnung durch physiologische Kochsalzlösung – mit Suspensionen bekannter Bakterien zusammengebracht u. inkubiert wird. Orientierende Vorprobe auf dem Objektträger; bei pos. Ausfall die eigentliche Probe in Röhrchen u. unter Ablesen der H-Agglutination (lockere Flocken in geklärter Flüssigkeit) u. später der O-Agglutination (scheibenförmiges Sediment mit – bei leichtem Schütteln erfolgender – Auflösung in grobe Fetzen, Bröckel). V.a. für Diagnostik der Salmonellosen, Coli-Infektion, Ruhr; wichtig für die Beurteilung ist außer der Höhe v.a. auch der Verlauf des Titers. – Als W.-Wright-Reaktion die auf Brucellose.

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