Medizin-Lexikon: Einträge mit "Z"

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  • Zwangsaffekt
    • Zwangs|affekt

    • Englischer Begriff: compulsive affect

    wissenschaftlich nicht korrekte Bez. für pathologisches Lachen u. Weinen (sog. Zwangslachen, -weinen; scheinbar affektive Äußerungen ohne entsprechende Gefühlsgrundlage).

  • Zwangsangst
    • Zwangs|angst

    s.u. Zwang.

  • Zwangsbefürchtung
    • Zwangs|befürchtung

    • Fach: Psychologie

    Phobie.

  • Zwangsbehandlung
    • Zwangs|behandlung

    • Englischer Begriff: compulsory treatment

    Behandlung eines Erkrankten gegen seinen Willen. In Deutschland nur ausnahmsweise zulässig, z.B. im Rahmen der Seuchenbekämpfung (u.U. mit Zwangseinweisung, -isolierung).

  • Zwangsernährung
    • Zwangs|ernährung

    • Englischer Begriff: forced feeding

    erzwungene künstliche Ernährung; im Allg. als Sondenernährung.

  • Zwangsgähnen
    • Zwangs|gähnen

    • Englischer Begriff: yawning spasm

    s.u. Gähnen.

  • Zwangsgreifen
    • Zwangs|greifen

    • Englischer Begriff: grasp reflex

    • Fach: Neurologie

    bei Berühren der Hohlhand zwangsartiger Faustschluss mit Festhalten des berührenden Gegenstandes; pathologischer Greifreflex bei Stirnhirn- u. EPS-Schädigung.

  • Zwangshaltung
    • Zwangs|haltung

    • Englischer Begriff: forced attitude

    durch Schmerz oder hirnorganisch (v.a. extrapyramidal) bedingte Haltungsanomalie.

  • Zwangshandlung
    • Zwangs|handlung

    • Englischer Begriff: compulsive act

    • Fach: Psychologie

    Anankasmus; z.B. Zähl-, Waschzwang.

  • Zwangslachen
    • Zwangs|lachen

    • Englischer Begriff: compulsive laughter

    s.u. Zwangsaffekt.

  • Zwangsmimik
    • Zwangs|mimik

    • Englischer Begriff: forced facial expression

    • Fach: Neurologie

    bei organischer Hirnerkrankung (z.B. Bulbärparalyse, Parkinsonismus, Zerebralsklerose) die Mimik im Zusammenhang mit enthemmungsbedingtem Zwangsaffekt (jedoch ohne die Symptomatik inneren Zwanges).

  • Zwangsneurose
    • Zwangs|neurose

    • Englischer Begriff: compulsive neurosis

    Neurose mit Zwängen als Hauptsymptome. Beginn oft schon in der Kindheit, meist aber im Adoleszentenalter; häufig als „zwangsneurotisches Organsyndrom“ (Schwidder): Obstipation, Schlafstörung, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Atemstörung. – Nach S. Freud Folge eines Konfliktes, durch den die geistig-seelische Energie gleichzeitig mobilisiert u. blockiert wird; die Symptome sind Kompromisse zwischen Triebwünschen, vom Über-Ich geforderter Sühne u. verkleideten Ersatzbefriedigungen. In der neueren Psychoanalyse ist die anankastische Persönlichkeit wesentlicher als die Symptome, die Behandlung erfolgt v.a. psychotherapeutisch mittels lerntheoretisch konditionierter Reaktionen auf Angst.

  • Zwangspolyurie
    • Zwangs|polyurie

    • Englischer Begriff: forced polyuria

    vermehrte Ausscheidung eines wenig konzentrierten („niedrig gestellten“) Harns als Versuch des Organismus, die anfallenden harnpflichtigen Stoffe trotz ungenügender Konzentrationsfähigkeit der Niere auszuscheiden; z.B. in der polyurischen Phase der Schockniere.

  • Zwangspsychose
    • Zwangs|psychose

    • Englischer Begriff: compulsive insanity

    wissenschaftlich unkorrekte Bez. für Psychose (z.B. Schizophrenie) mit Auftreten von Zwängen (Anankasmus).

  • Zwangsschnappen
    • Zwangs|schnappen

    • Englischer Begriff: disinhibitory bite reflex

    durch Bestreichen der Lippen ausgelöstes zwanghaftes Zuschnappen als Enthemmungsphänomen (s.a. Einstellmechanismus) bei Stirnhirnprozess.

  • Zwangsunterbringung
    • Zwangs|unterbringung

    die in § 1906 BGB geregelte Unterbringung in der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses gegen den Willen des Patienten bei angenommener Selbst- oder Fremdgefährdung. Normalerweise ist für jede Z. die Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes erforderlich. Diese ist wiederum von einem psychiatrischen Gutachten abhängig. Ohne entsprechende Genehmigung ist eine Z. nur zulässig, wenn ein Aufschub mit Gefahr für den Betroffenen oder seine Umgebung verbunden ist. Allerdings sollte der Arzt anschließend sofort das Vormundschaftsgericht einschalten, um eventuellen Sanktionen vorzubeugen.

  • Zwangsweinen
    • Zwangs|weinen

    • Englischer Begriff: compulsive crying

    s.u. Zwangsaffekt.

  • Zweckpsychose
    • Zweck|psychose

    • Englischer Begriff: nonsense syndrome

    Ganser-Syndrom.

  • Zwei-Kompartiment-Modell
    • Zwei-Kompartiment-Modell

    • Englischer Begriff: two-compartment model

    Modell für die Beschreibung der Arzneimittelkonzentration in einem aus 2 Verteilungsräumen (Kompartimenten) bestehenden biologischen System. Es ermöglicht – bei Berücksichtigung des wechselseitigen Austausches zwischen den Räumen – die mathematische Formulierung des Blutkonzentrationsverhaltens über die Zeit bei einer intravenösen u. extravasalen Anw.

  • zwei...
  • zweibasig
    • Englischer Begriff: dibasic

    s.u. Säure.

  • Zweidrittelmilch
    • Zweidrittel|milch

    Milchmischung aus 2/3 Kuhmilch u. 1/3 Wasser für die künstliche Säuglingsernährung; angereichert mit Kohlenhydraten (7–8%; 4–5% Zucker, 2–3% Polysaccharide).

  • zweieiig
    • Synonyme: dizygot

    • Englischer Begriff: dizygotic

    • Fach: Genetik

    aus 2 Zygoten hervorgegangen; z.B. z. Zwillinge.

  • Zweifarbennährböden
    • Zweifarben|nährböden

    • Englischer Begriff: two-color culture medium

    • Fach: Bakteriologie

    Zucker-Indikator-Nährböden zur Prüfung mehrerer Zuckerspaltungsvorgänge; z.B. für TPE-Diagnostik.

  • Zweifel
    • Zweifel

    • Biogr.: 1) Erwin Z., geb. 1885, Frauenarzt, München; 2) Paul Z., 1848–1927, Geburtshelfer, Leipzig, Erlangen

    • Z.-Handgriff   Abbildung
      beidhändiges Zusammen- u. Gegeneinanderdrücken des Gebärmutterkörpers... (mehr)
    • Z.-Zange
      Geburtszange mit minimaler Beckenkrümmung u. gegeneinander verschiebbaren... (mehr)
  • Zweifel-Handgriff
    Zweifel
    • Z.-Handgriff

    • Englischer Begriff: Zweifel's maneuver

    • Biogr.: Paul Z.

    Abbildung

    beidhändiges Zusammen- u. Gegeneinanderdrücken des Gebärmutterkörpers u. -halses zur Stillung einer atonischen Nachblutung; Abb.

  • Zweifel-Zange
    Zweifel
    • Z.-Zange

    • Englischer Begriff: Zweifel's forceps

    • Biogr.: Erwin Z.

    Geburtszange mit minimaler Beckenkrümmung u. gegeneinander verschiebbaren Löffeln mit Zughaken („Achsenzugzange“).

  • Zweig
    • Englischer Begriff: branch; ramus

    • Fach: Anatomie

    Ramus.

  • Zweigeschlechtigkeit
    • Zwei|geschlechtigkeit

    • Englischer Begriff: hermaphroditism

    Hermaphroditismus.

  • Zweigläserprobe
    • Zwei|gläser|probe

    • Englischer Begriff: two-glass test

    • Fach: Urologie

    Urinuntersuchung, bei welcher die 1. Urinportion diagnostisch den unteren (Harnröhre), die 2. den oberen Harnwegen (Niere, Harnleiter, Blase) zugeordnet wird.

  • Zweihöhlenoperation
    • Zwei|höhlen|operation

    Op. mit gleichzeitigem Vorgehen in 2 Körperhöhlen; z.B. Thorakolaparotomie.

  • Zweihügel
    • Zwei|hügel

    das jeweils vordere bzw. hintere Paar der Vierhügelplatte (Lamina tectalis).

  • Zweiphasenmethode
    • Zwei|phasen|methode

    • Englischer Begriff: biphasic method

    • Fach: Gynäkologie

    orale Kontrazeption mit Östrogengaben in der 1., Östrogen- u. Gestagengaben in der 2. Zyklusphase (sog. Sequenzpräparate); s.a. Ovulationshemmer.

  • Zweiphasenpräparat
    • Synonyme: Sequenzpräparat

    s.u. Ovulationshemmer.

  • Zweisprung-Bypass
  • Zweistärkenglas
    • Zwei|stärken|glas

    • Englischer Begriff: bifocal lens

    Bifokalglas.

  • Zweistranghelix
    • Zwei|strang|helix

    • Englischer Begriff: Watson-Crick helix

    Doppelhelix (s.u. Watson-Crick-Modell).

  • Zweistufenpräparat
  • Zweistufentest
    • Zweistufen|test

    • Englischer Begriff: two-step test

    Master-Test.

  • zweiter
    • Englischer Begriff: second

    secundus; s.a. Zweit..., Sekund..., Deuter...

  • Zweitgebärende
    • Zweit|gebärende

    • Synonyme: Secundipara

    • Englischer Begriff: secundipara; para II

    Frau, die zum 2. Mal ein lebensfähiges Kind gebiert.

  • Zweitimpfung
    • Zweit|impfung

    • Englischer Begriff: revaccination

    Revakzination; s.a. Booster-Effekt.

  • zweizeitig

      in 2 zeitlich getrennten Phasen vorgehend; z.B. zweizeitige Operation.

    • Zweizellenbad
      • Zwei|zellenbad

      • Englischer Begriff: two-cell bath

      hydroelektrisches Bad (niederfrequenter Gleichstrom) unter Verwendung von 2 Arm- oder Fußbadewannen, jeweils als mono- oder bipolares Bad.

    • Zwerchfell
      • Zwerch|fell

      • Englischer Begriff: diaphragm; midriff

      Atemmuskel zwischen Brust- u. Bauchhöhle, Diaphragma; s.a. Phreno..., Zwerchfell...

    • Zwerchfell-Lähmung
      • Zwerchfell-Lähmung

      • Englischer Begriff: phrenoplegia

      angeborene oder erworbene (krankhafte oder artifizielle), teilweise oder vollständige, dauerhafte oder vorübergehende, zentrale (z.B. bei Poliomyelitis) oder periphere (bei Phrenikuslähmung, nach Phrenikusausschaltung, -exhairese) Lähmung des Diaphragmas. Klinik: fehlende oder paradoxe (Kienböck-Zeichen) Bewegung, Zwerchfellhochstand, evtl. fortschreitende Muskelatrophie.

    • Zwerchfell-Rippen-Winkel
      • Zwerchfell-Rippen-Winkel

      • Englischer Begriff: costodiaphragmatic angle

      Recessus costodiaphragmaticus.

    • Zwerchfellatmung
      • Zwerchfell|atmung

      • Englischer Begriff: diaphragmatic respiration

      der durch Zwerchfellkontraktion zustande kommende Anteil an der Einatmung (etwa 2/3 des Atemvolumens). Die – seitlich besonders ausgeprägte – Zwerchfellbewegung führt v.a. durch Erweiterung der Phrenikokostalwinkel zur Vergrößerung des Brustkorbinnenraumes. Sie ist abgeschwächt bei Zwerchfellhochstand, -tiefstand, -lähmung, bei Tonussteigerung (Status asthmaticus, Tetanus) u. -minderung (Pleuritis diaphragmatica, Relaxatio diaphragmatica). Die Aufwärtsbewegung bei Ausatmung erfolgt unter Beteiligung der Bauchpresse (daher die Zweitbezeichnung „Bauchatmung“, die v.a. benutzt wird bei Überwiegen der Z. über die Thorakalatmung).

    • Zwerchfellbewegung
      • Zwerchfell|bewegung

      • Englischer Begriff: diaphragmatic motion

      s.u. Zwerchfellatmung.

    • Zwerchfellbewegung, paradoxe
      Zwerchfellbewegung
      • Z., paradoxe

      • Fach: Röntgenologie

      Kienböck-Zeichen.

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