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  • zytopathisch, zytopathogen
    • zyto|pathisch, zytopathogen

    • Englischer Begriff: cytopathic; cytopathogenetic

    zellschädigend.

  • zytopathische Stoffe
    zytopathisch, zytopathogen
    • z. Stoffe

    Zellgifte; s.a. zytotoxisch.

  • zytopathischer Effekt
    zytopathisch, zytopathogen
    • z. Effekt

    • Synonyme: CPE (Abk.)

    die schädliche Wirkung auf die Gestalt, den Stoffwechsel u. die genetische Funktion von Zellen; z.B. durch Erreger, ionisierende Strahlen, chemische Substanzen.

  • Zytopathologie
    • Zyto|pathologie

    • Englischer Begriff: cytopathology

    Zellpathologie; stützt sich auf elektronenmikroskopische u. zytophotometrische Untersuchung erkrankter Zellen.

  • Zytopempsis
    • Zyto|pem|psis

    • Englischer Begriff: cytopempsis

    Energie verbrauchender, v.a. für große Moleküle geeigneter Passagemechanismus durch die Zelle. Hierbei durchqueren Pinozytose-Bläschen die Zelle u. verschmelzen – in Umkehr ihres Entstehungsmodus – mit der gegenüberliegenden Zellmembran, wonach sie ihren Inhalt in den extrazellulären Raum abgeben. Dient der Durchschleusung (z.B. in Nierentubuli) sowie der transendothelialen Ernährung bzw. dem Stoffaustausch zwischen Blut u. Gefäßwand.

  • Zytopenie
    • Zyto|penie

    • Englischer Begriff: cytopenia

    • Fach: Hämatologie

    Zellzahlverminderung (im peripheren Blut), z.B. Erythro-, Leuko-, Granulo-, Lympho-, Mono-, Thrombozytopenie.

  • Zytophagie
    • Zyto|phagie

    • Englischer Begriff: cytophagy

    Phagozytose ganzer Zellen durch Makrophagen.

  • zytophil
    • zyto|phil

    • Englischer Begriff: cytophilic

    mit besonderer Zuneigung (Affinität) zu Zellen („zellaffin“); s.a. zytotrop.

    • z. Antikörper
      Antikörper (AK) mit der Fähigkeit, sich über sein Fc-Fragment an Zellen... (mehr)
  • zytophile antikoerper
    zytophil
    • z. Antikörper

    • Englischer Begriff: c. antibody

    Antikörper (AK) mit der Fähigkeit, sich über sein Fc-Fragment an Zellen der gleichen oder einer fremden Art zu binden (= homo- bzw. heterozytotroper AK), um danach über den Fab-Anteil mit einem Antigen (AG) zu reagieren; beim Menschen der IgE-AK: bindet sich an Mastzellen (löst bei AG-AK-Reaktion Histamin-Freisetzung mit anaphylaktischer Reaktion aus) oder an Makrophagen („armierte“ M.; nachweisbar durch Rosettentest; verantwortlich für die Prausnitz-Küstner-Reaktion).

  • Zytophotometrie
    • Zyto|photo|metrie

    • Synonyme: Mikrospektrophotometrie

    • Englischer Begriff: cytophotometry

    quantitative „Mikrobild-Analyse“ von Zellen u. Zellbestandteilen durch Messung der Lichtdurchlässigkeit bzw. -dichte des mikroskopischen Präparates mittels Photozelle. – Das Gerät („Zytophotometer“) ist kombinierbar mit (UV-Scanning-)Mikroskop, Prozessrechner etc.

  • Zytoplasma
    • Zyto|plasma

    • Synonyme: Zellplasma

    • Englischer Begriff: cytoplasm

    das Protoplasma der Zelle (in der Elektronenmikroskopie bezeichnet als Hyaloplasma, in der Biochemie als Zytosol, in den Muskelzellen als Sarkoplasma); ist durchsetzt von Zellorganellen, Neuro-, Tono-, Myofibrillen (s.a. Zytosoma). Ist der Ort des Glucosestoffwechsels (Glykogensynthese u. -speicherung; oxidativer u. anaerober Abbau durch Pentosephosphatzyklus bzw. durch Glykolyse), der Fettsäuresynthese, Porphyrinbiosynthese, der Aktivierung von Aminosäuren u. deren Übertragung auf die tRNS, des Abbaus von Aminosäuren u. Pyrimidinen; steht in lebhaftem Stoffaustausch (meist über Carrier) mit den Mitochondrien. – Ist beteiligt (zusammen mit der Zellmembran) an der Bildung von Pseudopodien, Mikrovilli etc.

  • zytoplasmatisch
    • zyto|plasmatisch

    • Englischer Begriff: cytoplasmic

    das Zytoplasma betreffend.

  • Zytoplast
    • Zyto|plast

    • Englischer Begriff: cytoplast

    Zelle, deren Kern künstlich entfernt wurde. – Der isolierte Kern („Karyoplast“) wird z.B. zur Kerntransplantation (s.a. Zellhybridisierung) verwendet.

  • Zytoprotektiva
    • Englischer Begriff: cytoprotectors

    zellschützende Substanzen, die z.B. zur Verringerung der NW bei Chemother. eingesetzt werden. Wirkst. u. Anw.: z.B. Amifostin (ein Radioprotector), Mesna (Schutz vor Urotoxizität bei Ther. mit Oxazaphosphorinen wie z.B. Cyclophosphamid).

  • Zytorrhexis
    • Zytor|rhexis

    • Englischer Begriff: cytorrhexis

    Zellzerfall in Trümmer als Form des Zelltodes; s.a. Zytolyse.

  • Zytorrhyse
    • Zytor|rhyse

    „Zellschrumpfung“ durch Wasserausstrom; s.a. Stechapfelform.

  • Zytosin
    • Zyto|sin

    • Englischer Begriff: cytosine

    Cytosin.

  • Zytoskelett
    • Zyto|skelett

    • Synonyme: Zellskelett; Cytoskeleton

    • Englischer Begriff: cytoskeleton

    Abbildung

    Stütz- u. Bewegungsapparat im Zytoplasma aller eukaryotischen Zellen; besteht aus verschiedenen Systemen von Strukturproteinen mit der gemeinsamen Fähigkeit zur Selbstassoziation, d.h. durch Aneinanderlagerung (Polymerisation) von Proteinuntereinheiten dünne Proteinfasern (Filamente) u. feine, das Zytoplasma strukturierende Netzwerke zu bilden. Unterschieden werden 3 zytoplasmatische Filamentsysteme (Mikrotubulus-, Intermediär-, Aktinfilamentsysteme) u. 2 membrangebundene Filamentnetzwerke (Spektrin-, Laminsystem); Abb. Die Filamentsysteme sind u.a. beteiligt am Substrat- u. Informationstransport in/durch die Zelle; es bestehen Verbindungen zu anderen Zellstrukturen u. unter den verschiedenen Filamentsystemen untereinander; das Z. bestimmt die Form u. mechanische Festigkeit der Zelle; es unterliegt bei Zellwachstum, -teilung u. -differenzierung Veränderungen u. wird ständig erneuert.

  • Zytoskopie
    • Zyto|skopie

    • Englischer Begriff: cytoscopy

    Zytodiagnostik.

  • Zytosol
    • Zyto|sol

    • Englischer Begriff: cytosol

    s.u. Zytoplasma.

  • Zytosoma
    • Zyto|so|ma

    • Synonyme: Zellkörper

    • Englischer Begriff: cytosome

    die extranukleären Zellbestandteile (Zytoplasma u. Organellen) mit Ausnahme der Zellfortsätze; bei der Nervenzelle als Perikaryon bezeichnet.

  • Zytostatika
    • Zytostatika

    • Englischer Begriff: cytostatics

    Substanzen, die den Eintritt der Kern- u./oder Plasmateilung (Karyo- bzw. Zytokinese) verhindern oder erheblich verzögern bzw. deren Ablauf unterbrechen, stören. Wirkung: Sie greifen entweder in die Reduplikation oder Transkription der DNS oder in die Ausbildung u. Trennung deren Trägerstrukturen ein u. führen zu teilungsstörenden Chromosomenaberrationen oder unterdrücken die Ausbildung bzw. stören die Funktion des Spindelapparates (u. sind fast stets mutagen). I.w.S. auch Substanzen, die die Bereitstellung der für die Nucleoproteinsynthese oder die Spindelfunktion notwend. Energie verhindern. Die Einteilung erfolgt i.d.R. aufgrund des Wirkmechanismus in Antimetaboliten, Alkylanzien, zytostatisch wirkende Antibiotika, Mitosehemmer, Platinverbindungen. S.a. Polychemotherapie, Zellzyklus. Typische NW vieler Zytostatika sind Übelkeit u. Erbrechen, die mit 5-HT3-Antagonisten behandelbar sind.

  • zytotoxisch
    • zyto|toxisch

    • Englischer Begriff: cytotoxic

    zytolytisch, zellvergiftend, -schädigend (s.a. zytopathogen); z.B. z. Antikörper.

    • z. Faktor
      das von aktivierten T-Lymphozyten freigesetzte, auf Zielzellen toxisch... (mehr)
    • z. Zellen
      immunkompetente Zellen, die ohne Komplement über direkten Kontakt zur... (mehr)
  • zytotoxische Zellen
    zytotoxisch
    • z. Zellen

    • Englischer Begriff: c. cells

    immunkompetente Zellen, die ohne Komplement über direkten Kontakt zur Zytolyse bestimmter Zielzellen führen. Es sind dies außer sensibilisierten T-Lymphozyten v.a. K-(= Killer-)Lymphozyten oder NK-(= natürliche Killer-)Lymphozyten, Monozyten u. Makrophagen (sie binden mittels Rezeptor das Fc-Fragment nichtzytophiler IgG-Antikörper [AK], nachdem diese zuvor ein Antigen gebunden haben = „AK-abhängige Zytotoxizität“) sowie „aktivierte“ Makrophagen (die Aktivierung erfolgt durch den Kontakt mit dem von aktivierten T-Lymphozyten produzierten Makrophagen aktivierenden Faktor).

  • zytotoxischer Faktor
    zytotoxisch
    • z. Faktor

    das von aktivierten T-Lymphozyten freigesetzte, auf Zielzellen toxisch wirkende Lymphokin.

  • Zytotoxizität
    • Zyto|toxizität

    • Englischer Begriff: cytotoxicity

    Abbildung

    die Zytolyse von Zielzellen mit bestimmtem Oberflächenantigen (zelleigen, z.B. als Transplantations-AG, oder zellfremd, z.B. passiv adsorbierte Viren oder Medikamente) durch zytotoxische Zellen oder Antikörper.

  • Zytotoxizitätstest
    • Zytotoxizitäts|test

    • Englischer Begriff: cytotoxicity test

    in der Transplantations- u. Tumorimmunologie der In-vitro-Nachweis einer zellulären u./oder humoralen Immunreaktion an bestimmten Zielzellen. Der Z. ist positiv, wenn bei Inkubation einer bestimmten Zellsuspension mit zugesetzten Immunzellen u./oder Antikörpern (u. Komplement) eine Zytolyse auftritt; s.a. HLA-System, Terasaki-Test.

  • zytotrop
    • zyto|trop

    • Englischer Begriff: cytotropic

    auf Zellen gerichtet; s.a. zytophil, Zytotropismus.

  • Zytotrophoblast
    • Zyto|tropho|blast

    • Englischer Begriff: cytotrophoblast

    • Fach: Embryologie

    der seinen zellulären Aufbau behaltende, zum Inneren der Blastozyste gerichtete Teil des Trophoblasten (verschwindet nach dem 4.–5. Fetalmonat fast völlig); s.a. Synzytiotrophoblast. Besteht aus Zellen fetaler Herkunft (Langhans-Zellen des Zottenüberzugs, Zellen der Haftzottenenden) u. aus – wahrscheinlich mütterlichen – Zellen der Trophoblastschale, der Zellinseln u. Plazentasepten.

  • Zytotropismus
    • Zyto|tropismus

    • Englischer Begriff: cytotropism

    • Fach: Biologie

    Affinität zu lebenden Zellen, i.w.S. auch die Abhängigkeit von diesen (z.B. die der Viren bei der Vermehrung).

  • Zytozentrum
    • Zyto|zentrum

    • Synonyme: Mikrozentrum; Cytocentrum

    • Englischer Begriff: cytocentrum

    die aus Zentriol u. Zentroplasma bestehende Funktionseinheit der Zelle.

  • Zytozidie
    • Zyto|zidie

    Zellabtötung (z.B. durch Zellgifte); s.a. Bakterizidie.

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