Ischämie

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  • Isch|ämie

  • Englischer Begriff: ischemia

Tabelle

Blutleere oder Minderdurchblutung (Durchblutungsstörung) eines Gewebes infolge unzureichender (= relative I.) oder fehlender (= absolute I.) arterieller Blutzufuhr; wird bedingt durch Einengung bzw. Verschluss der Gefäßlichtung (z.B. bei akutem Arterienverschluss, arterieller Verschlusskrankheit, Koronarinsuffizienz, Hirnischämie; s.a. Infarkt) oder durch Gefäßkrampf (z.B. bei Raynaud-Krankheit, Prinzmetal-Angina, Ergotismus) oder durch Abschnürung einer Arterie (z.B. bei künstlicher Blutstillung, bei Schwellung oder Tumor). Führt zu Sauerstoffmangel (Hypoxie, Anoxie) mit Abblassung, Abkühlung u. Volumenabnahme der betroffenen Gewebe, bei längerem Bestehen oder hohem Hypoxiegrad zur Nekrose. Bei akutem Arterienverschluss im Extremitätenbereich blasse I. als Initialphase mit Leichenblässe der Haut u. kollabierten Venen (günstige Revaskularisationsprognose), dann als Folgestadium die blaue I. mit livedoartiger fleckförmiger Blaufärbung (Übergreifen der Stagnationsthrombose auf Kapillaren u. Venen mit ungünstiger Prognose zum Gliedmaßenerhalt); ferner Unterscheidung zwischen inkompletter I. u. kompletter I. (Ischämiesyndrom); die kritische I. (CLI, critical limb ischemia) entspricht den Stadien III oder IV nach der Fontaine(-Ratschow)-Einteilung. S.a. Tab.

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