Keimdrüsen

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  • Keim|drüsen

  • Synonyme: Gonaden

  • Englischer Begriff: gonads

Sammelbegriff für Hoden (Testis) u. Eierstöcke (Ovarium). Die beidseitige Entwicklung erfolgt zunächst bei beiden Geschlechtern durch Bildung einer aus Zölomepithel u. dem darunter gelegenen verdichteten Mesenchym sich entwickelnden Keimleiste an der Medialseite der Urniere. Durch Eindringen der Urgeschlechtszellen in diese Anlage u. Umordnung des dort vorhandenen Mesenchyms zu Keimsträngen beginnt sich diese ursprünglich einheitliche Anlage geschlechtsspezifisch zu differenzieren in Richtung Hoden bzw. Ovar. Es bilden sich „Hodenstränge“ bzw. – in der Ovaranlage – „Rindenstränge“ (aus einer sekundären Generation der Stränge), die dann zu sog. Keimballen (Eiballen) zerfallen; die primären Stränge werden durch Bindegewebe ersetzt u. entwickeln sich zu Ovarialstroma. Die Hodenstränge entwickeln sich zu Samenkanälchen; aus den Keimballen gehen die primären Eifollikel hervor (bestehend aus Ureizelle u. Epithel u. umgeben von Mesenchym, den Thekazellen). Aus dem Bindegewebe der Keimleiste gehen das Gubernaculum testis bzw. die Ligamenta proprium ovarii u. teres uteri hervor. S.a. Geschlechtsentwicklung.

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